Sonntag, 20. November 2011

Rezension (109) Seelenglanz


Brigitte Melzer
Seelenglanz
Otherworld
Verlag Carl Ueberreuter
432 Seiten
Klappenbroschur
ISBN 978-3-8000-9544-5
€ 16,95

Der Verlag schreibt:
Der Engel Luzifers
Durch einen Trick hat der gefallene Engel Kyriel es geschafft, rehabilitiert zu werden. Niemand ahnt, dass hinter seiner plötzlichen Wandlung der Auftrag Luzifers steckt, die Pläne seines Gegners auszuspionieren. Statt jedoch nach Oben abberufen zu werden, sitzt Kyriel als Schutzengel auf der Erde fest. Sein neuer Vorgesetzter verabscheut ihn und legt ihm Steine in den Weg, wo er nur kann, und seine Kollegen zeigen sich ihm gegenüber misstrauisch. Als er dann ausgerechnet seinem Erzrivalen das Geschäft vermasselt und verhindert, dass dieser die Seele einer jungen Frau, Jules, bekommt, die für die Schutzengel von großem Wert ist, findet er sich plötzlich zwischen allen Fronten wieder. Verfolgt von alten und neuen Feinden und mit der Frau an seiner Seite, die schon bald mehr als ein bloßer Auftrag für ihn ist, nimmt er den Kampf auf.
Aber wohin gehört er wirklich – zu den Engeln, die auf ihn herabsehen, oder zu Luzifer, der womöglich nicht der Freund ist, für den er ihn all die Jahre gehalten hat?
Meine Meinung:
Nach „Rebellion der Engel“ hat die Autorin nunmehr einen weiteren Engelroman „Seelenglanz“ mit dem Protagonisten Kyriel veröffentlicht. Vorab sei schon gesagt, dass mir dieser Band deutlich besser gefallen hat als der Vorgenannte.
Brigitte Melzer lässt die Geschichte zum einen aus der Sicht von Kyriel erzählen, zum anderen von Jules. Die wieder einmal sehr perfekt dargestellten Protagonisten kommen zwar sympathisch herüber, aber doch ist mir das manchmal alles zu vollkommen. Ein paar Ecken und Kanten der Charaktere hätten dem Ganzen gut getan. Jules hat kein einfaches Leben, schon durch ihre alkoholabhängige Mutter, die sie immer wieder in finanzielle Schwierigkeiten bringt. Freunde kennt sie nicht, denn sie will mehr, mehrere Jobs lassen ihr weiterhin keine Zeit. Das alles hat Jules charakterlich geprägt.
Kyriel, Handlanger Luzifers, hat sich in „Seelenglanz“ deutlich besser dargestellt. Obwohl es einen so erscheint, dass er durch seinen langen Aufenthalt auf der Erde den Ursprung aus den Augen verloren hat, doch er zeigt Gefühle.
Als ihm eines Tages die Aufgabe übertragen wird, Jules über ihre wahre Herkunft aufzuklären, kann er gerade noch rechtzeitig ihre Seele vor seinem Erzfeind retten. Doch Jules zeigt keine Dankbarkeit, hatte sie doch die Möglichkeit, ihr altes Leben gegen ein luxuriöseres einzutauschen – allerdings ihre Seele für den Luxus.
Wie schon in „Rebellion der Engel“ macht der Leser wieder die Bekanntschaft mit dem Nephilim, hier ist es Jules.
Kyriel, der ehemals gefallene Engel, nunmehr rehabilitiert und als Schutzengel auf der Erde unterwegs, weiß wie wichtig es ist, den Nephilim zu schützen, da diese eine große Wertstellung haben. Halb Mensch, halb Engel, diese Tatsache Jules zu erklären, eine schier unlösbare Aufgabe. Doch Jules und Kyriel finden einen Weg, mit vielen Höhen und Tiefen, um es anders auszudrücken: Es ist ein Weg durch die Hölle.
Die Romanze der beiden ist gutes Mittelmaß, es hätte allerdings diesmal der Handlung gut getan, ihnen mehr Platz zu geben.
Fazit:
Trotz einiger Kritikpunkte fand ich „Seelenglanz“ besser als „Rebellion der Engel“. Ich denke, es ist immer ein hartes Stück Arbeit, Stücke zu einem Ganzen harmonisch zusammenzufügen.
Wer weiß das schon!?
Leseempfehlung für alle, die Engel lieben, eine gute Fantasiegeschichte ist es auf jeden Fall, in der auch der Humor nicht zu kurz kommt. Nicht nur für junge Erwachsene.
"Seelenglanz" erhält von mir vier Bucheulen.



S. 317
… Sie liebte ihn nicht, dafür war es zu früh, aber sie spürte, dass sie ihn lieben könnte.

Er hatte sich ihretwegen in Gefahr gebracht. Das hatte noch nie jemand für sie getan.

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