Samstag, 28. Februar 2015

(Rezension) Das Haus des vergessenen Glücks - Mia Löw


Mia Löw
Das Haus des vergessenen Glücks
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (19. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492306485
€ 9,99

auch als EBOOK erhältlich

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" Leseprobe"



Ein Haus voller Geheimnisse ineinem fremden Land

Ausgerechnet, als die New Yorkerin Olivia ihren Mann bei einem unverzeihlichen Verrat ertappt, erreicht sie die Mail eines Berliner Verlages mit einer Einladung nach Deutschland: Sie soll eine Biografie über ihre Großmutter, den deutschstämmigen Broadway- Star Scarlett Dearing, schreiben. Sie zögert, doch als ihr Mann einen tödlichen Unfall hat, den ihre Tochter Vivien traumatisiert überlebt, sagt sie zu. Sie reist mit Vivien nach Berlin, wo die beiden nicht nur auf ein unfassbares Familiengeheimnis stoßen, sondern auch zwei mysteriösen Männern begegnen.

N.S. Ich schreibe bewußt nicht den Klappentext vom Buch, weil der sehr viel vom Inhalt verrät.

Leseeindruck:
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Beginnend in den Nachkriegsjahren nach dem Ersten Weltkrieg spielt die andere Zeitebene in der Gegenwart. Handlungsorte sind jeweils Berlin in Deutschland, und New York, Amerika. Es ist die Geschichte von zwei Schwestern, beide vom Temperament her wie Feuer und Wasser. So unterschiedlich wie Charlotte und Karla auch waren, es verband sie doch das Blut, die Geschwisterliebe. Zusammen mit den Eltern und ihren beiden Brüdern lebten sie 1919 in Berlin-Charlottenburg. Professor Wilhelm König war der Patriarch der Familie, sein Wort galt. Seine Frau Gertrud hatte keinen leichten Stand. Charlotte war der ausgesprochene Liebling des Professors, während es bei Gertrud der Sohn Gerhard war. Die Familie zieht bald darauf nach Berlin-Zehlendorf in eine Villa am See.
Im Sommer 2014 erhält die Journalistin Olivia Baldwin eine Mail aus Deutschland, die sie erst einmal nicht beachtet. Olivias Großmutter Scarlett, die im Spätsommer 1932 nach New York ausgewandert war, über sie hatte Olivia einen beeindruckenden Artikel veröffentlicht, der über das Leben der Künstlerin in Amerika handelte. Nun fragte ein Berliner Verlag an, ob sie eine Biografie über Scarlett Deearing schreiben könnte. Sie sei herzlich eingeladen zu einem persönlichen Gespräch nach Berlin.
Die Ereignisse überschlagen sich. Ihr Mann Ethan, von dem sie seit kurzem getrennt lebte, und die Tochter haben einen Unfall, den nur Vivien überlebt. Seitdem leidet diese unter einer Amnesie. An den Tag des Unglücks kann sie sich nicht mehr erinnern, auch nicht an die Geschehnisse.
Olivia fliegt mit ihrer Tochter nach Berlin, zumal sie hofft, Dinge zu  erfahren, die Scarlett anscheinend aus ihrem Gedächtnis verbannt hatte. Zwanzig Jahre, die Zeit vor ihrer Einwanderung nach Amerika, konnte man die so einfach auslöschen?  Was war es, dass Scarlett aus ihrem Leben verdrängt hatte? Im August 1932 hatte sie auf der Albert Ballin Deutschland für immer verlassen.
Olivia war bei der Großmutter aufgewachsen. Die damals 70-jährige Frau hatte sie nach dem Verlust der Eltern aufgenommen. Die Frage nach der deutschen Familie beantwortete Scarlett kurz und knapp. Sie war als Einzelkind aufgewachsen und beide Eltern waren schon verstorben, als sie Deutschland verließ. Was die Vergangenheit betraf, ließ Scarlett keine weiteren Fragen zu.
In Berlin wird Olivia mit Neuigkeiten überrascht, was das Leben von Scarlett betraf. In ihrem früheren Leben hieß sie Charlotte Koenig und war bereits zu der damaligen Zeit eine bekannte Künstlerin.
Der Verleger übergibt Olivia ein noch unvollendetes Manuskript einer Autorin, dessen Handlung auf Tagebuchaufzeichnungen der beiden Schwestern Klare und Charlotte Koenig basiert.

Geschrieben sind die Kapitel im Wechsel der Zeitebenen. Aber keine Sorge, hier ist es so sorgfältig aufeinander abgestimmt, dass es sich problemlos lesen läßt. Immer im Wechsel der Geschichte um Charlotte und Klara sowie der Familie Koenig und in der Gegenwart von Olivia, Vivien als auch dem Ehemann und Vater hält die Autorin die Spannung aufrecht.

Manchmal hält man ein Buch in der Hand, das sich als ein wahrer Schatz entpuppt.
Charlotte und Klare wie auch Olivia und Vivien haben mich von Anfang an völlig in ihren Bann gezogen. Ich habe mich in der Geschichte wohlgefühlt, was vielleicht auch daran liegen mag, dass Berlin im Herzen meine zweite Heimat ist. Mia Löw hat eine ganz besondere Art und Weise, die Geschichte zu schreiben, dass man nicht aufhören mag zu lesen.
Mit „Das Haus des vergessenen Glücks“ hat mich ein Buch erreicht, welches zu meinen absoluten Favoriten zählt.

Klara ist eine Charaktere, die nicht nur sympathisch ist, sondern auch Stärke zeigt und vergeben kann. Diese Eigenschaften finden sich auch bei Olivia wieder.
Charlotte (Scarlett) war schon als Kind sehr selbstbewusst, denn sie ist kein naives Dummchen. Sie ist eine Frau, die ihr Leben so lebt, wie sie will, die immer alles bekommt, was sie will.

Beeindruckend erzählt Mia Löwe eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, Lügen und Schuld sowie Vergebung, aber auch das Schicksal spielt mit. Der Autorin ist es gelungen, detailliert das Leben nach dem Krieg zu beschreiben und auch auf die Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft wird eingegangen. Ganz wichtiges Thema finde ich. Was in den Neunzehnhundertzwanzigerjahren beginnt, und im Berlin 2014 seine Fortsetzung findet, sollte der Leser sich nicht entgehen lassen.

Wunderschön zu lesender Schicksalsroman um ein Familiengeheimnis. „Das Haus des vergessenen Glücks“ ist ein Buch, das ich jederzeit weiter empfehlen werde.
Ich vergebe 6 Lesegenuss-Bücher - die Höchstwertung. TopTen 2015!
  
Vita
Mia Löw hat Germanistik und Journalistik studiert, als Redakteurin bei einer Frauenzeitung und als Pressesprecherin gearbeitet. Heute schreibt sie erfolgreich Drehbücher und lebt mit ihren Kindern und einem Hund in Hamburg.


Donnerstag, 26. Februar 2015

(Rezension) Die Schwestern von Sherwood - Claire Winter


Claire Winter
Die Schwestern von Sherwood
Taschenbuch
576 Seiten
Verlag: Diana Verlag (8. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453358331
 € 9,99

auch als EBOOK erhältlich

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1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin ums tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Paket erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen alten Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt …

Südengland 1881: Das Ehepaar Sherwood hat es nach harten Jahren zu Wohlstand gebracht. Mit ihren beiden Töchtern Amalia und Cathleen leben sie inzwischen auf einem schönen Anwesen in Devon. Beide Tochter sollen in die bessere Gesellschaft einheiraten. Doch dann erkrankt Amalia an Scharlach und verliert ihr Gehör. Ihre Schwester Cathleen wird zu ihrer engsten Bezugsperson. Ansonsten zieht Amalia sich immer mehr zurück. Oft ist sie im Dartmoor unterwegs, um zu malen. Cathleen ist Lord Edward Hampton versprochen, der aus einer verarmten Adelsfamilie stammt. Amalia und Edward begegnen sich im Dartmoor und eine Liebesbeziehung beginnt. Doch dann passiert etwas Unvorhergesehenes: Amalia kehrt nicht mehr aus dem Moor zurück.
Das Familiendrama spielt auf zwei Zeitebenen. Es beginnt im Jahr 1881 in Südengland und führt bis in die Nachkriegsjahre des Zweiten Weltkriegs, nach Berlin. Dort lebt die junge Melinda, die eines Tages unerwartet in den Besitz eines Päckchens kommt. Der Inhalt war nicht viel, kein Anschreiben nichts. Es enthielt eine antike Schachfigur, eine rote Dame aus Marmor und knapp zwei Dutzend Bilder, Aquarelle und Tuschezeichnungen. Auf fast allen war eine Moorlandschaft zu erkennen. Es ergibt sich, dass Melinda beruflich nach London fährt. Hier will sie herausbekommen, was es mit dem Inhalt auf sich hat. Ihre Mutter war Engländerin gewesen. Auch hofft sie durch die Reportage beruflich als Journalistin den Durchbruch zu schaffen.
In wechselnder Erzählperspektive von Melinda, Amalia und Cathleen als auch Elisabeth, der Mutter von den Schwestern, gelingt es der Autorin, den Leser mit der Handlung nicht zu verwirren. Es kommen noch weitere Personen zu Wort, doch das würde zu viel vorweg verraten.
Welche Entwicklung die Geschichte für die beiden Schwestern in Devon nimmt, was Melinda damit zu tun hat, das hat die Autorin wirklich sehr gefühlvoll in Worte gepackt. Die beeindruckende Geschichte gehört zu den wenigen Büchern, wo ich lange überlegt habe, was schreibe ich in dieser Rezension.
Die interessanten Protagonisten, der gefühlvolle, flüssige Schreibstil ziehen einen in den Bann. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das Buch mich so fesselt als auch berührt. Man möchte es am liebsten nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Dazu beigetragen haben auf jeden Fall die Idee zur Handlung, sowie die einzelnen Charaktere. Sie alle haben schon etwas sehr Reales an sich, jedes eine eigene Persönlichkeit.  Hinzu kommen die Orts- und auch Landschaftsbeschreibungen. Mit wahrhaft wunderbarem Schreibstil gelingt es der Autorin, dass der Leder jedes Wort, jede Bewegung und Regung als auch Gefühle glaubhaft aufzunehmen.

„Die Schwestern von Sherwood“ von Claire Winter ist ein Familiendrama, deren Stärke sich in einem exzellenten Schreibstil als auch brillanter Charaktere findet.

Es gehört zu meinen TopTen Büchern 2015 und erhält von mir die allerhöchste Bewertung: 6/6 Lesegenuss-Bücher.

Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Nach Die Schwestern von Sherwood wird 2015 ihr neuer Roman Die verbotene Zeit bei Diana erscheinen. Die Autorin lebt heute in Berlin.

Dienstag, 24. Februar 2015

(Rezension) Hebammerich - Katrin Einhorn


Katrin Einhorn
Hebammerich
Taschenbuch
304 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423215633
€ 9,95

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Ein Mann rockt den Kreißsaal
Band oder Baby?
Weil für Nils seine Musik das Wichtigste ist, hat er es endgültig vergeigt bei seiner Freundin. Erst als sich Charlotte von ihm trennt, merkt er, wie sehr er sie liebt. Um sie zurückzugewinnen, denkt er sich etwas ganz Besonderes aus: Er wird die erste männliche Hebamme an Charlottes Arbeitsplatz, einem Kölner Krankenhaus.

Meine Meinung:
Eine männliche Hebamme im Kreißsaal, eine doch etwas gewöhnungsbedürftige Vorstellung (für Frauen). Doch was macht MANN nicht alles, um seine verloren geglaubte Liebe zurückzugewinnen. Wenn einem die Musik, ein Bandauftritt bei der Kölner Rockwoche wichtiger ist als Urlaub mit seiner Freundin, muss man mit Folgen rechnen. Genau damit wird Nils konfrontiert, denn Charlotte, von Beruf Hebamme,  setzt ihn vor die Tür. Er zieht sich zurück, das locker-leichte Leben, was er bislang geführt hat, ist anscheinend vorbei. Die Trennung macht ihm schwer zu schaffen. Im Proberaum der Band findet er erst einmal Unterschlupf und so langsam wird ihm klar, was er verloren hat. Es ist nicht nur die Bequemlichkeit der Wohnung, seine Charlotte und das Streifenhörnchen Maya, alles vorbei?
Der Zufall hat seine Hände mit im Spiel und er bekommt einen Ausbildungsplatz zur Hebamme in einem Kölner Krankenhaus, genauer gesagt, dort wo Charlotte arbeitet. Und Nils will um seine Liebe kämpfen, manchmal mit skurrilen Einfällen. Dann jedoch bekommt er mit, dass Charlotte einen „Neuen“ hat. Das endgültige K.O. für die Beziehung kommt, als er in Charlottes Wohnung einen Anruf mitbekommt, dass sie schwanger ist. Von ihm kann es ja nicht sein, so denkt er.
Man stelle sich einen Macho vor, der mit allem konfrontiert wird, was auf einer Geburtsstation abgeht.
Zitat S. 166
„Nils trat einen Schritt näher, wobei er zu seinem Entsetzen die Spuren entdeckte, die das Geburtsspektakel im Kreißsaal hinterlassen hatte.“
… oder
S. 178 Die Pausen wurden kürzer, die Späße weniger, die Wehen hörbar unangenehmer. Als das lautstarke Atmen irgendwann in ein lautstarkes Ächzen überging, bekam Nils Ohrensausen.,

Die Meinung zur Charaktere Nils ändert sich durch seine Wandlung.
Es zeigt sich bald ein anderer Nils, den sanften, der anfängt, neue Lieder zu komponieren. Charlotte und Nils, zwei unterschiedliche Charaktere, so bildhaft beschrieben, dass sie vor dem Auge entstehen und man ihr Handeln miterlebt.
Dann wiederum gibt es die vielen Momente im Buch, da werden die Bauchmuskeln vom Lachen arg strapaziert.

Titel und die Aufmachung des Covers werden dem Roman total gerecht. Viel Raum der Handlung spielt sich im Krankenhaus ab. Hier wurde die Atmosphäre besonders gut beschrieben.
Die einzelnen Charaktere sind liebevoll gestaltet und haben allesamt ihre Schwächen, die sie menschlich und authentisch wirken lassen.
Rundum eine gutes Buch, wahrscheinlich mehr ein Frauenroman. Die Autorin überzeugt durch ihren frischen, herrlichen und herzhaften Schreibstil.

Mich konnte „Hebammerich“ von Katrin Einhorn absolut fesseln, ich fand die Idee zum Buch irgendwie witzig, gut. Es macht einfach Spaß, „Hebammerich“ zu lesen.
Meine absolute Leseempfehlung.

Ich vergebe 5/5 Lesegenuss-Bücher.

Vita
Katrin Einhorn 1979 geboren, studierte Germanistik und Französisch und arbeitete als Lehrerin. Sie lebt mit ihrer Familie in Trier. Die Erfahrungen mit ihrer Hündin Maggie und ihrem alten blauen Mofa, das es bei Rückenwind auf satte 32 km/h brachte, inspirierten sie zum Schreiben ihres ersten Romans.

Montag, 23. Februar 2015

(Rezension) Menu d'amour - Nicholas Barreau


Nicolas Barreau
Menu d'amour  
Taschenbuch
160 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (19. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492305839
€ 8,99

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Buchrückentext:
Eine kostbare Geschichte über den Zauber der ersten Liebe
Als sich der verträumte Literaturstudent Henri in die lebenslustige Valérie verliebt, scheint diese so unerreichbar für ihn wie der Mond. Fast hat er schon die Hoffnung aufgegeben, das Herz des Mädchens mit den aquamarinblauen Augen zu gewinnen, da entdeckt er bei einem Bouquinisten ein altes Buch mit einem Rezept für ein Liebeselixier. Doch kann so etwas überhaupt funktionieren?

Meine Meinung:
„Menu d’amour“ eine kleine, feine Liebesgeschichte mit Rezepten für Verliebte, als auch ganz besonderen Anlässen, so die Interpretation des Autors hierzu. Ein Buch mit 160 Seiten, die eine Hälfte für die Liebesgeschichte und die anderen 80 Seiten, wobei hier einige BlankSeiten mitzuzählen sind. Bekannt aus dem Roman „Das Lächeln der Frauen“ begegnet der Leser hier dem Studenten Henri Bredin, der im Jahr 1964 sich in die wohl unpünktlichste Frau des Seminars verliebt, Valerie Castel. Henri Bredin ist der Vater von Amelie in dem o.a. Roman. Doch sein Traum vom großen Glück platzt, als Valerie ihm nach einer längeren Abwesenheit gesteht, in einen anderen Mann verliebt zu sein. Was war er doch für ein Idiot, so seine Gedanken. Doch der Zufall spielt ihm ein uraltes, abgegriffenes Buch in die Hand mit Rezepturen, sich unliebsamer Gegner zu entledigen, „Les Elixirs de la Mort et de l’Amour“. Doch es war noch eine ganz besondere Rezeptur darin „Das Elixier der ewigen Liebe“. Er kauft das Buch und probiert diese eine Tinktur aus.
Liebe geht durch den Magen und eine schöne Liebesgeschichte auch. Sicherlich ist diese schnell zu lesen gewesen, aber gibt ein lang anhaltendes Glücksgefühl.

Am Ende entsteht der Wunsch, jeden Tag zu einem ganz besonderen zu machen. Hierzu tragen sicherlich die Rezepte bei. Mir hat das Gesamtkonzept gefallen und das allein zählt.
Das Cover ist ein Hingucker, im Hintergrund der Eiffelturm und davor ein umarmendes Pärchen, hat einen Wiedererkennungswert. Und es erinnert wiederum an „Das Lächeln der Frauen“.
 
„Bist du einst alt und grau und voller Schlaf

Und nickst am Feuer ein, dann nimm dies Buch,

Lies langsam, träume dich zurück und such

Wie mich dein Aug mit seinem Schatten traf …
William Butler Teats
(Zitat Buch)

 Ich vergebe fünf Lesegenuss-Bücher *****

Eine schöne Liebesgeschichte, mit leckeren Menüsvorschlägen.


Sonntag, 22. Februar 2015

(Rezension) Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben - Joelle Charbonneau





Joelle Charbonneau
Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
416 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag
(12. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764531188
€ 16,99
eBook
13,99

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Sie allein kennt die Wahrheit über die Auslese
Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.
Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr ...


Meine Meinung:
Im August 2013 erschien der erste Band zur Trilogie „Die Auslese. Insofern eine lange Wartezeit, wie es nun weitergeht in Band 2 „Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben“. Doch das Ende war mir noch so präsent, weil es mit einem fiesen Cliffhanger endete. Nach der „Auslese“ wird den Überlebenden, denjenigen die den Test bestanden haben, ein Medikament verabreicht, um ihnen die Erinnerung daran zu nehmen. Ohne Cia damals darauf vorbereiten zu können, was sie an der Akademie erwartet, ahnte sie, warum der Vater sich in Schweigen gehüllt, als sie ihn immer wieder mit Fragen nach seiner damaligen Zeit an der Akademie nervte. Viele Fragen, doch nur ganz selten erhielt Cia eine Antwort. Nun heißt es für Cia noch die Aufnahmeprüfung zu bestehen, eigentlich Tests, die sie gern mochte, wo sie zeigen konnte, wie hart sie gearbeitet hatte. Doch jetzt war ihr nicht klar, wenn sie den Test nicht bestand, ob sie den Tag überleben würde. Zu viele waren schon gestorben.
Im Gegensatz zu allen anderen Teilnehmern hatte sich unauslöschlich in Cias Gehirn eingebrannt, was ihr die Aufnahmen des Kommunikators erzählten. Es war ihre Stimme, die sie da hörte und Cia all die schrecklichen Ereignisse der „Auslese“ erzählten. Und nur sie kannte die Wahrheit. Im ihrem Kopf war nur  ein Gedanke: Sie musste die Auslese stoppen, ein für allemal beenden. Aber das würde sie nicht allein schaffen. Doch wie kann sie Tomas, ihrer Liebe, vertrauen?

Wem konnte sie überhaupt vertrauen?

Inzwischen waren sechs Monate nach der „Auslese“ vergangen und heute war der Tag der Entscheidung für die zwanzig Prüflinge gekommen, den zukünftigen Führungskräften des Vereinigten Commonwealth.
Geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Cia befindet man sich direkt in der Handlung. Überhaupt hat mir die Entwicklung der Protagonistin gut gefallen. Dass sie eine starke Persönlichkeit besitzt, war mir schon im ersten Teil aufgefallen. Ihre authentische Weiterentwicklung hat die Autorin durch ihre klaren Worte, ihrem Schreibstil, gut zum Ausdruck gebracht. Ebenso Tomas, der zwar einiges verbirgt, brilliert als Charakter. Aber in keinster Weise überlagern sich beide Protagonisten in der Handlung. Die Nebencharaktere, falls sie denn welche sind, sind gut ausgearbeitet.
Die Grundidee der Trilogie hat mich schon im ersten Band fasziniert. Und dass auch hier Rebellen ein Wort mitzureden haben am weiteren Handlungsverlauf, lag nah. Denn wie sonst könnte Cia ihr Ziel umsetzen, die „Auslese“ zu stoppen.

„Nichts vergessen und nie vergeben“ ist vom Handlungsverlauf ruhiger, nicht so brutal wie der erste Band, aber dennoch fühlt man die Gefahr, die überall lauert.
Man kann es fast ahnen, dass auch der zweite Band mit einem Cliffhanger endet. Allerdings abgeschwächter als ich erst vermutete. Und das ist auch gut so.
Es ist zu hoffen, dass im finalen Band nicht wieder so ein langer Zeitraum liegt. Ich mag das nicht :-)

„Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben“ ist ein rundum gelungener zweiter Teil der Trilogie. Wie ich schon bei anderen, vorher gelesenen Trilogien egal welches Genre, feststellen musste, ist der Mittelband teilweise ein Sorgenkind mancher Autoren. Zum einen haben sie das Ende des Abschlussbandes vor Augen, aber nicht zu viel darf davon in den zweiten, es ist irgendwie immer ein Balanceakt. Doch dies ist hier nicht der Fall. Es ist davon auszugehen, dass die Autorin den Leser mit einem fulminaten Abschluss überraschen wird.

Absolute Kauf- und Leseempfehlung - ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher*****

Vielen Dank an den Verlag penhaligon für das Buch. Vorsorglich sei dazu angemerkt, dass das keinen Einfluss auf meine Bewertung hatte!


Meine Rezension zu Band 1 "Die Auslese - Nur die Besten überleben" 

Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin.

Samstag, 21. Februar 2015

(Rezension) Verrat der Engel - Carolyn Lucas


Carolyn Lucas
Verrat der Engel
Taschenbuch
316 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (1. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-1505227895
€ 8,99

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Alle Erinnerungen Sarahs an ihre große Liebe Rafael, der sie von dem Fluch des Orakels befreite, sind verloren. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin hat die Studentin einen Neuanfang in Kalifornien gewagt.
Ohne es zu ahnen, wird Sarah erneut zum Spielball im Krieg der Engel. Denn diese sind nicht gewillt, sie so einfach ziehen zu lassen. Der oberste Engel schickt einen der seinen, der Sarahs Liebe gewinnen soll. Dann wäre sie für Rafael für immer verloren.
Als die weiblichen Engel Rafaels Erinnerungen an Sarah zu erwecken versuchen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit - und gegen verborgene Interessen, die sich den Liebenden in den Weg stellen.
Werden Sarah und Rafael ihre Gefühle füreinander wiederfinden oder bleiben sie für immer getrennt, vereint nur in ihrer Sehnsucht nach Verlorenem?

Eine dramatische und berührende Geschichte zu der ewigen Frage, ob es die wahre Liebe gibt.

Meine Meinung:
„Verrat der Engel“ ist die Fortsetzung des ersten Teils der Geschichte um Sarah und Rafael. Wer das Buch „Vermächtnis der Engel“ nicht kennt, dem würde ich raten, dies vorab zu lesen, um die Vorgeschichte zu kennen.
Von Deutschland nach Amerika, denn dorthin war Sarah mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin gezogen. Diese hatte ein tolles Jobangebot angenommen und Sarah mit den Katzen gleich mit. Doch auch diese war nicht untätig, hatte durch Zufall einen tollen Nebenjob gefunden und konnte so ihrem Studium gut nachgehen. Drei Jahre Berkeley klang verheißungsvoll. Wenn da nicht immer diese Träume wären, jede Nacht der gleiche Traum von einem Mann, der Sarah zwar unbekannt war, und doch irgendwie vertraut.

Logan, Luke oder wie auch immer hatte einen Job bei Marissa im Cafe Coffee & Sandwich House. Er war der Mann, der sich an nichts erinnern konnte und von daher wechselte jede Woche sein Vorname. Das war Marissas Idee. Irgendwann würden sie seinen richtigen Vornamen finden
Die Idee zum Buch ist gut, handlungsmäßig macht es richtig neugierig, so dass ich die „Seele“ des Inhalts fühlte. Ab und an war einiges vorhersehbar, doch war es kein Problem, da die Autorin wirklich gut geschrieben hat.
„Verrat der Engel“ unterhaltsames Lesevergnügen. Es stellt sich zum Schluss die Frage, wie wird es weitergehen, Frau Lucas?
Ich vergebe 5/5 Lesegenuss-Bücher.

Vielen Dank an Carolyn Lucas, zum einen für die persönliche Widmung und Bereitstellung des Buches. Vorsorglich sei dazu angemerkt, dass auch wenn es ein Geschenk war, hat das keinen Einfluss auf meine Bewertung!
Vita:
Carolyn Lucas ist das Pseudonym der Autorin Christiane Lind, unter dem sie Fantasygeschichten schreibt. Christianes Liebe zu Büchern begann, als ihre Oma ihr "Peterchens Mondfahrt" und russische Märchen vorlas.
Wie ihre Hauptfigur Sarah hat Carolyn Lucas lange Zeit in einer verschlafenen Studentenstadt in einer Wohngemeinschaft gelebt. Mit Sarah teilt sie außerdem die Zuneigung zu Katzen und Pferden sowie den Job als Buchhändlerin. Einen gefallenen Engel hat sie allerdings noch nicht kennengelernt.
Seit der Jahrtausendwende veröffentlicht Christiane Geschichten in unterschiedlichen Genres unter wechselnden Pseudonymen. Gemeinsam ist ihren Büchern, dass Katzen wichtige Rollen spielen und sich romantische Beziehungen entspinnen, die nicht immer glücklich enden.
Christiane lebt nach Stippvisiten in Gelsenkirchen und Bremen jetzt mit ihrem Ehemann und fünf Katern in Kassel.

Mehr über Christianes Carolyn-Identität, ihre Ideen sowie einen Autorinnen-Blog im Werden auf: www.carolynlucas.org oder https://www.facebook.com/carolynlucas

(Rezension) Liebe unter dunklem Stern - Carolyn Lucas


Carolyn Lucas
Liebe unter dunklem Stern
Hardcover mit Lesebändchen !
142 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (6. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-1502814159
€ 5,99

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"Nur ein tragisches Ende lässt Liebesgeschichten unsterblich werden." Vier Liebesgeschichten und ein Märchen für alle, die "Romeo und Julia" mögen: Eine junge Frau, die einen Mann sucht und einen Engel findet. Ein Vampir, der erst die Liebe erkennt, als es zu spät ist. Die Dienerin eines Engels, die ihrer Liebe beraubt wird. Ein Student, der der Liebe wegen ein außerordentliches Opfer bringt. Und eine Füchsin, die einem Mann hilft, eine Göttin zu finden.

Meine Meinung:
„Liebe unter dunklem Stern“, ein kleines Schmankerl von Kurzgeschichten der Autorin Carolyn Lucas. Auf 142 Seiten präsentiert sie vier Liebesgeschichten und ein Märchen. Die erste Geschichte ist praktisch als Vorstufe zum Buch „Vermächtnis der Engel“ zu betrachten, auch wenn hier keine Namensgleichheit vorliegt.
„Liebe für die Ewigkeit“, Handlungsort ist Venedig im Jahr 1999 und handelt wie die anderen drei Geschichten von der Suche nach der Liebe.
„Geschichte einer Dienerin“ erzählt von Laeaya, die des Nachts im Elbenwald Kräuter und Blumen sammelt. Dort trifft sie in der Dunkelheit auf einen Fremden, der gefangen war im Elbenwald. „Ein goldener Mann“, kein Elb, war es etwa ein himmlisches Wesen?
„Sonne, Licht und Monden Schein“ ist der Titel der letzten Liebesgeschichte.
Das Märchen“ Der Junge, die Füchsin und die Mondgöttin“ handelt vom Glück und Feen und einem besonderen Zauber. Dass mir die letzte Geschichte am besten gefallen hat, ist eine persönliche Einstellung.

Die Liebesgeschichten sind keineswegs schnulzig oder so. Hier überzeugt die Autorin durch ihren klaren Stil. In der Kürze liegt die Würze, heißt ein Sprichwort. Jede Geschichte hat ihre eigene Sprache und zeigen die Gefühle und Stimmungen der einzelnen Charaktere.

Ich fand alle Geschichten in sich schlüssig, auch wenn die Liebesgeschichtenm kein Happy-End haben. Auch wenn ich eine Lieblingsgeschichte habe, es zählt am Ende das Gesamtkonzept.
Bei „Liebe unter dunklem Stern“ handelt es sich um selbständige Kurzgeschichten. Das Cover vom Buch ist ein Hingucker und wer den Blick dafür hat, wird inspiriert und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Hardcoverbuch zeichnet sich ebenfalls aus, dass es ein Lesebändchen hat. Heutzutage leider eine Rarität bei Büchern.
Ich vergebe 5/ 5 Lesegenuss-Bücher

Vielen Dank an Carolyn Lucas, zum einen für die persönliche Widmung und Bereitstellung des Buches. Vorsorglich sei dazu angemerkt, dass auch wenn es ein Geschenk war, hat das keinen Einfluss auf meine Bewertung!

Vita:
Carolyn Lucas ist das Pseudonym der Autorin Christiane Lind, unter dem sie Fantasygeschichten schreibt. Christianes Liebe zu Büchern begann, als ihre Oma ihr "Peterchens Mondfahrt" und russische Märchen vorlas.
Wie ihre Hauptfigur Sarah hat Carolyn Lucas lange Zeit in einer verschlafenen Studentenstadt in einer Wohngemeinschaft gelebt. Mit Sarah teilt sie außerdem die Zuneigung zu Katzen und Pferden sowie den Job als Buchhändlerin. Einen gefallenen Engel hat sie allerdings noch nicht kennengelernt.
Seit der Jahrtausendwende veröffentlicht Christiane Geschichten in unterschiedlichen Genres unter wechselnden Pseudonymen. Gemeinsam ist ihren Büchern, dass Katzen wichtige Rollen spielen und sich romantische Beziehungen entspinnen, die nicht immer glücklich enden.
Christiane lebt nach Stippvisiten in Gelsenkirchen und Bremen jetzt mit ihrem Ehemann und fünf Katern in Kassel.

Mehr über Christianes Carolyn-Identität, ihre Ideen sowie einen Autorinnen-Blog im Werden auf: www.carolynlucas.org oder https://www.facebook.com/carolynlucas

Freitag, 20. Februar 2015

♥ Neuzugänge ♥ der letzten Wochen: von Schwestern, Marshmallows und Geheimnissen u.v.a.


Es ist schon eine Weile her, dass ich euch meine Neuzugänge präsentiert habe und so hat sich einiges angesammelt.
Gut gemischt und alles nach meinem Geschmack!
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Riley, Lucinda – Die sieben Schwestern  Goldmann Sperrfrist 9. 3. 15 

Cassidy, Cathy – Marshmallow Wölkchen – Die Chocolate Box
Clarissa Linden – Ich warte auf dich jeden Tag 
Julie Kagawa Plötzlich Fee Sommernacht   
Joelle Charbonneau – Die Auslese Teil 2  Lyndsay Faye – Die Entführung der Delia Wright  
Deborah Harkness – Das Buch der Nacht   Holly-Jane Rahlens - Blätterrauschen 
Anna Quindlen - Ein Jahr auf dem Land
Kiera Cass – Selection Der Erwählte -
Tanya Stewener - Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb
Carolyn Lucas - Liebe unter dunklem Stern 
Carolyn Lucas - Verrat der Engel
Nicolas Barreau - Menu D'Amour  
Mia Löw – Das Haus des vergessenen Glücks

Viel Lesestoff, wobei ich aber sagen muß, dass von den hier aufgeführten Büchern ein Teil schon gelesen, aber noch keine Rezension online steht.

Welche Bücher habt Ihr davon und wie ist eure Meinung?

Top Ten Thursday #196

Aktion

Vielen von euch ist ja diese Aktion Top Ten Thursday bekannt. Heute mache ich zum ersten Mal mit, einfach weil mich das Thema gereizt hat:

“10 Bücher mit einer Blume auf dem Cover”




01 - Tracy Buchanan  Sternenwandler 
02 - Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht 
03 - Ulla Lachauer - Magdalenas Blau
04 - Brigitte Melzer - Die Fluchweberin
05 -Julie Cohen - Mit den Augen meiner Schwester
06 - Laila El Omari - Schattenmädchen - Das Geheimnis einer Familie
07 - Christine Rath - Wildrosengeheimnisse
08 - Heinz Janisch / Silke Leffler  Warum der Schnee weiß ist
09 - Lucinda Riley - Das italenischeMädchen
10 - Marie Velden - Sommer in Sepia

Beim Stöbern durch die Covers habe ich noch mehr gefunden, aber ich belasse es bei diesen zehn.


Mittwoch, 18. Februar 2015

DANKE für 200.000 Seitenaufrufe



Danke für diese tolle Zahl, die ich gerade auf meinem Blog gesehen habe.
Für den einen mag es wenig sein, für mich ist es eine fantastische Zahl.

Normalerweise fängt man eine Dankesrede mit "Sehr geehrte ... usw." an, und dann folgt ein endloser Text. Fühlt euch alle angesprochen, denn es kommt nicht darauf an, wie vielen mein Blog gefällt, sondern ihr erfreut mich alle micht euren Besuchen, euren Kommentaren. Ich werde auch in nächster Zukunft versuchen, weiterhin gute Posts online zu stellen und um ehrlich zu sein, mein allergrößter Wunsch wäre es, am Jahresende die 300.000 zu schaffen. Irgendwie ist man ja ehrgeizig ...




Dienstag, 17. Februar 2015

(Rezension) Töchter des Mondes - Schicksalsschwestern - Jessica Spotswood


Jessica Spotswood
Töchter des Mondes  Schicksalsschwestern
Gebundene Ausgabe
384 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (15. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3863960261
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Sisters' Fate
€ 17,99

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Die Trilogie:
1. Töchter des Mondes – Cate
2. Töchter des Mondes – Sternenfluch
3. Töchter des Mondes – Schicksalsschwestern

Die Prophezeiung
Die Verfolgung der Hexen in Neuengland nimmt weiter zu. Auch innerhalb des geheimen Hexenbundes scheinen Cate und ihre Schwestern nicht mehr sicher zu sein. Verrat und Intrigen spalten die einst eingeschworene Gemeinschaft. Und die Visionen, die Cates kleine Schwester Tess immer häufiger heimsuchen, lassen keinen Zweifel daran, dass sich die unheilvolle Prophezeiung erfüllen wird. Cates, Tess’ und Mauras vorherbestimmtes Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein: Eine Schwester wird die andere vor Beginn des neuen Jahrhunderts töten …

Meine Meinung:
Im Nachwort schreibt die Autorin, dass mit dieser Trilogie für sie ein Traum in Erfüllung gegangen ist. Die Idee basiert tatsächlich auf einen Traum, wie sie schreibt, in dem sie sich mit ihren beiden Schwestern um ein Zaubermedaillon der Mutter gestritten hat. Dies war ihre Inspiration für die Trilogie „Töchter des Mondes“.
Mit dem vorliegenden dritten Band „Schicksalsschwestern“ heißt es Abschied nehmen von Cate, Tess und Maura.
Ich gehe davon aus, dass der Leser die ersten beiden Bände „Cate“ und „Sternenfluch“ kennt. Der Einstieg in die Handlung ist mühelos, zumal die Autorin an das Ende von „Sternenfluch“ anknüpft. Der Anfang ist ruhig gehalten, aber dann geht es rasant und spannend los. Ungewohnt, denn beide vorherigen Bände sind ansich sehr ruhig gehalten.
Die Entwicklung der drei Protagonistinnen zu sehen, war überraschend. Hier hat die Autorin den Schwestern einen enormen Entwicklungsschub verpasst. Nicht negativ, sondern positiv.
Erzählt wird „Schicksalsschwestern“ in der Ich-Perspektive. Die Hauptlast liegt weiterhin bei Cate, denn Inez hat die Macht der Schwesternschaft ans ich gerissen und kennt keine Skrupel. Cate’s Schwester Tess Gabe als Seherin, die sie bislang vor der Schwesternschaft geheim halten konnte, ist aufgeflogen. Wie wird die sanfte Tess mit dem enormen Druck umgehen? Denn Inez schreckt vor nichts zurück, auch Maura und die anderen aufs äußerste zu manipulieren.  Steht Cate allein auf verlorenem Posten? Nein, sie bekommt Hilfe, soviel sei schon verraten.
Die Trilogie lebt von ihren Charaktere. Allerdings im Abschlussband dominiert Cate. Nachvollziehbar die Gefühlswelt als auch ihre Beweggründe für ihre Handlung. Gut gefallen hat mir die Kulisse der Zeit, die Jessica Spotswood lebendig und vorstellbar beschrieben hat.
„Schicksalsschwestern“, ein gelungener Abschluss der Trilogie „Töchter des Mondes“, welche zu meinen absoluten Lieblingsreihen gehört. Es ist das Gesamtpaket, der Inhalt als auch das Cover waren ausschlaggebend dafür. Wenn du den Buchumschlag abnimmst und das gebundene Buch ebenso zauberhaft, bildlich gestaltet ist (ohne Frauenkopf), das ist schon etwas Besonderes!
All good things must come to an end!

“Schicksalsschwestern”, ein perfekter Abschluss, eine fantastische, “hexen”-hafte Lesereise. Meine Leseempfehlung für Jung und Alt.
Ich vergebe 5 Lesegenuss-Bücher *****
  
Vita:
Jessica Spotswoods Leidenschaft fürs Schreiben und für Bücher begann schon in frühester Kindheit. Bis heute liebt sie romantische Geschichten und lässt sich von ihnen und ihren Figuren verzaubern. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Katze Monkey lebt die Autorin in Washington D.C.

Montag, 16. Februar 2015

Buchreise durch ... Andersens Märchen in Farbe

 Buchreise "Andersens Märchen in Farbe"

Ein jeder, der Märchen liebt, kennt auch die Geschichten von Hans Christian Andersen.
Es gibt die sehr bekannten wie "Die Prinzessin auf der Erbse", "Die Schneekönigin", oder "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen", "Däumelinchen" und und und … als auch weniger bekannte bzw. sich nicht mehr erinnert.
Es ist etliche Jahre her, dass ich mir "Andersens Märchen in Farbe" gekauft habe. Das waren nicht nur die Illustrationen, die mich dazu verleiteten, sondern halt auch etliche im Inhaltsverzeichnis aufgelistete mir unbekannte Märchen.
1805 wurde Hans Christian Andersen in Dänemark geboren. Dass er die Lateinschule als auch Universität besuchen konnte, verdankte er dem Dänenkönig Friedrich IV. Seine Ideen für die Märchen holte Andersen sich aus den Erlebnissen seiner Reisen durch Europa.
Eine gute Auswahl an Märchen zeichnet dieses Buch aus - zum Selberlesen - zum Vorlesen - für die ganze Familie.
Insgesamt finden sich 46 Märchen in dem Buch wieder. Kleinere Motive wechseln  ganzseitigen Bildern und  runden die jeweilige Geschichte ab. Hier kann man wirklich sagen – Illustrationen und Geschichten ergänzen sich wunderbar. Mit kleinen Ausschnitten möchte ich euch mitnehmen auf die Buchreise durch die wunderbaren Märchen von Hans Christian Andersen.

Andersens Märchen in Farbe 

mit Illustrationen von Miloslav Disman 

Ravensburg FX. Schmid. 2001  
32 cm
320 S.
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3897827561
Leider haben meine Recherchen im Netz keinen Hinweis auf © ergeben, von daher mein Link zum großen
"A".
 Die Inhaltstexte sind nach der Vorgabe aus dem Buch wiedergegeben.
Die Prinzessin auf der Erbse
Es war einmal ein Prinz, und der wollte eine Prinzessin freien, aber es sollte eine durch und durch echte Prinzessin sein. Also reiste er durch die ganze Welt, weil er eine solche gern gefunden hätte, aber überall ging ihm etwas gegen den Strich. Prinzessinnen gab es zwar im Überfluß, aber ob es wirklich echte Prinzessinnen waren, konnte er nie ergründen, denn überall stimmte irgendeine Kleinigkeit nicht. Und so kehrte er ganz niedergeschlagen nach Hause zurück, denn er hätte ja so gern eine Prinzessin nach seinem Sinn gefreit.
Eines Abends zog ein schreckliches Gewitter auf. Es blitzte und donnerte, der Regen goß in Strömen, es war ganz schrecklich! Da klopfte jemand an das Stadttor, und der alte König machte sich auf, es zu öffnen.   … Und so merkten sie gleich, dass es eine wirkliche Prinzessin war, denn sie hatte die Erbse durch die zwanzig Matratzen und zwanzig Eiderdaunbetten hindurch gespürt …

Weiter geht es mit folgenden Märchen: "Das Feuerzeug", "Des Kaaisers neue Kleider", "Der standhafte Zinnsoldat", "Die kleine Seejungfrau", "Der fliegende Koffer", "Der Schweinehirt", "Die Nachtigall".
"Die Nachtigall" gehört mit zu meinen Lieblingsgeschichten … "bis an das blaue Meer hinab führte der kaiserliche Garten, so dass die großen Schiffe bis unter die über das Wasser hinaushängenden Äste und Zweige segeln konnten.
Hier wohnte eine Nachtigall, die sang so herrlich, dass selbst der arme Fischer, der doch so viel anderes zu tun hatte, still im Rudern einhielt und ihrem Gesang andächtig lauschte. "Ach Gott, wie ist das schön!" sagte er. 
 "Das hässliche junge Entlein", "Die glückliche Familie" erzählt von den letzten beiden uralten weißen Schnecken, die ganz tief in einem Klettenwald lebten. 
"Die Schneekönigin" ein Märchen in sieben Geschichten: Erste Geschichte - Von dem Spiegel und den Scherben; Zweite Geschichte: Ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen; Dritte Geschichte: Der Blumengarten der Frau, die zaubern konnte;  Vierte Geschichte: Prinz und Prinzessin; Fünfte Geschichte: Das kleine Räubermädchen; Sechste Geschichte: Die Lappin und die Finnin; Siebente Geschichte: Von dem Schloss der Schneekönigin und was sich später dort ereignete.
 "Kay und Gerda sahen sich in die Augen; denn jetzt verstanden sie das alte Lied: "Röslein, du blühst, wirst wieder vergehen, wir werden das Christkindlein bald sehen!" 
Einzigartig sind die zauberhaften Illustrationen, das es eine wahre Freude ist, diese Märchen zu lesen.
 "Die Hirtin und der Schornsteinfeger", "Kindergeplauder" (wahre Worte!), "Der Schatten", "Der Tannenbaum", "Das Geldschwein", "Die Kröte", "Die wilden Schwäne" (muss man kennen), "Ole Lukoie" (war mir unbekannt), "Der kleine Klaus und der große Klaus", "Die Blumen der kleine Ida" (ich mag diese Geschichte sehr), "Die Nachbarfamilien", "Fünf in einer Schote", "Der Reisekamerad" (Textauszug: "Lieber Johannes, meine Zeit ist um. Ich habe nur meine Schuld bezahlt. Erinnerst du dich des Toten, dem böse Menschen Übles tun wollten? Du hast deinen ganzen Besitz hergegeben, um für ihn Ruhe im Grab zu erkaufen. Der Tote bin ich!" Und mit seinem letzten Wort war er verschwunden.
"Der letzte Traum der alten Eiche" - ein Weihnachtsmärchen (Anfang: In einem Wald in der Nähe der Meeresküste stand ein uralter Baum, eine Eiche, die dreihundertfünfundsechzig Jahre zählte. Für uns Menschen ist das eine undenkbar lange Zeit. Wir wachen am Tag und schlafen in der Nacht, ein Baum aber wacht drei Jahreszeiten hindurch und versinkt erst gegen Winter in Schlaf. Der Winter ist seine Nacht nach einem langen Tag, den wir Frühling, Sommer und Herbst nennen. 
"Der Schneemann", "Die alte Straßenlaterne", "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen", "Tölpel-Hans", "Suppe aus einem Wurstspeiler" - eine Geschichte, die man lesen sollte; "Etwas" handelt von fünf Brüdern, die alle etwas werden wollten, aber lest selbst; "Der Schnelläufer", "Guter Dinge", "Die Sonne erzählt", "Der Schmetterling" - von einem Schmetterling, der ein Hagestolz war; "Hofhahn und Wetterhahn", "Eine Rose vom Grabe Homers" "Feder und Tintenfass", "Die Schnecke und der Rosenstock", "Der Springer", "Was Vater tut ist immer gut" - die letztgenannten Märchen sind alle sehr kurz und sagen doch so viel aus.
    ""Der Marionettenspieler", "Das Gänseblümchen", "Der Flaschenhals", "Alles am rechten Platz" und das letzte Märchen heißt "Der Urgrossvater".


Tief im Inneren sind wir doch alle noch Kinder …

Lust auf einen kleinen Test? Dann klick "HIER".
Dort kannst du feststellen, wie alt du in deinem Inneren bist.
(Auszug aus meinem Ergebnis:
TIPP: Nimm dir mehr Zeit für dich. Denke nicht nur an deine Pflichen und probiere mal neue Hobbys aus.)

DANKE, dass du bis zum Ende gelesen hast. 

Samstag, 14. Februar 2015

(Rezension) Das Land der goldenen Tempel - Di Morrissey


Di Morrissey
Das Land der goldenen Tempel
Gebundene Ausgabe
432 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426653555
Originaltitel: The Golden Land
€ 19,99

© Cover - Info - Kauflink
VERLAG



 
Ein kostbares Dokument,
ein geheimnisvolles Land,
eine abenteuerliche Suche
In Australien stößt die junge Mutter Natalie inmitten alter Unterlagen auf ein kostbar erscheinendes Schriftstück, das ihrem Großonkel gehört haben muss. Neugierig liest sie seine hinterlassenen Briefe und spürt der Geschichte dieser Antiquität nach. Sie folgt den Spuren des Geheimnisses schließlich bis ins abenteuerliche Burma: Land der Pagoden, Paläste und uralten Riten …
  
Meine Meinung:
„Das Land der goldenen Tempel“ ist ein Roman, deren Handlung in mehreren Zeitebenen spielt.

2006: Das Ehepaar Natalie und Mark Cutler war mit ihren beiden Kindern, der dreijährigen Charlotte und dem achtzehn Monate alten Adam in den Küstenort Gold Coast, Queensland gezogen. Als Natalies Mutter sie um Hilfe bei ihrem Umzug aus dem großen Haus bittet, hilft sie. Zumal Mark berufsmäßig durch den neuen Job nur alle vier Wochen nach Haus kam. Da findet Natalie in den Sachen einige alte Briefe sowie ein ganz besonderes Schriftstück.

Die Handlung beginnt im Jahr 1885 in Burma, und so geht es von der Vergangenheit, der britischen Kolonialzeit bis in die Gegenwart. Hauptgegenstand ist das burmesische Schriftstück, welches Natalies Interesse weckt und ihr eine Zeit nahe bringt, die mit ihrer Familie zu tun hat. Die Grundidee zum Buch hat mir gut gefallen. Die Handlung anfangs sehr langsam. Das Geheimnis um das Relikt zeigt Natalie eine völlig neue Welt. Doch es läuft nicht alles problemlos ab. Aber die Faszination, die das Schriftstuck auf Natalie ausübt, hat sich leider nicht ganz so bei mir eingestellt. Doch ich bin froh, das Buch nicht einfach in die Ecke gelegt zu haben, denn das letzte Drittel war richtig gut.
Die Protagonisten haben Ecken und Kanten, allerdings kamen sie teils doch farblos herüber. Was der Autorin wirklich gut gelungen ist, war die Beschreibung der Kulisse Burmas.

Fazit:
Meine Erwartungen an das Buch durch den Titel waren schon in eine bestimmte Richtung ausgerichtet. Die Darstellung und Beschreibung von etlichen Dingen, sind der Autorin gut gelungen.  Die vielen Schauplätze der Handlung tragen die Geschichte und somit das Geheimnis um das Schriftstück. „Das Land der goldenen Tempel“ ist kein Buch für Leser, die nur den normalen, leichten Standard bevorzugen. Aber es kann neugierig machen und hoffentlich Lust auf mehr von der Autorin zu lesen. 
Ich vergebe 4/5 Lesegenuss-Bücher.

Vita:
Di Morrissey ist die erfolgreichste Autorin Australiens. Als Journalistin arbeitete sie für Frauenmagazine, Radio und Fernsehen, schrieb Drehbücher und Theaterstücke und wirkte an zahlreichen TV-Produktionen mit. Sie lebt heute auf einer Farm in Byron Bay, New South Wales.

 

Dienstag, 10. Februar 2015

(Rezension) Herrscher der Gezeiten - Nichola Reilly



Nichola Reilly
Herrscher der Gezeiten
Gebundene Ausgabe
352 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (12. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3956491061
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
€ 14,99

© Cover - Info - Kauflink
 " Verlag "




Vielen Dank an den Mira Verlag für die Bereitstellung des Buches und an BloggdeinBuch für die Aktion.
http://www.mira-taschenbuch.de/
http://www.bloggdeinbuch.de/

Meine Meinung:

Die Handlung von „Herrscher der Gezeiten“ der Autorin Nichola Reilly spielt in einer Zeit, wo die Erde vom Wasser überflutet ist. Einige hundert Menschen leben auf einer kleinen Insel und kämpfen ums Überleben. Beherrscht wird der Alltag von den Gezeiten, Ebbe und Flut. Während der Flut müssen alle Bewohner, bis auf den Herrscher der Insel, auf einer Plattform sich in Sicherheit bringen. Dort hat jeder einen festen Platz. Die Leute am Rande sind allerdings die gefährdetsten und im Meer lauern grauenhafte Tiere, die Kritzler. Derzeit sind es nur noch 496 Leute und wenn jemand verschwindet, ist davon auszugehen, dass er Opfer dieser Ungeheuer wurde.
Geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Coe, einem jungen Mädchen, welches aufgrund ihres Alters noch in der Mitte der Plattform ihren Platz inne hat. Als kleines Kind verlor sie bei einem Kritzlerangriff einen Arm und war daher nur für niedrige Arbeiten, die Toilette zu reinigen, zuständig. Doch sie hatte einen Freund an ihrer Seite, der sie beschützte, vor allem, nachdem Coe ihren Vater Buck Kettlefish verloren hatte Und sie kümmerte sich um das jüngste Mitglied der Gesellschaft, Fern, deren Mutter vor vielen Gezeiten gestorben war. Aber was war mit Coes (Corvina) Kettlefishs Mutter passiert? Weitere Kinder durften nicht geboren werden. Der Platz wurde immer begrenzter, das Überleben immer schwieriger. Im noch vorhandenen Schloß regierte der alte, sterbenskranke König Wallow. An seiner Seite das einzige Kind, die heranwachsende Prinzessin Star.
Nach einer Flut geschieht etwas merkwürdiges. Der König sucht das Volk auf und Coe wird ins Schloß befördert. Sie soll die neue Zofe an Stars Seite werden. Da der König sehr krank ist, musste seine Nachfolge geregelt werden. Und so wird die Hochzeit der Prinzessin Star und Tiam beschlossen. Tiam, Coes engster Freund und Vertrauter. Das Volk ist aufgebracht und halten Tiam für nicht fähig. Es geht ums reine Überleben, Tagträume sind nicht erwünscht. Dass Coe eine Eigenschaft besitzt, die kein anderer der Gemeimschaft hat, ist für sie nur von Nutzen. Hatte der Vater ihr doch das Lesen beigebracht und sie nutzt jede Gelegenheit, um in ihrem geliebten Buch zu lesen. Es tröstet sie. Ein altes Tagebuch, und wie sich im Laufe der Handlung herausstellen wird, von großem Nutzen, dass Coe es fast auswendig kennt.
Anfangs konnte ich den „unsichtbaren roten“ Leitfaden der Handlung nicht erkennen, allerdings ändert sich das sehr schnell im zweiten Kapitel.
Die Beschreibung der Lebensumstände, der Bewohner der kleinen Insel, die gefährliche Zeit auf der Plattform während der Flut ist so konkret beschrieben, man riecht förmlich die Angst der Leute, riecht das Meer, die Luft.
Eine sehr spannend geschriebene Geschichte mit außergewöhnlichen Protagonisten  Ein Leben zwischen Ebbe und Flut, Menschen, die ihr Wissen verloren haben, nicht weitergegeben von Generation zu Generation, der Kampf ums Dasein. Und hinzu kommt das Geheimnis um Coe. Die Frage, wer war ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hatte.
Die geschaffene Welt, die kleine Insel Tides, und die Idee was passiert, wenn ... rundum eine spannend geschriebene Geschichte, die den Leser packt und in seinen Sog hineinzieht.
Am Ende angelangt, stellt sich die Frage, wie geht es weiter.
Es bleibt spannend!

„Herrscher der Gezeiten“ überrascht mit einer guten Idee, Dystopie- und Fantasieelemente, dunklen Zukunftsvorstellungen. Sehr authentisch, spannendes Jugendbuch – geeignet für Jung und Alt, die dieses Genre gern lesen. 
Ich gebe meine absolute Leseempfehlung und 5 Lesegenuss-Bücher.


Buchinfo:
Wer diesen Roman gelesen hat, wird das Meer mit anderen Augen sehen … Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund. Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt …

http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/darkiss/

Vita:
Nichola Reilly wuchs an der Küste von New Jersey auf. Von dem Erlös für ihren ersten Roman kaufte sie sich eine Schaukel, ganz für sich selbst. Nichola liebt alles, was mit Disney zu tun hat, aber auch Zombie-Geschichten – und Schokolade. Mehr über Nichola unter www.nicholareilly.com oder auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/nicholareillybooks.
 
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