Samstag, 24. November 2012

Rezension (232) Ferne Tochter


Renate Ahrens
Ferne Tochter

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Renate Ahrens
Ferne Tochter
Taschenbuch
288 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426510933
  9,99
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Interview mit Renate Ahrens

Trailer

 
Über die Augenblicke, die unser Leben aus den Angeln heben können
Der Anruf dauert höchstens drei Minuten, doch er verändert alles. Das neue Leben, das Judith sich in Rom aufgebaut hat, gerät ins Wanken, und sie muss sich einer Vergangenheit stellen, mit der sie nie mehr konfrontiert werden wollte. Denn sie hütet seit Jahren ein Geheimnis, das ihre Ehe zerstören könnte.

Mein Statement:
Ein heißer Tag Ende August in Rom. Judith Velotti, geb. Wolf, Ende Dreißig, erhält an diesem Abend einen Anruf von ihrer ehemaligen Jugendfreundin Claudia Dressler. Eigentlich wollte Judith gar nicht ans Telefon gehen, als sie sah, dass es eine Hamburger Nummer war.
Mit dem Leben in Hamburg hatte sie vor gut 20 Jahren abgeschlossen. Inzwischen glücklich verheiratet mit einem tollen Mann, sie liebte ihren Beruf als Restauratorin und hatte sich hier schon einen Namen in der Branche gemacht und zudem auch schon einen Preis gewonnen.
Fresken der Renaissance, vor allem Engel, waren ihre Lieblinge. Derzeit arbeitete sie an dem Fresko Maria Verkündung von Filipino Lippi. Eine Szene, ie sie besonders liebte, die ihr aber auch wieder zeigte, dass ihre Hoffnung schwanger zu werden, wieder einmal zerplatzt war. Die neue Behandlung hatte noch keine Früchte getragen, ihre Ehe mit Francesco weiterhin kinderlos.

Mit dem Anruf der Jugendfreundin wurde Judith in ihr altes Leben zurückbefördert, ein Leben in einem strengen Elternhaus, einem Vater mit moralischen Grundsätzen, einer Mutter, die sich dem unterwarf und Judith ihren Platz suchte.
Dieses alte Leben holte sie nun wieder ein, denn Claudia teilt ihr nur kurz mit, dass irgendetwas nicht in Ordnung sei mit dem Elternhaus in Winterhude. Alles würde so einen vernachlässigten Eindruck machen.
Mit voller Wucht hatte der Anruf Judith erwischt, denn es verging kein Tag, an dem sie nicht an Hamburg denken mußte.(S. 13)
Die Decke des Schweigens wurde angehoben, um letztendlich ihr Geheimnis, welches sie bis zum heutigen Tag Francesco nicht mitgeteilt hatte, zu lüften.
Warum Judith damals ihre Eltern, ihre Heimat verließ, um letztendlich in Italien zu bleiben, wie sollte sie ihm nun die ganze wahre Geschichte erklären?
Sie lebten nun schon viele Jahre glücklich miteinander und wie hätte sie ihm jetzt erklären sollen, was damals in Hamburg passiert war.
Sie und Francesco, die sich beide so sehr ein Kind wünschten.
Wie sollte sie es weiterhin schaffen, dies vor ihm geheim zu halten?
Will sie das überhaupt?
Und dann das Wiedersehen zwischen Judith und ihrer schwerkranken Mutter.

Renate Ahrens „Ferne Tochter“ wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, erzählt Judiths Geschichte, die Gründe, Hamburg zu verlassen und die Probleme Jetzt und Heute, die durch ihr Schweigen entstehen.

Eine Nebencharaktere möchte ich unbedingt erwähnen, und zwar Vincenzo, Judiths Schwiegervater. Ein Italiener durch und durch, ein alter Mann, der seine Grundsätze hat, aber innendrin ein großes Stück Herz zeigt.

Weiter möchte ich auf den Inhalt nicht eingehen. Die Buchinformation sagt schon sehr viel aus. Doch einen Satz möchte ich hervorheben (S. 274):
„Ich danke meiner Großmutter dafür, dass sie den Brief aufgehoben hat“.

Ja, ich gebe zu, „Ferne Tochter“ zu lesen, ging nicht emotionslos an mir vorbei und das ist auch gut so.

Hoffnung für Judith und Francesco, denn am Ende des Romans tauchen sie wieder auf, die Schmetterlinge im Bauch, das Flattern, das Gefühl, welches Judith schon einmal erleben durfte.

Fazit:
„Ferne Tochter“ von Renate Ahrens:
die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung,
ein Familiengeheimnis, gut behütet und bewahrt,
eine Handlung, die berührt und letztendlich aufzeigt, wie wichtig Vertrauen ist und lernen muss, mit seinen Ängsten umzugehen.
Ich gebe meine Lese- /Kaufempfehlung.

„Jeder geht seinen Weg, der ihm vorbestimmt ist. Doch so manches Mal geht das Schicksal seinen eigenen Weg, aber in deinem Inneren bist du der Hüter deiner Gedanken und die gehen immer mit dir, egal, wo deine Reise dich hinführt.“ (© Hannelore Kühlcke)

Fünf schwebende Bücher






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