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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Freitag, 31. Juli 2015

Rezension || Ach du Liebesglück ~ Kristina Steffan

Kristina Steffan
Ach du Liebesglück
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: Diana Verlag (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453358600
ISBN-13: 978-3453358607
€ 8,99

 Cover / INFO - KAUFLINK
VERLAG





Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Ein kleiner Bauernhof am Meer – klingt idyllisch und romantisch? Nicht für Lilly, denn sie wohnt dort mit ihrem siebenjährigen Sohn, dem kauzigen Untermieter und einer bissigen Gans. Aber dann zieht Lilly mit ihrem Traktor das Auto eines gut aussehenden Surfers aus dem Sand, und ein geheimnisvoller Hausgast mit sehr blauen Augen quartiert sich unerwartet in ihrer Ferienwohnung ein. Und auf einmal sieht es fast so aus, als könnte es mit der Liebe doch noch klappen …

Meine Lesemeinung:

Lilly Pfeffer, Mitte Dreißig, Single-Mom von Tom, sieben Jahre, lebt auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein mit ihrem Vater, etlichen Tieren und jobbt in der kleinen Dorfbäckerei. Auf dem Hof lebt auch noch Dr. Ewald als Mieter, der wenigstens etwas Geld in die Kasse bringt. Vor Jahren hatte Lilly Hamburg den Rücken gekehrt und nach Hause zurückgekehrt. Nach Hause, das war das Dorf Schönbühl. Ihre verstorbene Mutter wollte aus dem Hof eine Pension mit Ferienwohnungen machen, doch leider konnte sie das nicht mehr verwirklichen. Diesen Traum der Mutter will Lilly nun vollenden.
Chaos pur, doch sie kämpft dafür.
Wenn sie wenigstens mehr Unterstützung von ihrem chaotischen Vater hätte, aber der malte und malte und malte ...
"Wünscht du dir denn nicht einen Mann?" Diese Frage stellte Lillys Freundin Magdalena. Natürlich, aber woher nehmen ...
Doch dann taucht ein Fremder auf, der sich unwissend über eine Bullenweide getraut hatte. Natürlich hatte das Folgen und Lilly muss als Samariter aushelfen. Dieser Fremde hatte nichts weiter bei sich. Ein Landstreicher? Lilly hat ein großes Herz und nimmt ihn erst einmal bei sich auf.
Ein Bauernhof in Strandnähe hat aber auch noch andere Vorteile. Vor allem, wenn unwissende Autofahrer im Sand stecken bleiben. Da wird der Trecker rausgeholt und locker gutes Geld kassiert fürs Abschleppen. Nun, wenn man dann auch noch Glück hat, läuft dir ein Traumtyp über den Weg. Lukas, der Surfer, beharrlich umgarnt er Lilly. Aber auch der Fremde geht Lilly nicht aus den Kopf.
Wenn die Hormone verrückt spielen ...

Der Schreibstil ist leicht und locker, so dass die Seiten nur so dahinfliegen - wie die Sandkörner im Wind -.
Die Charaktere sind gut beschrieben, menschlich, sympathisch. Es sind ganz normale Menschen, wie sie hier und dort halt leben.

Das Cover spricht mich an, und man fühlt sich fast am Meer, auf dem Deich oder den Wiesen.
Ganz zum Schluss gibt es noch ein Schmankerl "Lillys Nusspesto".
Wer es nicht liest, wird Ganter Günther nicht kennenlernen! Vergesst aber nicht den Regenschirm!

Mit ihrem Buch "Ach du Liebesglück" knüpft die Autorin an den Erfolg von "Land in Sicht" an. Allerdings, um ganz ehrlich zu sein, fand ich das letztgenannte Buch ein kleines bisschen besser ☺

Ich gebe meine Leseempfehlung und 4 Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Kristina Steffan lebt und arbeitet in Norddeutschland, weshalb das Meer in ihren Büchern oft eine wichtige Rolle spielt. Im Diana Verlag erschienen ihre Romane »Nicht die Bohne!«, »Land in Sicht« und »Ach du Liebesglück« sowie die Erzählung »Meer in Sicht«. Sie veröffentlicht auch unter dem Namen Kristina Günak.

Freitag, 4. Juli 2014

(Rezension) Land in Sicht - Kristina Steffan


Kristina Steffan
Land in Sicht
Taschenbuch
336 Seiten
Verlag: Diana Verlag (12. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357785
Chick-Lit
€ 8,99

© Rechte:Info - Diana Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar!

Das Glück schmeckt nach Äpfeln und Schokolade

Lotta hasst Veränderungen. Blöd nur, dass das Leben darauf keine Rücksicht nimmt. Als ihre Oma stirbt, ist sie plötzlich Hausbesitzerin. Auf dem Land. Gemeinsam mit ihrer ungeliebten Schwester. Von nun an kämpft Lotta mit Kühen im Garten, mit den Dorfbewohnern und Handwerkern, die gern auch mal die falsche Wand einreißen. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Graf im Nachbarhaus, der ihre Gefühle ganz schön durcheinanderbringt …

Meine Meinung:
Veränderungen im Leben, wenn dies bislang genau durchorganisiert, strukturiert abläuft? Doch das Leben fragt dich nicht, es macht einfach. Und Ruck-zuck kann es ganz schön stürmig werden!
Genauso ergeht es Lotta, nachdem ihre geliebte Oma verstorben ist. Denn was nun auch Charlotta Ellenberg, genannt Lotta, zukommt, ahnt sie nur ein klitzekleines bisschen. Schlimm genug, dass sie auch noch ihre Schwester Lea informieren muss, ihre Mutter in Thailand ist und alles an ihr wieder einmal hängen bleibt. Gefühle zu zeigen, dafür ist kein Platz, keine Zeit, das machen die anderen.
Lotta konnte gar nicht anders, hatte sie doch nach dem Tod des Vaters irgendwie die Bürde der Verantwortung nicht nur für Lea übernommen. Eigentlich hatte sie doch ihr Leben im  Griff oder? Und nun war Oma nicht mehr da.
Auf nach Droggendiel, dem Wohnsitz der verstorbenen Oma Else. Hier auf dem Dorf hielt man zusammen, war eine Gemeinschaft. Dies werden beide Schwestern im Laufe der Handlung erfahren – von Anfang an. Diese Droggendieler sind schon ein ganz besonderes Volk.
Der große Knall kommt bei der Testamentseröffnung. Natürlich wusste Oma um das sehr angespannte Verhältnis zwischen den beiden Schwestern. Ältere Leute sind weise. Und in ihrer Videobotschaft, die beim Notar abgespielt wird, spricht sie wunderbare Worte zu den drei Frauen. Mensch Lotta, du kannst ja Gefühle zeigen.
Nun aber heißt es für beide Schwestern, entweder in die Hände spucken, das Projekt anpacken, Omas Haus renovieren und ein Jahr zusammen dort wohnen oder ...
Sie raufen, zanken, streiten, die Fetzen fliegen, aber sie gehen die Sanierung bzw. Renovierung des alten Hauses an. Wochenlanges Arbeiten, das Miteinander der beiden, ihr gestörtes Verhältnis zueinander wird genauso einer Generalüberholung unterzogen wie das alte Haus. Wenngleich das Leben der einen chaotisch scheint, kommandiert von Lotta, ist der Autorin eine sehr authentische Darstellung gelungen. Wie aus dem Leben gegriffen ...
Doch irgendwann kam ein Zeitpunkt meinerseits, wo ich innerlich Lea zugerufen habe, nun mach doch endlich deinen Mund auf! Sag ihr, was los ist. Alex, der gute Bekannte an Leas Seite, anfangs erschien er als nur mitlaufende Nebencharaktere, hat mir gut gefallen. Denn das er Leas Ruhepol ist, zeigt sich häppchenweise.
Erik, der seltsame Nachbar von Lea und Lotta, auch „Graf“ genannt, erweist sich von Anfang an als eine sehr zurückhaltende Charaktere. So wie Lotta ist auch er in seinem Leben von einem geliebten Menschen sehr verletzt worden. Das er prominent ist und ein von, erfährt der Leser so ganz nebenbei. Hier hat die Autorin es gut beschrieben, ohne in eine kitschige Schiene abzudriften. Was es nun mit Erik und seinen schokoladigen Verführungen auf sich hat, lest selbst.
Wohin geht die Reise der beiden Schwestern? Blut ist bekanntlich dicker als Wasser, und genau das zeigt sich in dieser tollen Geschichte.
Man muss sich selbst und anderen nur eine Chance geben, etwas ändern zu wollen, sich nicht immer nur die Wunden lecken, dann läuft es auch bald wieder rund. 

DANK an Oma Else, die mit ihren fünfundachtzig Jahren sehr weise und vorausschauend dem Leben der beiden Schwestern in dieser fiktiven Geschichte einen ordentlichen Ruck gegeben hat. 

Es gibt viele Gründe, um diesen Buch fünf Lesegenuss-Bücher zu geben. Einer davon ist, ich habe mich wunderbar unterhalten und tolle Lesestunden.

Kristina Steffan lebt und arbeitet in Norddeutschland. Im Diana Verlag erschienen ihre Romane »Nicht die Bohne!« und »Land in Sicht«. Sie schreibt auch unter dem Namen Kristina Günak. www.kristina-steffan.de