Dienstag, 25. Februar 2014

(Buchvorstellung) "Das Pestkind" von Nicole Steyer

Die Geschichte der kleinen Leute lebendig gemacht 
DAS PESTKIND von Nicole Steyer


© sämtliche Fotos dürfen mit Erlaubnis des Verlags/Autorin veröffentlicht werden!

Taschenbuch, Knaur TB
03.03.2014, 592 S.

ISBN: 978-3-426-51439-9
Kauflink " Verlagshomepage "


Bereits mit ihrem Debütroman "Die Hexe von Nassau" hat sich die Autorin Nicole Steyer sicherlich einen ihrer Träume verwirklicht - so habe ich es am Schluss meiner Rezension zu diesem Buch geschrieben. ** Rezi-Link **  Mit "Das Pestkind" geht es nunmehr weiter.

Der Verlag schreibt dazu in seiner Vorabmail:
Die Autorin Nicole Steyer ist mit ihren historischen Romanen eine Schatzsucherin. Ihre Schätze sind außergewöhnliche Schicksale unter den „kleinen Leuten“, auf die sie bei ihren Recherchen meist durch Zufall stößt und die sie spannend und nachvollziehbar schildert. Nach der Hexenverfolgung in Idstein im Taunus (Die Hexe von Nassau), wo Nicole Steyer heute lebt, dreht sich ihr neuer Roman Das Pestkind nun um ein Mädchen, das – historisch verbürgt – als einzige Bewohnerin des Ortes Kieling (Stephanskirchen bei Rosenheim) die Pest im Jahre 1632 überlebt hat.

Nicole Steyer dazu: „Der Text auf der Gedenktafel hat mich sehr berührt. Immer wieder habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was aus dem Mädchen geworden ist. Es war für mich eine unfassbare Vorstellung, dass nur ein Mädchen übriggeblieben ist.
Ich bin in Rosenheim aufgewachsen und hatte wie jedes Kind der Region Heimat und Sachkunde. Wir haben damals auch die Rosenheimer Stadtgeschichte durchgenommen. Das hat mich sehr beeindruckt. Wir haben über die Pest gesprochen und natürlich über den großen Stadtbrand, der damals viele Häuser in Rosenheim vernichtet hat. Es ist lange her, aber viele Dinge hatte ich noch in Erinnerung. Ich begann zu recherchieren und wollte mehr über die Zeit erfahren.
Bei Recherchen über den Dreißigjährigen Krieg bin ich dann auf Pater Franz gestoßen, der nach einem Überfall der Schweden nach Mühldorf geeilt ist, um von Carl Gustav Wrangel einen Schutzbrief für Rosenheim zu erbeten, den er auch bekommen hat.





 
 
Plötzlich war die Idee für den Roman geboren. Ich würde das Mädchen älter werden lassen, sie würde das Mündel des Klosters werden und in Rosenheim leben. Doch der Makel, ein Pestkind zu sein, würde an ihr kleben. Denn es konnte doch nicht mit rechten Dingen zugegangen sein, dass nur sie allein damals die Pest überlebt hat.

Sie hat den Namen Marianne bekommen und ein Gesicht. Plötzlich war sie für mich nicht mehr das namenlose Mädchen von der Gedenktafel, sondern ein Mensch mit einer Geschichte, mit einer grausamen Vergangenheit, die sie zur Ausgestoßenen machte. Aber sie bekam von mir auch Menschen an die Seite gestellt, die sie liebte. Ihren Stiefbruder Anderl zum Beispiel, der geistig etwas zurückgeblieben ist und deshalb als „der Dumme“ bezeichnet wird. Pater Franz, den sie wie einen Vater liebt. Der ihr zuhört, sie tröstet. Pfarrer Angerer. Es war mir wichtig, dass der Mann, der den Text auf der Tafel überlieferte, im Buch eine Rolle bekommt.

Und so bin ich immer tiefer in die Geschichte eingetaucht. Ich lernte Carl Gustav Wrangel kennen, den schwedischen Heerführer, der damals mit seinem Tross die Region das Fürchten lehrte. Nach der verlorenen Schlacht bei Zusmarshausen überzog Wrangel Südostbayern mit einem Rachefeldzug, der seinesgleichen suchte. Besonders die Stadt Bad Aibling hat es damals schwer getroffen. Doch Wrangel ging es in erster Linie darum, Besitztümer anzuhäufen. Deshalb konnten sich einige Städte einen Schutzbrief erkaufen, so auch Rosenheim. Über den Inn ist er nicht mehr gekommen. Das damals herrschende Hochwasser hat ihn aufgehalten. Im Kapuzinerhölzl in der Nähe des heutigen Schloss Nymphenburg in München fand die letzte offizielle Schlacht des Dreißigjährigen Krieges statt. Carl Gustav Wrangel wurde bei der Jagd von den Kaiserlichen überrascht und geschlagen. Kurz darauf beendete der Westfälische Frieden den Krieg.

Die Bausteine fügten sich zusammen und Mariannes Geschichte begann ...“

Wenn Ihr mehr über die Autorin erfahren möchtet, schaut auf der Homepage nach.

            Nicole Steyer

Nicole Steyer wurde 1978 in Bad Aibling geboren und wuchs in Rosenheim auf. Doch dann ging sie der Liebe wegen nach Idstein im Taunus. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie zu schreiben, beschäftigte sich mit der Idsteiner Stadtgeschichte und begann zu recherchieren. Das Ergebnis dieser Recherchen war ihr erster historischer Roman, DIE HEXE VON NASSAU, der sich mit den Hexenverfolgungen in Idstein und Umgebung befasst und ein großer Erfolg wurde. Für DAS PESTKIND hat sie umfangreiche Recherchen in Rosenheim und Umgebung unternommen.
Vielleicht hat euch ja dieser Bericht neugierig auf das Buch gemacht.
:-) Hanne

Kommentare :

  1. Über das Buch habe ich erst vor ein paar Tagen gelesen und fand es richtig interessant. Kommt natrülich wieder auf meine Wunschliste.....seufz!
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Ach menno, das tut m ir wirklich leid - aber du treibst meine WuLi auch immer in die Höhe :-)
      LG HANNE

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  2. Tja, auf meiner Wunschliste ist es auch schon ;-) und ich bin riesig gespannt auf das Buch, besonders jetzt nach deiner Rezension.
    Liebe Grüße
    Susanne

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    1. Liebe Susanne :-) Das war zwar noch keine Rezension, sondern eine Buchvorstellung, aber ich bin schon ein bißchen eingetaucht in die Geschichte.
      LG HANNE
      Danke für deinen Besuch

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