Montag, 1. Juni 2015

|| Rezension || Die verbotene Zeit - Claire Winter

Claire Winter
Die verbotene Zeit
Gebundene Ausgabe
576 Seiten
Verlag: Diana Verlag (14. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453291683
€ 19,99

© Cover - Info - Kauflink

VERLAG





** Gelesen Mai 2015 **

Buchinfo:
Eine tiefe Freundschaft und eine leidenschaftliche Liebe in einer gnadenlosen Zeit
1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöäscht und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was verbergenihre Eltern vor ihr? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld …

Meine Lesemeinung:
"England, Cornwall, 1959
Sie hatte die Tür zugeschlagen und war aus dem Haus gerannt - den schmalen Weg durch den Garten entlang und weiter zu der Sandstraße, die ans Meer führte. Nur weg hier! Sie lief, so schnell sie konnte."

***
"Die verbotene Zeit" spielt auf zwei Zeitebenen. Beide Handlungsstränge fließen im Laufe der Geschichte zusammen.
Zum einen handelt es von zwei Freundinnen, Edith und Dora, die zwar gesellschaftlich zwei verschiedenen Klassen angehören, aber dennoch unzertrennlich sind. Freundinnen fürs Leben. Das alles beginnt im Berlin 1922. Der Beginn des Naziregimes, der Widerstand im Untergrund, die Antihaltung gegenüber Juden. Während Dora, deren Mutter im Haus von Edith als einfaches Hausmädchen arbeitet, später einen ganz normalen Mann heiratet, Paul Behringer, vermählt sich Edith, die Tochter des Papierfabrikanten, mit Max von Stettenheim. Doch als sie Jules Cohn begegnet, ist es um sie geschehen. Allerdings ist dieser Mann Jude. Als Hitler an die Macht kommt, spitzt sich die Lage zu.
Der zweite Handlungsstrang beginnt in London 1975. Carla Whitmann, eine junge Frau mit deutschen Wurzeln, leidet seit einem Autounfall an Amnesie. An die Geschehnisse vor dem Unfall kann sie sich nicht erinnern. Auf sämtliche Nachfragen bei ihrem Mann Tom stößt sie auf Widerstand, so als hätte er etwas zu verbergen. Dann findet Clara ihr Notizbuch, in dem eine Telefonnummer sich hervorhebt. Diese Nummer gehört dem Journalisten David Gray. Sie erinnert sich, dass dieser bei ihr im Krankenhaus war. Claras Eltern sind keine Hilfe, der Vater weicht Fragen aus, die Mutter lebt seit geraumer Zeit in einem Sanatorium. Sie war über den Verlust der Tochter Anastasia vor über sechszehn Jahren nicht hinweggekommen.

Nach dem ersten Roman von Claire Winter, der mich sehr, sehr  beeindruckt hatte, ist ihr mit "Die verbotene Zeit" wiederum ein Meisterwerk gelungen. Problemlos lassen sich die Handlungsstränge lesen, alles ist verständlich geschrieben und der geschichtliche Hintergrund ist gut eingebunden.
Alle Charaktere sind mir sympathisch und glaubhaft beschrieben.
Berlin bietet als Handlungsort eine wunderbare Kulisse für diese, teils sehr emotionale Geschichte. - Im Prinzip könnte ich aus meiner Rezension zu "Die Schwestern von Sherwood" einen Teil daraus übernehmen. Lest selbst <hier>

Ich hatte mich auf dieses Buch sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Ein Buch, dass im Gedächtnis bleibt! Gerade die Freundschaft zwischen den Frauen.
"Die verbotene Zeit", ein weiteres Lesehighlight in 2015.
Es bekommt von mir die Höchstwertung auf meinem Blog - sechs Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Nach »Die Schwestern von Sherwood« ist »Die verbotene Zeit« ihr zweiter Roman im Diana Verlag. Die Autorin lebt heute in Berlin.


Kommentare :

  1. Oh ja...ein Top Roman! Und ich freue mich, dass du genauso begeistert bist, wei ich!
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Und wie - das Buch war superduper..... wie auch immer
      Danke dir
      LG HANNE

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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