Samstag, 4. Juli 2015

|| Rezension || 30 Tage und ein ganzes Leben ~ Ashley Ream


Ashley Ream
30 Tage und ein ganzes Leben
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442746118
Originaltitel: Losing Clementine
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Baisch
€ 12,99

© Cover - Info - Kauflink
VERLAG





Im Juni 2015 gelesen


Info:
Aufleben statt aufgeben
30 Tage gibt sich die erfolgreiche Künstlerin Clementine, um das eigene Ableben zu organisieren.
30 Tage, die sie ausschlielich so verbringen möchte, wie sie es will - nicht wie andere es von ihr erwarten.
30 Tage, die ihr Leben für immer verändern!

Meine Meinung:
Das Buch handelt von Clementine, eine Frau, die den Entschluss gefasst hatte, zu sterben.
Eine erfolgreiche Frau, eine bekannte Malerin. Sie hat alles gut durchdacht, will in den kommenden 30 Tagen zum einen ihr Leben aufräumen und sich den Dingen hingeben, wozu zu Lust hat. Also alles perfekt für den Abgang.
Clementine, eine Frau von Welt und doch krank, sie leidet an starken Depressionen.
Vieles gilt zu erledigen. Ein neues Zuhause für ihren Kater suchen, den Haushalt entrümpeln*** und ganz wichtig ist ihr, den Vater zu finden. Dieser hatte die Familie vor Jahrzehnten verlassen.
***"Buchanfang: Ich warf die Teekanne aus dem Fenster. Sie donnerte drei Etagen nach unten und zerbrach in unzählige weiße Porzellanscherben direkt hinter Mrs. Epstein, die ich ohnehin nie wirklich leiden konnte."
Clementines Depression hatte diese anscheinend von der Mutter geerbt. Nur Clementine konnte nichts mehr hinterfragen,  ihre Mutter war verstorben, auch die Schwester lebte nicht mehr.

"30 Tage und ein ganzes Leben" wird erzählt aus der Ich-Perspektive von Clementine. Auf den ersten Blick erscheint der Roman wie eine tragische Lebensgeschichte. Der Anfang ist gut und interessant geschildert und ließ auf eine starke Handlung hoffen. Doch die Charaktere Clementine zeigt sich nicht gerade von ihrer besten Seite um sie zu mögen als auch zu verstehen. - Wie ein farbloser großer Klecks auf einer Leinwand - schade eigentlich. Die Charaktere des Buches finde ich sehr schwierig zu beschreiben.
In Anbetracht des Themas Depression konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen. Hier fehlte zwischendurch das Fingerspitzengefühl. Manche Dinge sind oberflächlich angegangen und dann wiederum das Thema Kunst, Clementines Bilder, langatmig geschildert. Der Roman wird bei den Lesern sicherlich unterschiedliche Meinungen hervorrufen. Das ist auch gut so, denn jeder Leser zieht daraus etwas anderes, für ihn passend.

Das Ende hat mich nicht so ganz zufrieden gestellt. Einige Fragen sind offen geblieben.

Fazit:
Im Großen und Ganzen war das Buch von der Thematik sehr interessant, konnte mich aber nicht komplett überzeugen. Trotz allem gebe ich meine Leseempfehlung, allerdings mit Einschränkung. "Unglaublich witzig" so schreibt Gillian Flynn, da haben wir beide wohl zwei verschiedene Bücher gelesen.  
Ich gebe drei  Lesegenuss-Bücher.

Vita:
Mit 16 Jahren bekam Ashley Ream ihren ersten Job bei einer Zeitung. Seitdem hat sie für verschiedene Magazine in ganz Amerika geschrieben, bis sie es irgendwann leid war, ständig einer Deadline hinterherzulaufen. Also suchte sie sich einen "richtigen" Job und schrieb nur noch in ihrer Freizeit - mit Erfolg: In den USA wollten gleich mehrere Verlage ihren Debütroman "30 Tage und ein ganzes Leben" veröffentlichen. Nach über zehn Jahren in L.A. lebt Ashley Ream heute in Wisconsin, trainiert für einen Marathon und schreibt an ihrem zweiten Buch.



"Das Leben lehrt uns … schau nach vorn und gib nicht auf!

Kommentare :

  1. Ich fand das Buch eher schlecht als recht! Und witzig war es wirklich nicht! LG

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    1. Liebe Verena,
      ich habe mich von der Leseprobe verleiten lassen als auch vom Cover ☺ Aber da kenn ich wirklich bessere - und dann hinten auf dem Buchrücken die Einschätzung von wegen witzig. Deswegen habe ich ja auch geschrieben: "Unglaublich witzig" so schreibt Gillian Flynn, da haben wir beide wohl zwei verschiedene Bücher gelesen.
      Bei Lovelybooks u.s. habe ich eh nur drei Sterne vergeben. Eigentlich schon zu viel ...
      Schade, wirklich schade. Und wieder mal die Erkenntnis: Der Hype um ein Buch muss nicht immer aussagen, dass es gut ist
      LG HANNE

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