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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Freitag, 15. Mai 2020

Die verlorene Tochter der Sternbergs ~ Armando Lucas Correa

Wie weit kann eine Mutter gehen, um ihr Kind zu retten?

Eine unvergessliche Familiengeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, herzzerreißend und bewegend
Berlin, 1939. Für die jüdische Bevölkerung wird das Leben immer schwieriger. Wer kann, bringt sich in Sicherheit. Auch Amanda Sternberg beschließt, ihre Töchter mit der MS St. Louis nach Kuba zu schicken. Am Hafen kann sie sich jedoch nicht von der kleinen Lina trennen. So vertraut sie nur die sechsjährige Viera einem allein reisenden Ehepaar an und flieht mit Lina zu Freunden nach Frankreich. Im kleinen Ort Oradour-sur-Glane finden sie eine neue Heimat. Doch es dauert nicht lange, bis die Gräueltaten der Nationalsozialisten auch diese Zuflucht erreichen ...
In seinem zweiten Roman erzählt Armando Lucas Correa vom Schicksal einer jüdischen Familie, die der Nationalsozialismus und die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs auseinanderreißen. Eine Geschichte von Liebe und Verlust, Verzweiflung und Wagnis.

❀• Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Armando Lucas Correa - Die verlorene Tochter der Sternbergs
Hardcover  Saga   348 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0044-3
ET  30.04.2020  € 22,--
Gelesen 05/2020 


❀•.Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  Leseeindruck  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ.•❀
Elise hatte schon immer die Gabe besessen, die Zukunft vorherzusehen. Doch nicht an diesem Tag. Was an diesem Tag geschah, hätte sie niemals erahnen können.


Es ist der Beginn einer Geschichte, die im April 2015 in New York beginnt. Insgesamt umfasst das Buch sechs Teile.
"Die verlorene Tochter der Sternbergs" ist eine Familiensaga, eine Zeitreise in das vergangene Jahrhundert in die Zeit der dunkelsten Geschichte Deutschlands.
Der zweite Teil "Die Flucht" gibt intensiv Einblick in das Leben der Familie Sternberg, Amanda und Julius. Sie sind Juden. das herrschende Naziregime macht es dieser Bevölkerung zunehmend immer schwerer, und so trifft Julius Vorsorge, dass sie  per Schiff nach Kuba zu lebenden Angehörigen ausreisen können. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz schickt Amanda nur ein Mädchen dort hin, während sie mit der anderen nach Frankreich zu einer befreundeten Familie flieht. Doch auch hier ist sie vor der Judenverfolgung nicht geschützt. Natürlich stellt sich die Frage, warum schickt die Mutter trotz Einreiseerlaubnis für zwei Personen nur ein Kind auf den Weg? Die französische Zeit wird erzählt über die stattgefundenen Massaker; selbst vor der heimischen Bevölkerung wurde nicht halt gemacht. Das ist geschichtlich nachgewiersen.
Was genau aber will der Autor uns mit seiner Geschichte erzählen?
Eine alte Dame, die von längst eingestaubten Erinnerungen durch Briefe eingeholt wird.
Eine Vergangenheit mit dem Thema Handlung eines Regimes, nicht reinrassige Menschen zu vernichten. Was heißt das? Krieg ist Ausnahmezustand, mag sein. Aber derartige Greueltaten, wie sie damals verübt wurden, kann man nur verurteilen.
Was den Roman betrifft, wurde ich nicht richtig warm mit all den Abschnitten. Mir fehlte das Erscheinungsbild des Autors, was sich normalerweise in seinem Schreibstil findet.
Ein aussagekräftiger Klappentext hat mich neugierig auf das Buch gemacht, zumal diese Art von Romanen schon zu meinen Favoriten gehören. Leider und das bedauere ich wirklich, auch wenn das Schicksal um die Familie berührt, ist dies keine unvergessliche Familiengeschichte geworden, so wie es der Infotext beschreibt. Es ist nicht einmal ein bemerkenswertes Buch geworden.
Cover: Ich mag das Cover, das Mädchen in ihrem roten Kleid und das vor einem dezent farbig gehaltenen Hintergrund.
Wer sich geschichtsmäßig zum Thema der Juden, des Zweiten Weltkriegs, den ganzen Folgen beschäftigt oder gelesen hat, mag sich seinen Teil denken, worum es in dem Roman geht.
Mag sein, dass ich andere Erwartungen hatte. Vielleicht war mein Anspruch zu groß? Was am Anfang sich gut lesen ließ, zog sich leider danach wirklich wie eine zähflüssige Masse.
Dies ist meine Lesemeinung, was euch nicht abhalten soll, euch selbst ein Bild von dem Roman zu machen.


► © Cover / Info/ Zitat  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Eichborn
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, welches ich über das Portal Bloggerjury erhalten habe.

Leider keine bemerkenswerte und unvergessliche Familiensaga

Montag, 25. Februar 2019

(Rezension) "Schund und Sühne" ~ Anna Basener

Anna Basener
Schund und Sühne

Die Komödie mit Krönchen

Ein schwuler Prinz, der für Nachkommen sorgen muss, eine depressive Fürstin, die nicht an Depressionen glaubt, ein Rosenkavalier, der die Welt retten will, eine Prinzessin mit gebrochenem Herzen und Jagdgewehr. Und mittendrin eine junge Groschenromanautorin, die eigentlich aufhören will mit Schund und Kitsch, aber ausgerechnet dafür das Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn bekommt.
Für vier von ihnen brechen herrliche Zeiten an. Der Fünfte wird diesen Herbst nicht überleben.

Eichborn  || Paperback  || 240 Seiten
ISBN: 978-3-8479-0653-7 || Ersterscheinung: 31.01.2019
€ 18,00


Mein Leseeindruck

"Wo Kitsch ist, ist auch Schatten". Diese Widmung schrieb die Autorin in dem mir vorliegenden Buch "Schund und Sühne". Irgendwie hatte ich mich von dem Cover, Titel als auch Infotext "verführen" lassen. Mal was anderes, so dachte ich. Nun lest selbst!
Die mtispielenden Charaktere sind u. a. Kat, die es auf das Schloss Rosenbrunn als Nachrückerin eines Stipendiums verschlägt. Von Berlin in die niedersächsische Provinz. Für drei Monate wird sie bleiben. Kat schreibt Groschenromane, also vielmehr Fürstenromane. Alles was so im Adel sich abspielt. Sie erhoffte sich neue Inspirationen. Zur Familie derer von gehörte nicht nur Fürst Fredi, Fürstin Follie mit den beiden erwachsenen Kindern Seph und Valu, sondern auch die Gräfin Gratzi., Schwester der Fürstin. Die erste Bekanntschaft der beiden macht Kat, als sie von ihnen am Bahnhof abgeholt wird. Tag und Nacht könnte man auch zu den Schwestern sagen …
"Der Brautstrauß hebt ab", so beginnt die Story. Und wieder einmal ist es Prinzessin Seph, die ihn fängt. Der wievielte war es inzwischen, seitdem der Prinz ihr die kalte Schulter gezeigt hatte. Liebeskummer und Brautstrauß fangen passen nicht zusammen, so ermahnt sie Gratzi. Dann ist da noch ihr Bruder Valu. Eigentlich längst verheiratet und für Nachkommen sorgte sollte er. Doch Valu stand nicht auf Frauen. Alles nicht so ganz einfach in dem Schloß Rosenbrunn. Ein Lichtblick in der Handlung ist Gratzi, ein Paradiesvogel der Familie. Als weiterer Protagonist kommt noch der Rosenzüchter Moritz. Nun, was will man mehr. Hier trifft eine gute Mischung verschiedener Charaktere aufeinander.
Das erste Kapitel heißt "Prinzenblut und Rosenstolz" und scheint nach den ersten Seiten ein irgendwie zauberhafte, aber dennoch irgendwie abstruser Anfang. Und genauso geht es weiter. Eine Offenlegung der Handlung erfolgt hier nicht. Ich denke mal, die Autoprin wollte mit "Schund und Sühne" zwar die Richtung ihrer bislang geschriebenen Fürstenromane beibehalten, aber dennoch auf eine andere Art, moderner, skurril und humorvoll das Leben derer von zeigen. Der Blick in die Welt des Adels anders präsentiert. Adel verpflichtet☺
Es brauchte bei mir eine Zeit, bis ich mit der Handlung einigermaßen warm wurde. Die Gestaltung des Covers wirkt auf den ersten Moment einerseits schlicht, dann aber durch die verschnörkelte Schrift und das Bild der Burg gut in Szene gesetzt.  Was ich wirklich heftig finde, ist der Preis für das Buch.
Ich fühle mich zwiegespalten was die Bewertung betrifft. Auf der einen Seite habe ich mich zwar unterhalten gefühlt, dann aber doch irgendwie gelangweilt. Und zeitweise waren mir die Ausdrücke einfach zu derb. So ist es manchmal. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Ich nehme dann die goldene Mitte.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 3 Lesegenuss-Bücher

Gelesen 02/2019
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Der Funke ist leider nicht übergesprungen.
Ein netter Roman, doch der Funke konnte nicht so ganz überspringen,