Christopher Ross
Mein Bruder, der Bär
Gebundene Ausgabe
223 Seiten
Verlag: Ueberreuter (Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3800056644
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
€ 12,95
Verlagsinfo:
Amerika, 1930: Nach dem Tod ihrer Mutter flieht die junge Claire vor ihrem zudringlichen Onkel aus der Stadt. Cliff, ein fröhlicher Lebenskünstler, hilft ihr bei einem Wanderzirkus unterzukommen. Dort legt sie sich mit dem rücksichtslosen Dompteur an, der seinen Bären durch Misshandlungen in den „wildesten Grizzly der Welt“ verwandelt. Claire kann sich auf rätselhafte Weise mit dem Tier verständigen, und als der Bär in die Wälder entkommt und alle seinen Tod fordern, zieht sie allein in die Wildnis, um den Grizzly zu retten.
Statement:
Claire ist glücklich. Trotz der Wirtschaftskrise in Amerika, wir schreiben das Jahr 1930, hat sie einen Job bekommen und wird in der nächsten Woche als Sekretärin in einem großen Verlagshaus anfangen.
Doch es kommt alles anders für sie.
Noch am gleichen Tag wird Claire mit dem plötzlichen Tod ihrer Mutter konfrontiert. Diese war gerade mal erst fünfundvierzig Jahre geworden. Nunmehr wird Claire immer mehr mit ihrem Onkel James, den Bruder ihres Vaters konfrontiert, seiner Zudringlichkeit ihr gegenüber. Er ist mehr als aufdringlich und greift bestimmend in Claires Leben ein. Diese macht genau das Richtige und verschwindet kurz nach der Beerdigung, ohne dass es der Onkel bemerkt.
Sie schafft es bis zum Bahnhof, doch dort lauert schon der Onkel ihr auf. Sie schafft die Flucht, allerdings nicht weit. Wieder einmal muss sie sich vor James verstecken, also verlässt sie den Zug. Claire trifft Cliff, eine Art Lebenskünstler, und so findet sie Unterschlupf bei einem Wanderzirkus mit einem „wilden“ Grizzlybären. Doch der Bär ist nicht so, nur wenn er von seinem Dompteur Doug geschlagen wird, dann ist er wild, eben der „wildeste Grizzly der Welt“.
Das Indianerblut in Claire, der Glaube an ihre Ahnen, so ist es ihr möglich, sich mit dem Tier zu verständigen. Doch als der Bär entkommt und alle auf ihn Jagd machen, ist es Claire, die ihn retten will.
„Mein Bruder, der Bär“, wieder einmal ein besonderes Buch des Autoren Christopher Ross, dessen Reisen durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, der Vielfalt seiner Kulturen hier ihren Platz finden. Eine spannende Handlung, aufgebaut auf den Hintergrund der harten 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, besitzt die Story trotzdem eine warme Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann.
Die Charaktere Claire, von Anfang an schon als sehr eigenwillige Persönlichkeit geschildert, macht im Laufe der Handlung eine interessante Entwicklung durch.
Der Sprachstil des Autors ist flüssig und das Cover passt wunderbar zum Inhalt.
Die unendliche Weite Amerikas in all seiner Schönheit, der „Indian Summer“, ein tolles Bild. Wer träumt nicht davon, einmal durch diese Weite zu reisen.
Fazit:
Das Buch „Mein Bruder, der Bär“ ist ein empfehlenswertes Jugendbuch – für Leser ab 12 bis ???
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