Montag, 6. Mai 2013

(Rezension) Léonide - Charlotte Schaefer




Charlotte Schaefer
Léonide
Broschiert
228 Seiten
Verlag: Sieben-Verlag (März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3864431326
€ 14,90

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Cover & Infos von Verlagsseite

Leseprobe


Verlagsinfo:
Die neunzehnjährige Léonide Géroux wächst im Arles/Südfrankreich des 19. Jahrhunderts im Haus ihrer Eltern auf. Als ihr Bruder, der Maler Willem Géroux, in der Hitze des mediterranen Sommers dem Fieberwahn verfällt, beschließt sie, den renommierten, aber ebenso gefürchteten italienischen Mediziner und Alchimisten Costantini um Hilfe zu bitten. Nach und nach beginnen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen. Wer ist Costantini und welche Rolle spielt er in Willems Leben? Als Léonide sich auf die Suche nach Antworten macht, begegnet sie nicht nur der Liebe, sondern auch dem Tod.
Zur Autorin:
Charlotte Schaefer wurde 1988 in Engen im Hegau geboren. Bereits als Kind hat sie sich gerne Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. Zu verdanken hat sie diese Eigenschaft ihren Eltern, die sie mit ihrer Liebe zur Literatur ansteckten, und den vielen Büchern, die bei ihnen zu Hause in den Regalen standen.
Heute lebt sie in der Nähe von Freiburg, wo sie auch studiert. Neben dem Schreiben und Lesen liebt sie Musik, gutes Essen, Kinobesuche, alles Schokoladige, Gewitter, Tiere und ihre Schwestern, Eltern und Freunde. Cedars Hollow ist ihr erster Roman.

Weitere Informationen auf der Autorenhomepage:
http://www.charlotteschaefer.net


Statement:
Mit den Zeilen Vincent van Goghs an seinen Bruder beginnt „Léonide“.
„Mancher hat ein großes Feuer in seiner Seele, doch niemand kommt jemals, sich daran zu wärmen; und die Vorübergehenden gewähren nur ein klein wenig Rauch oben über dem Schornstein und gehen ihres Weges von dannen.
Vincent van Gogh an Theo van Gogh, Borinage, Juli 1880“

Die Geschichte „Léonide“ spielt im 19. Jahrhundert im Süden Frankreichs, dem kleinen Ort Arles.
Der Ort Arles – sicherlich bewußt gewählt von der Autorin, denn hier hat Vincent van Gogh im Jahre 1888 gelebt. Im heißen August 1888 beginnt auch die Geschichte um Léonide, ihrer Familie, ihrem Bruder Willem, der Künstler, Maler, sehr talentiert. Er leidet wahnsinnig unter der Hitze des Sommers und seine Fieberschübe, Wahnvorstellungen werden immer schlimmer.
(Nur wenige Zeit später hatte Vincent van Gogh, so schreibt es die Geschichte, sich sein linkes Ohr abgeschnitten.)
Hilfe holt sich Léonide bei dem kauzigen Mediziner Constantini, der ihr ein Mittel gibt, welches Willems Leiden lindern soll.
Von Anfang an wird der Leser durch ausführliche Beschreibungen in eine Handlung entführt, auf die man sich einlässt bzw. einstellen sollte. Constantini verspricht, dass es Willem bald besser gehen wird, doch Léonide sollte ganz genau die Dosierung einhalten. Alles andere wäre sonst tödlich für ihren Bruder. Léonide hat große Schwierigkeiten zu verstehen, wieso ihr Bruder sich immer wieder innerhalb von kurzer Zeit so dermaßen verändert. Es war, als habe ein anderer Geist von seinem Körper Besitz ergriffen.
Zitat S. 11 „Immer schneller malt eine fremde Kraft, Falten, Formen und Farben in sein Gesicht.“
Wirklichkeit und Fantasie vermischen sich in der Geschichte, dass man teils verwirrt durch die Handlung „läuft“. Weil ich so gar nicht warm wurde mit dem Buch, habe ich es erst einmal zur Seite gelegt und es nunmehr neu gelesen.
Die Zeit des 19. Jahrhunderts, die damaligen Lebensumstände, die Charaktere des Buches, mit anderen Augen, anderen Gefühlen habe ich mich auf „Léonide“ eingelassen.
Geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Léonide, darauf hätte die Autorin besser verzichtet, gerade bei so einer Geschichte. Als Leser möchte ich eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen, was hier sich leider als sehr schwierig gestaltete.
Willem mit seinen zwei Gesichtern, sowie Léonide, stark und doch so schwach, was kann die menschliche Seele alles aushalten!
Nicht ganz einfach „Léonide“, sehr eigen, und wird sicher nicht jedem gefallen.
Ich gebe meine Leseempfehlung – allerdings mit der Vergabe der Bewertung halte ich mich zurück und gebe gut gemeinte 3,5 Lesegenuss-Bücher.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

 

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