Samstag, 8. Dezember 2012

Rezension (237) Das Haus der vergessenen Träume

Katherine  Webb - Das Haus der vergessenen Träume



Katherine Webb
Das Haus der vergessenen Träume
Taschenbuch
528 Seiten
Verlag: Diana Verlag
(16. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357150
Originaltitel: The Unseen
€ 9,99

Leseprobe: >> Hier <<

Buchrückentext:
Eine verratene Liebe, eine schicksalhafte Entscheidung
Als die Journalistin Leah Hickson auf zwei alte Briefe stößt, kommt sie einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das hundert Jahre hinter den Mauern eines englischen Landhauses verborgen lag. Bei ihren Recherchen erfährt sie von dem bewegenden Schicksal einer jungen Frau und entdeckt Hinweise auf einen schrecklichen Verrat. Immer tiefer gerät Leah in den Sog der Vergangenheit – bis sie eine Entscheidung treffen muss, die ihr eigenes Leben von Grund auf verändert.


Statement:
Leah Hickson wird von ihrem Exfreund Ryan nach Belgien gerufen. Im Rahmen der Arbeit bei der Kriegsgräberfürsorge hat man das Skelett eines Mannes geborgen. Für die Britische Kriegsgräberfürsorge nicht immer leicht, die Toten zu identifizieren. Hier aber lag mehr vor. Das war der Grund, warum Ryan Leah informierte. Leah Hickson ist Journalistin und Ryan vermutete, dass hier eine gute Story bei dem Namenlosen drin sein könnte. Man hatte nämlich bei dem Toten Briefe gefunden, die fast ein knappes Jahrhundert unbeschadet bei ihm gelegen hatten.
Denn diese Briefe waren keine ganz normalen Briefe, dahinter verbarg sich mehr.  Leahs Interesse ist geweckt und sie begibt sich nun auf die Suche und der Lösung des Geheimnisses. Was hatte es mit den Briefen auf sich?
Ansatzpunkt ist der kleine Ort Cold Ash Holt, dort lebte die Absenderin der Briefe und dort beginnt auch die Geschichte.
„Das Haus der vergessenen Träume“ ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Die Vergangenheit spielt im Jahre 1911 und die Gegenwart in 2011.

Auf Leah und ihre Beziehung zu Ryan näher einzugehen, erspare ich mir. Vordergründig war für mich das Geheimnis um diese beiden Briefe. Als ich dann noch nach etlichen Seiten feststellte, dass wieder einmal die damalige Frauenbewegung in England, die Zeit der Sufragetten, Grund für den weiteren Lebensweg einer der Charaktere war, hatte mich das Buch gepackt. Äußerst spannend und sehr bewegend hat die Autorin die Charaktere Cat beschrieben, ihr Leben, ihre Gefühle, die Zeit und die Lebensumstände im Gefängnis.
Schließlich wird sie nach dem Gefängnisaufenthalt in das Pastorenhaus von Mr. und Mrs. Canning in das kleine Dort Ash Holt geschickt. Dieses liegt gut drei Kilometer von Thatcham entfernt. Bei ihrer Ankunft wird Cat von Mrs. Bell am Bahnhof abgeholt.
Das Ehepaar Canning, zwei Charaktere – wie Tag und Nacht – deren Ehe sehr merkwürdig herüberkommt. Mr. Canning interessierte sich nicht besonders für seine Frau. Sicher, er war/tat sehr fürsorglich, aber sowie es um die körperliche Nähe und den weiteren Fortlauf, ging er auf Distanz. Seine Frau wünschte sich so sehr Kinder. Schon mehrfach hatte sie ihre ältere Schwester um Rat gebeten und ihr die körperliche Ablehnung von Albert geschildert. Nun ja, Mr. Canning hatte anderes im Kopf. Er war fasziniert von dem Meister Theosoph „Robin“ und interessierte sich nur noch für die Theosophie.
Robert Durrant, ein intelligenter junger Mann, ein Redner, der sich in theosophischen Kreisen schon seinen Namen gemacht hatte, Albert Canning ist von ihm total begeistert.
Naturgeister, Weisheitsreligion und anderes, es war schon faszinierend davon zu lesen.
Dieser Mr. Durrant kommt nun in das Pfarrhaus und nichts wird mehr so sein wie es vorher war.
Man meint, dass dies nun im Vordergrund der Handlung steht. Doch hier geht es um das Gesamtpaket: Auf der einen Seite das Pastorenehepaar Canning, das Dienstmädchen Cat, der Redner Durrant und dann ist da noch Georg, in den sich Cat verliebt hat.

Das Buch fasziniert und ist spannend geschrieben. Daher werde ich auf den weiteren Inhalt nicht eingehen.

In der heutigen modernen Zeit, wo man davon ausgehen kann(sollte), hat die Frau ihren Platz in der Gesellschaft eingenommen. Rückblickend auf die vergangenen einhundert Jahre waren es doch zum größten Teil die Frauen, die unermüdlich arbeiteten, die die Städte nach dem Krieg wieder aufbauten – es heißt ja nicht umsonst „Die Trümmerfrauen“, nebenbei noch ihre Kinder großzogen, doch welche Rechte hatten sie vor einhundert Jahren?

Dass der Widerstand gegen all das Unrecht öffentlich angeprangert wurde, die Frauen für ihre Rechte kämpfen mußten, liest sich in einer anderen Geschichte.

Um auf „Das Haus der vergessenen Träume“ zurückzukommen, kann ich nur abschließend schreiben: Es erhält meine Leseempfehlung

Vier schwebende Bücher




Vielen Dank an den Diana Verlag für das Leseexemplar


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