Montag, 16. Dezember 2013

[Rezension] In allertiefster Wälder Nacht ~ Amy McNamara



Amy McNamara
In allertiefster Wälder Nacht
Taschenbuch
464 Seiten
Verlag: cbt (11. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570308882
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: LOVELY, DARK, AND DEEP
€ 8,99
Auch als EBOOK erhältlich

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© Cover / Info - Verlag -


Verlagsinfo:
Sie sucht die Dunkelheit, er das Licht
Jeden Tag fährt Wren mit ihrem Mountainbike durch die dunklen Wälder von Maine. Seit dem Unfall, bei dem ihr Freund starb, wohnt sie im Haus ihres Künstlervaters – weit weg von der Mutter und den Freunden. Hier kann sie allein sein, muss nicht reden, wird eins mit dem Schweigen der Wälder. Bis Cal Owen sie fast mit dem Auto überfährt. Cal verbirgt ebenso wie Wren eine schmerzhafte Vergangenheit. Als er Wrens selbstgewählte Isolation zu durchbrechen droht, muss Wren sich entscheiden zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart …

Statement:
„Ich heiße Mamie, mein Dad nennt mich Wren.“
(S. 48)
 „Ich bin im Nirgendwo.“
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Also sage ich nichts.“

Seit dem Unfall, bei dem Mamie/Wrens Freund Patrick ums Leben kam, lebt sie im abseits gelegenen Haus ihres Vaters in den Wäldern von Maine, allein.
Allein mit sich, der selbst gewählten Einsamkeit, der Trauer.
Sehr zum Ärger und Unverständnis ihrer Mutter, die ständig bei ihr anruft, Vorhaltungen macht – nein, das ist nicht das korrekte Wort – sie macht sich Sorgen, und möchte, dass ihre Tochter endlich wieder ins normale Leben zurückkehrt.
Mamie, der Name war gestorben, es gab nur noch Wren.
Und das macht sie ihr immer wieder klar.

Gefangen von dem Vorher und Nachher, nicht mehr frei zu sein von dem, was geschehen war. Und so läuft Wren, Tag für Tag, versucht sich zu befreien, kann nicht weinen, alles ist so lautlos.
Doch Wrens Leben ändert sich, als sie Cal Owens kennenlernt. Sie war mit dem Rat auf der wenig befahrenen Landstraße unterwegs, er mit dem Auto. Durch eine Unachtsamkeit kommt es zu einem Zusammenstoß. Bis auf ein paar kleine Verletzungen bleibt Wren unverletzt. Cal Owens, von ihm erfährt sie, dass er MS hat. Es erklärt die Krücken in seinem Auto.

Verlust und Trauer, wie gehen Betroffene damit um?
Denn im Prinzip ist es das Umfeld, die Familie, die Freunde, sie alle sind davon betroffen.
Wie reagieren sie auf die Konsequenz, den Schritt der gewählten Einsamkeit von Wren?
Jeder möchte wieder die gewohnte alte Normalität, doch das ist auszuschließen.
Es gibt kein Vorher mehr.
Und Cal öffnet sich gegenüber Wren, erzählt von seiner Krankheit, die ihm seine Mutter nahm. Er muss mit dem Wissen der Krankheit leben.
Wren, es gab etliche Momente, wo ich am Überlegen war, wie würde ich  mich verhalten, um ihr zu helfen. Es gibt etliche Stellen im Buch, wo Wrens Fortschritt zu sehen war, dann aber zog sie sich wieder in ihr Schneckenhaus zurück und ließ niemanden an sich heran.
Cal und Wren, zwei ausgeprägte und glaubhaft beschriebene Charaktere, beide mit Problemen, und doch dafür da, um sich zu helfen/retten.
Nicht zu vergessen die Nebencharaktere in der Geschichte. Auch wenn sie teils im Hintergrund auftauchen, spielen sie schon eine Rolle in der Story.
Das Buch „In allertiefster Wälder Nacht“ hinterlässt einen tiefen Eindruck. Wer viel Dramatik angesichts der eingebundenen Themen erwartet, wird enttäuscht sein.
Amy McNamara hat auf sehr ruhige Art die Protagonisten, deren Schicksal, die Gefühle und Empfindungen ihre Geschichte erzählen lassen. Wrens derzeitiges Leben ist gezeichnet vom Verlust
Sich fallen lassen, sich aber nicht aufgeben, nicht im Sumpf der Depressionen zu versinken, neuen Lebensmut schöpfen, aus der Verzweiflung raus und Mut zum Leben, man sollte versuchen dies aus der Sicht des Betroffenen zu sehen, um zu verstehen.
Ein realistisches Buch, mit viel Tiefe, Themen wie Verlust, Trauer, Depressionen aber auch Hoffnung.
Jedes Kapitel trägt seine eigene Überschrift und das Cover in seinen dezent gehaltenen Farben spricht an.
Mit ihrem Debütroman hat die Autorin ein realistisches Thema aufgegriffen. Ich gebe meine Leseempfehlung für „In allertiefster Wälder Nacht“.
Ein „Must read“ Buch!!!  Es gibt die Höchstbewertung - Sechs Lesegenuss-Bücher*



Vita: 
Amy McNamara lernte schon mit drei Jahren zu lesen und tut dies seitdem ohne Unterlass. Sie hat einen Abschluss in Französischer Literatur und Lyrik. Ihre Gedichte sind in zahlreichen Zeitschriften erschienen und für den Pushcart Preis nominiert worden. In allertiefster Wälder Nacht ist ihr erstes Jugendbuch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in New York und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.

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