Samstag, 16. April 2011

Rezension (27) Das Bouquet der Leidenschaft



Uwe Schreiber
Das Bouquet der Leidenschaft
Broschiert: 377 Seiten
Verlag: Sutton Verlag;
Auflage: 1. Aufl.  (19. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783866804395
ISBN-13: 978-3866804395 
14,90 €
Vielen Dank an den Sutton Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Text
Der Komet von 1811 verheißt Großartiges. Nicht nur ein fantastischer Wein wird im Jahr seines Erscheinens in der Pfalz gekeltert, sondern auch ein ungewöhnlich talentierter Winzer erblickt das Licht der Welt. Emil Jordan hat ein gutes Händchen und eine ausgezeichnete Nase für Wein. Ihm gelingt die Kreation der viel gefeierten Spätlese, doch den Ruhm erntet Carl Bassermann, der missgünstige Sohn des Weingutbesitzers. Als sich auch noch seine große Liebe Josefine aus unerklärlichen Gründen von ihm abwendet, bricht für Emil eine Welt zusammen. Er wandert nach Amerika aus und verwirklicht in Kalifornien seinen Traum vom eigenen Weingut. Seine Weine erlangen Weltruhm, doch schon bald rafft die Reblaus alles dahin. Wieder steht Emil vor den Trümmern seines Lebens. Ein letztes Mal bricht er auf, um in der pfälzischen Heimat sein Glück zu suchen. Dort trifft er Josefine wieder und deckt ein Netz aus Lügen und Intrigen auf, die sein Lebensglück zerstört haben. Wird er schließlich doch noch den ihm zustehenden Ruhm ernten und seine große Liebe zurückgewinnen können? Und wird sich sein Traum von einem wahrhaft großen Wein, einem Jahrhundertwein, erfüllen?
Statement:
„Das Bouquet der Leidenschaft“ ist Uwe Schreibers Debütroman. Im Jahr 1811 beginnt die Lebensgeschichte des Emil Jordan. Das Auftauchen eines Kometen in diesem Jahr verspricht etwas Besonderes.
Emil Jordan wächst heran und entwickelt sich zu einem außergewöhnlich talentierten Winzer. Louis Bouché nimmt den Waisen Emil zu sich. Er ist Vorarbeiter auf dem Weingut des Pfälzers Heinrich Bassermann. Die Mutter von Emil ist bei seiner Geburt verstorben, der Vater gilt als vermisst. Louis, der Vorarbeiter, lehrt den jungen Emil sehr viel, was den Weinanbau betrifft. Schon bald zeigt sich das Außergewöhnliche an Emil: seine feine Nase, sein ausgeprägter Geruchssinne, er hat das besondere Gespür für den Wein.
Der Weingutbesitzer Carl Bassermann zieht Emil dem eigenen Sohn vor. Emil verliebt sich in die Tochter des Weingutbesitzers und kreiert eine Spätlese, doch der Ruhm wird ihm missgönnt. Mutter und Sohn des Herrn Bassermann integrieren gegen ihn und der Sohn erntet den Lohn für Emils Mühe. Auch seine Liebe wendet sich von ihm ab. Emil bricht nun seine Zelte in der Pfalz ab und wandert nach Amerika aus.
Auf der Suche nach sich selbst spricht ein Junge zu ihm diesen denkwürdigen Satz:
„Mein Papa sagt, wenn man einmal Winzer war, dann ist man das sein ganzes Leben lang.“ (S. 148)
Er, der immer von seinem eigenen Weingut geträumt hatte, von Weinen, die an sich nur für die Engel im Himmel bestimmt seien (S. 149) verwirklicht in Kalifornien seinen Lebenstraum. Seine Weine sind in aller Welt Munde. Doch, wie so oft im Leben, wenn man sich ganz oben auf der Treppe meint, kann nur eine Winzigkeit alles zerstören. Bei unserem Hauptprotagonisten ist es die Reblaus, die seine Existenz vernichtet.
Am Ende verlässt Emil Amerika und kehrt nach Deutschland zurück. Nach all den Jahren erfährt er nun die Unwahrheiten, die sein Lebensglück damals zerstört hatten. Ob sich nach den vielen Jahren sein Traum von einem Jahrhundertwein erfüllt und er seine große Liebe Josefine zurückgewinnen kann?
Fazit:
Das Cover zeigt ein Gemälde von Johann Jakob Serr „Herbstfest bei Rhodt“. Meiner Meinung nach sehr passend zum Gesamtinhalt und Hintergrund dieses historischen Romans. Uwe Schreiber ist es gelungen, in wechselvoller Weise den Leser in die damalige Zeit  zu entführen. Das Buch liest sich flüssig und ist sehr interessant geschrieben. Eine nicht so oft beschriebene Lebensart der Weinbauer, des Weinanbaus, umhüllt von Liebe, Leidenschaft, aber auch Tragik. Träume, die ein jeder von uns hat, oft platzen sie wie Seifenblasen. Uwe Schreiber aber kann man zu diesem gelungenen Buch nur gratulieren.

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen


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