Freitag, 3. August 2012

Rezension (183) Die fernen Stunden



Kate Morton
Die fernen Stunden
Taschenbuch: 736 Seiten
Verlag: Diana Verlag (18. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453356566
Originaltitel: The Distant Hours
€ 9,99








 
Kate Morton
Die fernen Stunden
Taschenbuch: 736 Seiten
Verlag: Diana Verlag (18. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453356566
Originaltitel: The Distant Hours

Edie Burchills Verhältnis zu ihren Eltern war nie besonders eng. Umso überraschter ist sie, als ein verloren geglaubter Brief ihre sonst so verschlossene Mutter in Tränen ausbrechen läßt. Die Suche nach dem mysteriösen Absender führt Edie nach Midlderhurst Castle, wo seit Jahrzehnten die exzentrischen Blythe-Schwestern leben. Als sie das verfallene Schloss betritt, beginnt sie zu ahnen, dass hinter den alten Mauern der Schlüssel zur rätselhaften Vergangenheit ihrer Mutter liegt ...
Autoreninfo:
KATE MORTON, geboren 1976, wuchs in Queensland, Australien, auf und studierte in London Theaterwissenschaften und Englische Literatur. Ihre Romane Das geheime Spiel (2007), Der verborgene Garten (2009) und Die fernen Stunden (2010) sind in mehr als dreißig Ländern erschienen und waren internationale Bestseller. Auch in Deutschland eroberte Kate Morton ein Millionenpublikum, alle drei Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Brisbane, Australien.


Buchanfang:
Schsch! Hörst du ihn?
Die Bäume hören ihn. Sie wissen als Erste, dass er kommt.
Horch! Im tiefen, dunklen Wald erzittern die Bäume, ihre Blätter rascheln wie Silberfolie, ein verstohlener Wind geistert und schlängelt sich glitzernd durch ihre Kronen und flüstert, dass es bald anfangen wird.
Die Bäume wissen es, denn sie sind alt und haben es schon vielmals erlebt.
Es ist Neumond.
Es ist Neumond, wenn der Modermann kommt.  ...
Statement:
Mit ihrem über 700 Seiten umfassendem Buch „Die fernen Stunden“ hat die Autorin Kate Morton erneut ein wunderbares Werk geschaffen.
Obwohl der Lesebeginn sich etwas mühselig gestaltete und es eine Zeit brauchte, um in die Handlung einzusteigen, den Durchblick zu erhalten, spätestens nach knapp einem Drittel taucht man in die Story ein.
Ein altes, verfallenes Schloss in England, Familiengeheimnisse, Erinnerungen, die drei alten exzentrischen Blythe-Schwestern, was hat das alles mit Edies Mutter zu tun?
1939, also während des Zweiten Weltkriegs, wurde Meredith, Edies Mutter, mit noch anderen Kindern von London aufs Land evakuiert.
Milderhurst Castle wird für ein gutes Jahr vorübergehend das neue Zuhause, ein herrschaftliches Schloß. Deren Besitzer, der bekannte Schriftsteller Raymond Blythe, lebt dort mit seinen drei Kindern. Juniper, 17 Jahre jung, sowie die älteren Zwillingsschwestern „Saffy“ und „Percy“.
Nach über 50 Jahren erhält Edies Mutter einen Brief, der diese völlig aus der Fassung bringt. Absender ist Junipoer Blythe, doch was für eine Verbindung besteht zwischen den beiden, dass die Mutter dermaßen die Kontrolle über sich verliert?
„Die fernen Stunden“ wurde in zwei Zeitebenen geschrieben. Hauptsächlich wird die Handlung aus der Ich-Pespektive von Edie geschildert. Egal, ob es sich um Vergangenes handelt, oder dem Heute. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter diesem Kriegsjahr? Ein Brief, ein Tagebuch, ein Gespräch, bringen sie die Lösung?
Edie ist neugierig geworden, zumal der damalige Besitzer der Autor ihres Lieblingsbuches um die wahre Geschichte des Modermanns war.  Auf einer Dienstreise ist sie in der Nähe von Milderhurst Castle und stattet dort einen Besuch ab. Schließlich wollte sie nicht nur wissen, wie der Autor gelebt hatte, denn irgendwie war er dafür verantwortlich, dass ihr Leben von Büchern geprägt wurde und sie nunmehr einen kleinen Verlag leitete.
Historie, geheimnisvolle Familiengeschichten, Vergangenheit, Gegenwart.
Kate Morton hat sehr unterschiedliche Charaktere mit den drei Blythe-Schwestern geschaffen. Die Kernaussage aber ist der Zusammenhalt dieses Trios, egal welcher Lebenssituation sie sich stellen mußten.
Die bildhafte Beschreibung, egal der Orte oder Gegenden, die Atmosphäre  lassen Schwächen in der teils etwas langatmigen Handlung vergessen.
Teils hatte ich das Gefühl, dass die Autorin viel zu viel an Ideen in „Die fernen Stunden“ gepackt hat und dann den roten Leitfaden aus den Augen verlor, aber ... auch darüber kann man hinwegsehen.
Vergleicht man „Die fernen Stunden“ mit ähnlichen Büchern anderer Autoren, so hebt es sich doch noch aus der Masse ab.
Die Phantasie der Autorin, ihre bildhafte Sprache „Die fernen Stunden“, eben schon ein eindrucksvolles Werk der Autorin, allerdings wäre ein bisschen weniger mehr gewesen.
Für mich heißt es jetzt, unbedingt die beiden vorherigen Bücher zu lesen.
„Der verborgene Garten“
„Das geheime Spiel“

Ich vergebe knapp 4 Bucheulen.


Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...