Samstag, 29. August 2015

|| Rezension || Das Jahr der Wunder - Amy Hatvany

Amy Hatvany
Das Jahr der Wunder
Broschiert
448 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (27. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764505509
Originaltitel: Safe with Me
€ 14,99
Alexandra Kranefeld (Übersetzer)

© Cover / Info - Kauflink
VERLAG



 
 Zwei Mütter. Zwei Töchter. Und ein geschenktes Leben.

Zitat inside:
Ein unsichtbarer roter Faden verbindet uns zu allen Zeiten und jeglichen Widrigkeiten zum Trotz mit jenen, denen zu begegnen uns vorherbestimmt ist. Der Faden kann sich spannen, sich verknoten und verwirren, doch reißen wird er nie.
Chinesisches Sprichwort.


Meine Lesemeinung:

Kein Elternteil wünscht sich diese Situation, mit der das Buch "Das Jahr der Wunder" von Amy Hatvany beginnt.
... Kreischen von Bremsen, ein dumpfer Aufprall ... Nanosekunden, die eine Mutter nie vergisst - wenn das eigene Kind vor deiner Haustür verunglückt.
Die zwölfjährige Emily kann auch durch eine Notoperation nicht gerettet werden. Der Arzt erklärt Hannah, Emilys Mutter, dass die Hirnfunktion ausgefallen ist. Emily wird nur noch durch Maschinen am Leben erhalten. Aufgrund ihrer sehr seltenen Blutgruppe wird die alleinerziehende Hannah mit der Frage konfrontiert, ob Emily als Organspenderin zur Verfügung stünde.
Und genau durch solch eine Organspende wird das Leben der 15-jährigen Maddie gerettet, das Mädchen mit der kaputten Leber, wie sie selbst sagt. Ihr Vater war reich, nur mit Geld kann man nicht alles kaufen. Keine neue Leber, und auch keine Liebe. Und sein Umfeld hat zu funktionieren, so wie er das wünscht. Wenn man Menschen liebt, schenkt man ihnen Zeit.

Die Autorin spricht besonders die Themen Organspende, Verlust, Trauer und häusliche Gewalt an. Erzählt wird die Geschichte von den drei Hauptprotagonisten Hannah, Maddie und ihrer Mutter Olivia.

Wenn dein Leben innerhalb von Sekunden nicht mehr das gleiche ist, wenn eine Mutter ihr einziges Kind verliert, wie würde man selbst damit umgehen? Diese Frage stellt sich dem Leser sicher während des Lesens.
Wieviel kann ein Mensch ertragen, um nicht an dem Leid zu zerbrechen?
Durch die wechselnden Perspektiven ist die Handlung lebendig und gut nachvollziehbar.

Der Zufall will es, dass Hannah Maddie als wahrscheinliche Organempfängerin von Emily erkennt. Wie sie sich Olivia und Maddie nähert, ohne diese durch den despotischen Ehemann und Vater in Gefahr zu bringen, zeigt sich deutlich. "Das Jahr der Wunder" ist sicher keine leicht-lockere Geschichte. Doch wer den Klappentext liest, kann das sicher erahnen. Amy Hatvany hat ihre Charaktere sehr gut beschrieben. Man konnte sie sich gut vorstellen.
Die Grundidee der Geschichte wurde gut umgesetzt. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ihre Ausdrucksweise finde ich sehr ansprechend und außergewöhnlich. Besonders gut finde ich auch, wie sie es schafft, Emotionen und Gefühle zu vermitteln.

Insgesamt überzeugte mich "Das Jahr der Wunder" durch die Themen, die die Autorin auf eine sehr bestimmte und eindringliche Art nahe bringt, aber nicht aufdringlich. Ebenso empfand ich, dass die Geschichte teilweise eine wirklich bedrückende Atmosphäre aufbauen konnte. Besonders zum Schluss des Buches wird es sehr dramatisch. Der Roman ist kein "normaler" Frauenroman, sondern ein Buch  mit Tiefgang
Wie würde ich mich in so einer Situation verhalten?

Mein Gesamteindruck war sehr gut. Ich kann es sehr empfehlen, einmal zu lesen!
Fünf Lesegenuss-Bücher.


Verlagsinfo:
Hannah Scotts Welt zerbrach an dem Tag, als ihre Tochter Emily bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Nun, ein Jahr später, begegnet Hannah unerwartet der fünfzehnjährigen Maddie Bell, der Emilys Organspende das Leben rettete …

Die Familie Bell jedoch hat ganz eigene Probleme. Maddies Mutter Olivia wird von ihrem Ehemann unterdrückt – doch wenn sie ihn verließe, würde sie ihre Tochter nie wiedersehen. Maddie wiederum sehnt sich nach Normalität. Gemeinsam erkennen die völlig unterschiedlichen Frauen, dass das Leben zwar voller Komplikationen steckt, manchmal aber auch voller Wunder …


Vita:
Amy Hatvany wurde 1972 in Seattle geboren und studierte an der Western Washington University Soziologie. Nach einer Reihe sehr unterschiedlicher Jobs, von denen sie einige mochte, andere wiederum gar nicht, beschloss sie schließlich, sich ganz dem Schreiben zuzuwenden. Amy Hatvany lebt mit ihrer Familie in Seattle.



Gefühlvoller Roman, der unter die Haut geht

Kommentare :

  1. Das Buch klingt wirklich nach viel Tiefgang. Aber manchmal braucht man auch solche GEschichten. Klingt jedenfalls genau nach meinem Geschmack :-).
    Eine sehr schöne Rezension von dir.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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    1. Liebe Vanessa, ich danke dir sehr für deinen Kommentar und kann mich nur anschließen: Manchmal braucht man einfach solche Bücher. Ich kann es dir wirklich ans Herz legen.
      Und entschuldige meine späte Antwort. Aufgrund einer betrieblichen Weiterbildung in dieser Woche bin ich morgens um 7 Uhr aus dem Haus und abends um 19 Uhr wieder daheim. Da bleibt nur mal ein kurzer Blick in die Mails, mehr geht nicht.
      Liebe Grüße Hanne

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    2. Guten Morgen Hanne,
      du brauchst dich doch nicht entschuldigen. Ich habe auch nicht immer Zeit zu antworten. Hoffe deine Weiterbildung gefällt dir und wünsche dir nicht ganz so viel Stress :-).

      Das Buch werde ich mal auf meine Wunschliste packen. Falls du es tauschen magst und eine Wunschliste hast, kannst du dich ja gerne bei mir melden :-D.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

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    3. Hallo Vanessa,
      wir erhalten gerade eine krasse Schulung zum neuen Anzeigenprogramm. Naja, was macht man nicht alles :-)
      Also das Buch geht jetzt erst einmal zu meiner Tochter und danach liest es noch meine Arbeitskollegin. Wie das Buch danach aussieht, weiß ich nicht. Ich schau mal und falls du es bis dahin noch nicht hast und ich kann es abgeben, melde ich mich gern bei dir.
      Liebe Grüße Hanne

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    4. Das ist lieb von dir, dass du dich dann nochmal meldest :-).
      Wünsche dir einen schönen Wochenanfang :-).

      Liebe Grüße,
      Vanessa

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    5. :-) Ich habe so einen Ordner in meinem Emailprogramm, der heißt "Beantworten" - und in den schau ich immer wieder mal. Also die Mail geht da jetzt rein und wenn du Geduld hast, vielleicht magst du es dann ja noch lesen. Vielleicht können wir das ja auch über "Ausleihen" machen und wenn du es zu Ende gelesen hast, schickst es mir wieder zurück?
      Ich stell mich nicht zickig an, wenn die Bücher dann halt schon "gebraucht" aussehen.
      LG HANNE

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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