Montag, 28. November 2016

(Blogtour) Tag 2 - “Sagen und Mythen aus Südtirol” | Ein Tal in Licht und Schatten


Hallo liebe Leser ♥

Herzlich willkommen zum 2. Tag  der Blogtour "Ein Tal in Licht und Schatten" von Marie Buchinger. Am Samstag, 26. 11.,  konntet ihr ja bereits den ersten Beitrag auf dem Blog "BüchersindfliegendeTeppiche" lesen.
» Hier « geht es zu meinem Leseeindruck von "Ein Tal aus Licht und Schatten".

Sagen und Mythen aus Südtirol

Mythen, Sagen, was empfinden wir bei diesen Geschichten? Etwas geheimnisvolles, unbekanntes? Ein reicher Kreis von Mythen und Sagen beweist, dass das menschliche Gefühl den Volksglauben und auch die Poesie immer wiederkehrende Erinnerungen festzuhalten sucht.
Denn wie erklärt es sich sonst, dass in der Vergangenheit wie auch Gegenwart AutorInnen zurückgreifen auf Märchengeschichten und  dann ihre eigene Geschichte schreiben. Dem Erzähler steht eine reiche Auswahl zur Verfügung Und das nicht nur aus Deutschland. Es ist länderübergreifend.
Mythen und Sagen aus Südtirol waren bis allerdings bis dato doch eher unbekannt.
Zum Buch von "Ein Tal aus Licht und Schatten" habe ich mich für unsere kleine Thementour ein wenig damit beschäftigt, was die Sagen und Mythen aus Südtirol betrifft. Es wäre ein Thema, in das man sich zeitlich verlieren kann. Aufgrund der Tatsache, dass ich kein Buch über Südtiroler Sagen im Haus habe, in den Büchereien im Umkreis auf Fragezeichen im Gesicht gestoßen bin, habe ich es nachgelassen und nur im Internet recherchiert.



Das Südtiroler Gebiet liegt mitten in den Alpen, seine Landeshauptstadt ist Bozen.

Es gibt die Südtiroler Sagen, und dann noch ihre Untergruppe, die der  ladänische Sprache. Inwiefern sie sich unterscheiden, kann ich nicht sagen. Doch es lässt sich nicht leugnen, dass Mythen und Sagen oder auch Märchen zum Nationalgut eines Landes gehören. In früheren Zeiten wurden sie von Generation zu Generation überliefert. Das heutige Zeitalter mit dem weltweiten Netz ermöglicht einen intensiven Einblick in die Geschichten. Wie auch immer diese Richtungen sind, phantasievoll, an den Haaren herbeigezogen, unrealistisch sind sie normalerweise nicht. Sie zeigen u. a. den täglichen harten Lebenskampf der Menschen, wie auch im Buch beschrieben.
In einem Buch habe ich diesen Satz gelesen: dem Wagemutigen und zugleich Bedachtsamen gehört die Welt. Auch das passt zum Buch von Marie Buchinger.

Der Dolomitenhöhenweg Nr. 2 von Brixen nach Feltre trägt den Namen "Weg der Sagen und Legenden".
Götter, Zwerge, Kobolde, Elfen, Feen, Geister, all die gehören zu den Mythen der Geschichte. Selbst in Opern finden wir Zwerge wieder, wie z. B. Wagners Alberich.

Aber da gibt es noch einen anderen - der Zwergenkönig Laurin
In Südtirol erzählte man sich, die Zwerge hätten schon in grauer Vorzeit dort gewohnt. Als die Sintflut kam, seien sie als Einzige verschont geblieben.
"Laurin und sein Rosengarten
Hoch oben in den Bergen Südtirols lebte einst ein Zwergenkönig, Laurin mit Namen. Er war ebenso klug wie gerecht und weise, und er liebte Blumen über alles. VOn allen Blumen aber hatten es ihm am meisten die Rosen angetan, und so ließ er sich in seinem luftigen Reich einen Rosengarten anlegen, dessen Glanz und Duft und Schönheit alles übertraf, was die Menschen an Gärten kannten. Er ließ ihn nicht etwas mit einer dicken Mauer umhegen, sondern lediglich symbolisch mit einem von Baum zu Baum gewickelten seidenen Faden."

So fängt die Geschichte an.

Eine sehr schöne Seite im Netz ist sagen.at. mit dem Hinweis auf die Unterseite zu Südtirol, die ebenfalls in einzelne Gebiete aufgeteilt ist.
Neben den drei hervorgehobenen Sagen auf wikipedia
Das Schloss am Abgrund (Gröden)
Der grüne Spiegel (Gadertal und Fanes)
Das Kind im Schatten (Pustertal)
könnt Ihr auf der vorgenannten Seite ersehen, wie viele Sagen aufgelistet sind. Macht Freude, sie zu lesen (es sind immer kleine Ausschnitte). Ihr wißt ja, wegen der Urheberrechte muss ich mich hier zurückhalten☺

Das Goldbrünnlein auf der Hochalpe
Ungefähr eine Stunde von der Furkel, über welche man von Enneberg nach Geiselsberg im Pustertal gelangt, auf dem Nordabhang der Hochalmspitzen, dort, wo der Wald den wildesten Felspartien den Platz räumt, sprudelt ein tagklares Brünnlein aus dem Boden. Es ist ein Goldbrünnlein, bei dem in früheren Zeiten die Venediger gerne zukehrten und Wasser in ihre Schläuche schöpften.

Von diesem Brünnlein erzählen die alten Leute in Enneberg folgende Geschichte: Es war einmal unter dem Vieh, das dort oben auf die Weide ging, ein Ochs, der, wenn er durstig war, nirgends lieber als aus dem erwähnten Brünnlein soff. Und mochte er auch weit weg sein Futter suchen, immer kam er zum Brünnlein zu trinken, während die anderen Tiere sich mit dem Wasser aus näher gelegenen Tümpeln begnügten. Als man später den Ochsen schlug und "ausschriet" und seinen ungewöhnlich dicken Magen öffnete, sah man eine faustgroße Goldkugel darin. Das Gold rührte aber von nichts anderem her als von der Goldquelle!

Quelle: Heyl, Johann Adolf, Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, Brixen 1897, S. 631


Zitat aus dem Buch von Marie Buchinger:
"Aber tief im Schoße des Felsengebirges,
wo nur die Murmeltiere den Pfad kennen,
wohnen die Letzten unseres Volkes
und warten und dulden,
bis einst die verheißene Zeit kommt,
die Zeit des Friedens und der Gerechtigkeit.
Dann werden alle auferstehen und erlöst sein,
die gelitten haben in den Bergen."

(Der Untergang und die Verheißung - Karl Felix Wolff, Dolomitensagen)

GEWINNSPIEL
Im Rahmen der Blogtour zu „Ein Tal in Licht und Schatten“ verlosen wir zweimal ein von Marie Buchinger signiertes Exemplar des Buches.
Dazu müsst ihr einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag zu hinterlassen. Ihr braucht bei mir keine Frage beantworten. 08/15-Kommentare finde ich allerdings langweilig. Lasst euch was einfallen☺
Wir losen dann unter allen Teilnehmern nach dem 4.12.16 die beiden Gewinner aus. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen:
Pro Blog kann nur ein Kommentar hinterlassen werden, die Teilnahme in jedem beteiligten Blog erhöht jedoch die Gewinnchance.
Die Gewinner werden am 06.12.16 in der Büchernische bekannt gegeben. Die Gewinner senden ihre Adresse bitte an diana@seitenrauschen.de und das Buch geht umgehend auf die Reise.
Das Buch wird EU-weit versendet. Ein Rechtsanspruch auf den Gewinn besteht nicht. 

Und so geht es weiter:
30.11. - Kunterbuntes Allerlei  “Weihnachten in den Bergen”
2.12. - Bergzeiten und Flachlandabenteuer  Autoreninterview mit Marie Buchinger
4.12. Büchernische  “Leben in Südtirol – Kultur & Architektur”

Sämtliche Rechte der Fotos sind © www.pixabay.com
Alle Fotos sind von pixabay.com
CC0 Public Domain
Freie kommerzielle Nutzung
Kein Bildnachweis nötig 

Kommentare :

  1. Guten Morgen!

    Ich brauche natürlich kein Buch, lasse aber trotzdem gerne einen Kommentar hier.

    Leider verschwinden die Sagen und Märchen aus unserem Leben, denn es gibt fast niemanden mehr, der sie erzählen kann. Früher wurden solche Geschichten an langen Winterabenden in der Familie erzählt, während man zusammen in der geheizten Stube oder am Kaminfeuer saß. Heute sitzt niemand mehr zusammen und die Generation der Geschichtenerzähler stirbt langsam aus.

    Ich kenne niemanden mehr, der mir etwas über die Sagen aus meiner Region erzählen kann. Google spuckt zwar ein wenig aus, aber das hat keinen Flair. Leider.

    LG Babsi

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    1. :-I Hallo Basi,
      danke für deinen lieben Kommentar. Ja, die Zeit ist sehr schnellebig geworden. Von daher genieße ich es immer, wenn unser Enkel da ist und ich ihm Geschichten vorlese. Er mag das sehr.
      Liebe Grüße Hanne

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  2. Ich hoffe, dass alle Mythen und Sagen erhalten bleiben. Von Köln und dem Rheinland gibt es auch viele.
    LG, Ingrid

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  3. Hallo liebe Hanne,
    dieses Buch ist schon eine Weile auf meiner Wunschliste und ich warte schon sehnsüchtig auf die Blogtour. Man erfährt so viele Neuigkeiten über die Geschichte darin und für mich gehören die Südtiroler noch immer irgendwie zu uns Österreicher ;) Das soll jetzt nicht "rassistisch" klingen, aber durch Tirol und die Alpen und allgemein vom Charakter her sind die Südtiroler den Österreichern einfach näher als den Italienern.
    Du hast dir viel Arbeit gemacht mit den Sagen, die sicherlich nicht so einfach zu finden sind. Gott sei Dank gibt es heutzutage Internet =) Und diese Geschichten aus alter Zeit sollen auch nicht verloren gehen....
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Liebe Martina,
      naja, die Südtiroler, dich ich kennengelernt habe, sehen das anders. Sie fühlen sich weder als Italiener, noch als Österreicher, sondern als Südtiroler. Das war sogar schon mit Tirol vor 100 Jahren in der Habsburgermonarchie so, sie hatten einen Sonderstatus. Und leben auch heute mit ihrem Autonomiestatus ganz prima. Sie denken europäisch und holen sich das Besten von beiden Seiten und die Zweisprachigkeit ist heutzutage ein Riesenriesenvorteil. Ich bezweifle, dass sie den aufgeben würden :-)
      LG Diana

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    2. Liebe Martina,
      ich habe dir über FB eine Nachricht geschickt. Schau doch mal nach.
      LG HANNE

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  4. Hallo,
    Dankeschön für den tollen Beitrag. Bei uns, in unserer Heimatgemeinde gibt es auch einige Sagen und Mythen. Diese wurden vor ein paar Jahren vom Heimatverein in einer kleinen Auflage eines Buches gedruckt. Sie wurden sonst mündlich über Generationen hinweg weitergegeben.
    Südtirol ist für mich ansich schon magisch, wir haben es als unsere Urlaubsregion seit Jahren auserkoren. Für mich ist die berühmteste Sage die um König Laurin, wenn abends die Sonne untergeht, erstrahlt in einem Rot-Ton sein Rosengarten, ein Naturschauspiel ohne gleichen.
    Ich finde die Blogtour bisher super toll, allein dass man auf dieses Buch aufmerksam geworden ist.
    Liebe Grüße Bettina Hertz
    bettinahertz66@googlemail.com

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  5. Ich liebe Mythen und Geschichten und bin deshalb auch so fásziniert von alten Búrgen und Schlössern´....und genau auch deshalb Schottland so sehr liebe und das Reiseziel meiner träume ist und ich gerne da mal meine zeit noch erleben möchte....!
    VLG Jenny

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  6. Dankeschön für deinen echt schönen Beitrag. Ich interessiere mich auch für Sagen und Mythen sehr.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  7. Guten Morgen!

    Mythen und Sagen ist ein tolles Thema und gerade aus Südtirol waren mir jetzt keine bekannt, allerdings ist mir der Name "Laurin" als Zwerg bekannt - vielleicht war das auch mal in irgendeinem Buch gestanden? ^^

    Man kennt ja immer nur die bekannten wie die griechischen Göttermythen oder ähnliches, da finde ich es super, wenn man mal aus weniger bekannten auch etwas erfährt.

    Die Menschen haben sich ja schon immer ihre Umwelt und die Natur mit "Geschichten" erklärt, was ich wunderschön finde, auch, um sie an die Kinder weiterzugeben. Deshalb find ich es auch so toll, dass die Märchenadaptionen zunehmen. Da verbinde ich sehr schöne Kindheitserinnerungen ♥

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Liebe Aleshanee, in manchen Versionen ist Laurin mit der Nibelungensage verknüpft, er entführt die schöne Similde in sein Reich und Dietrich von Bern rettet sie. Ob diese Verknüpfung aber richtig ist, darüber streiten sich die Gelehrten :-)

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    2. Ah, ok, danke :)
      Ich hab vor Ewigkeiten mal ein Buch gelesen, wo es um die Nibelungensage ging ... wahrscheinlich kam der Name da drin vor. So genau kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

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  8. Hallo,

    danke für den Beitrag! Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich vorher darüber noch gar nichts wusste, ich die Sagen aber sehr interessant finde :)

    LG

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