Dienstag, 7. März 2017

(Buch-Talk) Bücher aus der Reihe "Die Frau in der Gesellschaft (1990/92) Teil 1


8. März - Internationaler Frauentag

Es gibt Bücher, die für jeden etwas Besonderes darstellen. Bücher, die ich auch niemals weggeben würde. Dazu gehören auch die aus der Reihe vom Fischer Verlag "Die Frau in der Gesellschaft". Ihr fragt euch, was hat das nun mit dem Internationalen Frauentag zu tun, der wie jedes Jahr am 8. März stattfindet.
Nun, meines Erachtens eine ganze Menge. Die vorliegenden Bücher, heute präsentiere ich euch den ersten Teil - sprich vier Bücher -, lenken den Blick auf das Frauenleben wie es teils vor hundert Jahren praktiziert wurde. Es geht um ein Stück Frauenkultur, um das Jahrhundert der Frauen. Also um die Emanzipation der Frau.
Ich zitiere:Die luxemburgische EU-Kommissarin Viviane Reding stellte dazu fest: "Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben. Das Ziel ist die Gleichberechtigung, damit wir solche Tage nicht mehr brauchen."
Dieser Text wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen. 🍀
http://www.kleiner-kalender.de/event/frauentag/56840.html

Ich habe die Reihe bestimmt nicht komplett, aber acht sind meine. Ende der 80ziger Jahre und Anfang 1990/92 erschienen im Fischer Verlag.


Inwiefern hier noch die Copyright-Rechte bezgl. der Cover liegen, kann ich nicht sagen. 🍀 Die Bücher sind aber bei Amazon gelistet.

Marianne Grabrucker - Vom Abenteuer der Geburt
Die letzten Landhebammen erzählen

Erschienen im Mai 1990
Über dieses Buch: Alte Landhebammen, die letzten "Weisen Frauen", erzählen von ihrem Leben, den Abenteuern ihres Berufs, ihren Erfahrungen. Marianne Grabrucker befragte Hebammen aus der Bundesrepublik, Italien und der Schweiz. So gelang es ihr, Traditionen von Frauen festzuhalten, Kenntnisse, die immer mehr verlorenzugehen drohen. So erfahren wir von Aspekten des Frauenlebens, die bisher gar nicht oder nur lückenhaft und verzerrt dokumentiert sind. Ein Stück Frauenkultur wird damit vor dem Vergessen und der Geschichtslosigkeit bewahrt. 🍀
Neben den Berichten der "Wehmütter und Weisen Frauen" steht ein historischer Exkurs der Autorin, der die Geschichte der Geburtshilfe aus weiblicher Sicht beschreibt.
All dies zeichnet ein lebendiges Bild des Frauenlebens in früherer Zeit. Und was besonders wichtig ist und man die aktuellen Berichte zu dem Beruf der Hebamme in der Presse oder Fernsehen verfolgt, ein verdammt schweren Stand haben sie heutzutage.

Imme de Haen
"Aber die Jüngste war die Allerschönste"
Schwesternerfahrungen und weibliche Rollen

Erschienen April 1990
Über dieses Buch: In Märchen sind Schwestern untereinander meist neidisch, eifersüchtig und zänkisch. In Wirklichkeit sind Schwesternbeziehungen oft geprägt von einem tiefen Gefühl der Zusammengehörigkeit. Frauen, die als Älteste, Mittlere oder Jüngste aufwuchsen, schildern die Beziehungen zu ihren Schwestern. Viele von ihnen kommen aus Familien ohne Brüder, das heißt, der Vater ist der einzige "Vermittler von Männlichkeit". Welche Konsequenzen hat das für ihr Bild vom Mann? Wie gehen Schwestern aus solchen "Mädchen-Familien" miteinander um? Sind sie wirklich nur neidisch und konkurrenzbesessen, oder entsteht in solchen Familien nicht auch ein Grundgefühl weiblicher Solidarität aufgrund positiver Schwesternerfahrungen? Und welche Rolle spielen die Eltern dabei?
Was diese Frauen berichten, wird in Beziehung gesetzt zu Ergebnissen der Geschwisterforschung und vermittelt dadurch Einsichten in die Zusammenhänge zwischen Schwesternposition, weiblicher Sozialisation und der Persönlichkeitsentwicklung von Frauen. 🍀

Dieses Buch habe ich mir gekauft, da meine Mutter mit drei Schwestern und einem Bruder aufgewachsen ist. Ich habe keine Schwester, aber einen Bruder. So konnte und kann auch heute noch einiges nachvollziehen, wie es in der damaligen Zeit, in der meine Mutter aufgewachsen ist, für sie oder auch ihre Schwestern gewesen war. 🍀 Ein interessantes Buch, auch heute noch.

Agnes-Marie Grisebach
Eine Frau Jahrgang '13

Erschienen Oktober 1992
Roman einer unfreiwilligen Emanzipation
Über dieses Buch: Erika Kernrebe muss von frühester Kindheit an lernen, das, was sie hat, wieder zu verlieren: die Mutter, die Ersatzmütter, den lieben Gott, das Zuhause, die großen Lieben, sich selbst, die Karriere, wie Wohnung, die Verwandten, das Geld, den Besitz, den Ehemann und endlich die Heimat. Scheinbar wurzellos treibt sie im Strudel der geschichtlichen Ereignisse. Dann aber wächst ihr allmählich durch die Sorge um die Kinder und durch die Verantwortung für viele hilflose Menschen in großen Notzeiten die Kraft zu, sich zu behaupten und gegen den Strom zu schwimmen. 🍀 Ihre spannende Lebensgeschichte, beispielhaft für diese Frauengeneration, führt durch die Weimarer Republik, durch Nazideutschland und die Deutsche Demokratische Republik bis zum Jahr 1952. Sie führt zwischen Berlin, München, Pommern und Mecklenburg in das Milieu fast aller Schichten: der Gutsbesitzer und der Landarbeiter, der Groß- und der Kleinbürger, der Schauspieler und der Dienstmädchen, der Juden und der "Arier", der Gastwirte und der Bettler, der Soldateska und der Flüchtlinge. Am Ende steht sie mit vier Kindern, zwei Koffern, fünf Rucksäcken, ohne Geld in der Bundesrepublik und fängt, 38 Jahre alt, noch einmal ganz von vorn an.
Dieses Buch ist der autobiografische Roman der Autorin Agnes-Marie Grisebach und zugleich ihre erste Veröffentlichung.
Ein Buch, das auch heute noch sehr lesenswert ist!

Yvette Z'Graggen
Zerbrechendes Glas:

Erschienen Januar 1990 im Verlag
Titel der Originalausgabe "Cornelia"
Über das Buch:  Dieser Roman erzählt die Autorin die Geschichte einer späten und ungewöhnlichen Emanzipation.
- Nach einer gescheiterten Ehe hat sich Cornalia mit dem Leben ohne Wünsche abgefunden. Doch in die Ereignislosigkeit ihres Alltags bricht die Begegnung mit einem Mann ein, mit dem sie eine kurze, glückliche und schmerzliche Beziehung hat. Diese Erfahrung verändert Cornelias Leben von Grund auf.🍀
Sicherlich ist die Art des Romans nicht "neuwertig", aber was heutzutage teilweise auf dem Buchmarkt erscheint, sorry, da haben manche Autoren ihr Handwerk nicht kapiert.

Beim Verfassen dieses Post habe ich mich schon etwas mehr mit den Büchern befasst und bin oft im Buch hängengeblieben. Eine Zeitreise, die ich gern gemacht habe, Zeiten, an die ich mich gern zurückerinnere, …

Was sind eure Gedanken bzw. eure Meinung zu solch Büchern? Ich freue mich über jeden Kommentar.

Verpasst den morgigen Beitrag nicht, den mir die Autorin Christiane Lind freundlicherweise für diese Aktion zum Internationalen Frauentag geschrieben hat. 

🍀 Wer zählt, gewinnt ♥

Kommentare :

  1. Hallo :)
    Ich erinner mich an diese Serie vom Fischerverlag. Auch an andere, in dieser Aufmachung. Wirklich witzig daran erinnert zu werden.
    Jahrgang 18 interessiert mich. Werde ich mir mal auf meine WuLi setzen. Weißt Du noch, wie Du es fandest?
    Liebe Grüße
    Lilly

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Lilly,
      danke für deinen lieben Kommentar. Eine Frau Jahrgang '13 - fand ich damals wirklich sehr interessant. Ich habe das Buch jetzt zum noch mal neu lesen ins Regal gelegt (Meine ganzen Buchregale befinden sich im oberen Teil des Hauses☺). Vielleicht findest du es irgendwo günstig oder in der Bücherei?
      Liebe Grüße Hanne

      Löschen
  2. Thanks designed for sharing such a nice thinking, paragraph is good, thats why i have read it entirely

    AntwortenLöschen

***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...