Freitag, 4. Mai 2012

Rezension (162) Von der Nacht verzaubert -Amy Plum

Amy Plum
Von der Nacht verzaubert
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag:Loewe Verlag; Auflage: 1 (April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3785570425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Originaltitel: Die for me
EUR 18,95
Hardcover mit Prägung, Spotlack, Schutzumschlag und Leseband

Verlagsinfo:
Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern - bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben - nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.
Mehr Infos rund ums Buch unter:

Statement:
Kate Mercier und ihre ältere Schwester Georgia ziehen nach dem Verlust ihrer Eltern, die beide durch einen Autounfall ums Leben kamen, nach Paris zu den Großeltern. Kate und Georgia, zwei sehr unterschiedliche Schwestern. Die eine, Kate verkriecht sich mit ihrem Schmerz und der Trauer hinter ihren Büchern, während Georgia sich ablenkt und das Leben von Paris genießt.
Spoiler:
(S. 12 Georgia warf mir einen kurzen Blick zu. „Weil ich nur so vergessen kann“, sagte sie, während sie ihre Wimpern nachtuschte. „Weil ich mich nur dann lebendig fühle. Ich bin genauso traurig wie du, Katie-Bean. Aber anders werde ich damit nicht fertig.“)
(S. 14 „Nicht du bist tot“, sagte sie, „sondern Mama und Papa. Und sie würden sich wünschen, dass du lebst.“)
Georgia ist es, die Kate auffordert, endlich unter Leute zu gehen und wenn es
„Paris, die Stadt der Träume, der Liebe. Wen würde es dort nicht hinziehen, an der Seine bummeln, die Menschen beobachten … Von New York nach Paris, wie schon gesagt, für Kate ein schwerer Schritt in ihrem jungen Leben.
Allein der Handlungsort Paris, die Stadt des Lichts – und der Liebe, zieht sich faszinierend, aber nicht übertrieben hervorgehoben, durch die Handlung. Wie schon aus anderen Büchern, in denen die Stadt Paris Handlungsort war, hat auch hier in „Von der Nacht verzaubert“ mich dieses gewisse Etwas in seinen Bann gezogen. Obwohl der Anfang von der Trauer um den Verlust überlagert ist, fesselt die Geschichte, die nicht neu, aber durch die Revenant (das sind ruhelose Geister), einen anderen Namen erhalten haben.
Revenants – der französische Name für die ruhelosen Geister, haben die Aufgabe Leben zu retten, um dabei aber jedes Mal selbst zu sterben. Auch bei dieser Fantasieart gibt es Gute und Böse.
„Von der Nacht verzaubert“ wird aus der Sicht von Kate in der Ich-Perspektive erzählt. Sie ist die Hauptprotagonistin und bei einem ihrer Cafeaufenthalte sieht sie drei gutaussehende Jungen, wovon ihr der eine nicht mehr aus dem Kopf geht: Vincent. Zufälligerweise wohnt dieser auch noch in ihrer Nähe, und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. Doch Vincent und seine Freunde umgibt ein Geheimnis. Als die Beziehung zwischen Kate und Vincent intensiver wird, erfährt sie nunmehr, wer er wirklich ist und dass die Beziehung für Kate nicht ungefährlich ist.
Spoiler
(S. 318 „Ich kann dir leider keine gewöhnliche Beziehung versprechen, Kate. Ich wünschte, ich könnte mich in einen normalen Mann verwandeln und jeden Tag für dich da sein, ohne dir die Last mit aufbürden zu müssen, ein lebendiger Toter zu sein … Danke, dass du für mich da bist, meine Schöne …“)
Die romantische Entwicklung zwischen Kate und Vincent habe ich als nicht zu übertrieben in der Handlung empfunden.
Die Umsetzung der Idee „Von der Nacht verzaubert“ hat mich begeistert. Mit ausschlaggebend auch der Covergestaltung, sei es der Pariser Eiffelturm oder die Szene einer kleinen Gasse in Paris, überlagert von roten Rosen, die Blumen der Liebe.
„Von der Nacht verzaubert“ ist ein wahrhaft tolles Abenteuer, allein schon durch die Idee der Revenants. Das Buch berührt und spricht von Verlust und Schmerz, den wir empfinden, wenn uns geliebte Menschen verlassen. Der eine oder andere steht sehr schnell wieder im Leben, während manche eben Schwierigkeiten haben, der Realität ins Auge zu schauen.
Aber nicht nur Kate und Vincent als Charaktere sind hervorzuheben. Da sind auch noch z. B. die Großeltern, als auch die Schwester Georgia.
Ab und an war mir die Art von Vincent zu übertrieben, irgendwie zu perfekt. Doch es gibt sie ja auch im wirklichen Leben, so wie sich die Person Vincent darstellt und man sollte damit umgehen können.
Fazit:
„Von der Nacht verzaubert“ ist der erste Band der Trilogie von Amy Plum. Dieses Fantasy-Jugendbuch bedeutet eine tolle Lesereise für alle, die dieses Genre gern lesen. Es ist in sich abgeschlossen und am Ende wird der Leser nach sehr viel Spannung mit einem herzigen Ende überrascht.
„Paris – die Stadt der Liebe“ 
Klick HIER für mehr Infos zu "Revenants"
Ich gebe fünf Bucheulen.

Kommentare :

  1. Immer wieder verblüffend wie unterschiedlich Buchgeschmäcker sind. Ich habe soeben dieses Buch zum Flop des Monats April gekürt :D Meins war es so gar nicht...es war mir viel zu..wie schriebst du: herzig XD

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  2. Lach --- ja, momentan stehe ich auf Herz, Schmerz, Schmalz :-)
    Liebe Grüße Hanne

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