Montag, 16. Juli 2012

Rezension (182) Der Duft von Erde und Zitronen




Margherita Oggero
Der Duft von Erde und Zitronen
Gebundene Ausgabe: 314 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (9. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421045539
Originaltitel: L'ora di pietra 2011
€ 19,99










"Ein wunderschöner Roman über die Sehnsucht der Frauen nach Unabhängigkeit, sensibel und mitreißend." La Stampa

Vorwort:
Es gibt meinerseits keine Kurzinformation wie gewohnt. Wer das Buch lesen möchte, dem sei gesagt, die Kurzbeschreibung verrät leider schon sehr viel.
Statement:
"Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" heißt es zu Beginn des Buches "Der Duft von Erde und Zitronen" von der Autorin Margherita Oggero.
Erzählt wird die Geschichte von der 13-jährigen Imma, die aus einem kleinen süditalienischen Dorf bei Neapel stammt. Die Macht der Mafia herrscht überall, auch hier.
Das Buch "Der Duft von Erde und Zitronen" wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.  Eine Familiensaga, es werden die Machenschaften der Mafia aufgezeigt, kompliziert, tiefgründig, glaubwürdige Charaktere, realistisch ...
Imma, dessen Mutter schon der Skupellosigkeit der Mafia zum Opfer gefallen war, lebt bei ihren Großeltern. Doch eines Tages ändert sich ihr Leben abrupt. Der Sohn des Clanchefs hatte versucht, sie zu vergewaltigen, doch Imma setzt sich ihm zur Wehr und schlägt mit einem Stein auf Enzinos Kopf. Schon sehr lange trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, denn einmal hatte sie mit ansehen müssen, wie Enzino ein Mädchen aus dem Dorf vergewaltigt und anschließend umgebracht hatte.
Nein, das sollte ihr nicht passieren. Imma, eine Charaktere, der die Autorin sehr persönliche Eigenarten gegeben hat, sympathisch, doch andererseits stellte sich ab und an die Frage, ob manch sprachliche Aussagen bzw. ihr Denken  der heutigen Zeit angepasst waren.
Nach ihrer Tat nunmehr muss Ima um ihr Leben fürchten und wird bei einer entfernt lebenden Tante untergebracht.
Schlimmer als ein Gefängnis kann es wohl nicht sein. Doch nach und nach bröckeln die "Steine" und Imma begibt sich heimlich in die Stadt. Es bleibt nicht aus, dass sie dort den Buchverkäufer Paolo kennen lernt und die Bücher geben ihr Kraft, stärken sie, ihr weiteres Leben selbst in die Hand zu nehmen.
"Der Duft von Erde und Zitronen" ist kein Buch, dass sich mal ebenso liest. Es erfordert schon eine gewisse Konzentration, fordert die Gedanken, macht nachdenklich und ab und an habe ich mir die Frage gestellt, finden sich nicht doch noch ähnliche Schicksale irgendwo dort unten im Süden, in dem Land, welches wir ja nur aus dem Urlaub her kennen.
Fazit:
"Der Duft von Erde und Zitronen", ein niveauvolles, ruhiges Buch, dessen Handlung den Leser trägt, ihn unsichtbar umarmt und zum Schluss mit einem völlig offenen Ende entlässt.
Sicherlich nicht einfach zu lesen, aber die Autorin Margherita Oggeroa's Schreibstil ist flüssig, wortreich, sehr bildhaft, unbeschwert trotz der Thematik.
Spoiler:
"Ich heiße Immacolata Schettino."
..... "Dann erzähl mal." Und ich fange an zu erzählen. Alles, angefangen mit dem Tag, an dem Marika starb.
--- Ende ---
"Der Duft von Erde und Zitronen" erhält meine absolute Kauf-/Leseempfehlung.
Ich vergebe 5 Bucheulen.

Kommentare :

  1. Ich mochte das Buch auch sehr. Aber in deiner Beschreibung hast du ja nun doch viel vom Inhalt preisgegeben. Ich fand die Kurzinfo nämlich damals nicht besonders vielaussagend.

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    1. Sicherlich habe ich einiges preisgegeben, aber wenn man den Inhalt kennt, verrät es doch nicht alles - und vor allem hat mich doch das Ende überrascht
      LG HANNE

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