Samstag, 13. August 2011

Rezension (73) Die Alchemie der Unsterblichkeit





Kerstin Pflieger
Die Alchemie der Unsterblichkeit
Taschenbuch
352 Seiten
Goldmann Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442474833
€ 12,00

Buchrücken:
Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch diese finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine brutale Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist. Und ein Mord folgt auf den nächsten …
Statement:
„Die Alchemie der Unsterblichkeit“, ein gelungener Start der Autorin Kerstin Pflieger. Im Jahre 1771 begibt sich Icherios Ceihn auf eine mehrtägige Fahrt in den tiefsten Schwarzwald, nach Dornfelde. Dort haben sich einige mysteriöse Mörde ereignet, die es aufzuklären gilt. Um seinen Wunsch, Medizin zu studieren, realisieren zu können, braucht es Geld, was Icherios nicht hat. So nimmt er das Angebot dieser merkwürdigen Kanzlei an und reist als Inspektor dieser zur Aufklärung der Morde los. Man stelle sich die damalige Zeit bildlich vor, schlechte Wege, muffige, karg ausgestattete Kutschen, kein „Drive-Inn“, wie wir es heutzutage kennen, mies gelaunte Mitreisende, das alles nimmt er auf sich, damals im September 1771. Sein Begleiter ist sein einziger Freund, Maleficium, eine Ratte.
Was ihn dort in Dornfelde erwartet, hat er sich so nicht  vorgestellt, denn dort leben nicht nur Menschen, nein auch Werwölfe und Vampire,  keineswegs in friedlicher Absicht zusammen, wie es zunächst aussieht. Doch Icherios lässt sich nicht von seinem Auftrag abbringen. Für ihn gilt es, die Morde aufzuklären. Und immer an seiner Seite Maleficium, seine Ratte.
Die Autorin hat geschickt den roten Leitfaden auseinander genommen und aufgeteilt, so dass sie den Leser hierdurch ganz schön ab und an in die Irre führt. Icherios ist als Charaktere gut beschrieben, nicht der Superheld, sondern ein Normalo mit Schwächen, aber auch Stärken. Und immer wieder versucht er eine Erklärung für alles zu finden, so wie es sich für einen Mediziner, der er ja einmal werden will, gehört.
Obwohl der Leser schon sehr früh ahnen kann, wer hinter den Morden steckt, verliert sich hierdurch nicht das Interesse an der Geschichte. Es sind eben diese kleinen roten Nebenfäden, Nebenhandlungen, die sich erst spät zu einem ganzen roten Leitfaden wieder verbinden. Der Schreibstil von Kerstin Pflieger ist beeindruckend für diese doch etwas andere, aber besondere Geschichte. Bei all dem hat sie ihre Charakteren, ihre Eigenschaften gut ausgearbeitet und überzeugend dargestellt.
Die Erklärungen im Glossar am Ende des Buches fand ich hilfreich, ebenso die Auflistung der „Dramatis Personae“.
Fazit:
Ein fantastischer Kriminalroman, der im 18. Jahrhundert spielt, spannend und schaurig schön, wirklich lesenswert, zumal das Thema der Alchemie gut eingefügt wurde. Der Verlag schreibt zu dem Buch: Der Beginn einer neuen spannenden Mysterie-Serie“. Ich bin neugierig auf die Fortsetzung. „Krähenturm“ erscheint im Dezember diesen Jahres. Erwähnenswert auf jeden Fall das Cover in seinem Blauton, vermischt mit Schwarz, und dem Scherenschnitt im Vordergrund.
Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen und vergebe daher 4,5 Bucheulen.
Vielen Dank an den Verlag Goldmann für das Rezensionsexemplar.

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