Donnerstag, 25. Oktober 2012

Rezension (222) Am Ufer der Träume





Thomas Jeier
Am Ufer der Träume
Gebundene Ausgabe

319 Seiten
Verlag: Ueberreuter; Auflage: 1 (7. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3800056880
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

€ 14,95






Cover © Verlag Ueberreuter
(Mir liegen keine Nutzungseinschränkungen vor, daher alles mit Link)

Verlagsinfo:
Irland 1846: Auf der Flucht vor einem grausamen Hungertod folgt Molly Campbell ihrer großen Liebe nach Amerika. Bei der Ankunft in New York ist Bryan spurlos verschwunden. Was ihr bleibt, ist die Hoffnung, ihn wiederzufinden und mit ihm nach Westen zu gehen, um dort eine neue Zukunft aufzubauen. Wird sie ihn jemals wiedersehen?

Statement:
„Am Ufer der Träume“ beginnt mit einem Zitat im Ersten Buch – Irland – von Father Matthew, 1846: „In vielen Gegenden saßen geplagte Menschen auf den Zäunen ihrer verfaulten Gärten, wrangen ihre Hände und beklagten die Zerstörung, die sie ohne Nahrung zurückgelassen hatte.“
Schon im Jahr 1845 wurde Irland bereits von der Kartoffelfäule heimgesucht, eine Katastrophe für das Land und ihre Bevölkerung. Und in diesem Jahr war es wieder so. Die Bauern standen vor dem Nichts, und die Engländer forderten von ihnen als ihre Herrscher die Pacht. Hungersnot machte sich breit. Viele Menschen starben und nur wenige schafften die Auswanderung nach Amerika oder in ein anderes Land. Besitztum war ihnen als Katholiken nicht erlaubt. Rose Campbell lebte und wirtschaftete nach dem Tod ihres Mannes mehr recht als schlecht auf der kleinen Farm mit ihren beiden Töchtern Molly und Fanny. Das Haus, in dem sie lebten, hatte der Vater selbst gebaut. Doch die Kartoffelfäule machte ihnen in diesem Jahr eine weitere Bewirtschaftung auf dem Land unmöglich. Sie müssen aus dem Haus. Auf der Suche nach einer Unterkunft und Nahrung trifft die Älteste der beiden Schwestern, Molly, auf Bryan, der sich allein durch die Welt schlägt. Doch spätestens zum Winter müssen sie in ein Arbeitshaus. Der Mutter geht es gesundheitlich sehr schlecht.
Was schier unmöglich erscheint, Bryan macht es möglich und besorgt für alle Tickets für die Überfahrt nach Amerika.
Leider überlebt es Rose Campbell nicht und so sind Molly und Fanny auf sich selbst angewiesen, als sie endlich New York erreichen. Denn hier verliert Molly Bryan aus den Augen und so versuchen beide, ihren Lebensunterhalt als Näherinnen zu verdienen. Die Liebe Mollys zu Bryan ist unerschütterlich. Sie glaubt nicht daran, dass er tot ist.
Molly ist eine Kämpferin und der Autor hat sehr glaubwürdig die Entwicklung dieser Charaktere beschrieben.
Das Buch „Am Ufer der Träume“ ist aufgeteilt in zwei Abschnitte bzw. zwei Bücher. Zum einen Erstes Buch – Irland und Zweites Buch – Amerika.
Ich erinnerte mich während des Lesens des Ersten Buches an Bruchstücke aus dem Unterricht, gerade die Zeiten der Hungersnot u. a. Irland ist ein Land, was mich schon seit Jahren fasziniert. Umso erschütternder war es, die Lebensumstände der damaligen Zeit in dieser Geschichte zu lesen. Diese entwürdigenden Verhältnisse, Lebensumstände der Armen sind vergangene Realität.
Was das Leben in Amerika bzw. im New York der damaligen Zeit betrifft, entspricht es dem, was mir vor vielen Jahren während eines Aufenthaltes in der Stadt eine Stadtführerin schilderte.
Fazit:
Wieder einmal ist es dem Autor Thomas Jeier gelungen, mich mit einer Geschichte auf eine Reise zu schicken, die sehr spannend geschrieben, sich durch Recherchen auszeichnet und den geschichtlichen Hintergrund hervorhebt.
Ein empfehlenswerter Jugendroman, der mich durch seine Handlung, u. a. dem Thema Auswanderung und den Charaktere überzeugt hat, und daher meine Leseempfehlung erhält. Anzumerken sei noch, dass es ebenso auch ein interessantes Buch für Erwachsene ist.

Fünf schwebende Bücher
 Dank an den Autor Thomas Jeier für das Leseexemplar.

Kommentare :

  1. Hi Hanne!
    Schön, dass du auch bei der Challenge von Anett dabei bist :)
    Alles Liebe von der Lesegiraffe
    http://lesegiraffe.blogspot.de/

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    Antworten
    1. @ lieben Dank für deinen Kommentar :-) Ich freue mich auch, allerdings muss ich bis dahin mal die Probleme in den Griff kriegen, warum ich auf Blogs, die mit dem Spam-Robot arbeiten, nicht Rückkommentare per Mail abonnieren kann. Das ist eine elende Geschichte.
      Liebe Grüße Hanne

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