Donnerstag, 16. März 2017

| Rezension | Der letzte Überlebende ~ Sam Pivnik

Sam Pivnik
Der letzte Überlebende
Wie ich dem Holocaust entkam
Gebundene Ausgabe: 296 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad (13. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3806234787
Originaltitel: Survivor
€ 19,95
Aus dem Engl. von Ulrike Strerath-Bolz

© Cover - Info - Kauflink
VERLAG






"Die Leute fragen mich oft, warum ich so lange gewartet habe meine Geschichte zu erzählen. 
Das ist eine einfache Frage, aber die Antwort ist es nicht."

B̲̲̅̅u̲̲̅̅c̲̲̅̅h̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅f̲̲̅̅o̲̲̅̅]
Sam Pivnik war 13 Jahre alt, als die Deutschen kamen. Seine Familie lebte in einem oberschlesischen Städtchen. Da brach die Hölle über sie herein. Auschwitz, die Todesmärsche, die Bombardierung der Cap Arcona - unzählige Male entkam der Junge dem Tod.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
"Der letzte Überlebende" ist eine wahre Geschichte. Es ist die Aufzeichnung des Sam Pivnik, der Ausschwitz als einziger aus seiner Familie überlebt hat. Mehrfach war er dem Tod entkommen, einschließlich der Bombadierung der "Cap Arkona". 1945 wurde er befreit. Wa bewegt einen Menschen, der am Ende seines Lebens steht, all das Grauen, was er durch die Judenverfolgung, dem Lager in Ausschwitz erlebt hat, weiterzugeben? Eine Zeit, die er sein Leben lang nicht vergessen kann. Man kann es verdrängen, aber nicht vergessen. Uns, den Leser, hat er mit diesem Buch ein Zeitdokument hinterlassen, das uns an den Holocaust erinnern soll, auf das wir nie vergessen. Dokumentationsaufnahmen von Ausschwitz-Birkenau, das dortige Museum, all das sind Zeitzeugen, ein Mahnmal an uns Menschen, den Wert des Lebens zu schätzen.
Umso mehr Hochachtung habe ich vor den Überlebenden, die uns ihre damaligen Erlebnisse mitteilen
Eine Rezension über ein derartiges Buch zu schreiben, passende Wörter zu finden, fällt nicht leicht. Das Buch beinhaltet etliche Fotos, u. a. zeigen sie Sam Pivnik 2004, als er nach Bedzin kam, seine Heimatstadt. Ebenso die Rampe. 13 Jahre war er, als die Hölle los ging. Vier Jahre hatte er irgendwie überlebt. Nach der Befreiung traf er seinen Bruder Nathan., Wie Sam Pivnik schreibt, würde die Geschichte seines Bruders ein zweites Buch füllen.
Erdrückend seine Schilderungen der Arbeit an der Rampe, überhaupt das Leben im Lager. Was musste in ihm vorgehen, Menschen, nur halt Juden, zu sehen, was mit ihnen passierte. Zu wissen, dass seine Familie nicht überlebt hat. Es geht ihm schlecht und er hat Angst. Das ist immer in den Zeilen zu spüren. Und diese Angst hat sich zeitweise auf mich, den Leser, übertragen. Da sind die Wärter, Aufseher und auch seine Mitgefangenen in dem Lager. Es geht ums nackte Überleben. Ein Fehler, und du landest in der Gaskammer. Denn das war Sam schon klar geworden, was die rauchenden Schlote bedeuteten.

Diese wahre Lebensgeschichte, aufgezeichnet durch Interviews und letztendlich durch den Historiker Trow als Ghostwriter, hier ist nichts fiktiv, alles gewesene Realität.
So wird es auch keine Beurteilung z. B. über den Schreibstil geben. Auch keinen tiefen Einblick in das Buch, bzw. über die Charaktere. Der Zweite Weltkrieg, damit verbindet man nicht nur einen Namen, automatisch ist das Wort Holocaust im Kopf.
Die Vernichtung der Juden.
Häftling Nr. 135913, hierunter wurde Sam Pivnik am 13. August 1943 in Ausschwitz registriert. Es ist seine Geschichte, aber sicherlich, wie man anhand von Dokumentationen sehen kann, ein Schicksal, was sich niemals wiederholen darf.
Am Ende geben Literaturhinweise, ein Register und Quellen weitere Informationen. 

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

[̲̲̅̅V̲̲̅̅i̲̲̅̅t̲̲̅̅a̲̲̅̅]
Pivnik, Sam
1926 geboren, wächst Sam im schönen oberschlesischen Städtchen Bedzin auf. Am 1. September 1939, Sams 13. Geburtstag, überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat Sam Pivnik lange geschwiegen. Er lebt heute in einem Seniorenheim in London.

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar sowie Frau Knauf von Literaturtest

Kommentare :

  1. Eine sehr schöne Rezi zu einem bedrückenden Buch. Jedoch sollte es wirklich gelesen werden!
    Liebe Grüße
    Martina

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    Antworten
    1. Liebe Martina, danke. Aber ich versteh deinen zweiten Satz nicht, von wegen jedoch sollte es wirklich gelesen werden?
      LG HANNE

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  2. Liebe Hanne! Also hast du die Rezi doch geschafft. Ich werde sie jetzt nicht lesen, sonst übernehme ich noch Sachen bei meiner Rezi von dir und das ist ja nicht Sinn der Sache. Ich habe noch 80 Seiten vor mir und anschließend schreibe ich auch meine Rezi. Ich finde aber das Buch sehr gut. Mann muss es unbedingt gelesen haben. Lg Nicole

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