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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Montag, 4. Januar 2016

(Gedanken zu ...) Ein Garten im Winter - Kristin Hannah


Kristin Hannah
Ein Garten im Winter
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (9. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548283691
ISBN-13: 978-3548283692
Originaltitel: Winter Garden
Marie Rahn (Übersetzer)
€ 8,99
Cover /Info -
Verlag
oder bei einem Buchhändler eures Vertrauens





Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Gelesen Dezember 2015

Die Autorin Kristin Hannah, Jahrgang 1960, studierte zunächst Jura, obwohl ihre Mutter ihr schon früh prophezeite, dass sie Schriftstellerin werden würde. Heute ist sie eine international erfolgreiche Bestsellerautorin, deren preisgekrönte Romane auch schon verfilmt wurden. Kristin Hannah lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in einer kleinen Stadt in der Nähe von Seattle, Washington.

Cover: auf diesem seht ihr viele Details, wie z. B. die Blütenzweige, die verschneiten Bäume, der Schmetterling, alles findet sich in der Handlung wieder.
Titel: "Ein Garten im Winter" sagt nicht viel über den Inhalt aus - aber passt absolut.
Inhalt: Die Handlung steckt voller Überraschungsmomente. Die Geschichte in der Geschichte wirf auf eine ganz besondere Art erzählt. Emotional, herzzerreißend, nachdenklich.

Gegen das Vergessen der geschichtlichen Vergangenheit!
Menschliche Tragödien, Probleme, unendlicher Verlust, eine Familiengeschichte, es lohnt sich, das Buch zu lesen. Lasst euch nicht abschrecken, denn unsere Geschichte ist durch den Zweiten Weltkrieg mit dem des russischen Volkes verbunden.
Ein außergewöhnliches Buch einer außergewöhnlichen Autorin.

Zitat S. 85: »Bring sie dazu, euch die Geschichte von dem Bauernmädchen und dem Prinzen zu erzählen.«  ... »Die ganze Geschichte.«  ... »Versuch es einfach, ja? Ihr habt nie die ganze Geschichte gehört.« »Aber -« »Versprich es mir.«
Das Buch gehört zu den TopTen 2015 und erhält sechs Lesegenuss-Bücher.

Wer die Buchinfo lesen möchte, bitte sehr:
Als ihr Vater stirbt, verlieren die ungleichen Schwestern Meredith und Nina Whitson ihren größten Rückhalt. Auf dem Totenbett hat er ihnen das Versprechen abgenommen, sich um die Mutter zu kümmern, die ihr Leben lang kalt und abweisend zu ihren Töchtern war. Als es ihr immer schlechter geht, rückt die Familie enger zusammen. Die ungewohnte Nähe ist eine große Herausforderung für alle. Doch ein dramatischer Zwischenfall lässt die Vergangenheit in neuem Licht erscheinen.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Top Ten Thursday # 217 - Bücher-Highlights 2015


Jede Woche werden auf Steffis Blog für die TopTenThursday Aktion interessante Fragen gestellt.

Heutiges Thema: 

10  Meine bisherigen Bücher-Highlights  2015

Da ich eine Topliste führe, konnte ich gut darauf zurückgreifen. Und zehn Highlights waren eh schnell voll.

→ Ein Klick auf den Titel bringt euch zu meiner Rezension ←

001– Anat Talshir – Über uns die Nacht  

002 – Claire Winter – Die Schwestern von Sherwood

004 – Mia Löw – Das Haus des vergessenen Glücks

005 – Tanya Stewner – Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb

006 – Clarissa Linden – Ich warte auf dich, jeden Tag

007 – Anna McPartlin  – Die letzten Tage von Rabbit Hayes

008 – Julie Otsuka – Wovon wir träumten

009 – Nicole Steyer – Der Fluch der Sommervögel

010 – Maria Regina Heinitz  Als der Sommer eine Farbe verlor

 

 

Donnerstag, 2. Juli 2015

(Aktion) Top Ten Thursday # 215 - Bücher, die ich in diesem Sommer gerne lesen möchte


Aktion von Steffis Bücherblog

Jede Woche werden auf Steffis Blog für die TopTenThursday Aktion interessante Fragen gestellt.

Heutiges Thema: 

10 Bücher, die du gerne diesen Sommer lesen möchtest

*****************
http://www.piper.de/buecher/der-sommer-der-wildschweine-isbn-978-3-492-30559-4
http://www.piper.de/buecher/wie-ein-fernes-lied-isbn-978-3-492-30613-3

http://www.dtv.de/buecher/die_sehnsucht_des_vorlesers_26078.html






Ich bin gespannt, was Ihr alles so auf eurer Liste habt.

Dienstag, 30. Juni 2015

|| Rezension || Der Fluch der Sommervögel ~ Nicole Steyer


Nicole Steyer
Der Fluch der Sommervögel
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426515846
€ 9,99

Cover / Info - Kauflink
VERLAG




Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


"Bin ich schon nicht mehr da,
wird man noch sagen,
das ist Merians Tochter."
Matthäus Merian, der Ältere


In ihrem Nachwort schreibt die Autorin Nicole Steyer, dass es bei so einer besonderen Frau wie Maria Sibylla Merian im 17. Jahrhundert war, dieser in eine fiktive Handlung eines historischen Romans Raum und Platz zu geben, nicht so ganz einfach ist.
Wer "Der Fluch der Sommervögel" gelesen hat, wird mir zustimmen, dass der Autorin ein wahrhaftes Meisterstück gelungen ist.
Man merkt, wieviel Herzblut in den Zeilen stecken. Die Leichtigkeit und Anmut der Sommervögel oder auch Schmetterlinge, sie tragen den Leser durch die Geschichte!
Ich habe noch nie zuvor einen so großartig geschriebenen historischen Roman gelesen, was sicher auch mit an der Hauptprotagonistin lag, der Schmetterlingsmalerin Maria Sibylla Merian * am 2. April 1647 in Frankfurt/Main, † 13. Januar 1717 in Amsterdam. Mich hat diese Geschichte von Anfang an fasziniert.

Maria Sibylla Merian hatte ihre künstlerische Begabung vom Vater geerbt. Als dieser starb, war sie gerade mal drei Jahre alt. Die Mutter heiratet neu und der Stiefvater, Jacob Marrell, ein Blumenmaler, fördert das Talent und lässt sie unterrichten. Doch schon bald zeichnet sie besser als ihr Lehrer. Sie will natürlich mehr, doch in der damaligen Zeit galt, Frauen heiraten früh und bekommen Kinder.
Die Handlung spielt im 17. Jahrhundert. Leute wie Maria, die anders dachten, Frauen wurden schnell als Hexe abgestempelt, Juden und andersgläubige Menschen hatten einen schweren Stand. Für die Juden gab es ein eigenes Viertel.
Maria Sibylla zieht es immer wieder nach draußen, in die Natur. Schon sehr früh war sie von Schmetterlingen fasziniert. Angefangen von ihrem Leben als Raupe, bis schließlich daraus ein wunderschöner Falter kam.
                                           Sommervögel - Schmetterlinge.

In der Hausangestellten Bärbel hat sie eine Verbündete, denn die Mutter führte ein strenges Regiment. Das lag aber mit daran, dass Johanna keinen Zugang zu ihrer Tochter fand. Als Maria den jungen Mann Christian begegnet, ist es als ob sich zwei Seelen gesucht und gefunden hatten. Doch Christian, den Totengräber und ein begnadeter Steinmetz, umgibt ein dunkles Geheimnis. Die Geschichte seiner Vergangenheit als auch Herkunft sind mehr als spannend. Als Christian erfährt, wer sein leiblicher Vater ist, entwickelt sich die Handlung zu einem mörderischen Spiel.
Seht es mir nach, wenn ich nicht weiter auf den Inhalt eingehe.

Nicole Steyer führt den Leser durch ihren bildgewaltigen Schreibstil in die Zeit des 17. Jahrhunderts in Frankfurt. Sie schafft es den Leser eigentlich durchgehend an das Buch zu fesseln. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Geschichte selber besticht durch die Atmosphäre, die geschaffen wird. Auch nach der Lektüre wirkt die Geschichte noch in einem nach. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen!

"Der Fluch der Sommervögel"
- ein wunderbarer historischer Roman mit einer großartigen Protagonistin ihrer Zeit
- faszinierend, einzigartig mit sehr viel Hintergrundinformationen
- ein Lesehighlight und Must-Read für alle, die gern historische Romane lesen.
- Höchstwertung auf meinem Blog - sechs Lesegenuss-Bücher und ab in die TopTen-Liste 2015

Das ist "Königsklasse", Nicole!

Mein Wunsch: Ich möchte es gern verfilmt sehen!

Meine gelesenen Bücher der Autorin:
"Die Hexe von Nassau"
"Das Pestkind"

Info Verlag:
Frankfurt im 17. Jahrhundert. Maria Merian ist Malerin, und vor allem Schmetterlinge, die sie liebevoll „Sommervögel“ nennt, sind ihre Leidenschaft. Sie beobachtet sie genau, erforscht ihre Verwandlung, zeichnet jedes Detail, auch wenn ihre Familie und ihre Umgebung ihr mit Unverständnis begegnen, denn Schmetterlinge gelten zu ihrer Zeit als Unheilsbringer und Vorboten des Todes. Eines Tages lernt sie auf dem Friedhof den eigenwilligen Totengräber Christian kennen. Die beiden schließen Freundschaft, aus der Liebe wird. Doch Christian hat eine dunkle Vergangenheit, die auch Maria in Lebensgefahr bringt …

Vita:
Nicole Steyer wurde 1978 in Bad Aibling geboren und wuchs in Rosenheim auf. Doch dann ging sie der Liebe wegen nach Idstein im Taunus. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie zu schreiben, beschäftigte sich mit der Idsteiner Stadtgeschichte und begann zu recherchieren. Das Ergebnis dieser Recherchen war ihr erster historischer Roman, DIE HEXE VON NASSAU, der sich mit den Hexenverfolgungen in Idstein und Umgebung befasst und ein großer Erfolg wurde. Für DER FLUCH DER SOMMERVÖGEL hat sie umfangreiche Recherchen in Frankfurt betrieben, genauso wie sie für DAS PESTKIND sich intensiv mit Rosenheim und Umgebung zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges beschäftigte.


Montag, 1. Juni 2015

|| Rezension || Die verbotene Zeit - Claire Winter

Claire Winter
Die verbotene Zeit
Gebundene Ausgabe
576 Seiten
Verlag: Diana Verlag (14. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453291683
€ 19,99

 Cover - Info - VERLAG





** Gelesen Mai 2015 **

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Buchinfo:
Eine tiefe Freundschaft und eine leidenschaftliche Liebe in einer gnadenlosen Zeit
1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöäscht und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was verbergenihre Eltern vor ihr? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld …

Meine Lesemeinung:
"England, Cornwall, 1959
Sie hatte die Tür zugeschlagen und war aus dem Haus gerannt - den schmalen Weg durch den Garten entlang und weiter zu der Sandstraße, die ans Meer führte. Nur weg hier! Sie lief, so schnell sie konnte."

***
"Die verbotene Zeit" spielt auf zwei Zeitebenen. Beide Handlungsstränge fließen im Laufe der Geschichte zusammen.
Zum einen handelt es von zwei Freundinnen, Edith und Dora, die zwar gesellschaftlich zwei verschiedenen Klassen angehören, aber dennoch unzertrennlich sind. Freundinnen fürs Leben. Das alles beginnt im Berlin 1922. Der Beginn des Naziregimes, der Widerstand im Untergrund, die Antihaltung gegenüber Juden. Während Dora, deren Mutter im Haus von Edith als einfaches Hausmädchen arbeitet, später einen ganz normalen Mann heiratet, Paul Behringer, vermählt sich Edith, die Tochter des Papierfabrikanten, mit Max von Stettenheim. Doch als sie Jules Cohn begegnet, ist es um sie geschehen. Allerdings ist dieser Mann Jude. Als Hitler an die Macht kommt, spitzt sich die Lage zu.
Der zweite Handlungsstrang beginnt in London 1975. Carla Whitmann, eine junge Frau mit deutschen Wurzeln, leidet seit einem Autounfall an Amnesie. An die Geschehnisse vor dem Unfall kann sie sich nicht erinnern. Auf sämtliche Nachfragen bei ihrem Mann Tom stößt sie auf Widerstand, so als hätte er etwas zu verbergen. Dann findet Clara ihr Notizbuch, in dem eine Telefonnummer sich hervorhebt. Diese Nummer gehört dem Journalisten David Gray. Sie erinnert sich, dass dieser bei ihr im Krankenhaus war. Claras Eltern sind keine Hilfe, der Vater weicht Fragen aus, die Mutter lebt seit geraumer Zeit in einem Sanatorium. Sie war über den Verlust der Tochter Anastasia vor über sechszehn Jahren nicht hinweggekommen.

Nach dem ersten Roman von Claire Winter, der mich sehr, sehr  beeindruckt hatte, ist ihr mit "Die verbotene Zeit" wiederum ein Meisterwerk gelungen. Problemlos lassen sich die Handlungsstränge lesen, alles ist verständlich geschrieben und der geschichtliche Hintergrund ist gut eingebunden.
Alle Charaktere sind mir sympathisch und glaubhaft beschrieben.
Berlin bietet als Handlungsort eine wunderbare Kulisse für diese, teils sehr emotionale Geschichte. - Im Prinzip könnte ich aus meiner Rezension zu "Die Schwestern von Sherwood" einen Teil daraus übernehmen. Lest selbst <hier>

Ich hatte mich auf dieses Buch sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Ein Buch, dass im Gedächtnis bleibt! Gerade die Freundschaft zwischen den Frauen.
"Die verbotene Zeit", ein weiteres Lesehighlight in 2015.
Es bekommt von mir die Höchstwertung auf meinem Blog - sechs Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Nach »Die Schwestern von Sherwood« ist »Die verbotene Zeit« ihr zweiter Roman im Diana Verlag. Die Autorin lebt heute in Berlin

Montag, 4. Mai 2015

|| Rezension || Wovon wir träumten ~ Julie Otsuka

Julie Otsuka
Wovon wir träumten
Taschenbuch
160 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442479689
Originaltitel: The Buddha in the Attic
€ 8,99

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Die bewegende Geschichte einer Gruppe von Frauen auf einer Reise ins Ungewisse ...

Mit leiser Wehmut, vielen Fragen und großen Hoffnungen im Gepäck überqueren sie den Ozean: junge Japanerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen, um in Kalifornien japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika. Die Überfahrt wird zu einer seltsamen, oft traumartigen Passage zwischen zwei Welten – und die Ankunft in Amerika zu einem abrupten Erwachen in der Fremde, in der kaum etwas so ist wie erwartet ...


Mein Leseeindruck:
Julie Otsukas Roman "Wovon wir träumten" erzählt die Geschichten von jungen Japanerinnen, die in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihre Heimat verließen. Ihr Ziel war Kalifornien. Über einen Heiratsvermittler waren sie Männern versprochen worden. Kalifornien, das Land der Träume, dort lebten ihre Zukünftigen und warteten auf sie. Wie groß muss der Schock für die jungen Mädchen gewesen sein, als sie mit der Realität konfrontiert wurden. Verführerisch klingende Briefe hatten sie in der Heimat von ihrem Zukünftigen erhalten, gutaussehende Männer auf den Fotos. Doch es wurde nicht das Leben, wovon sie geträumt hatten.
Einzelne Protagonisten aufzuführen, geht nicht, denn Julie Otsuka hat allen Frauen eine Stimme gegeben und zwar durch das Wort "Wir" und in dieser Form ist es auch geschrieben.

Zitat S. 50
"Wir arbeiteten einfach, das war alles.
Wir machten jeden Abend für sie unsere Beine breit, aber wir waren so erschöpft, dass wir oft einschliefen, bevor sie fertig waren.
Wir wuschen einmal in der Wochen in Wannen mit siedend heißem Wasser ihre Kleidung.
Wir kochten für sie.
Wir putzten für sie.
Wir halfen ihnen beim Holzhacken. …"


Und mit jedem Tag, so sagen sie, veränderten sie sich. Sie waren nicht mehr die, als sie ihre Heimat verließen.

War ich anfangs etwas irritiert durch die Wiedergabe der Sprache, legte sich das ganz schnell. Je länger man die Geschichte, das Geschriebene aufnimmt, stellt man fest, es hätte nicht anders geschrieben sein dürfen.
Träume und Hoffnungen hatten sie bei ihrer Auswanderung, Schicksale, die in diesen 160 Seiten umfassenden wahren Meisterwerk eine Stimme erhielten. Und jedes Kapitel beschreibt ihren Weg bis hin zum Zweiten Weltkrieg, dem Angriff der Japaner auf Perl Harbour.

Mit ihrem Buch hat die Autorin den Frauen, die als junge Mädchen in ein unbekanntes Land, mit einer fremden Sprache und Kultur ein unvergessliches geistiges Denkmal geschaffen. Aber es ist auch eine Ermahnung an das Vergessen - der Erinnerungen. Durch ihre zeitweise poetische Sprache und dann wieder klaren Sprache berührt sie den Leser.

Ich bedanke mich bei Nicole für dieses wahre Leseschätzchen. Ohne sie hätte ich es bestimmt nicht gelesen.
"Wovon wir träumten" ist ein Ausnahmeroman, der sich durch die leisen Töne und doch mahnenden Stimme  hervorhebt.
Von mir sechs Lesegenuss-Bücher und Top-Ten 2015.

Vita:
Julie Otsuka, geboren 1962 in Kalifornien, lebt heute in New York City. 2002 erschien in den USA ihr Debütroman "When the Emperor Was Divine". Sie war Guggenheim-Stipendiatin und wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. "Wovon wir träumten" ist ihr zweiter Roman und der erste, der auf Deutsch erscheint. Er wurde 2012 mit dem PEN / Faulkner Award ausgezeichnet.

Montag, 13. April 2015

(Rezension) Die letzten Tage von Rabbit Hayes - Anna McPartlin

Anna McPartlin
Die letzten Tage von Rabbit Hayes
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: rororo (20. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499269226
€ 12,00

 Info - Kauflink
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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich.

Mein Leseeindruck:

"An die Waffen!" so beginnt der Post vom 1. September 2009 auf Rabbits Blog. Man hatte bei ihr Brustkrebs festgestellt. Vier Jahre später begibt sich Rabbit Hayes, begleitet von ihrer Mutter Molly, ins Hospiz zum Sterben. Neun Tage, für jeden Tag ein Teil des Buches, worin in kleinen Abschnitten die Begleiter ihres Lebens zu Wort kommen.
Der Wille zum Überleben ist groß, doch das Wissen, den Kampf verloren zu haben, ist da. Und so beginnt der Abschied, mit Rückblicken auf die vergangenen Jahre. Wie erklärt man es jedoch seinem Kind, dass man gehen muss, weil die Krankheit den Körper besiegt hat? Wissend um ein wahrlich schweres Thema ist das Cover ein kleiner Lichtblick. Und genau diese besonderen Momente, Lichtblicke im Leben, geht es hier, aber nicht nur, und werden erzählt. Wenn du nicht mehr weißt wie es weitergehen soll, wie verhältst du dich dann? Ich habe schon oft davon gelesen, dass es gerade die sterbende Person ist, die den anderen Mut zuspricht, so wie die tapfere Rabbit Hayes.
Personen:
Rabbit, die eigentlich Mia heißt, Molly, die Mutter und Jack, ihr Vater. Juliet ist Mias zwölfjährige Tochter, sowie Grace und Daves, Rabbits Geschwister. In der Vergangenheit spielt der Rocksänger Jonny eine Hauptrolle in Rabbits Leben.
All diese Personen, bis auf einen, sind gegenwärtig, lieben Rabbit, und trotz der schwierigen Situation, mit der die Familie umgehen muss, strahlt die Todkranke so viel Positives aus, dass es schon fast unheimlich ist.

Wer nun davon ausgeht, dass das Buch nur vom Thema Tod und Verlust handelt, dem sei gesagt, es gibt sie, die Zwischendurch-Situationen, die zum Schmunzeln sind.

Die verbleibenden neun Tage sind geprägt von der Vergangenheit. Das Hier und Jetzt sind die Blumen der Handlung. Die Story geht unter die Haut und ist zudem berührend und mitreißend. Es ist mit so viel Gefühl geschrieben, dass bleibt nicht ohne Wirkung.
Angst vor diesem Buch sollte man nicht haben. Auch wenn der Tod immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist, sollte man nicht die Augen verschließen - egal wie alt man ist.
Wenn eine Mutter ihr Kind verlassen muss, egal in welchem Alter, es ist und bleibt ein Verlust, der prägt.
Wenn Eltern ihr Kind verlieren, es ist und bleibt ein Verlust, den man nicht einfach so wegsteckt.
Die Autorin hat mit sehr viel Gefühl die Familienmitglieder beschrieben. Ich könnte endlos jetzt weiterschreiben, doch einer der Charaktere ist mir besonders ans Herz gewachsen: Jack, Rabbits Vater. Es mag vielleicht daran liegen, dass ich meinen Vater durch die Krankheit Krebs schon in jungen Jahren verloren habe. Zur damaligen Zeit wurde mit der Situation anders umgegangen.  Insofern war dieses Buch, wenn auch in umgekehrter Folge, für mich ein Stück Vergangenheitsbewältigung.

"Die letzten Tage von Rabbit Hayes" hat meine Seele berührt, mich zum Nachdenken und an manchen Stellen emotional zum Heulen gebracht. Sehr realistisch, wunderbare Charaktere und nein, es endet nicht wie im Märchen. Aber das war schon klar. Ein außergewöhnliches Buch, das berührt, keine leichte Lektüre, zum Nachdenken anregt - und es ist kein Buch für Zwischendurch.
Ich gebe 6/6 Lesegenuss-Bücher! Top-Ten-Liste 2015!

Vita:
Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing, doch sie blieb dabei ihrer wahren Liebe, der Stand-up-Comedy, und dem Schreiben treu. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben in der Nähe von Dublin.

Sonntag, 5. April 2015

(Rezension) "Ich warte auf dich, jeden Tag" ~ Clarissa Linden

Clarissa Linden
Ich warte auf dich, jeden Tag
Taschenbuch
480 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426516058
€ 9,99
auch als EBOOK erhältlich

 Cover / Info  Verlag



Gelesen März 2015

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Info:
Die Amerikanerin Erin steht vor den Scherben ihres Lebens: Ihr Mann hat sie verlassen, und ihr Job in der Buchhandlung ihrer Freundin ist gefährdet. Da findet sie auf dem Speicher ihres Elternhauses unter den Hinterlassenschaften ihres Großvaters ein Flugticket nach Deutschland und einen Liebesbrief aus dem Jahr 1993, unterschrieben von einer Lily. Erin ist wie vom Donner gerührt, denn sie hat ihren Großvater stets als kalten und unnahbaren Menschen kennengelernt. Und ausgerechnet er soll eine heimliche Liebe gehabt haben? Erin reist nach Deutschland und begibt sich auf die Spur der geheimnisvollen Lily, die in den dreißiger Jahren eine leidenschaftliche Gegnerin der Nazis war …

Meine Meinung:

"Ich warte auf dich, jeden Tag" ist eine Familiengeschichte, die sich mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzt. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen. Zum einem 1999 in Berkley/USA als auch in Schweden und 1933 in Frankfurt/Deutschland.
Erin steht vor dem Aus ihrer Ehe, und auch ihr Job scheint keine Zukunft mehr zu haben. Als ihr Elternhaus verkauft werden soll, räumt sie ihr Kinderzimmer aus, hilft den Eltern beim Entrümpeln. Dabei findet sie auf dem Dachboden einen Liebesbrief von einer gewissen Lily aus Deutschland an ihren Großvater. Dass dieser aus Deutschland stammte, war ihr bekannt. Doch in seinem ganzen Leben hatte er nichts aus seiner Vergangenheit erzählt. Überhaupt war er sehr unnahbar gewesen, gab sich distanziert. Wie ein Mensch, der sehr verletzt worden war, ließ er keine Nähe zu. Und dann war da noch ein Flugticket nach Frankfurt, nur Hinflug. Was hatte der Großvater geplant? Wollte er vor Jahren seine Familie verlassen und zurück nach Deutschland kehren?
Erin begibt sich auf Spurensuche, angespornt durch ihre Chefin und Freundin Charlotte. Und diese bedenkt sie jederzeit mit einer Aufgabe, einem Zitat aus einem Buch, welches Erin erraten und lesen soll.
Bücher, die Charlotte liebt, heißt es am Ende des Buches und jedes Kapitel ziert ein Zitat aus diesen. Für die Auflistung bin ich sehr dankbar. Passend waren sie allesamt zum jeweiligen Kapitel.
Für Erin wird diese Reise nicht nur eine Suche nach der Vergangenheit, der Antwort auf das Fragezeichen wer war ihr Großvater gewesen, sondern auch eine Suche nach sich selbst. Es geht zum einen um ihr vergangenes Leben, aber auch um ihre Zukunft.

Die einzelnen Handlungsstränge der verschiedenen Zeiten sowie Orte lassen sich gut auseinanderhalten. Hier geht es um das Schicksal von Menschen, die damit leben mussten, was in der Vergangenheit geschehen war.
Die Geschichte von Lily und Alexander, die sich 1933 abspielt, hat das größte Potential. Während Lily in eher ärmlichen Verhältnissen lebt, kommt Alexander aus gutem Haus. Trotz allem kann Lily studieren, widmet sich aber stark dem Widerstand gegen das aufkommende Naziregime. Dass ausgerechnet eine Katze Schicksal bei den beiden spielt, wundert mich nicht. Die Autorin ist bekennende Katzenliebhaberin.
Gab es eine Zukunft für Lily und Alexander?
Beeindruckend die Recherchen der damaligen Zeit, die bildhaft in der Handlung geschrieben wurde. Trotz all der vielen Jahrzehnte, die seitdem vergangen sind, ist "Ich warte auf dich jeden Tag" ein Roman, der gegen das Vergessen ist.

Bei diesem Buch hat man das Gefühl, als würde eine der Personen vor dir sitzen und die Geschichte erzählen. Auch wenn am Ende sich alles auflöst, ich hätte gern noch weitergelesen. Eine Erzählung vergessener Erinnerungen und sie enden da, wo alles anfängt, auch wenn es traurig macht.
Es ist ein Buch, in dem es um Verletzlichkeiten geht, um das, was diese aus Menschen macht, wie sie damit umgehen.
Es ist ein Buch, welches man in die Hand nimmt und (normalerweise) in einem Rutsch lesen möchte.
Es ist ein wundervolles Buch, was einen emotional aufwühlt (mich jedenfalls), durch die menschlichen Beziehungen, um Freundschaft, um Liebe und welchen Preis man manchmal für einen Fehler bezahlt.

Nicht einmal hatte ich das Gefühl, die Autorin könnte den roten Faden verlieren. Zu jeder Zeit kann der Leser nachvollziehen, wie welches Teil zum Gesamten gehört.

Clarissa Linden besitzt sie, diese sehr feinsinnige und einfühlsame Art, einen sehr guten Roman zu schreiben, von dem man mitten in die Geschichte hineingezogen wird.

Ich bin tief beeindruckt von der Leistung der Autorin, was den Inhalt als auch den gut durchdachten Aufbau der Geschichte betrifft. Ihr Schreibstil hat Wiedererkennungswert und genau das war es gewesen, wieso ich nach einigen Seiten stutzte und dachte, irgendwie kommt dir das so bekannt vor. Nicht der Inhalt, das meine ich nicht, sondern die Art und Weise, wie sie schreibt.
Die Auflösung: Clarissa Linden ist das Pseudonym von Christine Lind u. a.

Ein packender, atmosphärisch und mitreißender Roman, der den Leser von Beginn an nicht mehr los läßt! Ein Roman mit Wiedererkennungswert!

Ich möchte euch dieses Buch wirklich ans Herz legen - kauft und lest es!

Ein weiteres Lesehighlight 2015! 6 Lesegenuss-Bücher!

Vita
Inspiriert durch ihre Liebe zur amerikanischen Literatur, lebte Clarissa Linden längere Zeit in den USA. Inzwischen ist sie nach Deutschland zurückgekehrt, wo sie auf einem Hof in Norddeutschland wohnt, den sie mit ihrem Ehemann und vielen Tieren teilt. Ihre Erfahrungen als Buchhändlerin und Katzenpersonal flossen in Ich warte auf Dich, jeden Tag ein. Die Erzählungen ihrer Großmütter gaben Clarissa Linden den Anstoß, sich mit der deutschen Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Samstag, 7. März 2015

(Rezension) Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb ~ Tanya Stewner


Tanya Stewner
Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb
Gebundene Ausgabe
320 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 2 (12. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596854264
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
€ 14,99


 Cover / Info - Link " Verlag"






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension



Wenn Juli nachdenken will, zieht sie sich auf ihre Lichtung zurück. Doch eines Tages ist sie nicht alleine dort. Ein Junge steht vor ihr, plötzlich und unerwartet. Ein Junge wie von einem anderen Stern, so schön und so geheimnisvoll ist er. Ihrer beider Liebe könnte die Welt verändern. Doch darf diese Liebe überhaupt sein?

Nach ›Das Lied der Träumerin‹ der neue wunderbare Roman von Bestsellerautorin Tanya Stewner: humorvoll, romantisch, dramatisch, bezaubernd leicht und voller Hoffnung. Achtung, er könnte auch dich verändern!

Mein Leseeindruck:

Ehrlich gesagt, ich bin total überrascht von dem neuen Buch „Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb“ von Tanya Stewner. Positiv. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet, obwohl der Titel schon einen Hinweis enthält.

Juli und Whoopie, zwei Mädchen, die so unterschiedlich sind, und dennoch beste Freundinnen.
Juli, die Denkerin, in der Schule nur Bestnoten und doch so einsam in ihrem familiären Leben. Sie lebt im vornehmen Viertel der Stadt, in einer schicken Villa. Ja, ihre Eltern waren reich, aber Wärme und Liebe, die fehlte im Leben dieser Familie. Julie hat einen IQ von einhundertvierzig! Und ihr Hirn lief immer auf Hochtouren, so dass es manchmal überlief von Gedanken. Dann war die Zeit für ihren imaginären Minigolfschläger gekommen, um diese oft problematischen Gedanken zu vertreiben. Zumal ihr Redefluß kaum zu stoppen war und für andere oft sehr unverständlich.

Zitat S. 16 „ … Sobald ich bemerkte, dass sich etwas in meinen Kopf geschlichen hatte, das ich da nicht haben wollte, nahm ich einen imaginären Minigolfschläger und schlug den bösen Gedanken wie einen Golfball in ein tiefes Loch. …“

Es geschieht oft, dass Juli vor den Eltern flüchtet. Sie hat einen Lieblingsort im nahe gelegenen Wald, geheim gehalten vor allen anderen, ihre Zuflucht. Eine Lichtung mit einem kleinen Teich. Nach einer emotionsgeladenen Auseinandersetzung mit ihren Eltern zieht Juli sich dorthin zurück und hat eine Begegnung, die ihr Leben verändern wird. Sie begegnet dort Anjano, einem fremden Jungen. Woher er kam, Fragezeichen. Nicht nur seine merkwürdige Bekleidung, nein auch seine Wortwahl, seine Sprache, sein Denken, alles ist so anders. Und doch war er in Julis Augen ein interessanter Junge, ihr Traummann.
Whoopie lebte in einfachen Verhältnissen und durch die Berufstätigkeit der Mutter den ganzen Tag auf sich selbst angewiesen. Sie ist eine sympathische Charaktere, quirlieg, fernsehsüchtig. Whoopie liebte TV-Serien. Oft verbrachten die beiden Mädchen die Nachmittage zusammen.
„Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb“, den Roman muss man als ein Ganzes sehen um zu erkennen, was die Autorin mit ihrer Geschichte uns sagen will. 

Zitat S. 289 … „Die Natur ist die größtmögliche Intelligenz“, hatte Anjano gesagt, …  Verneigt euch vor dem Geist der Natur, dessen Genie kein Mensch jemals erreichen wird.“ …

Zur Romanidee sei gesagt, dass das Buch eine wunderbare Grundidee hat, und hervorragend umgesetzt wurde. Die Ich-Erzählerin Juli ist eine sympathische Hauptperson, auch wenn man ihrem Denken manchmal nicht so schnell folgen kann. Trotz der unterschiedlichen Lebensweise der Charaktere Juli und Whoopie sind diese sehr authentisch.

Dass der Roman einen auch noch nach dem Ende beschäftigt, sei kurz erwähnt. Wie heißt es in der Info: „Achtung, er könnte auch dich verändern!“

Mit diesem Roman hat Tanya Stewner ein in Worte kaum zu beschreibendes Werk geschaffen, dass mich komplett in seinen Bann gezogen hat.  Und um eine Frage vorab zu beantworten, ja es hat etwas mit Zeitreise zu tun (~ 450 Jahre). Die Handlung spielt in der Gegenwart. Mehr Infos zum Inhalt werden nicht verraten.

Die Gestaltung des Covers finde ich gut gelungen. Die filigranen Ornamente überlagern den Waldhintergrund, Julis Lichtung, sowie die beiden Menschen. Juli und Anjano. Alles in allem ein gelungenes Cover.

Ich vergebe die Höchstwertung - 6 Lesegenuss-Bücher und es gehört zu meinen TopTen2015.

Ein Zitat noch zum Schluss:
S. 282 … „Mein Vater baute instinktiv eine Blockade auf. Er wollte die Energie nicht, kannte sie nicht.

„Bitte“, flüsterte ich. „Bitte.“

Da knackte etwas in seinem Herzen, zersprang und mit einem Mal brandete die Energie in ihn hinein, flutete wie eine riesige Welle in sein vertrocknetes Inneres.“
  

Samstag, 28. Februar 2015

(Rezension) Das Haus des vergessenen Glücks - Mia Löw


Mia Löw
Das Haus des vergessenen Glücks
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (19. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492306485
€ 9,99

auch als EBOOK erhältlich

 Cover / Info / VERLAG






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Ein Haus voller Geheimnisse ineinem fremden Land

Ausgerechnet, als die New Yorkerin Olivia ihren Mann bei einem unverzeihlichen Verrat ertappt, erreicht sie die Mail eines Berliner Verlages mit einer Einladung nach Deutschland: Sie soll eine Biografie über ihre Großmutter, den deutschstämmigen Broadway- Star Scarlett Dearing, schreiben. Sie zögert, doch als ihr Mann einen tödlichen Unfall hat, den ihre Tochter Vivien traumatisiert überlebt, sagt sie zu. Sie reist mit Vivien nach Berlin, wo die beiden nicht nur auf ein unfassbares Familiengeheimnis stoßen, sondern auch zwei mysteriösen Männern begegnen.

N.S. Ich schreibe bewußt nicht den Klappentext vom Buch, weil der sehr viel vom Inhalt verrät.

Leseeindruck:
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Beginnend in den Nachkriegsjahren nach dem Ersten Weltkrieg spielt die andere Zeitebene in der Gegenwart. Handlungsorte sind jeweils Berlin in Deutschland, und New York, Amerika. Es ist die Geschichte von zwei Schwestern, beide vom Temperament her wie Feuer und Wasser. So unterschiedlich wie Charlotte und Karla auch waren, es verband sie doch das Blut, die Geschwisterliebe. Zusammen mit den Eltern und ihren beiden Brüdern lebten sie 1919 in Berlin-Charlottenburg. Professor Wilhelm König war der Patriarch der Familie, sein Wort galt. Seine Frau Gertrud hatte keinen leichten Stand. Charlotte war der ausgesprochene Liebling des Professors, während es bei Gertrud der Sohn Gerhard war. Die Familie zieht bald darauf nach Berlin-Zehlendorf in eine Villa am See.
Im Sommer 2014 erhält die Journalistin Olivia Baldwin eine Mail aus Deutschland, die sie erst einmal nicht beachtet. Olivias Großmutter Scarlett, die im Spätsommer 1932 nach New York ausgewandert war, über sie hatte Olivia einen beeindruckenden Artikel veröffentlicht, der über das Leben der Künstlerin in Amerika handelte. Nun fragte ein Berliner Verlag an, ob sie eine Biografie über Scarlett Deearing schreiben könnte. Sie sei herzlich eingeladen zu einem persönlichen Gespräch nach Berlin.
Die Ereignisse überschlagen sich. Ihr Mann Ethan, von dem sie seit kurzem getrennt lebte, und die Tochter haben einen Unfall, den nur Vivien überlebt. Seitdem leidet diese unter einer Amnesie. An den Tag des Unglücks kann sie sich nicht mehr erinnern, auch nicht an die Geschehnisse.
Olivia fliegt mit ihrer Tochter nach Berlin, zumal sie hofft, Dinge zu  erfahren, die Scarlett anscheinend aus ihrem Gedächtnis verbannt hatte. Zwanzig Jahre, die Zeit vor ihrer Einwanderung nach Amerika, konnte man die so einfach auslöschen?  Was war es, dass Scarlett aus ihrem Leben verdrängt hatte? Im August 1932 hatte sie auf der Albert Ballin Deutschland für immer verlassen.
Olivia war bei der Großmutter aufgewachsen. Die damals 70-jährige Frau hatte sie nach dem Verlust der Eltern aufgenommen. Die Frage nach der deutschen Familie beantwortete Scarlett kurz und knapp. Sie war als Einzelkind aufgewachsen und beide Eltern waren schon verstorben, als sie Deutschland verließ. Was die Vergangenheit betraf, ließ Scarlett keine weiteren Fragen zu.
In Berlin wird Olivia mit Neuigkeiten überrascht, was das Leben von Scarlett betraf. In ihrem früheren Leben hieß sie Charlotte Koenig und war bereits zu der damaligen Zeit eine bekannte Künstlerin.
Der Verleger übergibt Olivia ein noch unvollendetes Manuskript einer Autorin, dessen Handlung auf Tagebuchaufzeichnungen der beiden Schwestern Klare und Charlotte Koenig basiert.

Geschrieben sind die Kapitel im Wechsel der Zeitebenen. Aber keine Sorge, hier ist es so sorgfältig aufeinander abgestimmt, dass es sich problemlos lesen läßt. Immer im Wechsel der Geschichte um Charlotte und Klara sowie der Familie Koenig und in der Gegenwart von Olivia, Vivien als auch dem Ehemann und Vater hält die Autorin die Spannung aufrecht.

Manchmal hält man ein Buch in der Hand, das sich als ein wahrer Schatz entpuppt.
Charlotte und Klare wie auch Olivia und Vivien haben mich von Anfang an völlig in ihren Bann gezogen. Ich habe mich in der Geschichte wohlgefühlt, was vielleicht auch daran liegen mag, dass Berlin im Herzen meine zweite Heimat ist. Mia Löw hat eine ganz besondere Art und Weise, die Geschichte zu schreiben, dass man nicht aufhören mag zu lesen.
Mit „Das Haus des vergessenen Glücks“ hat mich ein Buch erreicht, welches zu meinen absoluten Favoriten zählt.

Klara ist eine Charaktere, die nicht nur sympathisch ist, sondern auch Stärke zeigt und vergeben kann. Diese Eigenschaften finden sich auch bei Olivia wieder.
Charlotte (Scarlett) war schon als Kind sehr selbstbewusst, denn sie ist kein naives Dummchen. Sie ist eine Frau, die ihr Leben so lebt, wie sie will, die immer alles bekommt, was sie will.

Beeindruckend erzählt Mia Löwe eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, Lügen und Schuld sowie Vergebung, aber auch das Schicksal spielt mit. Der Autorin ist es gelungen, detailliert das Leben nach dem Krieg zu beschreiben und auch auf die Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft wird eingegangen. Ganz wichtiges Thema finde ich. Was in den Neunzehnhundertzwanzigerjahren beginnt, und im Berlin 2014 seine Fortsetzung findet, sollte der Leser sich nicht entgehen lassen.

Wunderschön zu lesender Schicksalsroman um ein Familiengeheimnis. „Das Haus des vergessenen Glücks“ ist ein Buch, das ich jederzeit weiter empfehlen werde.
Ich vergebe 6 Lesegenuss-Bücher - die Höchstwertung. TopTen 2015!
  
Vita
Mia Löw hat Germanistik und Journalistik studiert, als Redakteurin bei einer Frauenzeitung und als Pressesprecherin gearbeitet. Heute schreibt sie erfolgreich Drehbücher und lebt mit ihren Kindern und einem Hund in Hamburg.

Donnerstag, 26. Februar 2015

(Rezension) Die Schwestern von Sherwood - Claire Winter


Claire Winter
Die Schwestern von Sherwood
Taschenbuch
576 Seiten
Verlag: Diana Verlag (8. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453358331
 € 9,99

auch als EBOOK erhältlich

 Cover / Info -
► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄



Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar

1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin ums tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Paket erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen alten Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt …

Südengland 1881: Das Ehepaar Sherwood hat es nach harten Jahren zu Wohlstand gebracht. Mit ihren beiden Töchtern Amalia und Cathleen leben sie inzwischen auf einem schönen Anwesen in Devon. Beide Tochter sollen in die bessere Gesellschaft einheiraten. Doch dann erkrankt Amalia an Scharlach und verliert ihr Gehör. Ihre Schwester Cathleen wird zu ihrer engsten Bezugsperson. Ansonsten zieht Amalia sich immer mehr zurück. Oft ist sie im Dartmoor unterwegs, um zu malen. Cathleen ist Lord Edward Hampton versprochen, der aus einer verarmten Adelsfamilie stammt. Amalia und Edward begegnen sich im Dartmoor und eine Liebesbeziehung beginnt. Doch dann passiert etwas Unvorhergesehenes: Amalia kehrt nicht mehr aus dem Moor zurück.
Das Familiendrama spielt auf zwei Zeitebenen. Es beginnt im Jahr 1881 in Südengland und führt bis in die Nachkriegsjahre des Zweiten Weltkriegs, nach Berlin. Dort lebt die junge Melinda, die eines Tages unerwartet in den Besitz eines Päckchens kommt. Der Inhalt war nicht viel, kein Anschreiben nichts. Es enthielt eine antike Schachfigur, eine rote Dame aus Marmor und knapp zwei Dutzend Bilder, Aquarelle und Tuschezeichnungen. Auf fast allen war eine Moorlandschaft zu erkennen. Es ergibt sich, dass Melinda beruflich nach London fährt. Hier will sie herausbekommen, was es mit dem Inhalt auf sich hat. Ihre Mutter war Engländerin gewesen. Auch hofft sie durch die Reportage beruflich als Journalistin den Durchbruch zu schaffen.
In wechselnder Erzählperspektive von Melinda, Amalia und Cathleen als auch Elisabeth, der Mutter von den Schwestern, gelingt es der Autorin, den Leser mit der Handlung nicht zu verwirren. Es kommen noch weitere Personen zu Wort, doch das würde zu viel vorweg verraten.
Welche Entwicklung die Geschichte für die beiden Schwestern in Devon nimmt, was Melinda damit zu tun hat, das hat die Autorin wirklich sehr gefühlvoll in Worte gepackt. Die beeindruckende Geschichte gehört zu den wenigen Büchern, wo ich lange überlegt habe, was schreibe ich in dieser Rezension.
Die interessanten Protagonisten, der gefühlvolle, flüssige Schreibstil ziehen einen in den Bann. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das Buch mich so fesselt als auch berührt. Man möchte es am liebsten nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Dazu beigetragen haben auf jeden Fall die Idee zur Handlung, sowie die einzelnen Charaktere. Sie alle haben schon etwas sehr Reales an sich, jedes eine eigene Persönlichkeit.  Hinzu kommen die Orts- und auch Landschaftsbeschreibungen. Mit wahrhaft wunderbarem Schreibstil gelingt es der Autorin, dass der Leder jedes Wort, jede Bewegung und Regung als auch Gefühle glaubhaft aufzunehmen.

„Die Schwestern von Sherwood“ von Claire Winter ist ein Familiendrama, deren Stärke sich in einem exzellenten Schreibstil als auch brillanter Charaktere findet.

Es gehört zu meinen TopTen Büchern 2015 und erhält von mir die allerhöchste Bewertung: 6/6 Lesegenuss-Bücher.

Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Nach Die Schwestern von Sherwood wird 2015 ihr neuer Roman Die verbotene Zeit bei Diana erscheinen. Die Autorin lebt heute in Berlin.

Sonntag, 11. Januar 2015

(Rezension) Über uns die Nacht ✍ Anat Talshir ✍


Anat Talshir
Über uns die Nacht
Taschenbuch
528 Seiten
Verlag: Diana Verlag (8. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357778
Originaltitel: If I Forget Thee
€ 9,99

Weitere Ausgaben:
» eBook 

© Quelle/ Info Verlag


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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
 
Ihre Hoffnung überwindet alle Grenzen
Die Jüdin Lila begegnet dem arabischen Teehändler Elias zum ersten Mal am Vorabend der israelischen Staatsgründung in Jerusalem. Es ist der Beginn einer tiefen Liebe, die geheim bleiben muss. Als Krieg ausbricht, wird die Stadt durch eine Mauer geteilt, die die beiden fortan unüberwindbar voneinander trennt. Neunzehn Jahre wird es dauern, bis es wieder Hoffnung für Lila und Elias gibt. Doch kann ihre Liebe den Hass der beiden verfeindeten Kulturen, die Jahre der Trennung und der Sehnsucht überstehen?
Meine Meinung:
“Über uns die Nacht” ist die Geschichte einer Liebe in Jerusalem, die ihren Beginn einen Abend vor der israelischen Staatsgründung findet. Lila und Elias, kann dies eine Zukunft haben? Niemand darf von ihrer Verbindung zueinander wissen, zu groß ist die Kluft zwischen den Völkern. Die auf zwei Zeitebenen erzählte Handlung spielt zum einen im Jahr 1947 und 2006.
Es gibt ja die Volksballade von den zwei Königskindern, die da beginnt:
”Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb,
sie konnten beisammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.”  (bei Lila und Elias waren es die Religionen)

Er, Elias, ein christlicher Araber mit Jahrhunderte alten, palästinensischen Wurzeln, sie, Lila, eine Jüdin.
Als in Jerusalem die Mauer errichtet wird, bedeutet dies zwangsläufig das Ende ihrer Liebe. Wie mögen sie sich gefühlt haben? Das können viele beantworten, die ein ähnliches Schicksal durch den Bau der Berliner Mauer erlebt haben.
Die Geschichte Israels, das Leben der Völker in Ost- und West-Jerusalem, und doch bis zum heutigen Tag können sie nicht in Frieden miteinander leben. Man erfährt sehr viel in dem Buch “Über uns die Nacht” zur Geschichte um den Staat Israel.
Jahr 2006:
Zitat S. 9: “Keiner von beiden sagte etwas. Was gab es seinen Worten noch hinzuzufügen? Sogar der Apparat, der seinen Herzschlag überwachte, hörte auf zu piepsen.”

Nomi sitzt am Krankenbett von Elias, der ihr seine Geschichte mit Lila erzählt. Zur damaligen Zeit fungierte Nomi als Briefbote zwischen den beiden. Erschütternd die Erkenntnis, als nach dem Sechs-Tage-Krieg – 19 Jahre nach dem Bau der Mauer, Lila Elias sucht und feststellen muss, dass er inzwischen verheiratet ist.
Die Liebe deines Lebens und doch keine Zukunft.
Die Protagonisten sind glaubhaft beschrieben, so dass man sich in die jeweilige Person gut hineinversetzen kann. Ebenso der Handlungsort, der durch seinen geschichtlichen Hintergrund eine maßgebliche Rolle spielt.

“Über uns die Nacht” gehört für mich jetzt schon zu den Top-Lesehighlights in diesem Jahr! Dass dies hier der Debütroman von Anat Talshir ist, merkt man keineswegs. Sie hat es mit ihrer Sprache, dem Schreibstil verstanden, den Leser in die damalige Zeit und den Konflikten zurückzuversetzen. Eine wunderbare, berührende Geschichte mit großartigen Figuren und geschichtlichem Hintergrund. Großes Kino!
Sechs Lesegenuss-Bücher - meine Höchstwertung!
 

Vita:
Anat Talshir wurde in Jerusalem geboren und wuchs dort auf. Sie ist eine angesehene Investigativ-Journalistin in Israel und wurde für ihre Arbeit u. a. mit dem renommierten Sokolov-Preis ausgezeichnet. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit ist sie als Moderatorin tätig und unterrichtet Creative Writing. Heute lebt die Autorin in Tel Aviv.



Donnerstag, 1. Januar 2015

♥ Meine Top{Ten}-Buchliste 2015 ♥

♥  2015 ♥ 

Meine persönliche Top(Ten)-Buchliste

001 – Anat Talshir – Über uns die Nacht  

002 – Claire Winter – Die Schwestern von Sherwood

003 – Mia Löw – Das Haus des vergessenen Glücks

004 – Tanya Stewner – Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb

005 – Clarissa Linden – Ich warte auf dich, jeden Tag

006 – Anna McPartlin  – Die letzten Tage von Rabbit Hayes

007 – Julie Otsuka – Wovon wir träumten

008 - Claire Winter - Die verbotene Zeit

009 – Nicole Steyer – Der Fluch der Sommervögel

010 - Kristin Hannah - Der Garten im Winter