Dienstag, 7. August 2012

Rezension (185) Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel




Nina Blazon
Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: cbj (27. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570154755
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre










Verlagsinfo:
Der Dunkle Doge erwacht
Ein gruseliger, zugiger alter Palazzo, Dauerregen und eine grantige Urgroßmutter. Na großartig! Kristina und Jan sind zunächst nicht gerade begeistert, dass sie die Ferien in Venedig verbringen sollen. Dass sich des Nachts seltsame Schemen aus der Lagune erheben und katzengleich die Wände der Häuser hinaufgleiten, macht die Sache für die beiden Geschwister auch nicht besser. Als dann auch noch ihre Großkusine Sara verschwindet und sie sich auf die Spur des gruseligen Dogen begeben müssen, beginnt für die Kinder in den Gassen Venedigs ein fantastisches Abeneuer, das seinesgleichen sucht.
Statement:
Handlungsort des Fantasy-Abenteuers „Laqua – Der Fluch der schwarzen Gondel“ von der Autorin Nina Blazon ist Venedig, eine mystische Atmosphäre, geheimnisvoll, teils düster, teils gruselig.
Schon die Aufmachung der ersten beiden Seiten „Der Dunkle“ lassen ahnen, dass den Leser keine leichte, seichte Story erwartet.
Die Rezension bezieht sich auf ein Vorab-Leseexemplar.
Jan und Kristina verbringen ihre Weihnachtsferien zusammen mit ihrer Tante Sara bei der Urgroßmutter in Venedig. Die „Nonna, Saras Großmutter, leitet dort ein ziemlich herunter gekommenes Hotel mit zwölf Zimmern in einem ehemaligen Palazzo. Alles wirkt auf die Geschwister gruselig, gespenstig.
S. 10 – Spoiler
“Es sieht trotzdem aus wie in Draculas Gruft“, hatte Jan Kristina heimlich zugeflüstert.
Über die Weihnachts- und Neujahrstage ist das Hotel geschlossen. Das war schon immer so gewesen. Und – es gibt kein Zimmer mit der Nummer 13.
Die beiden Halbwaisen Jan und Kristina sind nicht gerade sehr erfreut darüber, ihre Ferien in Venedig verbringen zu müssen. Doch ihr Vater, Saras großer Bruder Flavio, ist auf einer Geschäftsreise in Afrika und ihre Wohnung ist durch einen Wasserrohrbruch derzeit nicht bewohnbar.
Als Kristina am Weihnachtsabend eine Gestalt am Fenster sieht, ein Kind. Und das im dritten Stock! Das ist erst der Anfang, denn keiner will ihr so recht glauben. Und warum ist die Urgroßmutter so grantig, abweised?
Rätsel über Rätsel, denn nach und nach erfahren sie, dass es noch mehr von diesen „Geisterkindern“ gibt. Ausgangspunkt ist das Jahr 1355, damals wütete die Pest, und viele Menschen, so auch die Kinder, starben daran. Doch es gab jemanden, der diese Kinder wieder zum Leben erwecken wollte ...
Vergangenheit und Gegenwart spielen eine wichtige Rolle in „Laqua – Der Fluch der schwarzen Gondel“, in der Geschichte um Kristina, Jan und Sara. Nicht zu vergessen die Urgroßmutter. Welches Geheimnis trägt sie mit sich? Was hat es mit der schwarzen Gondel auf sich und vor allem der schwarze Doge, der die Familie nicht in Ruhe läßt?
Ganz offensichtlich hat er es hauptsächlich auf Sara abgesehen. Als diese schließlich verschwindelt, bröckelt die Fassade, die Antworten auf alle fragen finden sich aber erst zum Schluß.
„Laqua – Der Fluch der schwarzen Gondel“ von Nina Blazon ist ein fantastisches Kinder- und Jugendbuch. Die Lagunenstadt Venedig als Handlungsort zu nehmen, diese dann auch noch so wunderbar zu beschreiben, dass man sich während des Lesens mitten an den Plätzen wähnt, spricht für die Autorin. Das Buch ist ein in sich abgeschlossenes Buch, eine Geschichte voller Spannung, ein Abenteuer, dass nicht nur das angesprochene Lesealter anspricht, sondern auch für jung gebliebene Erwachsene.
Spoiler – S. 368:
“Dreizehn Tränen, von Aquanen geweint
Dreizehn Tropfen, in Glas vereint
Dreizehn Stunden, die nicht versäumt
Fell und Federn, nicht geträumt
Lagunenwasser wird Himmelsarznei
Tod wird zu Leben, das Leid ist vorbei.“
Autoreninfo:
Nina Blazon, geboren in Koper bei Triest, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums. Ihr erster Fantasy-Jugendroman wurde mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.
Das hier abgebildete Cover ist vom Leseexemplar. Erscheinen wird „Laqua – Der Fluch der schwarzen Gondel“ mit einem neuen Cover. Allerdings finde ich das vom Leseexemplar besser.

Ich vergebe 5 Bucheulen.

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