Sonntag, 22. April 2012

Rezension (160) Elfenmagie


Sabrina Qunaj
Elfenmagie
Broschur, 976 Seiten
Aufbau Taschenbuch
ISBN 978-3-7466-2738-0
14,99 €

Die magische Elfenkönigin

Das Mädchen Vanora wächst bei ihrem Vater auf, ohne zu ahnen, wer sie wirklich ist. Bis das Schicksal sie eines Tages einholt. Der geheimnisvolle Glendorfil taucht aus einer anderen Welt auf und verkündet, dass sie eine Halbelfe ist – und nur durch sie das Reich der Elfen wieder vereint werden kann. Doch Vanora hat mächtige Feinde.
          ---
Jahrtausende nach der Teilung Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten.
Die Dunkelelfen versuchen dies zu verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint.

Statement:
Ein knapp tausend Seiten umfassendes Buch bedeutet im ersten Moment vielleicht: was erwartet mich, wird das Buch mich fesseln, so dass ich es wirklich zu Ende lese?
Alle auftauchenden Fragen zu Beginn meiner Lesereise mit „Elfenmagie“ kann ich mit einem ganz klaren „Ja“ beantworten.
Schon der Prolog beginnend mit einer Frage „Wofür lohnt es sich zu sterben? Die Leben Tausender? … wecken das Interesse und wer erst einmal in der Geschichte Fuß gefasst hat, mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl ich in diesem Jahr schon wirklich sehr gute Bücher dieser Richtung gelesen und rezensiert habe, „Elfenmagie“ findet seinen Platz unter den TopTen 2012.
Was aber ist das Besondere an dem Debütroman der Autorin Sabrina Qunaj, dem Auftakt zu ihrer Elfensaga?
Zum einen sind es ganz speziell die Charaktere, die Protagonisten. Außergewöhnlich und z. T. sehr authentisch dargestellt, so dass man als Leser sich wirklich gut auf die jeweilige Person einlassen und hineinversetzen konnte. Die Autorin hat die Entwicklung der Personen genauestens durchdacht und in die Handlung eingefügt, abwechslungsreich und jeweils sehr individuell. So manches Mal wurde ich überrascht durch den jeweiligen Sichtwechsel. Ebenfalls erwähnenswert, dass die Lichtelfen in „Elfenmagie“ die „Bösen“ darstellen und die Dunkelelfen die „Guten“. Von etlichen anderen Fantasiebüchern dieser Art kennt man es genau anders herum.
„Elfenmagie“ ist eben etwas anderes, warum dann nicht auch diese Umkehrung!
Elvion, das Elfenreich, aufgeteilt in das Lichtreich und Schattenreich, hierzu findet sich gleich am Anfang des Buches eine Landkarte. So bekommt der Leser schon gleich zu Anfang einen guten Einblick auf das Land, den Handlungsort.
„Elfenmagie“ ist eine ganz besondere Lesereise, auch wenn die Idee zur Story nicht neu ist und in vielen anderen Büchern eben gut geschrieben wurde. Es ist immer die eine Sache, wie der Autor zum einen seinen Idee, seine Charaktere, aber auch seine Wortwahl und seinem Schreibstil Leben einhaucht. „Ebenso wird in „Elfenmagie“ auf die klassische Kapitelgliederung verzichtet, man findet hierfür die Namen der Charaktere. Für das Lesen bedeutet es allerdings auch, dass die Perspektive jeweils Kapitelweise wechselt.  Durch diese verschieden geschriebenen Sichtweisen gelingt es, sich mit den jeweiligen Personen intensiv anzufreunden (oder nicht), sie zu lieben und evtl. zu einer seiner Lieblingscharaktere werden zu lassen. Doch wehe, denn die Autorin reißt den Leser ein manches Mal aus dem Zauber des Buches und ernüchternd wird man mit der Tatsache konfrontiert, dass ausgerechnet „seine“ Charaktere das Leben lassen musste.
„Elfenmagie überraschte mich durch seine Vielseitigkeit, seine Wendungen und gar manches Mal durch überraschende Offenbarungen. Es enthält neben zahlreichen Kämpfen und Schlachten, die sehr ausführlich beschrieben wurden, auch die ruhigere, romantische Seite, Freud und Leid, aber auch die Liebe und das Glück liegen dicht beieinander.
Zum Inhalt finden sich schon sehr viele Veröffentlichungen, so dass ich hier nur auf den o. a. Klappentext verweise.
Jede Charaktere aus dem Buch verdient es, hier mit aufgeführt zu werden, angefangen von unserer Hauptprotagonistin Vanora, dem geheimnisvollen Eamon, dem Lehrer von Vanora, Glendorfil, bis schließlich zu meinem Lieblingscharakter, dem Kobold Bienli und seiner Frau Finola.
Zum Cover des Buches sei gesagt „manchmal ist weniger mehr“ und genau das trifft auf „Elfenmagie“ zu. Der warme Rotton im Hintergrund, düstere, dunkle Wolken, die über die goldgelben Lichtstrahlen der Sonne am Horizont ziehen und davor ein großer schwarzer Baum, der die dunklen Wolken trägt. Einsam und verlassen eine Frauengestalt unter dem Farbhimmel aus Dunkel und Hell.
Fazit:
„Elfenmagie ist ein sehr empfehlenswerter Debütroman der Autorin Sabrina Qunaj. Es berührt und zupft an den Saiten der Seele.
Es gäbe noch viel mehr zu sagen, aufzuschreiben, doch ich setze hier jetzt einen Punkt und kann nur jedem Leser, der dieses Genre liebt, „Elfenmagie“ ans Herz legen. Kaufempfehlung!!!
„Elfenkrieg“, der zweite Band der Elfensaga, erscheint im Sommer 2012, also kein langes Warten auf die Fortsetzung.
Ich vergebe sechs Bucheulen - ihr findet sie diesmal ganz unten am Post.
Das Buch habe ich gewonnen – 
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