Freitag, 9. November 2012

Rezension (228) ABATON - Vom Ende der Angst - Band 1





Christian Jeitsch
Olaf Kraemer
ABATON – Vom Ende der Angst Band 1
Gebundene Ausgabe
400 Seiten
Verlag: mixtvision Verlag; Auflage: 1. (1. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3939435389
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
€ 16,90

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Eddas Mutter: in der Nervenklinik, Linus' Eltern: verschollen nach einem U-Bahn-Unglück, Simons Vater: hinter Gittern. Seltsame Parallelen eröffnen sich zwischen den Protagonisten, ihren Eltern und deren Forschungsgebieten. Ein Wissenschaftler namens Bernikoff und seine Theorie des Abatons scheint etwas damit zu tun zu haben. Doch wie gehört das alles zusammen? Und wer will verhindern, dass die Helden hinter das Offensichtliche blicken?
Mit dem Roman Vom Ende der Angst eröffnen die beiden prämierten Drehbuchautoren Christian Jeltsch und Olaf Kraemer die ABATON-Trilogie und legen damit zugleich ihr Jugendbuchdebüt vor. Filmisch schnell und packend geschrieben, entsteht ein flirrendes Spiel mit Realität und Schein, packend und philosophisch.
Edda, Linus und Simon, die drei Helden der Geschichte, geraten in ein Abenteuer, das sie an die eigenen Grenzen und die Grenzen des Gewohnten, Bekannten, Vertrauten bringt. So entspinnt sich mit dem packenden Thriller zugleich eine mitreißende Coming Of Age-Geschichte.
>> ABATON-Trilogie <<


Statement:
Der Verlust der Eltern bzw. eines Elternteils, das ist das eine, was die drei Protagonisten Linus, Edda und Simon gemeinsam haben. Bei einem Schreibwettbewerb an den jeweiligen Schulen hatten sie den Aufenthalt im Zeltlager gewonnen. Handlungsort ist Berlin. Für Linus ist dieses von hoher Bedeutung, da vor einem Jahr seine Eltern auf einer Dienstreise in einer Berliner U-Bahn wie vom Erdboden verschwunden sind. Er glaubt nicht an ihren Tod und will die Möglichkeit nutzen, während des Aufenthaltes nach ihnen zu suchen. Edda, deren Mutter sich in einer psychiatrischen Klinik aufhält, lebt seitdem bei ihrer Oma und Simon ist froh, endlich für ein paar Tage seinem Zuhause zu entfliehen. Sein Vater ist im Gefängnis und seine Mutter ...
Drei 14-jährige, die so gar nichts gemeinsam haben und die doch etwas miteinander verbindet.
(S. 386 ...das Resultat einer emphatischen Verbindung zwischen den dreien.“ „Du redest von Freundschaft?“ ...)
Edda, Simon und Linus sind Auserwählte, doch sie wissen davon nichts. Sie ahnen auch nicht, dass dieses Camp kein normales ist. GENE-SYS, was hat es mit diesem Namen, dieser Verbindung auf sich?
Und warum gerade diese Drei sich auf das Abenteuer einlassen, gibt es sie wirklich, diese Zufälle, diese Begegnungen?
Beginnend mit dem Prolog und dem Rückblick auf die Zeit des Nationalsozialismus wird der Leser sogleich in die Handlung katapultiert. Und diese Handlung befindet sich UNTER Berlin. Denn es war eine U-Bahn, in der Linus Eltern einfach verschwanden.
Das Abenteuer beginnt.
Noch intensiver auf den Handlungsverlauf einzugehen, lasse ich jetzt mal sein. „Vom Ende der Angst“ ist auf verschiedene Erzählperspektiven konstruiert. Der Anfang liest sich gut und schnell, doch durch den Wechsel verwirrt es so manches Mal und es braucht seine Zeit, intensiv sich dem Ganzen als Leser zu finden.
Die beiden Autoren sind ja auch Drehbuchautoren und der Aufbau des ersten Bandes, so stelle ich mir ansatzweise ein bißchen ein Drehbuch vor.
Vergangenheit – CUT – Gegenwart – CUT
Doch „Vom Ende der Angst“ geht auch etwas Besonderes, Einzigartiges aus. Nicht wegen der Handlung oder dem Schreibstil der Autoren (muss man eigentlich bei so bekannten Namen noch den Schreibstil erwähnen?), sondern von der Gesamtaufmachung des Buches, seinem Innenleben, seiner typographischen Raffinesse, z. B. befinden sich neben den Seitenzahlen kleine blaue Zeichen, die sich, wenn man die Seiten über den Daumen laufen läßt, wie ein Buchstabenkino zeigen.
(S. 258 „Edda, achte auf das Zeichen. Du bist so viel mehr, als du denkst. M.“

Die drei Protagonisten, so unterschiedlich sie sich darstellen, meines Erachtens klar und deutlich beschrieben, zeigen letztendlich auf, dass Freundschaft ein sehr wichtiger Bestandteil in eines jedem Leben ist.
„ABATON – Vom Ende der Angst“, dem Auftaktband der ABATON-Trilogie, ist ein außergewöhnlicher Jugendroman, den ich in der Art und Weise noch nicht gelesen habe. Die Autoren bezeichnen die ABATON-Trilogie als Science-Faction-Thriller (entnommen aus dem Interview).
Ob in der Vergangenheit oder dem Heute, die Ebene der modernen Forschung, der Zukunft, haben einen enormen Stellenwert in der heutigen Welt, der Industrie eingenommen.
Fazit:
„ABATON – Vom Ende der Angst“ erhält meine Leseempfehlung und diese nicht nur für Jugendliche ab dem empfohlenen Lesealter, sondern auch für Erwachsene. Etliche offene Fragen bleiben, aber da ich nach diesem Band gleich den Folgeband gelesen habe (worüber ich sehr froh war), kann ich zukünftigen Lesern ebenfalls nur ans Herz legen, dies ebenso zu handhaben. Ist aber KEIN Muss!
Im Herbst 2013 erscheint der Abschlussband der ABATON-Trilogie „Im Bann der Freiheit“. Ich bin neugierig.
Ganz knapp 4 schwebende Bücher

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