Freitag, 8. April 2011

Rezension (19) Die Messertänzerin






Susanne Rauchhaus
Die Messertänzerin
Verlag: Ueberreuter
Gebundene Ausgabe: 367 Seiten
ISBN: 978-3-8000-5603-3
Genre: Fantasy (empfohlen ab 14 Jahren)
Preis: 14,95 € 

Text:
Divya wird als Kind verkauft und wächst als Dienerin an einer Mädchenschule in der Stadt Pandrea, mitten im Wilden Land, auf. Eine rätselhafte Prophezeiung lässt sie aber daran glauben, dass sie nicht immer zur untersten Kaste gehören wird - wenn sie bereit ist zu lernen und zu kämpfen.
Eines Tages tritt der düstere Wächter Tajan in ihr Leben und sie ergreift ihre Chance. Heimlich lernt sie zu kämpfen wie ein Mann - und zu tanzen wie eine Frau. Als sie einen Mordauftrag bekommt, muss sie eine Entscheidung treffen. Und damit macht sie sich den Mann, den sie liebt, zu ihrem erbittersten Feind.

Statement:
Das Reich Pandrea ist in ein strenges Kastensystem aufgeteilt. Divya, unsere Protagonistin, ist Mitglied der niedersten Kaste. Mit vier Jahren wurde sie von ihrer Mutter verkauft. In einer Art Internat für Mädchen aus gutem Haus arbeitet sie als Dienerin. In ihrem kindlichen Glauben hofft sie, später ebenfalls zu Höherem aufzusteigen. Doch sie hat als Angehörige der niedrigsten Kaste keinerlei Rechte. Ihre Hoffnung am Unterricht teilzunehmen, zu lernen, erfüllt sich nicht. Doch sie ist neugierig und lauscht, nimmt alles auf und lernt während der Nacht das Tanzen.
Durch einen Zufall lernt sie Jolissa kennen, die eine Adelige ist. Sie freunden sich an, und erlernt von ihr Dinge, die ihrem Stand verwehrt sind. Tanzen ist Divyas Leidenschaft und die Kunst des Messerwerfens beherrscht sie sehr schnell. Heimlich übt sie nachts auf dem Dach. Doch lange bleibt es nicht mehr ihr Geheimnis. Als in der Schule eingebrochen wird, ändert sich für alle das Leben. Nunmehr wird der junge Tarjan, der ein Sujim ist, sie bewachen, beschützen. Tarjan nutzt ebenfalls das Dach der Schule, um dort das Messerwerfen und auf den Kampf zu trainieren. Als Tarjan Divya überrascht, treffen beide eine Art Abkommen, und sie erlernt bei ihm die Kunst des Kämpfens und Feinheiten des Messerwerfens. Und ganz langsam entfaltet sich zwischen den beiden ein Gefühl für Zuneigung, Liebe.
Mit Divya lernt der Leser ein sehr eigenwilliges, mutiges junges Mädchen kennen, dass im Laufe der Handlung zu einer mutigen, sehr entschlossenen jungen Frau.
Sie hatte einen Traum, und den nicht aufzugeben war ihr Ziel. Umso mehr im  Roman über Divya offenbart wird, desto spannender wird auch die Geschichte.
Man fühlt sich ein bisschen wie bei Scheherazade
der Hauptfigur aus „TausendundeinerNacht“.
Mit jedem Kapitel – jeder Geschichte – wächst die Spannung und man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen, um endlich zu erfahren, wie es endet.
Als der machthaberische Fürst Warkan das ausgegrenzte Volk der Tassari immer mehr und mehr schikaniert, ihr Essen und Trinken rationiert, will Divyja ihrem Volk helfen. Denn dass sie zu ihnen gehört, hatte sie durch einen Zufall erfahren. Tajan will, dass sie ihre Herkunft verleugnet, angeblich sei sein Vater von einem Tassari ermordet worden. Unlösbare Konflikte sind daher vorprogrammiert.
Nunmehr ist die Zeit gekommen, dass Divya handeln muss. Es geht um ihr Volk, und sie ist stolz, eine Tassari zu sein. Und die einzige Möglichkeit ihnen zu helfen, ist den Fürsten Warkan zu töten.

Fazit:
Das Cover in einem warmen rot-braunen Ton, ein mit Tätowierungen gezeichnete Frauengesicht, der Blick in die Ferne gerichtet, faszinierend und ansprechend. Der Autorin Susanne Rauchhaus hat mit diesem Roman eine beeindruckende Geschichte geschrieben, die  jeden Leser eintauchen lässt in eine fantastische Welt. Durch ihren Schreibstil lässt er sich sehr gut und flüssig lesen, und die Protagonisten kommen, bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr gut heraus.
Ein empfehlenswertes Buch, zumal man sich als Leser sehr gut in die Geschichte hineinversetzen kann. Vom Thema sehr interessant, denn auch in der heutigen Zeit müssen Frauen noch immer um ihre Freiheit, ihre Rechte kämpfen. Man könnte dem Ganzen noch so viel hinzufügen, aber es würde die Spannung nehmen, das Buch zu lesen.

„Nimm den Wind aus deinen Gefühlen. In einem Sandsturm findest du niemals den Weg nach Hause.“ (Seite 135)
„Frei sein könnt ihr nur im Bunde …“ (Seite 219)

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen


Noch einmal herzlichen Dank an den Ueberreuter-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Kommentare :

  1. Hallo Hanne,
    dass Buch hört sich aber nach einer tieftraurigen und zugleich spannenden Geschichte an. Deine schöne Rezension macht mich wirklich neugierig!
    Schöne Bücher sehe ich links in der Navigationsleiste. "Magierdämmerung" steht übrigens noch auf meiner "must-have" Lieste. Die Leseprobe hatte mich jedenfalls schon vor mehreren Monaten überzeugt gehabt!
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich dir. ;)

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  2. Hi Tanja, es sieht nur so aus als ob es tieftraurig ist. Nein, es ist ein tolles Buch und absolut empfehlenswert. Magierdämmerung - ich bin auch schon sehr gespannt, aber ich habe erst noch ein paar andere Bücher vor mir :-)
    Ein schönes Wochenende
    LG HANNE

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