Donnerstag, 20. September 2012

Rezension (211) Götterdämmerung




Sven Böttcher
Götterdämmerung
Taschenbuch: 320 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499258183
€ 8,99











Die Götter müssen verrückt sein.

Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein. Vor allem, wenn kein Mensch an einen glaubt und die eigene unsterbliche Sippe Intrigen spinnt. Göttervater Zeus beschließt daher, die Weltgeschichte mal ordentlich durchzuschütteln, damit die Großmäuler der Neuzeit wieder an Wunder glauben. Ein paar geschickt geschleuderte Blitze bringen historisch alles aus dem Lot, und drei Menschen aus unterschiedlichen Epochen sind fortan dazu bestimmt, das Allerschlimmste zu verhindern: ein Magier vom Hofe König Artus’, ein amerikanischer Detektiv – und ein deutscher Salatbar-Techniker ...

Statement:
„Götterdämmerung“ in der hier vorliegenden Ausgabe ist bereits schon einmal 1992 erschienen und nunmehr, mit einem tollen Cover, textlich der heutigen Zeit angepaßt, den Weg zurück in die Buchwelt gefunden.
Die griechische wie auch die nordische Mythologie ist seit eh und je ein beliebtes Thema für einen Roman. „Götterdämmerung“ ist in drei Teilen mit Unterkapiteln geschrieben. Zur weiteren Erklärung findet man am Schluss kurze Erläuterungen zu den einzelnen Göttern bzw. Asen und die teils recht verwirrenden Verwandschaftsverhältnisse.
Das Buch ist so herrlich durchgeknallt, und dann darüber eine Rezension zu schreiben ...
Nachdem es nun unserem Vater Zeus allmählich zu bunt wurde, dass die Menschen nicht mehr an Wunder glauben wollen, oder auch an die Götter, faßt er den Entschluß, dass das gesamte Wirrwar neu geordnet werden muss. Mit seinen gefürchteten Blitzen richtet er – wie kann es anders sein – ein Chaos auf der Erde an und bringt den Verlauf der Welt, die Jahrhunderte mit ihren Menschen, durcheinander.
Doch Zeus hat nicht mit dem Ärger der nordischen Gottheiten gerechnet.
Wenn man den Inhalt von „Götterdämmerung“ in einer Kurzfassung wiedergeben sollte, würde das den Leser evtl. verwirren.
„Götterdämmerung“ bringt einen zum Schmunzeln, sei es durch die Sprache, den Ausdrücken, überhaupt – verrückte Götter !
Sollte Ihnen beim Lesen der Gedanke zum Euro-Chaos kommen -
        Griechische Götter – germanische Gottheiten
(Gedanken sind frei) ...

Athene, die Göttin der Weisheit, der Strategie u.a., erkennt, dass Zeus mit seiner ganzen Ignoranz allen anderen gegenüber das gesamte Zeitgefüge durcheinander gebracht und die Welt hiermit zerstören kann.
Spoiler: S. 57
„Was ist denn eigentlich passiert?“, fragte Artemis. „Ich meine, welche Auswirkungen hat Zeus’ Befehl für die Sterblichen?“
Athene wandte sich an die Göttin der Jagd. „Er hat die Zeit durcheinandergebracht, Artemis.“
„Na und? Ist das schlimm?“
„Schlimm? Schlimm ist geprahlt. Stell dir doch nur mal vor, was jetzt alles passieren kann ... .“
Der lockere Schreibstil/Ton paßt zur Geschichte, es läßt sich gut lesen und ist ein Buch für zwischendurch und zur Aufheiterung.
Irgendwie ganz schön durchgeknallt, (die Götter). 
Ich habe ein paar amüsante Lesestunden gehabt und werde es bestimmt wieder einmal zur Hand nehmen, wenn ich etwas Lockeres lesen möchte.

Zitat S. 232
„Was ist denn jetzt, Herrgott noch mal?“
„Pass doch auf!“
„Wie bitte?“
„Du fährst auf der falschen Seite!“
„Äh ... mein lieber Schatz, wir sind in England. Ich weiß zwar nicht, weshalb wir in England sind, weil wir nach menschlichem Ermessen eigentlich in Griechenland sein müssten, aber wir sind nun mal in England. Und in England fährt man auf der falschen Straßenseite.“



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