Sonntag, 8. Januar 2012

Rezension (124) Das Glück geht aus

Sonja Heiss
Das Glück geht aus
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: bloomsbury Taschenbuch; Auflage: 1. (8. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3833307782
EUR 9,95

Kurzbeschreibung
Sie sind ehrlich, großmäulig, haltlos, reisen nach Kanada, Panama, haben Affären, Beziehungen, Träume, vielleicht ein Baby und immer noch Eltern, die nur das Beste wollen. Aber das Beste ist eben manchmal unerträglich: ein Abschied zu hart, ein Besuch zu lang, eine Liebe zu kurz. Sonja Heiss erzählt von jungen Frauen, die nicht mehr Kind sind, aber auch noch keine eigene Familie haben. Sie erzählt von einem Vater und einer Tochter, die sich seltsam fremd sind. Und von einer Großmutter, die jede Karte, die ihr die Enkelin schreibt, wie einen Liebesbrief aufbewahrt. Ihre Figuren haben keine Angst vor dem Tod, sie haben Angst vor dem schlecht gelebten Leben. Sie sind hungrig, auf der Suche nach Momenten des Glücks, die alles bedeuten könnten. Dabei machen sie Bekanntschaft mit fernen Verwandten, Faultieren und Burnout-Ameisen.

Statement:
Zehn Kurzgeschichten, mitten aus dem Leben, jede umfasst ca. 20 Seiten. Kompakt geschnürt, keine Story gleicht der anderen, so der Debütroman „Das Glück geht aus“ von der Autorin Sonja Heiss.
Es gibt so vieles, was von den einzelnen Geschichten hervorzuheben würdig ist, doch das würde den Rahmen der Rezension sprengen und vieles aus den einzelnen verraten. Jede Story ist einzigartig, ein manches Mal erscheint sie wie ein Spiegel vor dem Gesicht. Hat nicht jeder Mensch seine eigenen kleinen Geschichten/Episoden, an die er sich erinnert, aber dann doch wieder vergisst aufzuschreiben. Überwiegend handeln die einzelnen Geschichten von Frauen um die Dreißig, sprechen die Beziehung zu den Eltern an, sei es die Reise der Tochter mit ihrem Vater nach Kanada, oder die Enkeltochter, die all die geschriebenen Karten an die Großmutter findet, immer mit dem gleichen Text, lieblos-monoton … „Liebe Oma, wir wünschen Dir … Deine Gerdi, Max, Rebecca …. „
Und während des Lesens klickt es wieder einmal in den eigenen Erinnerungen. Heutzutage, im Zeitalter der elektronischen Post, besitzt so eine Geschichte schon eine gewisse Traurigkeit.
Fazit:
Ein eigenwilliges Buch, geschrieben, von einer Autorin, die schon als Regisseurin des Kinofilms „Hotel Very Welcome“ auffiel und hierfür mehrfach ausgezeichnet wurde.
Ein Buch, welches sich gut lesen lest, - Leseempfehlung.
Ich vergebe 4 Bucheulen

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