Samstag, 17. Oktober 2015

|| Kurzreport || Deine Juliet - Mary Ann Shaffer - Annie Barrows

Mary Ann Shaffer
Annie Barrows
Deine Juliet
Taschenbuch
304 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 13 (1. Oktober 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499245930
Margarete Längsfeld (Übersetzer), Martina Tichy (Übersetzer)
€ 9,99

© Cover - Info - Kauflink
VERLAG





Ich schätze mich glücklich, das Buch noch mit der ersten Coverversion zu haben. Aufgrund des Urheberrechts muss ich leider dieses veröffentlichen.
Allerdings gefällt mir die englische Ausgabe sehr, sehr gut.

Meinung:

"Deine Juliet" - ein in Briefform geschriebener Roman beginnt im Januar 1946 und endet im September des gleichen Jahres. Die ersten Briefe wechseln zwischen der Journalistin und Autorin Juliet und ihrem Verleger als auch dessen Schwester Sophie. Juliet und Sophie sind Freundinnen.
Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Auf der Kanalinsel Guernsey lebt Dawsey Adams, der ein altes Buch erworben hatte, was zuvor Juliet gehörte. Er schreibt ihr einen Brief an die vermerkte Adresse. Und nun beginnt ein reger Briefwechsel. Juliet erfährt sehr viel über die einzelnen Bewohner der Insel, die im Krieg von den Deutschen besetzt war. Interessanterweise hatten die Bewohnern einen literarischen Club während der Zeit gegründet, allerdings durften davon die Besatzer nichts wissen. Durch diesen Briefverkehrt kommt Juliet dann die Idee, diese zu einem Roman zu verarbeiten. Sie interessiert sich für das Leben der Bewohner als auch das, was diese während der Kriegszeit erlebt hatten. So beschließt sie, auf die Insel zu fahren, um die Bewohner näher kennen zu lernen.
Der Leser erfährt Dinge aus der Kriegszeit, wobei gesagt werden muss, nicht alle Deutschen waren bösartig. Auf der Insel erfährt Juliet, was Zusammenhalt heißt. Wechselnde Perspektiven, bedingt durch die Personen, die ihre Geschichten erzählen, anfangs erst ein bisschen gewöhnungsbedürftig, doch wenn man erst einmal in das Buch eingetaucht ist, macht es Freude, weiterzulesen.

"Deine Juliet" ist kein Liebesroman wie man sich ihn evtl. vorstellt. Wobei Gefühle und Liebe sicher eine Rolle spielen. Es ist ein Blick in die Vergangenheit und zeigt auf, dass das Briefeschreiben damals eine große Wertstellung hatte. Im modernen Zeitalter von Smartphone und E-Mail geht das Persönliche verloren, leider ...
Trotz der Erinnerungen an die Kriegsgeschehnisse ist es der Autorin gelungen, eine gefühlvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Charaktere sind sehr eigen, der eine so, der andere noch eigenwilliger, und doch alle so liebenswert.
Auch wenn man mit vielen Namen konfrontiert wird, lasst euch dieses bezaubernde Buch nicht entgehen.
Ich kann es wirklich empfehlen.
Freunde sind da, wo du es nicht vermutest.

Von mir gibt es fünf Lesegenuss-Bücher.

Buchinfo
London in den späten vierziger Jahren: Die temperamentvolle junge Schriftstellerin Juliet erhält eines Tages einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey. Er hat antiquarisch ein Buch erworben, das zuvor ihr gehörte. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein Briefwechsel, durch den Juliet von einem literarischen Club erfährt, den die Inselbewohner gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen: der «Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf». Juliet wird neugierig. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen. Dort stößt sie auf die Geschichte von Elizabeth und deren großer Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey kennen …

Mary Ann Shaffer wurde 1934 in Martinsburg, West Virginia geboren. Sie arbeitete als Buchhändlerin und Bibliothekarin. Leider erlebte sie den ungeheuren Erfolg ihres ersten Romans nicht mehr. Deine Juliet erschien wenige Monate nach ihrem Tod. Ihre Nichte Annie Barrows, die sich bereits als Kinderbuchautorin einen Namen gemacht hat, half ihr kurz vor ihrem Tod bei der Fertigstellung des Buches.

Die Liebe zum Lesen und Schreiben.

Kommentare :

  1. Ach ja...wieder ein Buch auf meinem SuB, das wartet gelesen zu werden....
    LG Martina

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    Antworten
    1. Liebe Martina,
      oh, das ist schade. Nicht einfach am Anfang, aber dann ... Man muss die Briefform mögen, doch das Buch lässt sich wirklich gut lesen.
      Aber das ist immer Geschmacksache!
      Liebe Grüße Hanne

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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