Dienstag, 9. Dezember 2014

(Rezension) Kaimankacke - Lars Simon



Lars Simon
Kaimankacke
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423215541
€ 9,95

auch als EBOOK erhältlich

© Quelle - Verlag





Auch der zweite Comedy-Roman von Lars Simon fand ganz unverhoft vor einiger Zeit den Weg zu mir :-)

Lieber ' ne Piña Colada in der Karibik bei dreißig Grad im Schatten als stinkenden Fisch bei schwedischem Dauerregen. Dazu: Sonne, Aracaris, Bikinis und so weiter. Gedacht, getan. Kurzentschlossen bucht Torsten Flug und Club-Hotel, besorgt für alle Fälle noch schnell zwei Badehosen und fliegt über den Großen Teich, wo ihn neben seinen Gödseltorp-Kampfgenossen Rainer und Bjørn einige Überraschungen erwarten. Der Kaiman im Swimmingpool ist dabei erst der Anfang …
Nach “Elchscheiße” nun “Kaimankacke”.
Nein der Titel wundert mich nicht, nachdem ich ja das erstgenannte Buch gelesen habe. Und nun?
Mit einer kurzen Einführung bzw. Erklärung der lateinischen Wörter zum Buchtitel startet der neue Comedy-Roman. Dann erfolgt ein kurzer Rückblick, was bisher geschah.
Gödseltorp heißt das kleine Kaff in Mittelschweden, wo der Deutsche Torsten nunmehr sein neues Leben aufgebaut hat.
Nach dem Buch ist vor dem Buch und so schreibt er derzeit an seinem zweiten Roman. Eine Schreibblockade, das sollte für jeden Autor ein Fremdwort sein. Doch genau in dieser Phase steckt Torsten. Das neue Manuskript findet keinen Zuspruch beim Verlag und guter Rat ist teuer. Eine neue Idee, woher nehmen? Aber das ist nicht sein einziges Problem. Seine Freundin Linda macht ihm zusätzlich Stress.
Als Torstens Vater diesen nach Costa Rica lockt, kommt er ein bisschen in Urlaubsstimmung. Doch die Ernüchterung folgt der Euphorie auf den Fuß. In dem Clubhotel sind neben seinem Vater auch dessen esoterisch angehauchte Lebensabschnittsgefährtin Renate die Gödseltroper Kumpel Rainer und Björn.
Torsten gerät in Not, wie soll er bei diesem Chaos einen Roman fertig schreiben?

Caca del caimán – vulg. Zool.

Erzählt in der Ich-Perspektive von Torsten erlebt der Leser jede Faser seiner Emotionen. Ab und an schwächelt “Kaimankacke”, doch im Ergebnis ist es gute Unterhaltung mit viel Humor gewürzt. Allerdings, wenn man es mit seinem Vorgänger “Elchscheiße” vergleicht, bleibt er etwas auf der Strecke zurück.

All-Inclusive-Urlaub, Charaktere, die einen manchmal verzweifeln lassen, humoristisch gesehen, eine Freundin, die ihrem Ex eine zweite Chance geben will, ein “blockierter” Autor und das verrückte Drum-Herum in Costa-Rica, hier ist kurzweilige Unterhaltung angesagt.
Peng!
Und wie geht es mit Torsten und Linda weiter? Geht es überhaupt weiter? Das sollte gut überlegt sein.
 


Lars Simon ist Jahrgang 68 (das erklärt vielleicht einiges, aber nicht alles) und hat nach seinem Studium zuerst lange Jahre als Marketingleiter einer IT-Firma gearbeitet, bevor er als Touristen-Holzhaus-Handwerker mit seiner Familie mehr als sechs Jahre in Schweden verbrachte. Heute lebt er in der Nähe von Frankfurt/Main.
 

Kommentare :

  1. "Elchscheiße" fand ich im Sommer toll.
    Doch dieser Roman spricht mich irgendwie nicht so richtig an.
    Muss mal schauen, ob ich ihm eine Chance gebe oder eher nicht.
    Liebe Grüße!
    Jasmin

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  2. Also wenn es nicht "brennt", kann es erst mal warten, bis es wieder wärmer wird. Ich habe es jetzt an meine Tochter weitergegeben, mal schaun, was die dazu sagt...
    LG HANNE

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