Dienstag, 21. August 2012

Rezension (189) Die Tochter der Tryll - Verborgen



Amanda Hocking
Die Tochter der Tryll
Band 1 Verborgen

Broschiert: 304 Seiten
Verlag: cbt (27. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570161449
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
€ 12,99







Kurzinfo:
Verborgen - in einer anderen Welt
Wendy Everly lebt ein Leben als Außenseiterin, bis Finn sie in die Welt der Tryll entführt. Endlich versteht Wendy, wer sie wirklich ist. Doch das magische Reich der Tryll ist tief entzweit. Nur Wendy ist mächtig genug, das Volk zu einen – wenn sie bereit ist, alles zu opfern ...
Als Wendy Everly sechs Jahre alt war, versuchte ihre Mutter, sie umzubringen: Sie sei ein Monster. Elf Jahre später entdeckt Wendy, dass ihre Mutter recht gehabt haben könnte, als der geheimnisvolle Finn sie aufsucht. Finn ist ein Gesandter der Tryll – magisch begabte Wesen, die in ihrem Äußeren Menschen gleichen, aber nach eigenen Gesetzen leben. Wendy begreift, dass ihr Leben eine Lüge war: Sie selbst ist eine Tryll – und nicht nur irgendeine. Sie ist die Tochter der mächtigen Königin Elora. Bald steckt Wendy mitten in einer gefährlichen Intrige – um den Thron und um ihr Herz ...

Diese Buchbesprechung bezieht sich auf ein Vorableseexemplar.
Vielen Dank an den Verlag cbt

Buchanfang:
Vor elf Jahren
Zwei Dinge ließen diesen einen Tag besonders hervortreten: Erstens war mein sechster Geburtstag, und zweitens schwang meine Mutter ein Messer. Kein winziges Steakmesser, sondern ein riesiges Metzgermesser, dessen Klinge im Licht glitzerte. Wie in  einem billigen Horrorfilm. Sie wollte mich definitiv umbringen.

Statement:
„Die Tochter der Tryll – Verborgen“ ist der Auftakt zur Tryll-Trilogie von Amanda Hocking. Es wird den Amanda-Hocking-Fan freuen, nicht ein Jahr oder länger auf die Folgebände warten zu müssen, denn bereits im September und Oktober 2012 erscheinen Band 2 „Entzweit“ sowie Band 3 „Vereint“. Das gut 300 Seiten umfassende Buch wird als „fulminante Einführung in eine Trilogie mit Suchtpotenzial“ vom Verlag beworden.
Die Idee der Tryll (oder auch Troll mit magischen Fähigkeiten – wie auch immer) als neue Fantasiewesen für die gesamte Trilogie einzusetzen, klingt erst einmal spannend. Daher habe ich auch als Leser, und ich lese bestimmt sehr gern Jugendliteratur, wieder einmal eine gewiße Erwartungshaltung gehabt. Eben auch – weil AMANDA HOCKING.
Das Cover ist natürlich der absolute Hingucker, die verschiedenen Rottöne, im Hintergrund die schwarze Silhoutte eines schlossartigen Anwesens und davor in einem roten Blumenfeld ein junges, weißgekleidetes junges Mädchen mit einer roten Blume in der Hand.
Band 2 hat die Coverfarbe Blau
Band 3 ist in der Coverfarbe Grün gehalten.
ROT – Verborgen
BLAU – Entzweit
GRÜN – Vereint

Die Farben haben mich an die Ring-Trilogie von Nora Roberts erinnert.
Allerdings fängt diese mit der Farbe Grün an, dann Blau und zum Abschluss Rot.
(persönliche Anmerkung)

Die 17-jährige Wendy lebt mit ihrem Bruder Matt bei ihrer Tante Maggie. Der Vater war schon früh verstorben, Wendy war gerade mal erst fünf Jahre alt. Ihre Mutter kam in eine psychiatrische Klinik, als sie versuchte, Wendy an ihrem sechsten Geburtstag mit einem Messer umzubringen.
Nie hatte Wendy die Mutterliebe erfahren, die ein Kind sich wünscht. Ihre Mutter hatte seit ihrer Geburt an behauptet, sie hätte einen Sohn gebären müssen und nicht eine Tochter. Wendy war in ihren Augen ein Monster.
Es war die Person Wendy, die Maggie immer wieder dazu zwang, in eine neue Stadt umzuziehen. Schule war für Wendy ein Dorn im Auge. Doch dieses Mal mußte sie sehen, dass sie ihren Schulabschluss bekam. Und Matt, ihr Bruder, ermahnte sie ständig immer wieder, und oft empfand ich das beim Lesen nervig, störend.
Geschrieben ist Band 1 in der Ich-Erzähl-Perspektive von Wendy. Die Charaktere als Kind irgendwie sympathisch, da sie sich schon da anders als die Mädchen in ihrem Alter empfand. Aufgewachsen in einer reichen Familie (was auch einen Hintergrund für ihre „Auswechslung“ hat), war sie nur ungeben von, ihrer Meinung nach, hochnäsigen Kindern. Für Wendy waren z. B. Schuhe tragen eine Strafe, barfuß laufen, den Boden unter den Füßen spüren, das war ihrs. Diese Eigenschaft erklärt sich im Laufe der Handlung.
Als Jugendlicche ist sie mir bis zum Ende nicht so sympathisch, in ihrem ganzen Gehabe ziemlich verpeilt, ihr Sprachstil ab und an daneben. Dann wiederum kommt eine Liebenswürdigkeit zum Vorschein, die ihre zwei „Ichs“ zeigen, gespaltene Persönlichkeiten.
Als Tryll geboren, als Mensch aufgewachsen.
An ihrer neuen Schule begegnet Wendy Finn, der sie anscheinend verfolgt, was schließlich noch zur Eskalation mit Wendys Bruder Matt führt.
Finn ist es, der Wendy darüber aufklärt, dass sie ein „Changeling“ ist und er ein „Tracker“. Er mußte sie aufspüren, da Gefahr von Seiten eines anderen Tryll-Clans bestand. Und er muss sie davon überzeugen, mit ihm mitzugehen, in ihre „alte neue Heimat“.
Ich werde nunmehr nicht weiter auf den Inhalt eingehen, denn etliche Online-Rezensionen verraten sehr viel – manchmal schon zuviel.

Vampire u. a. Fantasiegestalten ade, eine neue Spezies “hat Zugang im Fantasiebereich gefunden, den ,Tryll’”.

„Die Tochter Der Tryll – Verborgen“ läßt sich schnell und flüssig lesen. Wer den Schreibstil von Amanda Hockings Vorgängerreihe „Unter dem Vampirmond“ kennt, hat sicher auf eine Verbesserung gewartet. Ihr Schreibstil mag manchen Jugendbuchleser genügen, doch die Erfahrung zeigt, dass auch hier der Anspruch höher geworden ist.
Der Handlung fehlte das gewiße Extra, trotz der sprühenden Funken zwischen Wendy und Finn. Doch es darf nicht sein, diese Verbindung zwischen den beiden.
Als Wendy nunmehr im Tryllort, im Haus ihrer wahren Mutter, auf Rhys stölßt, kann man wieder erahnen, wer dieser junge Mann ist. Denn Rhys ist anders als die Tryll ...
Es ist sehr viel voraussehbar in „Die Tochter der Tryll – Verloren“ und es fehlte die gewiße Spannung, doch alles in allem hatte ich ein paar angenehme Lesestunden.
„Die Tochter der Tryll – Verloren“ endet mit einer kleinen Überraschung, denn zeitweise war ich mir nicht im Klaren darüber, wohin die Reise bzw. sich die Geschichte über drei Bände entwickelt.

Ich vergebe für den ersten Band drei schwebende Bücher und eine kleine Extrasonne.
(Mein Bewertungssystem entspricht der Sterne-Vergabe wie lt. Amazon etc.)
Da ich keine halben Punkte vergebe, gibt es dann und wann eine kleine Extrasonne, d. h., man sollte das Buch nicht von vornherein ablehnen. Jeder hat seine Chance verdient. 

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