Sonntag, 20. April 2014

(Rezension) Das Pestkind - Nicole Steyer


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Nicole Steyer
Das Pestkind
Taschenbuch
592 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426514399
€ 9,99
auch als Ebook erhältlich

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© Cover / Info Verlag


Buchinfo:
Rosenheim zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges:
Die junge Marianne lebt und arbeitet in der Brauerei, die von der Witwe Hedwig Thaler geführt wird. Die alte Frau, die nur einem einzigen Sohn das Leben schenken konnte, hat Marianne bei sich aufgenommen und aufgezogen. Doch das Mädchen hat von ihr nur böse Worte und Ungerechtigkeiten empfangen. Einzig der Abt des Klosters begegnet Marianne freundlich und nimmt sie vor den Anfeindungen der Leute in Schutz. Denn als Überlebende der Pest gilt sie fast als so etwas wie eine Hexe. Doch dann liegt eines Tages Hedwig Thaler erschlagen auf dem Hof – und nur Marianne ahnt, wer der Mörder ist …

Statement:
(S. 17) „Sie war die Tochter der Frau mit den hellen blauen Augen und der sanften,s ingenden Stimme, die es nur noch in ihrer Erinnerung gab.“

Die kleine Marianne ist die einzig Überlebende vom Gutshof der Leitners. Alle anderen hatte die Pest dahingerafft. Seit Wochten fuhr der Schwarze Tod durch die Lande und das Totenfeld wurde immer größer.
Marianne wurde bei der Witwe Thaler untergebracht, eine Brauereibesitzerin. Sie war nun fast im heiratsfähigen Alter, kümmerte sich um den einzigen Sohn der Thaler. Das Anderl war geistig etwas zurückgeblieben. Marianne und er haben es nicht leicht unter der Herrschaft der Mutter und Pflegemutter. Die Geschichte „Das Pestkind“ spielt in Rosenheim und nunmehr schreiben wir das Jahr 1648. Wer wie sie die Schwarze Pest überlebt hatte, galt zu der Zeit als etwas Bedrohliches. Sie, Marianne, war das Pestkind und man vermutete, dass sie mit anderen Kräften im Bündnis stehen würde. Also war sie eine Hexe (?). Mariannes Halt war der Pflegesohn, denn sie erlebt nicht nur bei sich die Gewalt der Hedwig Thaler, die sich auch an ihrem eigenen Fleisch und Blut vergeht. Zu der damaligen Zeit herrschte der 30-jährige Krieg und die Schweden zogen durch die Lande. Bald schon würden sie auch in Rosenheim sein.
Wollte ich zu dieser Zeit gelebt haben? Nein, bestimmt nicht. Nachdem ich „Das Pestkind“ gelesen hatte, wurde mir klar, in welch moderner Zeit wir leben. So etwas wie Syphillis bzw. Franzosenkrankheit, wie es im Buch heißt, schwer vorstellbar. Und doch hat die Autorin all dies so klar geschrieben, angefangen über die Hauptperson Marianne bis hin zu dem damaligen Leben. Wirklich absolut perfekt!
Marianne erlebt einen Alptraum, als ihre Pflegemutter erschlagen aufgefunden wird. 
Man verdächtigt ...
Marianne, eine alleinstehende junge Frau, zur damaligen Zeit so gut wie ein Makel.
In der Geschichte vom Pestkind zeigt sich wieder einmal die sehr sorgfältige Recherche der Autorin, die mir schon in ihrem Buch „Die Hexe von Nassau“ zugesagt hat.
Tragisch, dramatisch, aber auch die Liebe spielt eine Rolle in dem Buch „Das Pestkind“.
Fazit:
Ich bin wieder einmal sehr beeindruckt von dem Buch und auch von der Autorin, die eine Idee klasse umgesetzt hat. In einem Vorbericht hatte ich ja schon darauf hingewiesen.
Die Autorin Nicole Steyer hat meiner Meinung nach in der Königsklasse „Historische Romane“ ihren Platz gefunden! Verdient! „Das Pestkind“ ist ein toller historischer Roman, dem ich meine absolute Leseempfehlung gebe!

Vita:
Nicole Steyer wurde 1978 in Bad Aibling geboren und wuchs in Rosenheim auf. Doch dann ging sie der Liebe wegen nach Idstein im Taunus. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie zu schreiben, beschäftigte sich mit der Idsteiner Stadtgeschichte und begann zu recherchieren. Das Ergebnis dieser Recherchen ist ihr erster historischer Roman, der sich mit den Hexenverfolgungen in Idstein und Umgebung befasst.


Kommentare :

  1. Oh das klingt super spannend :D
    Gleich mal auf meine Wunschliste setzen...

    Gruß scrapkat

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    1. Hast du die Hexe von Nassau von ihr schon gelesen? Ich kannd ir die Autorin sehr empfehlen :-)
      LG HANNE

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  2. Ich liebe dieses Buch. Hatte schon lange keinen historischen Roman mehr gelesen - und dann gleich so einen Knaller. Manchen Leuten aus dem Buch hätte ich ein besseres Schicksal gegönnt. Und manche Leute aus dem Buch waren so richtig zum Verlieben.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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    1. Hast du das andere Buch von ihr auch gelesen? Ich finde dieses ja super toll...
      Liebe Grüße Hanne

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    2. Nein, DIE HEXE VON NASSAU kenne ich noch nicht. Aber ist natürlich im Kopf bereits vorgemerkt.

      LG,
      Heidi, die Cappuccino-Mama

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