Montag, 11. Mai 2015

|| Rezension || Der Ruf aus dem Eis (Der letzte Engel) ~ Zoran Drvenkar

Zoran Drvenkar
Der letzte Engel – Der Ruf aus dem Eis
Gebundene Ausgabe
544 Seiten
Verlag: cbj (30. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570171370
€ 17,99

© Cover / Info - Kauflink
VERLAG








"Jeder Anfang ist ein Ende und jedes Ende ist ein Anfang in diesen Zeiten ohne Engel.
- Zwei Engel ohne Flügel sitzen auf einem Friedhof und hören die Toten kommen. Der eine Engel bin ich, der andere Engel heißt Esko und beide sind wir schlecht gelaunt. Ich fühle mich ganz besonders mies, denn man hat mir vor einer Stunde die Flügel abgeschnitten, mich in mein eigenes Grab geworfen und mit Erde bedeckt. Keine Ahnung, wie ihr darüber denkt, aber ich finde, da hilft selbst der beste Sinn für Humor nicht, denn das kann man einfach nicht witzig finden. Da hilft es auch nicht, wenn man nach einer Stunde wieder ausgegraben wird. Beerdigt werden ist nie spaßig."

Meine Meinung:
Endlich ist er da, der zweite Band "Der Ruf aus dem Eis" der Dilogie "Der letzte Engel". Über zwei Jahre ist manchmal eine lange Zeit, wenn es dann endlich weitergeht im ... Text ... Aber es ist auch der Abschlussband, wie das Wort Dilogie ja aussagt.
Wer sich für dieses Buch interessiert, sollte schon Kenntnisse vom ersten Band haben.
Es geht um Motte, den Engeln und sein Leben.
Zoran Drvenkar hat eine sehr eigene Art, seine Geschichten zu erzählen. Mir hat der Stil schon im ersten Buch gefallen, auch wenn es nicht ganz einfach war. Doch das macht es aus, das besondere. Und fesselt den Leser an die Lektüre. Der Handlungsort, eine einsame, kalte Insel. Dort wo alles begann, geht es weiter. Denn ohne seine Flügel ist Motte nichts. Und es gilt einen Krieg zu verhindern. Seine Feinde, allen voran Lazar, schreckt vor nichts zurück.
Was aber war der Hintergrund?
Warum heißt es, der letzte Engel hat seinen ersten Atemzug getan und eine alte Prophezeiung erweckt?
Nun gilt es für Motte, den letzten Engel, innerhalb von drei Tagen diese Prophezeiung zu verhindern.
Es ist wie schon zuvor nicht ganz einfach zu lesen, wenn die Handlung Zeitsprünge vornimmt. Doch zu keinem Zeitpunkt kommt Langeweile auf und mich hat die Geschichte komplett gefesselt.
"Der Ruf aus dem Eis" erzählt mehr, als sich hier aufschreiben lässt. Das macht den Reiz an der Geschichte aus. Viele Themen sind angesprochen, sei es der Hass und vor allem die Gier, mehr geht schon gar nicht. Liebe und Freundschaft, welch wichtiger Bestandteil in unserem Leben, öffnen die Augen. Und so kann man als Leser eigentlich nur hoffen, dass es die Augen öffnet und das Böse außen vorlässt!
Die Dilogie "Der letzte Engel" ist u. a. auch durch ihre teils mysteriösen Charaktere, spannend zu lesen. Die Protagonisten sind gut durchdacht, und Nebencharaktere hat der Autor einfach nicht so erscheinen lassen, sondern sie haben was zu sagen. Man merkt, dass der Autor Zoran Drvenkar sich Gedanken gemacht hat und nie den roten Leitfaden, der so gern zitiert wird, verloren hat.
Herausgekommen ist ein gelungener Abschluss - ein exzellentes Finale.
Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher.

// Hier \\ geht es zu meiner Rezi von Teil 1.

Vita:
Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller und schreibt Romane, Gedichte und Theaterstücke über Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zoran wurde für seine Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und lebt heute in der Nähe von Berlin in einer ehemaligen Kornmühle.



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