Samstag, 7. Februar 2015

(Rezension) Fette Fee - Claudia Brendler


Claudia Brendler
Fette Fee
Taschenbuch
304 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423215664
€ 9,95

auch als Ebook erhältlich

© Cover / Info Quelle "Verlag"






Info:
Eine ungewöhnliche Frauenfreundschaft und eine erfrischend andere Geschichte über das Erwachsenwerden, das Jungbleiben und das richtige Timing im Leben.

Meine Meinung:
Buchanfang: Der erste Satz muss ein Knaller sein. Treffen soll er, nicht zaghaft ein Türchen öffnen. Der erste Satz braucht Cojones.“
Irgendwie schien es so, als ob Jill, Anfang 40, den Anschluss zu einer großen Karriere als Comedy-Star verpasst hatte. So hangelt sie sich mühsam mit Engagements durchs Leben, die kaum zum Leben reichen. Was lag näher, als dem Ruf des Agenten Tom Schimmerlein zu folgen, den sie vor langer Zeit einmal im Goldpalast angesprochen hatte und der sie für ein riesengroßes Talent hielt. Das in ihrem Alter! Also packte sie ihre wenigen Habseligkeiten und zog nach Köln. Hier konnte sie erst einmal bei ihrem Ex-Freund unterkommen. Doch bei dem lebte derzeit dessen 15-jährige Tochter Felicia. Jill und Feli, da prallten zwei Welten aufeinander. Das junge Mädchen hatte ziemlich große Probleme, kein Selbstvertrauen, schwänzte die Schule, verzog sich lieber in ihr Zimmer, um dort in ihrer Fantasiewelt als eine andere Feli zu leben. Sie schreibt Geschichten und genau diese unterbrechen die eigentliche Handlung, entführen den Leser in Felis Welt. Ein junges Mädchen, dass mit seinem Schicksal hadert, irgendwie weltfremd herüberkommt, alles essbare in sich hineinstopft und dementsprechend aussieht. Die andere Feli, die sie sein möchte, findet sich in ihrer Geschichte.
Jill bzw. Gundula meint sich der Tochter von Armin annehmen zu müssen. Dabei hat sie einen wichtigen Termin und „der erste Satz“ fehlt ihr immer noch. Ganz langsam entwickelt sich das Vertrauen zwischen Feli und Jill. Welche Rolle aber spielte Armin überhaupt im Leben seiner Tochter bzw. Jill?
Als Jill Felicias geschriebene Geschichte findet und liest, hat sie die Idee für eine neue Nummer. Doch kann sie wirklich über ihren Schatten springen, auch wenn der Agent total begeistert davon ist? Was ist mit Feli?
Mit ihrem Roman „Fette Fee“ greift die Autorin ein Thema auf, dessen Wertschätzung oft an Bedeutung verloren hat, Freundschaft und Vertrauen.
Das Buch ist verständlich geschrieben, die eingebundenen Themen überzeugen. Die Gedanken als auch Erzählung der Gefühlswelt tragen dazu bei, dass man die Geschichte nicht oberflächlich liest. Ich finde es lesenswert.
Von mir gibt es 4**** Lesegenuss-Bücher.
  
Vita:
Claudia Brendler studierte klassische Gitarre, spielte in Bands von Punk bis Freejazz und ist Teil des bekannten Comedy-Duos »Queens of Spleens«. Sie hat drei erfolgreiche Romane veröffentlicht. Claudia Brendler lebt und arbeitet in Frankfurt.

Kommentare :

  1. Wirklich ein lustiger Titel ;)
    Klingt sehr interessant! Danke für die Rezension!

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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    1. Ja der Titel ist lustig, aber wenn man das Buch gelesen hat, weiß man warum.
      Danke für deinen lieben Kommentar
      LG HANNe

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  2. Liebe Hanne,
    das Buch hatte ich in der Buchhandlung auch schon einige Male in der Hand. So richtig konnte ich mich bislang aber nicht zum Kauf durchringen. Mein SuB ist derzeit einfach zu riesig und ich habe noch so viele Bücher, die ich unbedingt zuerst bald lesen möchte. Es wandert aber mal auf die Merkliste.
    Einen schönen Abend wünscht
    Jasmin

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    1. Hi Jasmin,
      dann wandert das Buch zu dir. ... Da weiß ich es in guten Händen.
      Liebe Grüße Hanne

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    2. Du bist die Beste <3
      Auch hier nochmal ein riesiges Danke!
      Drück dich!

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  3. Claudia Brendler hatte ich letztens erst auf facebook von einer anderen Autorin empfohlen bekommen. Nun hast du sie mir wieder ins Gedächtnis gerufen. :-) Vielen Dank!

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    1. Sehr gern geschehen. Sorry für meine späte Antwort. Aber diese Woche ist meine Zeit wieder mal sehr, sehr eng für PC usw...
      xoxo Hanne

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  4. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen. Wenn der Roman auch schnell gelesen werden kann, so lohnt es sich doch auch, über einige Textstellen nachzudenken.

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    1. Auf jeden Fall lohnt es sich "Fette Fee" zu lesen. Und über bestimmte Sachen sollte man nachdenken
      LG

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    2. Na, da sind wir ja schon zwei, die das so sehen! Mit einem lieben Gruß aus dem Ruhrgebiet!

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