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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Sonntag, 18. September 2022

Das Verschwinden der Sterne ~ Kristin Harmel ✨

 

Ein helles Licht in düsteren Zeiten …

🌟🌟🌟
Eine junge Frau nutzt ihr Wissen über die Wildnis, um jüdische Flüchtlinge vor den Nazis zu retten – bis ein grausames Geheimnis alles zu zerstören droht.

Seit sie als kleines Kind aus ihrem Elternhaus entführt wurde, ist Jona fast auf sich allein gestellt in der unerbittlichen Wildnis Osteuropas aufgewachsen. 1942 trifft sie tief im Wald auf eine Gruppe Juden, die den Nazis entkommen konnten. Jona ist fassungslos, als sie erfährt, was in der Welt geschieht. Sie bringt den Flüchtlingen alles bei, was sie über das Überleben abseits der Zivilisation weiß. Doch dann treibt ein bitterer Verrat Jona zur Flucht. Als sie sich ausgerechnet in einem von den Deutschen besetzten Dorf wiederfindet, muss sie sich einer Erkenntnis stellen, die ihr ganzes Leben verändert: Sie ist nicht die, die sie zu sein glaubte …

Einfühlsam, berührend und gleichzeitig hochspannend erzählt Kristin Harmel eine eindrucksvolle Geschichte von Hoffnung, Liebe und Mut in finsteren Zeiten.

Kristin Harmel - " Das Verschwinden der Sterne"
Original: The Forest of Vanishing Star  / Veronika Dünninger (Übersetzer)
Knaur HC; 1. Edition (1. September 2022) // Sprache: ‎ Deutsch
Broschiert: ‎ 400 Seiten  //   ISBN-13: ‎ 978-3426227718
€ 16,99 / Gelesen 09/2022



M̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅ ̲̲̅̅L̲̲̅̅e̲̲̅̅s̲̲̅̅e̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅d̲̲̅̅r̲̲̅̅u̲̲̅̅c̲̲̅̅k̲̲̅̅]

Es beginnt in Berlin im Jahr 1922. Dort entführt die zweiundachtzigjährige Jerusza  aus der Wohnung der Jüttners das knapp zweijährige Mädchen Inge. Einen Tag später war der zweite Geburtstag von Inge. Das Mädchen hatte ein Muttermal in Form einer Taube auf der Innenseite des linken Handgelenks. Jerusza wusste, dass das Kind nicht bei den Eltern bleiben durfte. Genauso wie sie schon immer Dinge gewusst hatte, die andere Leute nicht wussten. Jerusza war die Letzte einer seit Jahrhunderten existierenden Linie. Sie lebte weit ab im Wald, mit und von der Natur. Ihre Gabe hatte ihr gezeigt, dass dunkle Wolken aufzogen und Unheil verkündeten. Für Jerusza war es Gott, der sie heute hierher geführt hatte, Verantwortung zu übernehmen für das Schicksal eines Kindes, und vielleicht auch ein Stück der Welt zu verändern. Jeruszas Gabe hatte ihr auch das eigene Todesdatum gesagt und so blieben ihr noch gut zwanzig Jahre, um das Kind zu lehren. Und nun verschwanden beide in der Tiefe des Waldes in die Wildnis Osteuropas.
Aus Inge wurde Jona/Yona, das war der hebräische Rufname für Taube - siehe Muttermal.
Romane aus der Feder von Kristin Harmel sind immer wieder etwas besonderes und lesenswert, gerade wenn es um die Zeit des Zweiten Weltkriegs geht. Ihr ausführliches Nachwort zeigt noch einmal auf, welche Greueltaten ausgeübt wurden. Und dann gab es da die Menschen, die wie ihr Zeitzeuge im Herzen des Nalibocka-Waldes eine Gemeinschaft aufbauten und überlebten. Die intensive Recherche, die Begegnung mit Zeitzeuge und auch Interviews der Autorin ergeben ein klares Bild um das Überleben jüdischer Flüchtlinge. Der Nalibocka-Wald ist es auch, in dem Jona ihre Rolle spielt.
Jerusza lehrt Jona alles, was sie wissen muss, um im Wald zu überleben. Sie gibt ihr Bücher, lehrt sie das Lesen und gleichzeitig auch noch etliche Sprachen. Wieder und wieder lernt Jona nicht zu lange an einem Ort zu verweilen. Diese Lebensweise schildert Harmel so klar und bildlich, dass man sich direkt vor Ort fühlt. Man spürt die Kälte des Winters, mit jedem Schritt, den du gehst-liest, senkt sich dein Fußabdruck in den Waldboden. Das könnte ich jetzt endlos aufführen.
Am Ende von Jeruszas Leben erfährt Jona ihre wahre Identität. Doch immer wieder hatten  gewisse Erinnerungen im Unterbewusstsein ihr ein Bild von früher gezeigt. Und dann wird Jona selbst mit den Gräueltaten gegenüber den Juden konfrontiert. Dies geschieht in einer absoluten Härte, welche mir sehr nahe gegangen sind. Auch dass sie dabei ihren leiblichen Vater kennenlernt, ändert nichts.

Diese besondere Gabe, die Jerusza besass, war mit ihr gestorben. Jerusza besass keine eigenen Kinder. Doch sie hatte Jona so herangezogen, weil sie wusste, dass das Kind etwas Besonderes war, die die zu etwas Großartigem bestimmt war.

Die Geschichte um das Überleben, der Hilfe von Jona - man muss diesen Roman lesen, um zu verstehen, was uns die Autorin erneut aufzeigen will:
"Lasst uns die Vergangenheit nicht vergessen."
Aus meiner Sicht ist der Roman "Das Verschwinden der Sterne" der bislang stärkste Roman von Kristin Harmel. Wenn du dich am Anfang fragst, warum entführt Jerusza das Kind, dann erhältst du die Anwort, wenn du diese Geschichte liest.


Zitat S. 379
"Dem United States Holocaust Memorial Museum zufolge wurden während des Krieges zwischen 2,8 und 3 Millionen polnische Juden ermordet. Das sind zwischen 84 und 91 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung des Landes.
Denken Sie einen Moment darüber nach. Ungefähr drei Millionen jüdische Menschen wurden in einem einzigen Land ermordet.


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Der Wald kümmert sich um die Seinen
Vergiss nie, dass die Wahrheit immer in dir selbst liegt.
Härte lehrt einen Menschen das Leben.

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Das Buch der verschollenen Namen 📖 Kristin Harmel

 

Kristin Harmel
Das Buch der verschollenen Namen

M̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅ ̲̲̅̅L̲̲̅̅e̲̲̅̅s̲̲̅̅e̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅d̲̲̅̅r̲̲̅̅u̲̲̅̅c̲̲̅̅k̲̲̅̅

Inspiriert von einer wahren Geschichte hat die Autorin Kristin Harmel ihren neuesten Roman "Das Buch der verschollenen Namen" veröffentlicht. Die Handlung spielt hauptsächlich in Frankreich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs der 1940er Jahre.
Es ist Frühjahr 2005 in New York, als die sechsundachtzigjähre Mrs Adams, die noch immer in einer Bibliothek arbeitet, ein Foto in einer Zeitung sieht, welches sie wiederum um sechs Jahrzehnte zurückversetzt.
In dem Artikel steht, dass ein deutscher Bibliothekar in Berlin versucht geraubte Bücher an seine rechtmäßigen Besitzer zurück zu geben. Er hielt "ihr" Buch "Epitres et Evangiles" in der Hand und bei Eva kamen schmerzliche Erinnerungen zurück. Dieses Buch bewarhte ihre Vergangenheit in Frankreich und mit Remy, ein Mann mit dem sie so viel verbunden hatte. Sie würde nach Berlin fliegen. Doch zuvor musste sie ihren Sohn davon unterrichten, denn er wußte nichts von ihrem damaligen Leben.
Eine neue Identität - ein neues Leben.
Sommer 1942 in Paris. Inzwischen mussten alle Juden den gelben Stern an ihrer Kleidung tragen. So auch die Studentin Eva. Sie waren gewarnt worden und sollten untertauchen, denn es stand die Tage eine Massenverhaftung der Juden an. Ihr Vater hatte schon etwas vorgesorgt. Doch Eva und ihre Mutter konnten seine Verhaftung nicht verhindern, da sie gerade die Kinder der Nachbarn hüteten. Ihr Glück, denn so fliehen sie in ein kleines Bergdorf, wo sie normalerweise doch in die Schweiz wollten. Gekonnt hatte Eva Papiere für ihre Mutter gefälscht. Der Vater war abtransportiert in ein Lager und Evas Mutter setzt diese unter Druck, ihn dort heraus zu holen. In dem Dorf erkennt man ihre künstlerische Fähigkeit und im Schutz der Kirche beginntt Eva mit der Herstellung von neuen Papieren für jüdische Kinder. An ihrer Seite Remy, ebenfalls ein Fälscher. Er steht ihr auch bei, als sie in das Lager fährt wo der Vater sein soll. Doch der war inzwischen nach Ausschwitz abtransportiert.  So beginnen sie, damit die realen Namen der Kinder nicht vergessen werden, in einem katholischen Religionsbuch aus dem 18. Jahrhundert  Seite für Seite unter Anwendung der Fibonacci-Folge festzuhalten. Wie diese Fibonacci-Folge funktioniert, ist gut erklärt im Buch. Mir war dies völlig unbekannt.
In Bezug auf vorherige Romane der Autorin ist dieser hier erneut ein historischer Roman, der in der Zeit der Résistance bzw. des Zweiten Weltkriegs spielt. Ebenso schildert er den Mut von Personen, sich aufzulehnen und zu helfen. Auch auf die Gefahr hin, entdeckt und getötet zu werden. An Evas Seite ihre Mutter, die ihr keine große Hilfe ist und nur in der Vergangenheit lebt. Immer wieder stellt sie sich quer und verlangt unmögliches von Eva.  Haltlose Vorwürfe, die Eva immer wieder zweifeln lassen.
Es gibt viele Menschen in dem Ort, die für den Untergrund arbeiten. Dass sich zwischen Eva und Remy eine Liebesgeschichte anbahnt, und so gehören die ersten Seiten des Kirchenbuchs ihnen. Wer könnte schon auf die Idee kommen, dass sich hinter all den Punkten ein Code verbirgt?
"Das Buch der verschollenen Namen" ist erneut eine bewegende Lesereise in die dunklen Zeiten der deutschen Geschichte.
Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte, was ich immer ganz besonders interessant finde und  berührt.
#gegendasvergessen

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"Kristin Harmels Bücher erinnern uns daran, dass Liebe ebenso wie Widerstand mit Tapferkeit beginnt." People

Ein Buch, das mitnimmt und Vergangenheit lebendig macht
Der Roman macht Geschichte erlebbar und lebendig

Wenn der Wind aufkommt rüttelt er zuerst an der Tür.
Die Liebe ist die Wurzel der Gerechtigkeit
Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Freitag, 6. November 2020

🤍 Das letzte Licht des Tages 🤍 ~ Kristin Harmel

 

Eine grausame Zeit, ein schrecklicher Fehler und die Hoffnung auf Vergebung:
»Das letzte Licht des Tages« von Bestseller-Autorin Kristin Harmel erzählt eine ebenso gefühlvolle wie dramatische Familiengeschichte aus Frankreich zur Zeit des 2. Weltkriegs

Frankreich 1940: Als Inés herausfindet, dass ihr Ehemann auf dem Weingut der Familie Flüchtlinge und Waffen für die Résistance versteckt, ist auch sie gezwungen, eine Seite zu wählen. Inés schließt sich dem Widerstand an – und begeht einen schrecklichen Fehler, der das Leben aller auf dem Weingut für immer verändert.
Jahrzehnte später begleitet die junge Amerikanerin Liv ihre exzentrische Großmutter auf eine Reise nach Frankreich. Vom Weingut Chauveau fühlt Liv sich wie magisch angezogen – auch, weil sie spürt, dass ihre Großmutter nicht zufällig hierher wollte. Mithilfe des sympathischen Anwalts Julien Cohn beginnt Liv, die Geschichte des Weinguts zu erforschen. Ihre Recherchen führen sie zurück in die dunkelste Zeit des 2. Weltkriegs, zu einer Geschichte von Liebe und Verrat – und der Hoffnung auf Vergebung.

Die amerikanische Bestseller-Autorin Kristin Harmel knüpft mit dieser ebenso tragischen wie wunderschönen Familien- und Liebesgeschichte während des 2. Weltkriegs nahtlos an ihren größten Erfolg »Solange am Himmel Sterne stehen« an: Gefühlvoll, wendungsreich und atmosphärisch dicht erzählt, wird »Das letzte Licht des Tages« alle begeistern, die große historische Romane über das 20. Jahrhundert lieben.

Kristin Harmel
Das letzte Licht des Tages
Originaltitel : The Winemaker's Wife
ISBN-13 : 978-3426227121  || Broschiert : 384 Seiten
Herausgeber : Knaur HC; 1. Edition (2. November 2020)
Veronika Dünninger (Übersetzer)  ||  € 14,99
Gelesen 11/2020



Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

1940 || Seit gut einem Jahr ist Ines Chauveau mit Michael verheiratet. Ihm gehört das Weingut Maison Chauveau. Dies liegt in der Nähe der Stadt Reims, Frankreich. Sie überbringt ihm an diesem Tag die Nachricht, dass die Invasion der Deutschen begonnen hat. Nunmehr machen sie sich daran, den wertvollen Champagner in den Tiefen des Kellers zu verstecken. Es gibt dort einen geheimen Lagerkeller, wovon nur vier Leute wußten. So auch der Kellermeister Theo und seine Frau Celine.
Ines hatte in jungen Jahren ihre Eltern verloren und fand daraufhin ein neues Zuhause bei der Familie ihrer Freundin Edith. Als diese Eduard Thierry heiratet, geht sie mit nach Reims. Dort hat Eduard eine Brasserie geerbt. In dieser hilft Ines mit aus und lernt dort Michael kennen. Nun war sie die Frau eines renommierten Champagnerhauses.
Sommer 2019 || Olivia Kent, Kurzform Liv, lebt in New York. Ihre Ehe mit Eric ist nach zwölf Jahren beendet. Die immerwährende Versuche endlich schwanger zu werden, hatte letztendlich zum endgültigen Bruch geführt. Sie waren das perfekte Vorzeigepaar gewesen, auch beruflich.
Nun stand Liv da, ohne Job, ohne Mann, ohne Kind, ohne Geld. Nicht ganz, denn ihre Großmutter Edith, die in Frankreich lebte, übernahm erst mal die Wohnungskosten. Dann steht die neunundneunzigjährige Dame vor Livs Wohnungstür. Sie möge ihre Taschen packen, der Flug nach Paris geht in ein paar Stunden, so ihre Worte.  Es gibt gute Gründe, doch diese möchte Edith ihr vor Ort erzählen. Es ist Zeit, dass die Wahrheit ans Licht des Tages kommt. Nur kurze Zeit später geht es von Paris aus nach Reims. Hier lernt Liv den Anwalt ihrer Großmutter kennen.  Julien und dessen Familie arbeitet schon Jahrzehnte für Edith. Auch das ist neu für Liv. Allerdings verweist er Liv immer wieder darauf hin, dass Edith ihr die Geschichte des Aufenthaltes schon erzählen würde.
Geschrieben ist der Roman in zwei Zeitepochen und solche Romane finde ich immer sehr lesenswert. Die jeweiligen Kapitel sind mit dem aktuellen Protagonist/in gekennzeichnet sowie dem Monat/Jahr. Die Handlung spielt in Frankreich. Man spürt deutlich die Gefahr zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, ist erschüttert durch die geschilderten Szenen der Deutschen. Was noch erschwerend für Celine, die Frau des Kellermeisters, ist, ihre Herkunft ist jüdisch. Dass Michael für den Widerstand/Restistance tätig ist, dass Liebe, Eifersucht blind macht, all das und mehr wieder einmal hat die Autorin es berührend und bildhaft geschrieben.
Falls der Leser mit dem Verhalten der Großmutter Edith nicht klar kommt, nun wer den Krieg überlebt hat … So vermag ich auch kein Urteil zum Ende des Buches abgeben. Wie hätte man selbst gehandelt?
"Das letzte Licht des Tages" von der Autorin Kristin Harmel hat mich mit dem einfühlsamen Schreibstil, auch zu der schrecklichen Zeit, eintauchen lassen.
Das Schicksal geht seine eigenen Wege.
Es ist nicht das erste Buch der Autorin, welches ich gelesen habe. Es zeigt wiederum auf, dass Kristin Harmel sich in dieser Zeit sehr belesen hat, Recherche ist das A und O. Und wie so oft stellt sich die Frage: "Was hätte ICH an deren Stelle getan?"

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Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag

Eine ergreifende Familiensaga über Verluste und Gefühle, die das Herz berühren
Ein emotional berührender Roman
Ein Familiengeheimnis - gehütet bis ins hohe Alter

Montag, 18. September 2017

Rezension || Heute fängt der Himmel an ~ Kristin Harmel

Kristin Harmel
Heute fängt der Himmel an
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734102898
ISBN-13: 978-3734102899
Originaltitel: When We Meet Again
Veronika Dünninger (Übersetzer)
€ 9,99

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Verlag
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Herzlichen Dank an den Verlag/Bloggerportal  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Ein ungleiches Paar,
ein geheimnisvolles Bild
und eine Liebe, die nie verging …

Die freiberuflich arbeitende Journalistin Emily Emerson hat gerade ihren Hauptauftrag, die Kolumne "Beziehungsweise", die sie schon sehr lange für eine Zeitung schrieb, verloren. Es garantierte ihr tägliches Brot. Da erreicht sie ein Anruf aus der Redaktion, es sei eine Paketrolle für sie abgegeben worden, Absender eine Galerie aus Deutschland. Genau an dem Tag, wo ihr letzter Beitrag erschien. Zufall oder? Als ob Emily nicht schon genug Kummer hätte, denn vor kurzem hatte sie erst ihre Großmutter verloren. Als sie das mysteriöse Paket öffnet, kommt eine Leinwand zum Vorschein. Darauf meint sie, ihre Großmutter Margaret zu erkennen. Aber konnte das sein? Anbei war ein Zettel. "Sie war die Liebe seines Lebens", stand darauf. Doch wer war der Künstler? Sie möchte das Rätsel lösen und begibt sich auf Spurensuche. Und nimmt sogar Kontakt zu ihrem Vater auf, den sie seit Jahren von sich weist. Dieser hatte die Familie verlassen, als Emily gerade mal elf Jahre alt war. Das konnte und wollte sie ihm nicht verzeihen. Doch sie selbst hat mit achtzehn Jahren, in ihren Augen, einen großen Fehler gemacht. Ihrer Meinung nach unverzeihlich, aber nicht rückgängig zu machen. Es ist eine schwere Last, die Emily mit sich trägt.
Gemeinsam macht sie sich mit dem Vater auf nach Deutschland, Auf den Spuren des Bildes kehren sie wieder nach Amerika zurück, denn von dort war das Bild nach München zur Restauration geschickt worden. Bei weiteren Recherchen stößt Emily auf eine Geschichte, die ihr vollkommen neu war. Es war ihr nicht bekannt, dass es in Amerika Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg gab.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen.
Im Spätherbst 1944 in Belle Creek arbeitet dort Peter Dahler auf den Zuckerrohrfeldern, wie viele andere. Dort lernt er Margaret kennen sowie den kleinen dunkelhäutigen Jeremiah, über den sie so gut es ging, ihre schützende Hand hielt.
Kristin Harmel greift in ihren Romanen Themen auf, die sich aus der Menge schon abheben. In diesem Buch geht es um eine längst vergangene Liebesgeschichte zwischen einem deutschen Kriegsgefangenen in Amerika und einem jungen amerikanischen Mädchen. Und zwar beginnt es mit diesem Zitat:
"Du selbst zu sein in einer Welt, die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft", platzte es heraus, prombt überzeugt, dass es noch dümmer war, ein fragwürdiges Zitat anzuführen.
"Sie kennen Ralph Waldo Emerson?", fragte sie.

(Zitat S. 74)
Fällt Ihnen hier auch die Verbindung der Nachnamen auf? 
Ralph Waldo Emerson - Emily Emerson!?

Doch das Leben hatte etwas anderes für die beiden geplant. Wenn dann noch Missgunst, Neid, Hass innerhalb einer Familie eine Rolle spielen, dann sind manche Hürden nicht zu überwinden.
Ich möchte bewusst nicht näher auf den Inhalt des Romans eingehen. Diese Geschichte ist so beeindruckend, einfühlsam und spannend geschrieben, dass sie mir wirklich unter die Haut ging. Das mit eingebundene Thema Kriegsgefangene in Amerika während des Zweiten Weltkriegs war wie schon erwähnt, mir völlig fremd.
Alle Charaktere sind so beschrieben, dass man das Gefühl hat, es gäbe sie wirklich. Sie alle mit ihren Schwächen und Stärken wirken so menschlich.
Die Autorin Kristin Harmel hat es erneut geschafft, mich als Leser mit "Heute fängt der Himmel an" vollkommen in den Bann der Geschichte zu ziehen. Schwer zu beschreiben, was mir während des Lesens alles so durch den Kopf ging. Denn irgendwie habe ich es nicht nur gelesen, sondern auch gefühlt.

Mit "Heute fängt der Himmel an" hat die Autorin erneut eine berührende, traurige, tragische aber auch romantische Geschichte mit wunderbaren Protagonisten geschrieben.
Peter und Margaret, die beiden haben das gefunden, was sich jeder wünscht: die wahre Liebe.

When we meet again

Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 

Ӝ̵̨̄Ʒ   Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Ihre Bestseller Solange am Himmel Sterne stehen, Über uns der Himmel und Heute fängt der Himmel an waren in Deutschland große Erfolge und verzauberten auch weltweit viele Leserinnen. Auch ihr neuester Roman Ein Ort für unsere Träume erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida.


Ӝ̵̨̄Ʒ  Die Journalistin Emily Emerson befindet sich kurz nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Margaret an einem besonders schwierigen Punkt in ihrem Leben. Da erreicht sie unvermittelt ein mysteriöses Gemälde, das eine Frau unter einem wunderschönen violettfarbenen Himmel zeigt. Schnell erkennt Emily, dass es sich dabei um Margaret handeln muss, doch dem Bild ist nur eine Notiz mit den Worten »Sie war die Liebe seines Lebens.« beigelegt. Emily ist von diesen Zeilen tief bewegt und begibt sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte, die auch ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt ...

Eine emotionale und spannende Familiensaga

Dienstag, 28. Juli 2015

(Kurzreport) Über uns der Himmel ~ Kristin Harmel

Gelesen II. Quartal
Kristin Harmel
Über uns der Himmel
Taschenbuch
448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442383331
ISBN-13: 978-3442383337
Originaltitel: The Life Intended
€ 9,99
Aus dem Amerikanischen von Veronika Dünninger

©  Cover / Info - VERLAG






Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Meine Lesemeinung:

Es ist der 10. September 2001, der Abend vor dem Tag, der die Welt veränderte. Der Abend, als Patrick seiner großen Liebe Kate, mit der er gerade mal vier Monate verheiratet ist, etwas wichtiges Mitteilen wollte. Doch ein kleiner Streit verhindert dies und die Angelegenheit wird auf den nächsten Tag verschoben.
Auf den 11. September 2001.
Bei einem wunderbaren Abendessen wollte er mit ihr darüber sprechen. Grund ihres Streits war Patricks Verspätung an dem Abend, sein Treffen mit Candice, seiner Exfreundin. Patrick und Kate, zwei Seelenverwandte, füreinander bestimmt.
Doch das Schicksal wollte es anders.

Direkt von ihrer Wohnung aus konnte man die Twin-Towers in Manhattan sehen. Im Nordturm arbeitete Patrick.
"Und in einem Moment, der niemals ungeschehen gemacht werden konnte, hatte meine ganze Welt aufgehört zu existieren."
Zitat S. 26

Dreizehn Jahre später geht die Handlung weiter. Kate ist in einer neuen Beziehung mit Dan, arbeitet als Musiktherapeutin und steht kurz vor der Hochzeit. Eines Nachts aber erlebt sie einen merkwürdigen Traum, indem sie meint, ihr jetziges Leben mit Patrick zu führen. So als wäre der 11. September nie gewesen. Dieser Traum war so realistisch für sie, dass es ihr derzeitiges Leben in Frage stellte. Denn es gab da diese eine kleine Begebenheit ... Eine Stimme, die ihr so vertraut war und aus ihrem Mund kam das Wort "Mom?" Es konnte einfach nicht sein, denn Kate war nicht schwanger gewesen. Diese rätselhaften Träume in der laufenden Handlung hat die Autorin exzellent eingebaut. Es ergeben sich Hinweise, die Kate im realen Leben hinterfragt. Und überraschende Antworten erhält.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man seine große Liebe, seinen Seelenpartner innerhalb von Sekunden verliert? Die Themen im Buch wie Musiktherapie, aber auch die Familie, die Hilfe in großer Seelennot, sein Herz zu öffnen für ein neues Leben, ich habe keine Sekunde bereut, ein weiteres Buch von dieser wirklich tollen Autorin Kristin Harmel zu lesen.

"Über uns der Himmel" ist ein Buch, das verzaubert, aber gleichzeitig eine Geschichte, die einen noch nach Tagen festhält.


Als die Welt zerbrach, blieb ihre Liebe …
"Vielleicht ist Hannahs Erklärung für die Silberdollars gar nicht so weit hergeholt. Vielleicht sind sie tatsächlich vom Himmel gefallen, Wünsche eines längst verlorenen Vaters, der ihr helfen wollte, den Weg nach Hause zu finden. Eines Tages werde ich ihr die Geschichte der Silberdollars erzählen, von der langen Tradition ihrer Familie, sie ins Universum zurückzuwerfen. Aber vorläufig genügt es zu wissen, dass sie da sind."
Zitat S. 421

Von mir gibt es 5 Lesegenuss-Bücher.

Meine Rezension zu "Solange am Himmel Sterne stehen" >> hier <<

Vita:
Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Mit dem Überraschungsbestseller Solange am Himmel Sterne stehen landete sie ihr sensationelles Debüt in Deutschland und verzauberte auch weltweit ihre Leser. Ihr neuer Roman Über uns der Himmel erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust, die diesmal die jüngere Vergangenheit mit einbezieht. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann in Orlando, Florida.


Eine emotionale Familiengeschichte.

Samstag, 25. April 2015

(Rezension) Solange am Himmel Sterne stehen - Kristin Harmel

Kristin Harmel
Solange am Himmel Sterne stehen
Erstausgabe : 15.04.2013
Verlag : Blanvalet
ISBN: 9783442381210
Flexibler Einband
480 Seiten
Sprache: Deutsch

€ 9,99
eBook 

Cover & Infos - Verlag





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Eine Liebe so unvergänglich wie die Sterne am Himmel

Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich – an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach … 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird – von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe …

Mein Leseeindruck:
"Über uns funkeln und tänzeln die Sterne und zwinkern von dem unendlichen Himmel zu uns herunter."
Mit diesem Satz endet das ergreifende Buch "Solange am Himmel Sterne stehen" von der Autorin Kristin Harmel. Worum also geht es in dieser Geschichte? Die 36-jährige Hope lebt mit ihrer zwölfjährigen Tochter Annie auf Cape Code und führt dort die kleine Bäckerei von ihrer Großmutter. Diese hatte die Nordstern-Bäckerei vor sechzig Jahren gegründet und zu etwas ganz besonderem gemacht. Hier war Hope aufgewachsen und mit den Geheimnissen um Torten und Kuchen groß geworden. Hopes Mutter war verstorben, wie auch der Großvater. Ihre "mamie" war an Alzheimer erkrankt und lebte in einem Demenz-Pflegeheim. Seit der Scheidung der Eltern war Annie aufmüpfig geworden, doch sie half weiterhin ihrer Mutter früh morgens in der Bäckerei. Ein Stammkunde war Gavin Keyes, der Hope half, wann immer er konnte. Dass er Interesse an ihr als Frau hatte, wollte Hope sich nicht eingestehen. Schließlich war Gavin jünger als sie. Und dann war da noch Annie, die ihr zu jeder Gelegenheit zu verstehen gab, dass Hope Schuld an der Scheidung war.
Rose McKenna, die "mamie", bittet Hope und Annie mit ihr an einem bestimmten Abend an den Strand zu gehen. Dort vollzieht sie so eine Art Ritual, mit dem sie beide überrascht. Trotz ihrer häufigen Phasen niemanden zu erkennen, wird Rose von ihrer Vergangenheit "überflutet". Diese Momente zeigen ihr auf, dass es an der Zeit ist, ihr Geheimnis zu lüften.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Hope und teils von Rose. Alles Vergangene trägt dazu bei, das Geheimnis um die Familie zu lösen. Je länger ich in der Geschichte verweilte, wurden mir wieder einmal die menschlichen Schicksale der Judenverfolgung des Zweiten Weltkriegs vor Augen geführt. Egal, wie viele Jahrzehnte seitdem vergangen sind, diese Vernichtung von Millionen von Menschen, die Konzentrationslager, alles Themen, die mit dieser Geschichte um Rose und Hope zu tun haben. Man vermutet es so gar nicht hinter dem kurzen Klappentext, dem wunderschönen Cover.
Welch tragische Vergangenheit Rose umgab, und warum Hope nach Paris reist, eine Suche auf den Spuren der Vergangenheit, und letztendlich es für sie Hoffnung gibt auf ein neues Glück, lest selbst.

Die Geschichte um "Rose McKenna" ist ergreifend. Die ganzen Schicksalsschläge, die einzelnen Protagonisten sind so authentisch beschrieben, wie auch die Handlungsorte. Aber auch Hopes Backkunst lässt das Herz des Lesers höher schlagen. Wer nicht genug bekommt, sollte die Rezepte nachbacken, die am Ende der Kapitel stehen.
Hopes Tage in Paris, ihre Recherche zur Schoah, alles ist so perfekt von der Autorin recherchiert und aufgeschrieben. Ich kann nur hoffen, dass diese damalige Zeit nicht in Vergessenheit gerät!
Lernt der Mensch aus seinen Fehlern der Vergangenheit? Ich lasse das jetzt so im Raum bzw. auf dem Papier stehen.

Abschließend kann ich nur schreiben: Lest dieses Buch, falls ihr es noch nicht kennt! Es steckt so viel darin, was man nicht vermutet. Und es gibt so viel! Für mich ein weiteres Lesehighlight in diesem Jahr.

Von mir gibt es 5 Lesegenuss-Bücher.

N.S.
"Solange am Himmel Sterne stehen" schmorte schon seit langem auf meinem SuB. Ich hatte es zwar angelesen, aber irgendwie war es in Vergessenheit geraten. Nun kam vor kurzem ja das neue Buch der Autorin auf dem Markt und eine mir nahestehende Person hat mir das geschenkt. So war es ein Must-read, bevor ich "Über uns der Himmel" lese. Selten habe ich so viele Taschentücher verbraucht.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Antoine de Saint-Exupéry

Vita:
Kristin Harmel hat bereits einige Romane veröffentlicht und mit Medien wie People und Glamour zusammengearbeitet. Mit „Solange am Himmel Sterne stehen“ erfüllt sie sich den Wunsch, eine große Geschichte von Liebe und Verlust über Generationen hinweg zu erzählen. Es ist ihr erster Roman, der in deutscher Sprache erscheint, und er wird derzeit in dreizehn Sprachen übersetzt. Kristin Harmel lebt in Orlando, Florida.