Donnerstag, 28. März 2013

(Rezension) In dieser ganz besonderen Nacht - Nicole C. Vosseler






Nicole C. Vosseler
In dieser ganz besonderen Nacht
€ 18,99
Gebundene Ausgabe
576 Seiten
Verlag: cbj (25. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570155349
Vom Hersteller empfohlenes Alter:
Ab 12 Jahren






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Eine hinreißend romantische Geistergeschichte vor der beeindruckenden Kulisse San Franciscos

Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber, die in einer deutschen Kleinstadt gelebt hat, nach San Francisco ziehen – zu ihrem Vater, den sie kaum kennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen. Eines Abends begegnet sie dort in einem leer stehenden Haus Nathaniel, einem seltsam gekleideten Jungen. Er scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Aber er bleibt merkwürdig auf Distanz. Als Amber den Grund dafür erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg: Nathaniel stammt aus einer anderen Zeit und die beiden können niemals zusammenkommen. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen die beiden das Unmögliche …

Zur Website der Autorin
www.nicole-vosseler.de

Vita:
Nicole C. Vosseler, geboren 1972 in Villingen-Schwenningen, studierte Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und Konstanz, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Mit ihren Romanen „Unter dem Safranmond“, „Sterne über Sansibar“ und „Der Himmel über Darjeeling“ feierte sie große Erfolge. Die Autorin lebt am Bodensee – mit knapp zweitausend Büchern unter einem Dach.

Statement:
Nach dem Verlust ihrer Mutter, die vor kurzem an Krebs verstorben war, folgt nun ein weiterer, wie Amber meint, schlimmer Einschnitt in ihrem Leben. Ihr Vater, Amerikaner, nimmt sie mit in die USA. Ihre neue Heimat wird San Francisco. Das bedeutet den Verlust ihrer Freunde, ihres Freundes, der Großeltern, der vertrauten Umgebung, einfach alles.
Amber kannte ihren Vater kaum und im Buch nennt sie ihn Ted.
Für viele ein Traum, raus in die weite Welt.
Doch wie erlebt, verarbeitet ein junges Mädchen dieses Trauma, den Verlust von geliebten Menschen? Amber staunt nicht schlecht, als sie in der Wohnung von Ted eine ganze Bildergalerie von sich und ihrer Mutter vorfindet. Doch die Gefühle, die hier wohl aufkommen sollten, dringen nicht durch ihre Hülle ins Innere. Ihr Vater hatte sie immer geliebt, sie und die Mutter. Doch sie kannte es nicht, diese Vaterliebe.
Die Großeltern hatten ein Übriges dazugetan, denn nie hatten sie diese vermeintliche Liebe mit den Folgen (Amber) akzeptiert. Für sie war Ted ein Fremdköärper, der die Tochter mit einem Babny hatte sitzen lassen. Und nun nahm er ihnen auch noch das Enkelkind.
Doch war dem wirklich so?
Nicht umsonst besaßen beide Elternteile von Amber das Sorgerecht.
Zitat S. 129: Dann hatte Mam ein paarmal schwer durchgeatmet. Unser Mädchen wird dich bald brauchenm, Ted. Ich weiß noch gar nicht, wie ich’s ihr sagen soll ...“

Amber macht es sich selbst nicht einfach in San Francisco, zu sehr ist sie verletzt. In der neuen Schule findet sie zwar recht schnell Anschluss, ihr Vater bemüht sich intensiv um sie, was oft sehr schwierig ist aufgrund seines Berufes.
Durch nicht besonders gute Umstände gelangt Amber eines Tages in ein scheinbar verlassenes Haus. Sie spürt, dass hier etwas anders ist, eine Verbindung zwischen ihr und dem Haus baut sich sofort auf. Es stellt sich heraus, dass sich noch jemand hier drinnen aufhält – Nathaniel. Es hat den Anschein, dass Amber hier ihren Frieden findet. Diese besondere Atmosphäre, der besondere so anders wirkende Junge, und so schafft Amber sich ihren eigenen Rückzugsort.
Zitat S. 157: „Dieser Blick. Es war dieser Blick, mit dem sie mich angesehen hatten. Genauso hatte mich Nathaniel angeschaut, als wir uns zum ersten Mal begegnet waren, und ich zitterte noch heftiger. – Ich sehe tote Menschen.“

Dann wäre da noch Matt,  scheinbar ein durchgeknallter Typ. Wie sich im Laufe der Geschichte herausstellen wird, verbindet Amber und ihn etwas.
„In dieser ganz besonderen Nacht“ wird aus der Sicht von Amber erzählt, wobei die Geschichte immer wieder durch die Gedanken von Nathaniel unterbrochen wird.
Die Charaktere sind alle einfach wunderbar, so unterschiedlich und doch fühlbar beschrieben. Die einzelnen Hintergründe zu ihrer Vergangenheit sind gut erklärt, nachvollziehbar und dennoch gleitet die Geschichte nicht zu tief in einen unsichtbaren Schlund.
Gekonnt hat die Autorin dem Leser das Gefühl vermittelt, sich in San Francisco aufzuhalten. Detaillierte Beschreibungen führen den Leser Step by Step durch die Handlung, durch die Straßen von San Francisco. Man hat einfach immer das Gefühl, mitten in Geschehen dabei zu sein.

„In dieser ganz besonderen Nacht“ eine traurige, aber doch wiederum sehr, sehr gelungene Geschichte. Es zieht einen in den Bann und man kann sich dem kaum entziehen. Eine Lesereise, die ich so was von genossen habe (wenn ich jetzt Herzchen machen könnte, würden die hier jetzt stehen!)


Ich vergebe fünf Lesegenuss-Bücher.

Vielen Dank an den Verlag für dieses tolle Leseexemplar.

Kommentare :

  1. Liebe Hanne,
    dieses Buch wird wohl mein Monatshighlight!
    Schön, dass es dir auch gefallen hat :)
    Liebe Grüße und schöne Ostern (falls wir uns nicht mehr Lesen)!
    Jasmin

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    Antworten
    1. Oh, das Buch war super. Ich habe es in zwei Teilen gelesen, so hatte ich mehr davon :-)
      Ich wünsch dir auch ein schönes Osterfest - genieße die Tage. Hier fängt es schon wieder an zu schneien.
      LG HANNE

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  2. INteressant! ich habe zu diesem Buch shcon so viele verschiedene Meinungen gehört! =) Da ich bis jetzt fast alle Erwachsenenbücher der Autorin gelesen habe, die mir wirklich alle sehr gut gefallen haben, habe ich mich an das Jugendbuch noch nicht herangetraut....hast du andere Bücher der Schriftstellerin gelesen?
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Liebe Martina, leider muss ich sagen, war das bislang mein erstes Buch der Autorin. Aber ich werde - sowie mehr Luft da ist - mich mal in die Bücherei begeben und nach Stoff von Nicole suchen... Das Buch ist echt Must-Read :-)
      Wünsch dir schöne Ostertage
      Liebe Grüße Hanne

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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