Megan Hart
Der Duft von Orangen
Broschiert
364 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag (Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3862787548
Originaltitel: Collide
€ 8,99
Wahrheit oder Traum? Emm kann es nicht mehr unterscheiden. Mehrmals am Tag verfällt sie in Trance und tritt eine erotische Zeitreise an - direkt in die Siebzigerjahre. Auf wilden Partys taucht sie ein in das Flower-Power-Gefühl, erlebt Lust und freie Liebe mit dem göttlichen, aufregenden Johnny. Dann trifft sie Johnny auch im wahren Leben. Er ist ihr neuer Nachbar, ein Künstler mit erotischer Vergangenheit. Ein Zufall? Oder steckt mehr hinter Emms erotischen Träumen, als sie ahnt?
Statement:
Orangen. Der Duft von Orangen stieg mir in die Nase …
Es ist leichter, wenn ich einfach weiteratme … es hinter
mich bringe …
Emms Blackouts, oder wie sie es nennt, Episoden, die
sie seit ihrer Kindheit hat, Auslöser hierfür der Duft von Orangen. Was
verbirgt sich hinter diesen Episoden?
Erst vor wenigen Monaten ist Emm hierher gezogen, in
direkter Nachbarschaft wohnt der alternde Künstler Johnny Dellasandro.
„Der Duft von Orangen“ ist geschrieben in der
Ich-Erzählperspektive von Emm. Und super - beginnt die Handlung in
ihrem Lieblingscoffeeshop Mocha. Dort trifft sie sich oft mit Jen und
Lisa, die derzeit Jura studierte. Es gefällt, das die Charaktere nicht
immer jung, spritzig, aufgedreht sind. Der Beginn der Handlung war wie der
erste Schluck Cafe Latte und nun genießt man die Story. Das ansprechende Cover
ist der Extrakeks zum Cafe, macht Lust und Laune auf mehr, das Buch zu
lesen.
Während ihrer Episoden wird Emm zurückversetzt in die
Zeit, als der Künstler Johnny als bekanntes Top-Modell sowie in der Filmbranche, als auch Drug & Sex bekannt
war. Im normalen Zustand kann sich Emm das nicht vorstellen. Ihre Episoden treten immer mehr verstärkt auf, je intensiver sie sich in
diesen Typen verguckt. War das die Emm in ihren Blackouts, die sich zu
wilden Sex mit dem jungen Johnny hat hinreißen lassen?
Was dem Leser bleibt, ist eine angenehm geschriebene, nicht
ins vulgäre abtauchende, Liebesgeschichte, normaler Durchschnitt, auch wenn die
beiden Liebenden 25 Jahre Altersunterschied trennen. Wie sich Vergangenheit und
Gegenwart vermischen, hat die Autorin mit ihrem flüssig zu lesenden Schreibstil
gut zu Papier gebracht.
Zitat:
S. 253 Aber ich konnte nicht anders. Johnny war nicht alles,
was ich haben wollte. Ich wollte ein funktionierendes Gehirn, verdammt noch
mal.
Fazit:
Meine Leseempfehlung für das Buch, deren Charaktere gut
beschrieben werden. Eine Handlung als auch der Umstand von Emms Episoden
nicht zu dick aufgetragen, wie man es oft in anderen amerikanischen Romanen erlebt.
Allerdings muss ich einen Punkt abziehen, irgendwie war mir das Ende zu hypothetisch.
Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
