Mittwoch, 8. August 2012

(Post It 02) Corvidae -- eBook-Rezension





















Simone Keil
Corvidæ
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 418 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 260 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1477669671
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B008BVN08O


Ein mysteriöses Dorf im Moor. Die Bewohner scheinen einer anderen Epoche entsprungen zu sein. Sie sind ungewöhnlich, sonderbar. Andersartig.
Risse in der Realität haben die Welten wandelbar gemacht. Nichts ist mehr sicher, alles kann sich ändern. Selbst die Vergangenheit.
Eine junge Frau begibt sich auf eine gefährliche Reise, die sie in ihre Vergangenheit führt, in Welten, die keinen Bestand mehr haben, und tief in sich selbst.
Statement:
Mit „Corvidæ” hat die Autorin Simone Keil ein wunderbares Buch auf den Markt gebracht, welches mich von Beginn an in seinen Bann gezogen und die Spannung bis zur letzten Seite gehalten hat.
Die Zwillingsschwestern Cat und Lizzie  treffen sich nach gut 20 Jahren im Haus ihrer verstorbenen Großmutter wieder. Nicht einfach für beide, denn die eine verbindet sehr viel mit dem Haus, dem Grundstück, es ist ihre Kindheit, die sie dort wiederfindet. Und die andere, Lizzie, möchte das Haus am liebsten verkaufen. Sie möchte endlich leben – so wie sie das will. Und dazu braucht sie das Geld. Allerdings beschließen beide, erst einmal eine Nacht darüber zu schlafen. Ein guter Anfang für beide, denn nach dem Tod der Großmutter war es Lizzie, die nicht mehr sie selbst war und daher ihren weiteren Weg ohne die Zwillingsschwester gehen musste.
Als Cat und Lizzie sich zu einem Ausflug aufmachen, auf den Spuren der Kindheitserinnerungen, kommen sie in ein Unwetter. Sie flüchten in ein nahegelegenes kleines Dorf.
Doch irgendwie kommt es ihnen nicht bekannt vor. War es schon immer hier gewesen? Und wieso benehmen sich die wenigen Leute, die hier leben, so merkwürdig? Warum die Geheimnisse? Keine Antworten auf Fragen und doch ...
Was hat es mit den Raben auf sich?
Hauptsächlich geht es in „Corvidæ“ um Cat, aber nicht nur. Die Suche nach Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft, zwischenmenschliche Beziehungen werden durchleuchtet.
Eine geheimnisvolle Atmosphäre begleitet den Leser vom Anfang bis zum Ende.
Die Autorin Simone Keil schreibt nicht einfach nur so dahin. Sie hat ihre eigene Sprache, ihren eigenen Schreibstil, eben ihre eigene Art. Und  „Corvidæ“ ist etwas Besonderes, was ich so in der Art noch nicht gelesen habe. Jedenfalls kann ich mich momentan nicht daran erinnern.
„Corvidæ“ zieht den Leser mit in die Geschichte hinein und läßt ihn bis zur letzten Seite nicht los. Die faszinierende Umsetzung der Idee, der Einfallsreichrum der Autorin ist wirklich beeindruckend. Wann immer ich dachte, nun kommt gleich das Ende, breitet die Autorin ihren Fächer ein Stück weiter auf und steigert nochmals die Spannung.

Da ich „Corvidæ“ als eBook gelesen habe, würde ich es sehr gern als Taschenbuch griffbereit zu meinen kleinen Schätzen legen, die ich immer wieder mal zwischendurch lese.

„Corvidæ“ – eine etwas andere Lektüre im Bereich der Fantasie.
„Corvidæ“ – die Geschichte erhält von mir absolute Leseempfehlung, denn ich habe nicht nur glückliche Lesemomente gehabt, auch nachdenkliche.
„Corvidæ“ – ich würde mir wünschen, dass es noch sehr viele neue Leser findet.

„Corvidæ“ – WARUM erkennen Verlage so einen Buchschatz nicht? 

Nachdem ich bei der Autorin auf der Homepage gelesen habe, dass bei ihrer kostenlosen Verschenkaktion das Buch insgesamt 1535 x herunter geladen wurde, würde ich mir viel mehr Rezensionen wünschen!

Spoiler:
Es war nicht still, wie ich erwartet hatte. Es war nicht kalt, es war nicht warm. Es war, als käme ich an, nach einer endlos langen Reise. Als käme ich zu mir. Nach Jahren in undurchschaubarer, schemenhafter, empfindungsloser Bewusstlosigkeit. Ich vergaß zu atmen und wunderte mich, dass ich überhaupt hatte atmen können. Bevor ich eingetaucht war. Eingetaucht in sie. Und sie war überall. Um mich, in mir. Unermesslich.
Und dann formten sich die Farben zu Bedeutungen, die Töne zu Inhalten. Erinnerungen,
Wirklichkeiten. Ahnungen. Fragen. Und Antworten, zu denen keine Fragen existierten. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Mögliche Versionen einer Zukunft.

Ich vergebe ** 5 Bucheulen ** - auch wenn mir so ein paar kleine Schreibfehler auffielen. Aber sind wir alle perfekt?


Kommentare :

  1. Liebe Hanne,
    dankedankedanke, für die tolle Rezension! :-))
    LG
    Simone

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    1. Sehr gern geschehen, habe nur meine ehrliche Meinung geschrieben.
      Dauert ja halt immer bei mir etwas länger :-)
      LG Hanne

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  2. Da ist ja deine Rezi! Siehst du, da gab es doch noch ganz viel, was du schreiben konntest. ;)
    Ich freue mich jedenfalls riesig, dass dir Corvidæ auch so gut wie mir gefallen hat und es für dich ebenfalls etwas besonderes ist!
    Und... hast du schonmal etwas von Oliver Plaschka gelesen?

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    1. Ja, hier ist sie nun**** ich brauch halt manchmal etwas länger und das muss dann auch stimmig sein mit dem was ich gelesen habe und zu Papier bringen will
      Liebe Grüße Hanne
      nein Oliver Plaschka kenne ich nicht

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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