Montag, 18. August 2014

(Rezension) Wolgatöchter - Ines Thorn



Ines Thorn
Wolfgatöchter
Gebundene Ausgabe
384 Seiten
Verlag: Wunderlich (18. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3805208628
€ 16,95

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auch als EBOOK erhältlich





© Cover - Infos - Quelle Verlag

Buchinfo:
Frankfurt, im Jahr 1765. Die Schwestern Annmarie, Aurora und Lydia leben in ständiger Furcht, denn ihr Vater Georg Reiche wird als Kunstdieb und Kunstfälscher im ganzen Land gesucht. Da begegnet Reiche durch Zufall einem Werber aus dem großen russischen Reich. Im Auftrag von Katharina II. soll er deutsche Bürger in ihr Land holen. Endlich scheint sich für die heimatlose Familie ein Ausweg aufzutun. Doch Russlands Härte trifft sie unerwartet. An der Wolga folgen auf kalte, raue Winter heiße, staubige Sommer. Das Haus, in das die Reiches einziehen, wurde einst von Kalmücken überfallen, die dort lebende Familie ermordet. Immer obsessiver begibt sich Annmarie auf die Spuren von Mariann, der ermordeten Tochter, während Aurora sich mit einem jungen Balten auf eine gefährliche Affäre einlässt und Lydia zwischen zwei Männer wählen muss: dem, den sie liebt und dem, der das Überleben an der Wolga sichert. Die Schwestern kämpfen für den Erhalt ihrer Existenz, für die große Liebe und den verdienten Erfolg - kurz: Sie kämpfen um ein Leben, das seinen Namen verdient...

Mein Eindruck:
Mitte  des 18. Jahrhunderts zieht es viele Deutsche in das Land der unendlichen Weiten, nach Rußland, dem Reich von Katharina der Großen. Dort hofften sie auf ein besseres Leben. Für viele Siedler schien es ein Neuanfang zu sein, ihre Bedingungen, dort zu leben, äußerst verheißungsvoll. Doch niemand war darauf vorbereitet gewesen, wie hart das Leben sein würde. Monatelanger kalter, unbarmherziger Winter an der Wolga, und dann die extremen heißen Sommermonate. Lebensumstände, die die drei Schwestern Annmarie, Aurora und Lydia nicht kannten. Über das Schicksal der Wolgadeutschen kann man viel nachlesen.
Als die Reiches erfahren, dass in ihrem jetzigen Haus die vorherige Familie von den Kalmücken ermordet worden war, fängt Annmarie an, sich für die Geschichte und vor allem der Tochter des Hauses, Mariann, zu interessieren.
Manche Situationen wirkten sehr beklemmend, doch im nachhinein betrachtet, war es so zur damaligen Zeit. Und das die Schwestern verständlicherweise auch nach Liebe, Hoffnung für ihre Zukunft suchten, lässt hoffen. Wobei Lydia inzwischen schon verheiratet war.

Vom Schreibstil her hat mich die Geschichte von Anfang an begeistert. Die Autorin versteht ihr Fach. Und so hat durch die Thematik der Wolgadeutschen und ihren sehr lebendig beschriebenen Protagonisten eine wirklich wunderbare Geschichte geschrieben.

Die fiktiven Charaktere der Familie Reiche und anderen Nebencharaktere – eine gute Mischung zwischen all dem.

„Weit ist das Land, groß die Hoffnung“ – so steht es auf der Coverrückseite. Und hier muss ich sagen, dass das Cover wirklich ein Blickfang ist – wunderschön!

Fazit:
Ines Thorn hat mit ihrem Roman „Wolgatöchter“ eine sehr bewegende Geschichte um die Siedler, den Wolgadeutschen zu Zeiten von Katharina der Großen geschrieben. Durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch auch mit Leseunterbrechungen sehr gut lesen. Die Geschichte hat mich abgeholt und gefesselt von Anfang an.



Vita
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Bei Wunderlich erschienen zuletzt ihre Romane "Teufelsmond" und "Das Mädchen mit den Teufelsaugen".

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