Freitag, 26. August 2011

Rezension (80) Magierdämmerung - Gegen die Zeit

Bernd Perplies
Magierdämmerung - Gegen die Zeit
Band 2
Broschiert
432 Seiten
Verlag: Lyx
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3802582653

Die Welt steht am Rand des Abgrunds …
London 1897. Der Konflikt zwischen den beiden Magierfraktionen des Silbernen Kreises spitzt sich zu. Der Usurpator Wellington hat mit seinen Gefolgsleuten die Macht an sich gerissen und hält die Anhänger Dunholms, darunter Jonathan und seine Mitstreiter, gefangen. Diesen läuft die Zeit davon. Die Wahre Quelle der Magie muss unbedingt geschlossen werden, sonst ist die Menschheit dem Untergang geweiht …
Statement:
„Gegen die Zeit“ ist das zweite Buch aus der Trilogie „Magierdämmerung“.
Wie ich schon bei anderen, vorher gelesenen Trilogien egal welches Genre, feststellen musste, ist der Mittelband teilweise ein Sorgenkind mancher Autoren. Zum einen haben sie das Ende des Abschlussbandes vor Augen, aber nicht zuviel darf davon in den zweiten, es ist irgendwie immer ein Balanceakt. Wie auch schon zuvor im ersten Band, überzeugt mich der Schreibstil des Autors Bernd Perplies, sowie seine Idee, jedes Kapitel mit einem imaginären Zeitungsartikel beginnen zu lassen. In diesem Band wird jeweils von dem sich zuspitzenden Chaos auf der ganzen Welt berichtet.
In „Gegen die Zeit“ hat der Autor in Maßen spekuliert, gut abgewogen an das Thema aus „Für die Krone“ angeschlossen. Sollte man als Leser einen größeren Zeitraum zwischen beiden Bänden haben, empfiehlt es sich, noch einmal kurz in Band 1 hineinzuschnuppern. So kann man ohne weiteres den Schritt in Band 2 wagen, denn es geht gleich mit Kapitel 14 weiter.
Im ersten Drittel fügt Bernd Perplies etliche neue Charaktere der Handlung hinzu, eine interessante Person dabei die Magieragentin aus Rom, ausgesandt vom Vatikan.
Seit Öffnung der Quelle der Magie ereignen sich immer mehr mysteriöse Vorkommnisse. Gleichlaufend wie schon im ersten Band wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Durch das Einfließen dieser neuen Charaktere wird die Handlung angereichert, neue Spannung erzeugt. Im Vordergrund Jonathan Kentham, neuer Besitzer des Rings vom Ersten Lordmagier Dunholm. Dass dieser Ring eine wichtige Rolle im Gesamten spielt, kann man sich schon denken.
Ich halte mich bewusst zurück mit einer weiteren ausführlichen Inhaltsbeschreibung, nicht nur, weil der dritte Band, der Abschluss der Trilogie, demnächst veröffentlicht wird.
Nach der Machtübernahme durch den Usurpator Wellington, selbsternannter Lordmagier des Silbernen Kreises, lässt dieser durch sein Gefolge all diejenigen Magier gefangen nehmen, die sich seinen Ideen nicht anschließen. Unter ihnen befindet sich auch Jonathan Kentham, der inzwischen schon gut vertraut ist mit dem Umgang mit der Magie. Aber er ist nicht allein gefangen genommen worden, mit ihm Jupiter Holmes und Kendra McKellen. Sie hoffen auf Hilfe, denn einigen Freunden ist die Flucht gelungen.
Wie schon im ersten Band war ich wieder einmal fasziniert von der Fadenmagie. Nach den ersten Kapiteln ist man voll in der Handlung, erlebt Höhen und Tiefen, Spannung, aber auch wiederum ein Stück Ruhe, Erholung. Nicht jeder mag den Schreibstil der Erzählweise. In Anbetracht der Vielfalt an Personen findet sich am Ende ein Personenregister, sehr hilfreich. Mit der ausgewählten Sprache, passend zum Zeitalter der Handlung, hat dieser Band mehr an Eleganz in seinem Stil vorzuweisen. Es gelingt dem Autor, durch die gut geführte Feder, seinen Charakteren Leben einzuhauchen. Das gesamte Buch, die Handlung, spielt an nur fünf Tagen. So konnte Bernd Perplies sich voll und ganz der Ausarbeitung von Szenen und Charakteren widmen, was ihm wirklich gut gelungen ist.
Im vorderen Klappdeckel des Buches findet der Leser wieder die Karte Europas, im hinteren Teil die von London. Ich fand es gut, ab und an einen „Spaziergang“ durch London zu machen. Beeindruckend natürlich wieder das Cover, Augen auf. Legt man Band 1 und 2 nebeneinander, kann man eine Veränderung sehen. Mehr sein nicht verraten.
Wie bereits Anfangs schon geschrieben, bin ich immer noch der Meinung, dass der mittlere Band einer Trilogie nicht einfach mal so geschrieben wird.
Mir fällt dazu ein Spruch einer Freundin ein, die drei Kinder hat: Das mittlere läuft mit den anderen mit, doch zusammen ergänzen sie sich wunderbar.
Ich denke, wenn wir Band 3 gelesen haben, sagen wir: Das passte von A bis Z. Rundum zufrieden und neugierig auf den Abschlussband.
S. 309
Es ist schon seltsam, wie sich die Sichtweisen binnen weniger Tage vollkommen verändern können.
Ich vergebe 5 Bucheulen
Mein Dank gilt an dieser Stelle dem Lyx-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars,

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