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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Montag, 12. Oktober 2015

|| Rezension || Die Lilie von Bela Vista ~ Sylvia Lott

Sylvia Lott
Die Lilie von Bela Vista
Taschenbuch
576 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3734100581
€ 9,99

© Cover - Info - Zitat
VERLAG







Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Meine Meinung:

Völlig überraschend erbt die Modedesignerin Josie von ihrer Tante Martha ein wunderschönes Collier mit Amethysten sowie zwei Ohrhänger und ein kleines Frauenporträt. Ein Brief der Verstorbenen lässt sie nur erahnen, was es mit den Gegenständen auf sich hat.
Zitat S. 17
"Liebe Josefine, dieses Collier ist für Dich bestimmt. Es ist Sophies Vermächtnis. Ich werde Dir ihre unglaubliche Geschichte erzählen, wenn Du etwas mehr Lebenserfahrung hast und reif genug bist, alles zu verstehen.
Es grüßt Dich herzlich
Deine Tante Martha


Doch nun war Tante Martha nicht mehr. Josies Lebensgefährte Edgar will, dass sie den Schmuck verkauft und es als Start für einen Immobilienkauf nutzen. Josie widerspricht ihm und fährt zu ihren Verwandten nach Idar-Oberstein. Hier beginnt - vielleicht unbewusst für Josie - ihre innere Einstellung, Änderung zu dem bisher geführten Leben. Dort begegnet sie zum ersten Mal Rico da Silva, ein Deutschbrasilianer, der mit dem Onkel geschäftlich zu tun. Die Familie, Marthas Sohn Reinhard, empfängt Josie mit offenen Armen. Das Geschäft, eine Achatschleiferei, ist 1838 von Sophie Kreuzer gegründet worden, die Frau auf dem kleinen Porträt.

"Die Lilie von Bela Vista" wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Josies Geschichte spielt in der Gegenwart; Sophie, die in den Dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts aus dem Hunsrück nach Brasilien ausgewandert war. Dort lebte schon seit einigen Jahren ihr Verlobter Karl. Er hatte versprochen, sie nachzuholen. Doch es vergehen viele Monate und er kommt nicht nach Deutschland. So macht sich Sophie, wie so viele andere Deutsche, auf ins Unbekannte.
Ausschlaggebend für Josies Nachforschungen bezüglich des Colliers war nicht nur Neugier, sondern was für eine Geschichte verbarg sich wirklich hinter all dem. Eine große Hilfe dabei ist ihr Ada, eine alte Dame aus Idar-Oberstein, die auf geheimnisvolle Weise mit Josies Tante Martha verbunden war. Denn woher sonst konnte sie so viel Wissen aus dem Leben der Vorfahren, sprich Sophie, haben? Die Rückblicke helfen dem Leser, die Handlungen der Personen zu verstehen. Und diese erzählen ebenso eine Familiengeschichte. Diese Erzählstränge harmonisieren gut miteinander. Das besondere an der Geschichte ist die schrittweise Enthüllung.
Der flüssige Schreibstil entpuppt sich durch viel Hintergrundmaterial u. a. zu den Edelsteinen als eindringlich und atmosphärisch. Hier hat die Autorin wirklich sehr gute Recherche geleistet. So fügt sich ein Puzzlestein an den anderen. Durch die Beschränkung auf wenige Personen gelingt es, dass der Leser nicht den Überblick verliert. Denn letzten Endes sind sie doch alle miteinander verknüpft. Die Hauptprotagonisten sind anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Die Covergestaltung ist äußerst gelungen, und die Pastellfarben sind harmonisch. Allerdings vermutet man bei dem Anblick auf das Cover nicht diese Geschichte dahinter.

Fazit:

"Die Lilie von Bela Vista", ein Buch, das den Leser mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit, die Geschichte der Auswanderer aus dem Hunsrück nahebringt als auch sehr viel Wissen um die Edelsteine. Es hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und begeistert, trotz der düsteren Abschnitte aus der Vergangenheit. Wer so wie ich schon etliche Dokumentationen gerade über die Auswanderer aus dem Hunsrück nach Brasilien gesehen hat, bekommt durch die fiktive Geschichte von Sophie und Karl noch einmal einen anderen Blick für die damalige Zeit. Keinesfalls sollte man das Buch einfach mal nebenbei lesen. Ich musste feststellen, dass ich mich sehr bewusst auf diese Geschichte eingelassen habe. "Die Lilie von Bela Vista", eine fiktive Geschichte mit historischem Hintergrund, die einem auch mitteilt, dass man niemals aufgeben darf und für seine Ziele kämpfen muss. Allerdings gab es einige Passagen im Buch, die zu ausführlich, langatmig  beschrieben waren, und dadurch den Lesefluss störten. Ebenso nebensächlich fand ich, dass Ricos Tante, eine Dame von Anfang siebzig, den Schönheitschirurgen Ivo Pitanguy persönlich kannte. Das mag jetzt pingelig sein, aber es ist mir im Gedächtnis geblieben ohne Spickzettel. ☺
Stimmig von der Aufmachung bis zum Schluss und von daher empfehle ich es gern weiter.

Aufgrund kleiner Kritik meinerseits eigentlich nur 4,5 Lesegenuss-Bücher, aber bei mir gibt es keine halben "Bücher", daher runde ich auf fünf auf.



Buchinfo:
Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird. Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird ...

Samstag, 29. August 2015

|| Rezension || Das Jahr der Wunder - Amy Hatvany

Amy Hatvany
Das Jahr der Wunder
Broschiert
448 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (27. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764505509
Originaltitel: Safe with Me
€ 14,99
Alexandra Kranefeld (Übersetzer)

© Cover / Info - Kauflink
VERLAG



 
 Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

 Zwei Mütter. Zwei Töchter. Und ein geschenktes Leben.

Zitat inside:
Ein unsichtbarer roter Faden verbindet uns zu allen Zeiten und jeglichen Widrigkeiten zum Trotz mit jenen, denen zu begegnen uns vorherbestimmt ist. Der Faden kann sich spannen, sich verknoten und verwirren, doch reißen wird er nie.
Chinesisches Sprichwort.


Meine Lesemeinung:

Kein Elternteil wünscht sich diese Situation, mit der das Buch "Das Jahr der Wunder" von Amy Hatvany beginnt.
... Kreischen von Bremsen, ein dumpfer Aufprall ... Nanosekunden, die eine Mutter nie vergisst - wenn das eigene Kind vor deiner Haustür verunglückt.
Die zwölfjährige Emily kann auch durch eine Notoperation nicht gerettet werden. Der Arzt erklärt Hannah, Emilys Mutter, dass die Hirnfunktion ausgefallen ist. Emily wird nur noch durch Maschinen am Leben erhalten. Aufgrund ihrer sehr seltenen Blutgruppe wird die alleinerziehende Hannah mit der Frage konfrontiert, ob Emily als Organspenderin zur Verfügung stünde.
Und genau durch solch eine Organspende wird das Leben der 15-jährigen Maddie gerettet, das Mädchen mit der kaputten Leber, wie sie selbst sagt. Ihr Vater war reich, nur mit Geld kann man nicht alles kaufen. Keine neue Leber, und auch keine Liebe. Und sein Umfeld hat zu funktionieren, so wie er das wünscht. Wenn man Menschen liebt, schenkt man ihnen Zeit.

Die Autorin spricht besonders die Themen Organspende, Verlust, Trauer und häusliche Gewalt an. Erzählt wird die Geschichte von den drei Hauptprotagonisten Hannah, Maddie und ihrer Mutter Olivia.

Wenn dein Leben innerhalb von Sekunden nicht mehr das gleiche ist, wenn eine Mutter ihr einziges Kind verliert, wie würde man selbst damit umgehen? Diese Frage stellt sich dem Leser sicher während des Lesens.
Wieviel kann ein Mensch ertragen, um nicht an dem Leid zu zerbrechen?
Durch die wechselnden Perspektiven ist die Handlung lebendig und gut nachvollziehbar.

Der Zufall will es, dass Hannah Maddie als wahrscheinliche Organempfängerin von Emily erkennt. Wie sie sich Olivia und Maddie nähert, ohne diese durch den despotischen Ehemann und Vater in Gefahr zu bringen, zeigt sich deutlich. "Das Jahr der Wunder" ist sicher keine leicht-lockere Geschichte. Doch wer den Klappentext liest, kann das sicher erahnen. Amy Hatvany hat ihre Charaktere sehr gut beschrieben. Man konnte sie sich gut vorstellen.
Die Grundidee der Geschichte wurde gut umgesetzt. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ihre Ausdrucksweise finde ich sehr ansprechend und außergewöhnlich. Besonders gut finde ich auch, wie sie es schafft, Emotionen und Gefühle zu vermitteln.

Insgesamt überzeugte mich "Das Jahr der Wunder" durch die Themen, die die Autorin auf eine sehr bestimmte und eindringliche Art nahe bringt, aber nicht aufdringlich. Ebenso empfand ich, dass die Geschichte teilweise eine wirklich bedrückende Atmosphäre aufbauen konnte. Besonders zum Schluss des Buches wird es sehr dramatisch. Der Roman ist kein "normaler" Frauenroman, sondern ein Buch  mit Tiefgang
Wie würde ich mich in so einer Situation verhalten?

Mein Gesamteindruck war sehr gut. Ich kann es sehr empfehlen, einmal zu lesen!
Fünf Lesegenuss-Bücher.


Verlagsinfo:
Hannah Scotts Welt zerbrach an dem Tag, als ihre Tochter Emily bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Nun, ein Jahr später, begegnet Hannah unerwartet der fünfzehnjährigen Maddie Bell, der Emilys Organspende das Leben rettete …

Die Familie Bell jedoch hat ganz eigene Probleme. Maddies Mutter Olivia wird von ihrem Ehemann unterdrückt – doch wenn sie ihn verließe, würde sie ihre Tochter nie wiedersehen. Maddie wiederum sehnt sich nach Normalität. Gemeinsam erkennen die völlig unterschiedlichen Frauen, dass das Leben zwar voller Komplikationen steckt, manchmal aber auch voller Wunder …


Vita:
Amy Hatvany wurde 1972 in Seattle geboren und studierte an der Western Washington University Soziologie. Nach einer Reihe sehr unterschiedlicher Jobs, von denen sie einige mochte, andere wiederum gar nicht, beschloss sie schließlich, sich ganz dem Schreiben zuzuwenden. Amy Hatvany lebt mit ihrer Familie in Seattle.



Gefühlvoller Roman, der unter die Haut geht

Dienstag, 28. Juli 2015

(Kurzreport) Über uns der Himmel ~ Kristin Harmel

Gelesen II. Quartal
Kristin Harmel
Über uns der Himmel
Taschenbuch
448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442383331
ISBN-13: 978-3442383337
Originaltitel: The Life Intended
€ 9,99
Aus dem Amerikanischen von Veronika Dünninger

©  Cover / Info - VERLAG






Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Meine Lesemeinung:

Es ist der 10. September 2001, der Abend vor dem Tag, der die Welt veränderte. Der Abend, als Patrick seiner großen Liebe Kate, mit der er gerade mal vier Monate verheiratet ist, etwas wichtiges Mitteilen wollte. Doch ein kleiner Streit verhindert dies und die Angelegenheit wird auf den nächsten Tag verschoben.
Auf den 11. September 2001.
Bei einem wunderbaren Abendessen wollte er mit ihr darüber sprechen. Grund ihres Streits war Patricks Verspätung an dem Abend, sein Treffen mit Candice, seiner Exfreundin. Patrick und Kate, zwei Seelenverwandte, füreinander bestimmt.
Doch das Schicksal wollte es anders.

Direkt von ihrer Wohnung aus konnte man die Twin-Towers in Manhattan sehen. Im Nordturm arbeitete Patrick.
"Und in einem Moment, der niemals ungeschehen gemacht werden konnte, hatte meine ganze Welt aufgehört zu existieren."
Zitat S. 26

Dreizehn Jahre später geht die Handlung weiter. Kate ist in einer neuen Beziehung mit Dan, arbeitet als Musiktherapeutin und steht kurz vor der Hochzeit. Eines Nachts aber erlebt sie einen merkwürdigen Traum, indem sie meint, ihr jetziges Leben mit Patrick zu führen. So als wäre der 11. September nie gewesen. Dieser Traum war so realistisch für sie, dass es ihr derzeitiges Leben in Frage stellte. Denn es gab da diese eine kleine Begebenheit ... Eine Stimme, die ihr so vertraut war und aus ihrem Mund kam das Wort "Mom?" Es konnte einfach nicht sein, denn Kate war nicht schwanger gewesen. Diese rätselhaften Träume in der laufenden Handlung hat die Autorin exzellent eingebaut. Es ergeben sich Hinweise, die Kate im realen Leben hinterfragt. Und überraschende Antworten erhält.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man seine große Liebe, seinen Seelenpartner innerhalb von Sekunden verliert? Die Themen im Buch wie Musiktherapie, aber auch die Familie, die Hilfe in großer Seelennot, sein Herz zu öffnen für ein neues Leben, ich habe keine Sekunde bereut, ein weiteres Buch von dieser wirklich tollen Autorin Kristin Harmel zu lesen.

"Über uns der Himmel" ist ein Buch, das verzaubert, aber gleichzeitig eine Geschichte, die einen noch nach Tagen festhält.


Als die Welt zerbrach, blieb ihre Liebe …
"Vielleicht ist Hannahs Erklärung für die Silberdollars gar nicht so weit hergeholt. Vielleicht sind sie tatsächlich vom Himmel gefallen, Wünsche eines längst verlorenen Vaters, der ihr helfen wollte, den Weg nach Hause zu finden. Eines Tages werde ich ihr die Geschichte der Silberdollars erzählen, von der langen Tradition ihrer Familie, sie ins Universum zurückzuwerfen. Aber vorläufig genügt es zu wissen, dass sie da sind."
Zitat S. 421

Von mir gibt es 5 Lesegenuss-Bücher.

Meine Rezension zu "Solange am Himmel Sterne stehen" >> hier <<

Vita:
Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Mit dem Überraschungsbestseller Solange am Himmel Sterne stehen landete sie ihr sensationelles Debüt in Deutschland und verzauberte auch weltweit ihre Leser. Ihr neuer Roman Über uns der Himmel erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust, die diesmal die jüngere Vergangenheit mit einbezieht. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann in Orlando, Florida.


Eine emotionale Familiengeschichte.

Dienstag, 14. Juli 2015

|| Rezension || In 80 Tagen zu dir ~ Natascha Sagorski


Natascha Sagorski
In 80 Tagen zu dir
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (22. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442383023
€ 9,99


Cover / Info
Verlag




(unkorrigiertes Leseexemplar)

 Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄

♦ Meine Meinung ♦

Stine und Finn, zwei junge Leute, treffen eine Entscheidung, die ihr Leben verändern wird. Beide kennen sich nicht, doch etwas verbindet sie, ohne dass sie davon wissen.
Stine ist im Besitz alter Briefe der Großmutter, die oben auf dem Dachboden des Elternhauses eingelagert waren.
Finn hat seine Hochzeit mit Lisa platzen lassen und ist den Worten seines Großvaters gefolgt, die dieser ihm vor seinem Tod ans Herz gelegt hat. Und nicht nur das. Er bat ihn darum, in seinem Kleiderschrank nachzuschauen. Dort stünde eine Zigarrenkiste und darin befanden sich Briefe.
Zitat: "Sie sind das Wertvollste, was ich je besessen habe. Ich schenke sie dir. Bitte tu  mir einen letzten Gefallen. Bevor du Lisa heiratest, nimm dir die Zeit und lies die Briefe ..."
S. 40

Und so fliegen Stine und Finn, ohne voneinander zu wissen, nach L.A. Sie folgen den Orten der Liebesbriefe, nichtsahnend, dass es sich bei der Großmutter und dem Großvater um ein Liebespaar handelte.  ♥ Die Liebe ihres Lebens. ♥ Doch was war geschehen? Das alles liest sich in den Briefen wieder. Aber das allerwichtigste ist, was Finns Großvater diesem mit auf dem Weg gegeben hatte

Natürlich treffen sich die beiden, Stine und Finn, irgendwo in der Karibik.
Die Geschichte der Großeltern, ihrer hoffnungslosen Zukunft, die Verzweiflung von Hans und Irmgard, ist die zweite Geschichte in der Geschichte. Hans konnte sich keine Leben ohne seine Irmgard vorstellen und heuert auf Schiffen an, reist ihr also nach. Wieviel vermittle ich euch aus der Geschichte, ohne zuviel zu verraten? Niemals hatte Hans seine Irmgard vergessen. Die Briefe aus der Vergangenheit waren sein Halt, sein kostbarster Schatz.
Stine hat die Großmutter nie kennengelernt. Das sie verstorben sei während einer Afrikareise, war alles an Informationen. Die Schilderungen der beiden Protagonisten aus der Vergangenheit regen Stine und Finn zum Nachdenken über ihr bisheriges Leben an. War es wirklich die große Liebe mit Lisa?

Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine unterhaltsame und interessante Lesereise, geleitet von den jeweiligen Situationen der Briefe von Großvater und Großmutter.
Jedes Kapitel beginnt mit einer eigenen Seite, auf der eine Art Heißluftballon abgebildet ist, in dessen Korb zwei Menschen sich die Hände halten, sowie die jeweilige Reisestation. Inwiefern sich mein unkorrigiertes Leseexemplar von der Originalausgabe unterscheidet, vermag ich nicht zu sagen. Das Cover hat mich gleich angesprochen, wie auch der Titel. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut.

→ Lebe deinen Traum und verliere nie den Mut ←
Weil das Buch mich trotz einiger Kleinigkeiten gut unterhalten hat,
gebe ich knapp 4 Lesegenuss-Bücher. 


Verlagsinfo:
Sie haben 80 Tage, um einander zu finden – und ein Leben lang, um sich zu lieben
Finns Großvater hat ihm nach seinem Tod nur zweierlei hinterlassen: alte Briefe und die Bitte, nicht denselben Fehler wie er zu machen. Daraufhin trifft Finn zum ersten Mal eine spontane Entscheidung: Er steigt in einen Flieger, um die Spuren dieser Briefe zurückzuverfolgen, die von einer Fremden versendet wurden. Stines Welt bricht an einem Tag zusammen. Und sie tut das Einzige, was ihr noch übrig bleibt: Sie gibt ihr bisheriges Leben auf und sich 80 Tage, um die Welt zu bereisen und zu sich selbst zu finden. Im Gepäck hat sie nur die Liebesbriefe, die ihre Großmutter einst von einem Seemann erhielt …

Vita:
Natascha Sagorski, geboren 1984 in Karlsruhe, lebt in München und arbeitet neben ihrer Tätigkeit als Autorin seit Dezember 2010 als Kolumnistin bei ProSieben, wo sie sich derzeit als „Miss Understood“ in der Sendung taff mit allem beschäftigt, was Männer über Frauen wissen sollten. Als PR-Managerin betreut sie einige der schönsten Hotels und Luxusreedereien weltweit und geht so ihrer, nach dem Schreiben zweitgrößten Leidenschaft, dem Reisen nach.

Sonntag, 21. Juni 2015

|| Rezension || Das Lied der Sturmvögel ~ Anna Levin

Anna Levin
Das Lied der Sturmvögel
Taschenbuch
384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442380978
€ 9,99

Cover / INFO
VERLAG

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.



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Man sieht nur mit dem Herzen gut …
Die Journalistin Lisa Freiberg führt in Berlin ein aufregendes Leben. Doch als ihre beste Freundin stirbt, fällt ihre Welt in sich zusammen. Völlig verzweifelt flieht sie in die Ferne. In der farbenprächtigen Natur Madeiras hofft sie, ihren Frieden wiederzufinden. Eines Tages begegnet sie auf einer ihrer Wanderungen einem alten Mann, der einsam am Fuße der Berge lebt und malt. Hermingo ist blind, doch dank seines fotografischen Gedächtnisses kann er seine Erinnerungen wieder zum Leben erwecken. Mit ihm taucht Lisa in seine tragische Vergangenheit ein und findet dabei den ihr vorbestimmten Weg – und die Liebe.

Meine Meinung:

Die Journalistin Lisa lebt zusammen mit ihrer Freundin Elda in Berlin. Als Elda bei einem Unfall ums Leben kommt, ist für Lisa nichts mehr wie es war. Zu viel erinnert sie in der gemeinsamen Wohnung an Elda. Als es im Job zu einer Auseinandersetzung mit ihrem Chef kommt, kündigt Lisa und flieht auf die Insel Madeira. Im Gepäck ihren Fotoapparat, eine Leidenschaft von ihr, das Fotografieren. Durch Zufall lernt sie den alten Korbmacher Hermigo kennen. Dieser ist blind und verblüfft Lisa damit, dass er Bilder malt. Durch ihn macht Lisa die Bekanntschaft mit Filipe, der im örtlichen Nationalpark als Ranger arbeitet. Er öffnet ihr die Augen für die unbeschreibliche Schönheit der Insel, aber auch wie der Mensch diese und die Tierwelt bedroht. Vor allem die Sturmvögel liegen ihm am Herzen. Diese zu beschützen, ist ein schwerer Kampf.
Beeindruckend die Geschichte von Hermigo, der durch eine unheilbare Augenkrankheit in jungen Jahren fast erblindet. Doch dank seines fotografischen Gedächtnis malt er aus der Erinnerung heraus. Seine Lebensgeschichte berührt das Herz des Lesers. Aber Lisa sieht noch mehr hinter Hermigo und Neugier gehört nun mal zu ihrem Beruf.
"Das Lied der Sturmvögel" ist mein erstes von der Autorin Anna Levin. Die mir bis dahin unbekannte Autorin hat es geschafft, dass ich gleich daraus mir "Das Korallenhaus" zugelegt habe. Ich wollte mehr von ihr lesen. Anna Levin veröffentlicht unter Pseudonym historische Romane, allerdings kenne ich wohl keins von ihr.
Sehr detailliert beschreibt sie Natur und Landschaft. Das Cover ist wunderschön, vor allem aber ein Hingucker die Muschel links oben, die wie eine Sonne am Himmel strahlt
Das Lied der Sturmvögel“  ist ein Buch, dass man nicht so schnell aus der Hand legt, nicht langweilig, empfehlenswert.

Ich gebe 4 Lesegenuss-Bücher

Vita
Anna Levin schreibt Geschichten, seit sie denken kann. Bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte, war sie im medizinischen Bereich tätig. Seit vielen Jahren treiben sie ihre Neugier und Sehnsucht immer wieder in ferne Länder, wo sie sich besonders für andere Kulturen und deren prähistorische Vergangenheit interessiert. Außerdem schreibt sie unter einem anderen Pseudonym erfolgreich historische Romane. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden Deutschlands.

Mittwoch, 3. Juni 2015

|| Rezension || Das geheime Leben der Violet Grant - Beatrix Williams

Williams, Beatriz
Das geheime Leben der Violet Grant
Broschiert
576 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764505448
Originaltitel: The Secret Life of Violet Grant
€ 14,99

Cover - Info - VERLAG






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
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Verlagsinfo:
Manhattan, 1964. Vivan Schuyler hat das Undenkbare getan: Sie hat dem glamourösen Upperclass-Leben ihrer Familie den Rücken gekehrt, um Karriere als Journalistin zu machen. Als sie herausfindet, dass sie eine skandalumwitterte Großtante hat, ist ihr Spürsinn geweckt …
Berlin, 1914. Die junge Physikerin Violet erträgt ihre Ehe mit dem älteren Professor Grant nur, um ihren Forschungen nachgehen zu können. Doch plötzlich bricht der Erste Weltkrieg aus – und ein geheimnisvoller Besucher stellt Violet vor eine Entscheidung mit dramatischen Folgen.

Meine Lesemeinung:

"Das geheime Leben der Violet Grant" erzählt die Geschichte von zwei jungen Frauen. Violet und Vivian, nach außen hin scheinbar stark und doch sind sie so verletztlich. Auf zwei Handlungsebenen, zum einen Berlin 1914, die andere in Manhattan 1964, beschreibt die Autorin, was die beiden miteinander verbindet. Und letztendlich zum Ende hin fließen beide Handlungsstränge ineinander. In wechselnden Kapiteln lernt der Leser die beiden Protagonistinnen kennen und ... lieben.
Es beginnt mit einem geheimnisvollen Paket, welches Vivian in Manhattan vom Postamt holt und dort sogleich eine nette Bekanntschaft macht. Dieser tolle Mann, Arzt von Beruf, hilft ihr beim Transport des sperrigen Paketes in ihre Wohnung. Der Anfang ist recht amüsant geschrieben. Dr. Paul (so wird er im Laufe der Geschichte weiter genannt) ist Vivian bei der Spurensuche des Paketinhaltes - ein Koffer - behilflich. Erst Vivians Tante bringt sie auf die richtige Spur. Der Koffer gehört Violet Schuyler, die verlorengeglaubte Schwester. Diese hatte sich gegen die reiche Familie gestellt und ihr Leben selbst in die Hand genommen. Sie wollte studieren, forschen. Zu der damaligen Zeit als Frau mit großen Hindernissen nur möglich. Dann heiratet sie ihren wesentlich älteren Professor. Mehr eine Nutz- als Liebesehe. Sie hat nur ein Ziel vor den Augen - die Forschung.
Vivian ist mit großer Leidenschaft Journalistin und wittert hinter diesem Koffer eine Story. Sehr zum Verdruss der Eltern, die der gehobenen Schicht New Yorks angehören.
Als der Erste Weltkrieg sich anbahnt, ändert sich die Lage für Violet in Berlin. Schon zu lange hatte sie eine Entscheidung hinausgeschoben. Doch nun spielte das Schicksal ihr in die Hände. Vivian lässt die Geschichte um Violet keine Ruhe und so deckt sie nach und nach, immer an ihrer Seite Dr. Paul, das Geheimnis um Violet (fast) auf.

Obwohl mir die Kapitel um Violet gefallen haben, ist es Vivians leicht-lockere Art, die dem Buch eine frische Note geben. Die eingebaute Liebesgeschichte zwischen Dr. Paul und Vivian, die ihre Probleme mit sich bringt, geben der Handlung eine gewisse Abwechslung.
Da ich aber schon das erste deutsche Buch von Beatrix Williams "Im Herzen des Sturms" gelesen habe und es richtig gut fand, war ich natürlich neugierig auf "Das geheime Leben der Violet Grant". Man braucht allerdings etwas, um in die Handlung hineinzukommen.

Der Verlag wirbt mit dem Spruch: Beatriz Williams erfindet die Saga neu! Dem kann ich leider nicht zustimmen. Aber für eine groß angelegte Werbekampagne natürlich eine Top Headline. Der unschlüssige Leser sollte auf die Leseprobe zurückgreifen - und sich dann entscheiden!

Grandios auf jeden Fall das Cover - ich bin total begeistert davon! Dass Buch gelesen zu haben, ebenfalls keine Minute bereut, auch wenn es nicht an ihr erstes deutsches Buch heranreicht.

Letztendlich gibt es ganz knapp 4 Lesegenuss-Bücher.

Vita:
Beatriz Williams besitzt Abschlüsse der amerikanischen Universitäten Stanford und Columbia. Während sie als Beraterin in London und New York arbeitete, versteckte sie ihre Schreibversuche zunächst auf ihrem Laptop. Heute schreibt sie in ihrem Haus an der Küste Connecticuts, wo sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt.

Violet + Vivian, zwei Frauen, zwei Geschichte - ein Geheimnis.

Dienstag, 2. Juni 2015

|| Rezension || Ein wunderbares Jahr - Laura Dave

Laura Dave
Ein wunderbares Jahr
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (27. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3734101564
Originaltitel: 800 Grapes
€ 9,99

Cover - Info - VERLAG





** Gelesen Mai 2015 **

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Verlagsinfo:
Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat ...

Meine Lesemeinung:
Angesprochen durch das Cover als auch dem Infotext des Verlags fühlte ich mich als Leserin gleich angesprochen - das war ein Buch für m ich! Leider habe ich die unkorrigierte Fassung als Leseexemplar erhalten. Schade, denn da waren noch einige Stellen, die sofort unangenehm auffielen. Doch das Buch musste schon gut sein, eine enorme Werbekampagne seitens des Verlags sprach dafür.
"Ein wunderbares Jahr" handelt von Giorgia, ihrem Leben und ihrer Familie. Bei der Anprobe ihres Hochzeitskleids rauscht der Verlobte am Ladenfenster vorbei, an seiner Seite junge Frau mit Kind. Giorgia rennt hinaus und ist völlig konsterniert, als der Junge zu ihrem Verlobten Dad sagt. Davon hatte sie nichts gewusst.

Hals über Kopf fährt sie in ihrer Bekleidung heim an den Ort, wo sie eigentlich in ein paar Tagen Ben heiraten wollte. Das Weingut der Eltern lag in Sebastopol, Kalifornien. Doch auch dort waren in ihrer Abwesenheit Veränderungen eingetreten. Die beiden Brüder hatten sich zerstritten, ihre Eltern lebten in getrennten Häusern auf dem Gut und überhaupt ...
Die Nachricht, dass der Vater den Familienbetrieb verkaufen wollte bzw. die Papiere waren gezeichnet, trifft Giorgia mit aller Wucht. Doch kampflos wollte sie dem neuen Besitzer das Weingut nicht überlassen. Nicht IHR Heim, ihre Zuflucht.
Los Angeles oder das Weingut?
Viele Probleme kommen auf den Tisch, die auch mit den jeweiligen Protagonisten verbunden sind. Die Schreibart von Laura Dave ist sehr temporeich und so ergibt sich aufgrund der Komplexität oft ein "was zu viel ist ist zu viel".

Vom Inhalt her ist die Geschichte nicht neu. Im Oktober 2014 gab es den Fernsehfilm "Geschenkte Jahre" von Katie Fjorde und dort findet sich die Idee dieses Buches z. T. wieder: Weingutverkauf, Frau verlässt Mann (in diesem Buch halt Verlobten), Frau will Weingut kaufen - verguckt sich in den Käufer usw ...
Und genau daran erinnerte ich mich, als ich "Ein wunderbares Jahr" angefangen hatte zu lesen.

Noch ein Wort zum Cover: Ich finde das deutsche ja wirklich wunderschön, allerdings das englische ebenso. Und es passt irgendwie besser - meiner Meinung nach. Pfirsiche hin - her ...
Sicher ist die Sprache der Autorin bemerkenswert. Ihr Schreibstil hebt sich ab von anderen, und dennoch habe ich zwischendurch des öfteren den roten Faden aus den Augen verloren. Das ganz große Gefühl stellte sich nicht ein. Mir hat das gewisse "Etwas" gefehlt.

Auch wenn es von mir Kritik gibt, hat mich das Buch für einige Stunden gut unterhalten.
Ich gebe 4 Lesegenuss-Bücher, wobei eigentlich nur 3,5 - aber ...

Vita
Laura Dave hat bereits einige international erfolgreiche Romane veröffentlicht. Darüber hinaus schreibt sie für namhafte Zeitungen und Magazine, wie zum Beispiel The New York Times, Oprah Magazine und Glamour. Cosmopolitan kürte sie zur "Witzigsten und furchtlosesten Erzählerin des Jahres". Ein wunderbares Jahr ist Laura Daves Debüt in deutscher Sprache.


Nett, von der Idee gut, aber wenig nachhaltend

Samstag, 25. April 2015

(Rezension) Solange am Himmel Sterne stehen - Kristin Harmel

Kristin Harmel
Solange am Himmel Sterne stehen
Erstausgabe : 15.04.2013
Verlag : Blanvalet
ISBN: 9783442381210
Flexibler Einband
480 Seiten
Sprache: Deutsch

€ 9,99
eBook 

Cover & Infos - Verlag





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Eine Liebe so unvergänglich wie die Sterne am Himmel

Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich – an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach … 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird – von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe …

Mein Leseeindruck:
"Über uns funkeln und tänzeln die Sterne und zwinkern von dem unendlichen Himmel zu uns herunter."
Mit diesem Satz endet das ergreifende Buch "Solange am Himmel Sterne stehen" von der Autorin Kristin Harmel. Worum also geht es in dieser Geschichte? Die 36-jährige Hope lebt mit ihrer zwölfjährigen Tochter Annie auf Cape Code und führt dort die kleine Bäckerei von ihrer Großmutter. Diese hatte die Nordstern-Bäckerei vor sechzig Jahren gegründet und zu etwas ganz besonderem gemacht. Hier war Hope aufgewachsen und mit den Geheimnissen um Torten und Kuchen groß geworden. Hopes Mutter war verstorben, wie auch der Großvater. Ihre "mamie" war an Alzheimer erkrankt und lebte in einem Demenz-Pflegeheim. Seit der Scheidung der Eltern war Annie aufmüpfig geworden, doch sie half weiterhin ihrer Mutter früh morgens in der Bäckerei. Ein Stammkunde war Gavin Keyes, der Hope half, wann immer er konnte. Dass er Interesse an ihr als Frau hatte, wollte Hope sich nicht eingestehen. Schließlich war Gavin jünger als sie. Und dann war da noch Annie, die ihr zu jeder Gelegenheit zu verstehen gab, dass Hope Schuld an der Scheidung war.
Rose McKenna, die "mamie", bittet Hope und Annie mit ihr an einem bestimmten Abend an den Strand zu gehen. Dort vollzieht sie so eine Art Ritual, mit dem sie beide überrascht. Trotz ihrer häufigen Phasen niemanden zu erkennen, wird Rose von ihrer Vergangenheit "überflutet". Diese Momente zeigen ihr auf, dass es an der Zeit ist, ihr Geheimnis zu lüften.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Hope und teils von Rose. Alles Vergangene trägt dazu bei, das Geheimnis um die Familie zu lösen. Je länger ich in der Geschichte verweilte, wurden mir wieder einmal die menschlichen Schicksale der Judenverfolgung des Zweiten Weltkriegs vor Augen geführt. Egal, wie viele Jahrzehnte seitdem vergangen sind, diese Vernichtung von Millionen von Menschen, die Konzentrationslager, alles Themen, die mit dieser Geschichte um Rose und Hope zu tun haben. Man vermutet es so gar nicht hinter dem kurzen Klappentext, dem wunderschönen Cover.
Welch tragische Vergangenheit Rose umgab, und warum Hope nach Paris reist, eine Suche auf den Spuren der Vergangenheit, und letztendlich es für sie Hoffnung gibt auf ein neues Glück, lest selbst.

Die Geschichte um "Rose McKenna" ist ergreifend. Die ganzen Schicksalsschläge, die einzelnen Protagonisten sind so authentisch beschrieben, wie auch die Handlungsorte. Aber auch Hopes Backkunst lässt das Herz des Lesers höher schlagen. Wer nicht genug bekommt, sollte die Rezepte nachbacken, die am Ende der Kapitel stehen.
Hopes Tage in Paris, ihre Recherche zur Schoah, alles ist so perfekt von der Autorin recherchiert und aufgeschrieben. Ich kann nur hoffen, dass diese damalige Zeit nicht in Vergessenheit gerät!
Lernt der Mensch aus seinen Fehlern der Vergangenheit? Ich lasse das jetzt so im Raum bzw. auf dem Papier stehen.

Abschließend kann ich nur schreiben: Lest dieses Buch, falls ihr es noch nicht kennt! Es steckt so viel darin, was man nicht vermutet. Und es gibt so viel! Für mich ein weiteres Lesehighlight in diesem Jahr.

Von mir gibt es 5 Lesegenuss-Bücher.

N.S.
"Solange am Himmel Sterne stehen" schmorte schon seit langem auf meinem SuB. Ich hatte es zwar angelesen, aber irgendwie war es in Vergessenheit geraten. Nun kam vor kurzem ja das neue Buch der Autorin auf dem Markt und eine mir nahestehende Person hat mir das geschenkt. So war es ein Must-read, bevor ich "Über uns der Himmel" lese. Selten habe ich so viele Taschentücher verbraucht.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Antoine de Saint-Exupéry

Vita:
Kristin Harmel hat bereits einige Romane veröffentlicht und mit Medien wie People und Glamour zusammengearbeitet. Mit „Solange am Himmel Sterne stehen“ erfüllt sie sich den Wunsch, eine große Geschichte von Liebe und Verlust über Generationen hinweg zu erzählen. Es ist ihr erster Roman, der in deutscher Sprache erscheint, und er wird derzeit in dreizehn Sprachen übersetzt. Kristin Harmel lebt in Orlando, Florida.

Samstag, 28. März 2015

(Rezension) Clara und die Granny-Nannys - Tania Krätschmar



Tania Krätschmar
Clara und die Granny-Nannys 
Taschenbuch
384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442382996
€ 9,99
auch als EBOOK erhältlich

 Cover  / Infos -
VERLAG




Das Buch hatte ich mir Ende letzten Oktober gekauft, schon vor einiger Zeit gelesen und nun möchte ich euch meinen Leseeindruck nicht vorenthalten!

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Nanny gesucht - Granny gefunden

Meine Meinung:

Durch ein Gespräch mit ihrer Mutter, Elke Tinkermann, kommt Clara Behrens auf eine gute Idee. Der eigene Sohn Leoin ging nach den Sommerferien für ein Jahr als Au-pair ins Ausland. Warum sollte so etwas nicht für ältere Frauen geben, Grannys, die als Nanny arbeiten würden?
Zitat S. 13

"Sie hat gesagt, man soll sich seine Träume erfüllen, solange es geht. Sie hat sich selbst gemeint, aber auch mich."

Ihr Mann Tommi unterstützt Claras Idee und wenn die Granny-Nanny-Agentur gut laufen würde, wollte diese ihren unliebsamen Job kündigen. Er bemerkte an, dass die Zeitung, bei der er arbeitete, darüber einen Artikel veröffentlichen würde.

Suse Hartema, alleinstehend, lebte an der ostfriesischen Küste und führte dort zusammen mit ihrem Bruder das Restaurant "Zur Robbe". Leider lief alles nicht so gut, zumal ihr Bruder Bodo mehr denn je dem Alkohol zusprach. Seit fast zwanzig Jahren führte Suse ein eher eintöniges Leben, ab und an mal einen Mann, doch keiner blieb. Bis sie im Hamburger Abendblatt den Artikel über die Granny-Nanny-Agentur liest und in ihr den Wunsch weckte, mal ein anderes Leben zu führen.

Karen Parobat, seit achtzehn Jahren geschieden, lebte im beschaulichen Fischbachtal und frisch gebackene Pensionärin. Heute war ihr letzter Tag als Lehrerin gewesen und sie freute sich auf das neue Leben. Ja, wenn da nicht die Tochter mit den Enkelkindern wäre, die sie ausgerechnet heute dringend als Kindermädchen-Ersatz braucht. Sicher, Karen liebte ihre beiden Enkel. Allerdings war sie sauer, dass der Schwiegersohn nicht mal einspringen konnte, die Tochter dringend zum Job musste und der angeblich kranke Babysitter putzmunter ihr im Supermarkt begegnet. Hatte ihre Tochter gedacht, sie sei jetzt im Ruhestand und könnte weiterhin jeden Tag auf die Enkel aufpassen? Weit gefehlt, denn Karen hat andere Pläne. Als sie zufällig den Bericht über Clara Behrens und die Granny-Nanny-Agentur sieht, steht ihr Entschluss fest.

Die Dritte im Bunde ist Hanni, verwitwet, lebt sie in einem Hundert-Seelen-Dorf, Weihenzell. Ihr Sohn Ben war mit Gitta verheiratet, was keinen davon abhielt, an der immer wieder kehrenden Tradition des sonntäglichen Mittagessen festzuhalten. Doch immer öfter ließ sich Gitta entschuldigen. Hanni liebte Kinder und wünschte sich natürlich Enkel. Ben ist es, der Hanni dazu drängt, nicht weiterhin so festgefahren zu leben.
Zitat S. 35 "Du bist viel zu jung, um alt zu sein!"
Im Internet hatte er von der Granny-Nanny-Agentur gelesen und will, dass seine Mutter sich damit beschäftigt. Zu lange war sie unselbständig gewesen, alles hatte der Mann von ihr ferngehalten. Auch die technischen Erneuerungen wie Internet. Es dauert ein paar Tage, dann aber ruft Hanni Clara Behrens an.

Alle drei Frauen erhalten die Nachricht, dass Berlin bzw. Umland für die nächsten Monate ihr neues Umfeld mit Job sein würde.
Obwohl ihnen der Sprung ins kalte Wasser nicht leicht fällt, gelingt es mit Clara Behrens Anregung, sich jeden Montag im Cafe Maiwald zu treffen. Es macht einfach Freude, die Entwicklung der drei Frauen zu sehen. Vor allem Hanni, Überraschung pur! Zwischen ihnen entwickelt sich eine ganz tolle Freundschaft, mit Ecken und Kanten. Das gehört dazu. Allein die Vorstellung, wie Hanni den Umgang mit dem Smartphone lernt, köstlich.

Jede der Gastfamilien ist eine Herausforderung an die Grannys und schweißt die drei Frauen zusammen. Tania Krätschmar hat die Charaktere authentisch beschrieben und die Stadt Berlin als Handlungsort ist einfach ideal.
Multi-Kulti! Ich liebe Berlin!
Zitat S. 378
 "Ja, Berlin hat uns verändert", sagte Karen.

"Das Vierteljahr hat uns verändert", sagte Hanni.

"Hoffentlich hat es mich auch verändert", murmelte Suse, aber das hörte nur Hanni.

Es war eine herrliche Lesezeit, die ich mit diesem Buch hatte und möchte keine Sekunde davon missen. Ein Roman für Jung und Alt, mutmachend, denn das Leben bietet so viele Möglichkeiten. Ich würde mir eine Fortsetzung der Granny-Nanny-Agentur mit anderen Charaktere wünschen.


Vita
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

Montag, 9. März 2015

(Rezension) Das Buch der Nacht - Deborah Harkness


Deborah Harkness
Das Buch der Nacht 
Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (2. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764505271
Originaltitel: The Book of Life
€ 19,99

Weitere Ausgaben:
Hörbuch - EBOOK

 Cover / Info / Vita -
VERLAG




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Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar

Wenn die größte Gefahr eine Liebe hervorbringt, die stärker ist als das Leben selbst ...
Nach ihrer Zeitreise in das London Elisabeth‘ I. kehren Diana Bishop und Matthew Clairmont zurück in die Gegenwart, wo neue Herausforderungen, vor allem aber alte Feinde sie erwarten. In Sept-Tour, der Heimat von Matthews Ahnen, treffen sie aber auch endlich ihre Freunde und ihre Familien wieder. Außerdem werden sie mit einem tragischen Verlust konfrontiert, der besonders Diana trifft. Die wahre Bedrohung für die Zukunft aber, muss noch aufgedeckt werden, und dafür ist es von höchster Wichtigkeit, das Geheimnis um das verschollene Manuskript Ashmole 782 zu entschlüsseln und die fehlenden Seiten zu finden …

Der krönende Abschluss der großen Saga.



Fast zwei Jahre mussten die Fans von Deborah Harkness auf den Abschlussband der All Souths Trilogie warten. Um den roten Faden der Geschichte um Diana Bishop, Matthew Clairmont und das Manuskript Ashmole 782 wieder aufzugreifen, habe ich meine eigenen Rezensionen von den ersten beiden Bänden gelesen.
Etwas Wehmut tat sich allerdings auch auf, das Wissen hier geht wieder einmal eine tolle Reihe zu Ende. Und diese gehört mit zu meinen Lieblingstrilogien. Kann man überhaupt unter dieser Voraussetzung eine normale Lesermeinung schreiben? Ich versuche es.
Aus der Vergangenheit, sprich dem Mittelalter, zurück in die Gegenwart, ihrer Heimat Sept-Tours werden die Hexe Diana und der Vampir Matthew von ihrer Familie in Empfang genommen. Doch Freud und Leid liegen dicht nebeneinander, denn die Familie musste einen Verlust verkraften. Freude, Diana war schwanger mit Zwillingen. Das verschollene Manuskript Ashmole 782  war zwar im vergangenen Zeitalter gefunden, doch es in die Gegenwart zu transportieren, ging nicht.
Das Manuskript Ashmole 782 ist ein verzaubertes, alchemistisches Manuskript, das Buch des Lebens, welches für die Gestalten, egal ob Hexe, Vampir oder z. B. Dämonen, von großer Bedeutung war. Denn auch die bösen Mächte waren auf der Suche.
Der verstoßene Sohn von Matthew hegt böse Absichten und es liegt an Diana, sich vor ihm mit ihrer besonderen Kraft zu schützen. Enorme Probleme, die bewältigt werden müssen, und diese zehren an Dianas Kräften. 
Die Entwicklung der Charaktere als auch der Nebencharaktere ist richtig gut geschrieben, alle sind sie sympathisch.
Zum Ende hin gibt es eine Reihe von Überraschungen.
Und wieder geht eine außergewöhnliche Trilogie zu Ende und hat mit dem dritten Band „Das Buch der Nacht“ einen würdigen Abschluss gefunden hat.  Ich hoffe sehr in Zukunft noch mehr von Deborah Harkness lesen zu dürfen.
Ich vergebe 5 Lesegenuss-Bücher

Vita
Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).

Nach Die Seelen der Nacht und Wo die Nacht beginnt ist Das Buch der Nacht der krönende Abschluss der großen Saga der Erfolgsautorin.

Samstag, 10. Januar 2015

(Rezension) Der Tag, an dem Rose verschwand [Linda Newbery]



Linda Newbery
Der Tag, an dem Rose verschwand
Gebundene Ausgabe
416 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (27. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764504977
Originaltitel: Quarter Past Two on a Wednesday Afternoon
€ 19,99


 Quelle/ Info - Verlag





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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
 
Es geschah um Viertel nach zwei an einem Mittwochnachmittag ...
Als Anna sich an einem heißen Sommertag auf den Weg in die Stadt macht, genießt Rose die Sonne im Garten. Anna ahnt nicht, dass sie ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat.
Zwanzig Jahre später fällt es Anna schwer, in die Zukunft zu blicken, da doch Rose immer nur Vergangenheit sein wird. Auch ihre Mutter, die schon einmal einen geliebten Menschen verlor, scheint mit der Tragödie nicht abgeschlossen zu haben – und ein Geheimnis zu verbergen … Was ist damals in den 60ern passiert? Und wer ist Rosanna, von der sie immer wieder spricht?

Eine berührende Geschichte über Mütter und Töchter, über Schwestern und über die Geheimnisse, die wir in uns tragen.

Meine Meinung.
Zwanzig Jahre ist es her, dass Annas ältere Schwester Rose am helllichten Tag verschwand. Diese hatte sich gegen Mittag es sich auf der Gartenliege unter einem Baum gemütlich gemacht, um ein Buch zu lesen. Anna hingegen zog es in die Stadt. In all den vergangenen Jahren kein Lebenszeichen, doch keiner der Familie hatte die Hoffnung aufgegeben. Das Zimmer von Rose war noch genau wie an dem Tag, als sie verschwand. Inzwischen lebte Anna mit Martin zusammen. Dieser war beruflich viel unterwegs, geschieden. Seine Ex-Frau Ruth entpuppt sich im Laufe der Handlung zu einem wahren Schatz, doch bis Anna das erkennt, bedarf es eine ganze Zeit.
Erzählt wird die Geschichte zum einen aus der Sicht von Anna, und aus der Perspektive von der Mutter der beiden Schwestern. Jeder von ihnen hofft, dass Rose wieder heimkehren wird. Umso schwerer fällt es der Mutter, dass das Haus, ihrem Heim, verkauft werden soll. Der Verkauf hieße Loslassen, sich trennen müssen. Wo aber sollte Rose sie suchen, wenn die Familie nicht mehr dort wohnen würde? Die Person Anna ist immer noch in ihrem Denken auf Rose fixiert.
Aber was war mit Rose geschehen? Wenn sie noch lebte, wo war sie? Und so beginnt Anna intensiv nach ihr zu suchen. Letztendlich wird das Geheimnis um Rose’ Verschwinden gelöst. Obwohl von Anfang an Rose zwar präsent ist, wird sie in einem Bild dargestellt, was sie als unsympathisch, oberflächlich und Ich-bezogen zeigt. Dass ihre Schwester Anna sie, Rose, als eine Art Idol sieht, nun ja.
Irgendwie erschütternd fand ich, dass die Mutter so lange ein Geheimnis mit sich herumgetragen hat. Das war nicht ganz nachvollziehbar, zumal sie auch ihren Ehemann Don nicht mit ins Vertrauen gezogen hat. Ich habe mich als Mutter gefragt, inwiefern das nachvollziehbar sei.
Leider bleibt Annes Verhalten gegenüber Martin nicht ohne Auswirkung. Für mich nicht plausibel, dass sie ihren jetzigen Partner nicht versteht, ihr Herz öffnet und die Wärme und Liebe einziehen lässt.
Schicksale, Lebenswege, bilden den Haupthintergrund zu dem Roman, bei dem sich zwar alles um Rose dreht, doch zwangsläufig tragen die anderen Protagonisten die gesamte Handlung.

Fazit:
Die Geschichte um das Verschwinden von Rose liest sich durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin leicht. Ein Familiendrama, Geheimnisse, Verlust und Loslassen, kurz gesagt, ohne noch intensiver auf die Handlung einzugehen.
Von mir klare Leseempfehlung!

"Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel."
(Quelle unbekannt)

Vita:
Linda Newbery studierte und unterrichtete Englisch, bevor sie ihr erstes Buch verfasste. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die vielfach ausgezeichnet wurden, u.a. mit dem Costa Children's Book Award. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und drei Katzen in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Oxfordshire im Süden Englands.