Sonntag, 20. Mai 2012

Rezension (166) Sommer meines Lebens


Miriam Toews
Sommer meines Lebens
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: bloomsbury Taschenbuch
Sprache: Deutsch
ISBN: 13-978-3833307980

Der „Toronto Star“ schreibt : „Toews verführt den Leser mit ihrer Zärtlichkeit, ihrer klugen Beobachtungsgabe und ihrem zielsicheren Witz.“
Die FAZ: Eine große kanadische Autorin
Bereits 1996 erschien die Originalausgabe des Buches, welches nunmehr 2012 vom Bloomsbury Verlag in deutscher Sprache verlegt wurde.
Klappentext:
Lucy und Lish, beide alleinerziehend mit zusammen fünf Kindern, sind beste Freundinnen. Gemeinsam kämpfen sie sich durch einen verregneten Sommer in ihrem Wohnheim in Winnipeg, Manitoba. Doch die junge Lish sehnt sich nach dem Vater ihrer Kinder, einem Feuerschlucker, der nach einer gemeinsamen Nacht über alle Berge ist. Lucy kann den Liebeskummer ihrer Freundin nicht länger mit ansehen und hat eine ungewöhnliche Idee.
Tieftraurig und sprudelnd vor Lebensfreude – Miriam Toews' Roman lebt von seinen wunderbaren Frauenfiguren.
Statement:
Ich hatte ja bereits „Kleiner Vogel, klopfendes Herz“ von der Autorin gelesen und war nun sehr gespannt auf das Buch „Sommer meines Lebens.“
Lucy und Lish, zwei alleinerziehende Single-Frauen, leben in Manitoba, genauer gesagt, in der Stadt Winnipeg. Geschrieben in der Ich-Perspektive der jungen Lucy, die mit ihrem neun Monate alten Sohn „Dill“, eigentlich heißt er ja Dillinger, von der Sozialhilfe lebt. Der Vater des Kindes ist unbekannt. Lucy hatte mit etlichen Männern bzw. Typen, wie sie selbst sagt, Sex. Doch wer nun von denen der Erzeuger war, seine Name, keine Erinnerung.
In den Sozialwohnungen lebt auch Lish mit ihren vier Kindern, davon sind zwei Zwillinge. Dessen Erzeuger, ein Straßenkünstler, ein Jongleur, sich nach der Liebesnacht mit ihrem Geldbeutel auf und davon gemacht hatte. Zurück ließ er Lish, schwanger.
Lucy und Lish werden Freundinnen und beschließen, sich auf die Suche nach dem Vater der Zwillinge zu begeben. Das bedeutet, sie werden in die USA reisen, es bedeutet aber auch Irrungen und Wirrungen. Lucy und Lish, zwei unterschiedliche Single-Mütter, die das Glück mit den Männern nicht gepachtet haben.
„Sommer meines Lebens“ erzählt nicht nur über das verkorkste Leben der beiden Frauen Lucy und Lish, es gibt auch den Einblick in das Milieu der Menschen, die von Sozialhilfe leben, bzw. in Armut. Wer nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt geht, seine Umfeld wahrnimmt, sieht auch hier in unserem Land genau diese in dem Buch geschilderten Lebensumstände. Nein, nicht haargenau wie im Buch geschildert, denn es ist ja die Geschichte von Lish und Lucy, die der Leser in „Sommer meines Lebens“ erzählt bekommt. Es zeigt aber auch, wie man sich dem Schicksal stellen kann. Egal ob Sorgen und Nöte, Kummer und Leid, es gibt sie auch, die Lichtblicke, die Mutterliebe.
Aus dem Buch:
„Das Leben ist kein Witz.“
„Es stimmt schon, das Leben ist kein Witz. Aber ich wusste, dass mein Leben witzig ist. Und Dillinger Geoffrey Van Alstyne ein Glückskind.“
„P.S.: Viel Glück!“
 Hierfür vergebe ich vier  Bucheulen.

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