Freitag, 2. Dezember 2011

Buchtipp = 3. Dezember Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Diese Tage erhielt ich eine Mail vom Rowohlt Verlag mit dem Hinweis auf den
3. Dezember, den die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung ausgerufen haben.

Gleichzeitig der Hinweis auf das Buch:

Ulla Lachauer: Magdalenas Blau. Das Leben einer blinden Gärtnerin, 224 Seiten, erschienen am 16.9.2011
Taubenblau, Enzianblau, Tintenblau – mit vier Jahren kennt Magdalena Eglin viele verschiedene Blaus. Ihr Großvater, ein Freiburger Malermeister, lässt sie in seine Farbtöpfe gucken und lehrt sie, ihre von Geburt an schwachen Augen gut zu nutzen. Ein dunkelhaariges, wildes Mädchen, geboren 1933, einige Tage vor Hitlers Machtergreifung, das früh lernt, sich in der Welt zu orientieren. Voller Phantasie und Spielfreude und manchmal fürchterlich einsam. Bei Schneeballschlachten mittun, von Straßenbahnen abspringen, sie kann vieles, sogar lesen, mit dem linken Auge direkt auf dem Papier. Magdalena hört die fernsten Bomber, mit Hilfe von Ohren und Nase und Händen findet sie aus dem brennenden Freiburg heraus. 1945, mit zwölf Jahren, ist sie selbständig: Sie hütet Schweine, bei Verwandten auf dem Lande. Im Laufe der Jahre wird sie völlig erblinden. Sie wird eine begeisterte Gärtnerin und findet an der Seite eines Dorfschullehrers ihr Glück. Magdalena Eglin erzählt unsentimental, witzig und poetisch von ihrem Leben als Außenseiterin – und damit auch etwas über die Welt der Sehenden.
Ulla Lachauer gab mit ihrem Buch Paradiesstraße der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit eine Stimme – und wurde zur Bestsellerautorin. Jetzt erzählt sie erneut die Geschichte eines außergewöhnlichen Lebens.
Ulla Lachauer, geboren 1951 in Ahlen/Westfalen, lebt in Stuttgart. Sie arbeitet als freie Journalistin und Dokumentarfilmerin. Buchveröffentlichungen: Die Brücke von Tilsit (1994), Paradiesstraße (1996), Ostpreußische Lebensläufe (1998), Ritas Leute (2002), Der Akazienkavalier (2008), alle bei Rowohlt. Soeben wurde sie mit dem Barbara Künkelin Preis 2012 ausgezeichnet. Die Stadt Schorndorf ehrt mit diesem Preis, der an die Widerstandskämpferin Anna Barbara Walch-Künkelin erinnert, eine Autorin, die sich - so die Jury - mit Themen beschäftige, die gegen den Zeitgeist und mit Wirkung auf die Zukunft gerichtet seien. Die Autorin und Dokumentarfilmerin Ulla Lachauer sei "stets und zuvorderst mutige Sprecherin für Frauen, die in ihrer Kultur keine Stimme haben", sie erzähle Geschichten nicht um ihrer selbst willen, "sondern aus Sicht aktueller, oft brennender und verborgener Problemlagen."

Ich habe schon ein bißchen drin geblättert, manchmal erwischt einen eine Krankheit an den ungünstigsten Tagen, zumal ich gern mehr darüber berichtet hätte. Freundlicherweise durfte ich den Text des Verlages verwenden. Vielen Dank.

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