Montag, 29. August 2011

Rezension (82) Weltennebel - Das magische Portal



Aileen P. Roberts
Das magische Portal
Weltennebel
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (21. Juni 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 978-3-442-47518-6

Mit einem spannenden Prolog beginnt die Geschichte um Darian, Hauptcharaktere in „Weltennebel – Das magische Portal“ der Autorin Aileen P. Roberts.
Durch eine Verschwörung wurde fast die gesamte Familie von Darian ausgelöscht, bis auf seine Mutter. Sie flieht mit dem Zauberer Nordhalan, um das Baby in Sicherheit zu bringen, durch das magische Portal in die reale Welt. Doch kurz vor dem Ziel wird sie getötet, so dass Nordhalan die Reise antritt.
London, ca. 24 Jahre später. Darian hat in seinem bisherigen Leben schon einiges erlebt. Als Zweijähriger holten ihn Pflegeeltern aus dem Waisenhaus, wo er bis dahin aufgewachsen ist. Doch nachdem diese tödlich verunglückten, kommt er wieder zurück und wird mit zehn Jahren von dem wohlhabenden Samuel Drake adoptiert. Nun studiert Darian an der London Business School, um bereits im nächsten Jahr seinen Abschluss zu machen. Es geht ihm gut, er ist finanziell ohne Sorgen, mit sich selbst zufrieden, liebt sein Leben, seine Freundin Melissa. Ja, wenn da nicht Mia wäre, eine unscheinbar wirkende Mitkommilitonin. Während alle anderen einschließlich Melissa, sich über Mia lustig machen, lehnt Darian sie nicht ab.
„Bis zum nächsten Blätterfall werde ich bleiben“, hat sie gesagt.
Die innere Vergangenheit öffnet sich Darian, als er in der Bibliothek der Universität von London auf Mia trifft, wobei dieser gerade ein Bildband von Schottland aus den Händen rutscht. Von nun an nehmen die Dinge ihren Lauf. Darian entscheidet sich und unternimmt in den Semesterferien eine Reise nach Schottland. Zum Ärger von Melissa, zur Freude von Mia. Immer intensiver sucht Mia den Kontakt zu Darian, bis sie ihm schließlich eröffnet, dass er der Erbe der Parallelwelt von Albany sei. Darian, Sohn von Jarredh.
Aramia, Mias richtiger Name, zeigt sich ihm in ihrer wahren Gestalt, eine Schönheit, nicht die graue Maus, die Darian sonst kennt. Sie offenbart ihm, dass sie eine Nebelhexe sei und ihn schon seit Jahren „begleite“. Bis zu seinem 25. Lebensjahr müsste er zurück in die Parallelwelt von Albany, um seinen Thronanspruch zu retten und vor allem, er würde dann unsterblich werden. Mit Mia, und hauptsächlich durch sie, die Liebe Darians zu ihr, erlebt der Leser aufregende Zeiten. Er lernt andere, neue Wesen kennen, nicht nur Zauberer oder Heidefeen, Elfen oder Zwerge, nein, da sind noch andere unbekannte, geheimnisvolle.
Aber die Gegner Darians haben schon von seiner geplanten Rückkehr gehört und lauern ihm am magischen Portal auf. Während Aramia anscheinend während des Übertritts ihr Leben verliert, wird Darian schwer verletzt abgefangen von seinen Feinden. Nun haben sie ein leichtes Spiel mit ihm. Durch einen Drogentrunk machen sie ihn sich abhängig, süchtig.
Ein bis dahin sympathischer junger Mann, scheint es, doch ab einem gewissen Punkt flachte die Charaktere Darian ab. Sei es durch die Folgen der Sucht, der Abhängigkeit, man konnte sich seiner Person leicht überdrüssig werden. Durch die Schaffung von sehr präsenten Nebencharakteren gewannen diese immer mehr Raum und Platz in der Handlung, die den bis dahin zeitweise flach gehaltenen Spannungsbogen wieder aufbauten. Teilweise Nebensächlichkeiten wurden zu langatmig geschrieben, wodurch interessante Momente an Wirkung verloren. Sie kamen einfach zu kurz. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Veranschaulichende Beschreibungen bringen den Leser in das schottische Hochland. Wer sich darauf einlässt, genießt jede Bewegung, erlebt jeden Schritt, spürt den Hauch des Windes, der Geruch des Wassers steigt einem in die Nase.
(S. 95) „Mit dem Wind wehen die Sorgen über das Meer davon“, sagte Mia leise …
„Weltennebel – Das magische Portal“, zwei Welten, Realität und Fantasie, die Story beinhaltet Themen wie Liebe und Freundschaft, aber auch die Abhängigkeit von Drogen.
Ein jeder geht den Weg, den er meint, gehen zu müssen.
(S. 445) „Kannst du mir helfen, wieder ein normales Leben zu führen?“
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, offenen Fragen und man wird neugierig auf den zweiten Band.
Auftakt einer Fantasie-Trilogie, Leseempfehlung für alle, die Fantasie lieben, Neueinsteiger finden sich durch die lebendig leichte Erzählweise schnell  in das Genre und für alle, die ein Faible für Schottland haben.
Für alle, die von fremden Welten träumen. Alba gu bràth.

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar.

An Aileen P. Roberts: Ty a wra – my a gar Alban 


Kommentare :

  1. Och, scheint ja dann doch ganz gut gewesen zu sein! :D

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  2. Also ich habe gerade den 1. Teil durchgelesen und war etwas verwundert über das Ende. Fand ich nicht so schön! Werde Heute noch den 2. Teil anfangen und hoffe das mein offenen Fragen noch beantwortet werden.

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    1. Lass dich einfach überraschen ***
      Liebe Grüße Hanne

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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