Sonntag, 16. Juni 2013

[Rezension] Der Duft von Tee - Hannah Tunnicliffe





Hannah Tunnicliffe
Taschenbuch
400 Seiten
Verlag: Diana Verlag (10. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357372
Originaltitel: The Colour of Tea
€ 8,99

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© Quelle Cover /Kurzinfo/Vita Verlagsseite Diana-Verlag - mit frdl. Genehmigung

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„Es war Zeit für mich, ein eigenes Leben zu finden. Es war das Ende der Hoffnung und auch ihr Anfang.“
Plötzlich findet sich die junge Grace Miller auf der tropischen Halbinsel Macao wieder, auf der ihr australischer Ehemann einen neuen Job angenommen hat. Kaum angekommen, trifft sie allerdings ein schmerzlicher Schicksalsschlag: Grace muss erfahren, dass sich ihr sehnlicher Kinderwunsch nie erfüllen wird. Allein in einem fremden Land, ohne einen Vertrauten, gerät auch noch ihre Ehe in eine schwere Krise, sodass Grace beschließt, sich auf eigene Faust einen Lebenstraum zu erfüllen: Sie eröffnet das „Lillian’s“, ein liebevoll eingerichtetes Café, in dem sie nicht nur während ihrer Leidenschaft, dem Herstellen ihrer gerühmten Macarons, sondern auch bei den einheimischen Frauen Trost findet. Doch bevor Grace ihr persönliches Glück verwirklich kann, muss sie sich zunächst der Vergangenheit stellen, die sie allmählich einzuholen droht.

Statement:
Die Geschichte „Der Duft von Tee“ handelt von Grace und Pete und ihrem neuen Leben in Macao. Pete leitet dort ein neues Bauprojekt, den Aufbau eines neuen Casinos, während Grace derzeit nicht arbeitet. Grace leidet enorm unter der Kinderlosigkeit, alle Versuche ein Baby zu bekommen, scheitern. Und so ist auch der Anfang, man scheint mitten in den Sog der Depression hineinzugeraten.  Grace, eine junge Frau, Mitte Dreißig, eine Blume, verwelkt, mitten im Stadtteil Macaos,  die die Chinesen auch Schönste Blumenstadt nennen.
Durch ihre Erinnerungen an ihre Mutter, die fiktiven Gespräche mit ihr, lockert sich die Atmosphäre und man taucht immer intensiver in die Geschichte hinein.
Während Pete immer weniger Zeit für seine Frau hat, fällt Grace in eine Art Lethargie. Nichts ist mehr wichtig, sie vernachlässigt alles, von dem Gedanken betäubnt, nie ein eigenes Kind zu haben. Dabei war es der größte Wunsch von Grace und Pete, eine Familie zu gründen.
Durch Zufall stößt Grace auf ein leerstehendes Geschäft, und verbeißt sich in den Gedanken, ein Cafe zu eröffnen. Das Talent zum Backen hat sie. Grace und die Erinnerungen an ihre Mum, an Frankreich, Paris, an die geliebten Macarons, sie wirft den Gedanken auf einen weiteren Versuch ihren Kinderwunsch zu verwirklichen, über Bord. Ja, sie widersetzt sich sogar gegen Pete und eröffnet ihr Cafe, das „Lillian’s.“
Zitat S. 50
„Irgendwo in meinem Inneren höre ich Mamas lachende Stimme: „Oh, Gracie, du brauchst mehr Mut. Sei doch etwas dreister, so wie deine Mutter.“

Und das Cafe wird zu einem wahren Erfolg. Die Leute lieben die Macarons, den Tee.
Aber das „Lillian’s“ ist weitaus mehr als nur ein Cafe. Es wird zum Treffpunkt, und es wird für manche Menschen Veränderungen geben.
Auch wenn es hier und da Schwierigkeiten gibt, Pete ihr sogar unterstellt, sich in Leon, dem hilfsbereiten Franzosen, verguckt zu haben, die Zeichen stehen gut für Grace. Die Entwicklung der Charaktere zu sehen, mit welcher Leidenschaft sie ihr Cafe betreibt, die detaillierten Beschreibungen, manchmal nur so eine klitzekleine Kleinigkeit, man spürt hier das Herzblut der Autorin.
Jede weitere Nebenfigur, sei es Majorie, die für Grace im Laufe der Handlung zu einer wahren Freundin wird, und nicht nur für Grace, oder Rillie, ihre Hilfe im Cafe, die eine ganz besondere, eigene Geschichte hat. Dann ist da noch Gigi, nun ja, zurückhaltend als Charaktere nicht wirklich, nicht wortfaul, aber eine Nebenfigur, die für einen ganz besonderen Schlusspunkt sorgt.
„Der Duft von Tee“, das Leben in Macao, man konnte es förmlich riechen, das Schnattern der Leute in ihrem Dialekt hören.
Jedes Kapitel hat seine eigene Überschrift – in Französisch und Deutsch.
Zitat S. 196 „La Fièvre – Fieber“
Rose mit einer Ganache aus dunkler Schokolade und scharfem Ingwer »
Wann immer Grace es wichtig ist, schreibt sie an ihre Mutter. Diese Briefe sind m. E. ein ganz wichtiger Bestandteil für das Buch, so wie mit dem kleinen gewissen Extra aus einer Macaronkreation etwas ganz Besonderes daraus wird. Sie lässt ihre Mutter an ihrem jetzigen Leben, ihrem Tun teilhaben, man könnte es auch Vergangenheitsbewältigung nennen.

„Der Duft von Tee“, ein exzellenter Debütroman von Hannah Tunnicliffe, Gefühle, Emotionen. Ich hatte nur noch den Schluss zu lesen, als ich selbst in einem ganz tiefen Loch steckte, und es tat gut, wirklich gut. Meine Kauf- und Leseempfehlung.
Genießen Sie das Buch, das zauberhafte Cover hält, was es verspricht.

Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher 

Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.



Vita
Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Sie studierte Sozialwissenschaften und lebte danach in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete einige Zeit in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie heute in Sydney, Australien. Der Duft von Tee ist ihr erster Roman.

Dieses Buch zählt auch für die Sommer-Challenge 2013 und kommt auf meine Liste TopTen2013

Kommentare :

  1. Hallo,
    eine tolle Rezension - ich stand gestern auch vor diesem Buch in der Buchhandlung und habe es dann direkt auf meinen Wunschzettel gepackt. Ich dachte mir, dass es sich bestimmt und eine schöne Lektüre für Zwischendurch handeln wird. Vielleicht schaust du ja auch bei mir mal vorbei.

    Liebe Grüße,
    Patricia

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    1. Hi Patricia, danke für deine Stöbernachricht. Bin schnell bei dir vorbeigehuscht, bevor ich jetzt schlafen gehe und neue Leserin bei dir geworden :-) Kommentieren werde ich dann später mal.
      Das Buch ist berührend, auch wenn der Anfang etwas deprimierend erscheint. Aber dann wow..... ich war total geflasht.
      Liebe Grüße
      (vielleicht kriege ich ja ein Exemplar für eine Verlosung mal schaun)
      Hanne

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  2. Das klingt nach einem wunderbaren Roman. Den werde ich mir merken!

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    1. Hi Melissa, danke für deine Stöbernachricht. Ich denke schon, dass das Buch dir gefallen würde.
      Mal schaun, vielleicht krieg ich ja noch ein Leseexemplar für eine Sommerverlosung :-) Wenn nicht, lass ich mir was einfallen.
      Das ist wieder mal so ein Buch wie "Die Fremde am Meer", wo ich total von überrascht war und fasziniert.
      LG HANNE

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  3. Oh wie toll <3
    Ich hatte das Buch heute schon in der Hand und durchgeblättert, auf der Suche nach einem Macaron-Rezept.
    Das Buch muss ich einfach haben :-)
    Lg Monic

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    1. :-) Vielleicht klappt es ja mit der Verlosung???
      Ich trag bestimmt nicht zu dick auf, aber das Buch wird dir gefallen :-)
      LG HANNE

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  4. Hihi, das Buch habe ich meiner Mutter zum Muttertag geschenkt und sie fand es auch richtig gut :)

    Liebe Grüße
    Doreen

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    1. Lieben Dank Doreen - eventuell krieg ich das Buch noch für eine Sonderverlosung :-)
      Liebe Grüße Hanne

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  5. Das hört sich richtig gut an, liebe Hanne.
    Somit wandert dieser Roman gleich mal auf meine Wunschliste. :)

    Wünsche dir einen schönen Wochenstart & schick dir liebe Grüße
    Sabine

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    1. Lieben Dank Sabine- eventuell krieg ich das Buch noch für eine Sonderverlosung :-)
      Schick dir liebe Grüße
      Morgen kommt unser Lütter 9 Monate über Nacht - mal schaun, wie das wird
      xoxo Hanne

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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