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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Freitag, 20. Mai 2011

Rezension (39) Agnes Bernauer Hexe, Hure, Herzogin



Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Agnes Bernauer: Hexe, Hure, Herzogin
Manfred Böckl

Broschiert: 262 Seiten
Verlag: Sutton Verlag
Auflage: 1 (1. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783866807617
ISBN-13: 978-3866807617
EUR 12,00

Kurzbeschreibung
Die schöne Agnes lernt 1428 im Badehaus ihres Vaters einen ungewöhnlichen jungen Mann kennen. Sie weiß nicht, dass es sich um den Thronfolger des Herzogtums Bayern, Albrecht von Wittelsbach, handelt. Beide verlieben sich ineinander und heiraten heimlich. Doch Albrechts Vater Ernst, der Herzog von Bayern, fürchtet ob der unstandesgemäßen Heirat seines Sohnes mit einer Bürgerlichen um den Fortbestand der Wittelsbacher Dynastie. Als ihm Albrecht den Gehorsam verweigert und sich mutig zu seiner Liebe zu Agnes bekennt, eröffnet Ernst die Jagd auf die junge Frau.
Statement:
Agnes Bernauer lebte im 15. Jahrhundert als Tochter des Badehausbesitzers im damaligen Herzogtum Bayerns, genauer gesagt in Augsburg. Mit ihren siebzehn Jahren musste sie dort im väterlichen Betrieb als Bademagd arbeiten. Und die Reiberinnen – der damalige Ausdruck ist gut erklärt am Ende des Buches unter den Anmerkungen – waren teils nicht nur für die Waschungen zuständig, sondern dienten auch als Hure.
Das Schicksal der Agnes Bernauer ist geschichtlich belegt. Dort im Badehaus macht sie die Bekanntschaft mit dem damals sechsundzwanzigjährigen Herzog von Bayern-München, Albrecht von Wittelsbach. Dieser sieht in ihr mehr als die „Badhure“, erkennt ihre inneren Verletzungen, viel mehr noch etwas Geheimnisvolles, eine wunderbare Blume, die sich gern in ihrer wahren vollen Pracht entfalten möchte, der aber so oft die Blätter gerupft wurden. Agnes hatte ihn mit ihrer Lieblichkeit, ihrer Zärtlichkeit und durch ihre Schönheit verzaubert.
Diese für die damalige Zeit nicht standesgemäße Beziehung erreicht ihren Höhepunkt durch die heimliche Heirat. Aus dieser Verbindung geht eine Tochter hervor. Doch Albrechts Vater setzt alle Hebel in Bewegung, um Agnes in Misskredit geraten zu lassen. Er fürchtet durch diese nicht standesgemäße Beziehung um den Fortbestand der Wittelsbacher Dynastie.
Dem Autor ist es sehr gut gelungen, diesen interessanten Stoff, die historische Geschichte und das Schicksal der Agnes Bernauer, mit seinem eigenen Schreibstil ein neues Gesicht zu geben. Die damalige Sittenmoral, ausschweifende, ausartende erotische Orgien gehörten zur Tagesordnung.
Manfred Böckl bringt uns mit der Liebesgeschichte der Agnes Bernauer nicht nur die damaligen Lebensumstände nahe. Es gelingt ihm ebenso, geschichtliche Hintergründe, Machtspiele, Intrigen und Hass zwischen den Ländern, der einzelnen Häuser in klarer Ausdrucksform und gut gewählten Worten lebendig zu vermitteln. Die Freiheit des Schriftstellers, Handlungen mit seiner Wortwahl zu verbinden, sein Gedankengut mit zu verarbeiten und letztendlich als einen empfehlenswerten historischen Roman zu präsentieren, das ist „Agnes Bernauer: Hexe, Hure, Herzogin.“
Agnes Bernauer und Albrecht von Wittelsbach, eine Liebesgeschichte ohne Happy-End. Das Schicksal und die damalige Zeit, die Umstände, führten schließlich dazu, dass Agnes Bernauer als Hexe, Dirne und Teufelsbuhlin verurteilt und hingerichtet wurde. Beide Hauptcharakteren sind vom Autor sehr gut beschrieben, jeder für sich eine eigene Persönlichkeit voller Unterschiede – allein schon durch ihren Lebensstand – ihrer unstandesgemäßen Liebe.
Fazit:
Die historisch belegte wahre Geschichte der Baderstochter Agnes Bernauer, kein leichter Stoff für mal eben zwischendurch. Wer sich für Geschichte interessiert und gern historische Romane liest, ist bei diesem Roman bestens aufgehoben. Das Schicksal von Agnes berührt, man leidet mit, möchte eingreifen, doch es zeigt dem Leser auch, dass das Leben in der damaligen Zeit hart, sehr hart war.

„Sie ist dein Weib – weil sie deine einzige Liebe ist!“ (S. 137)

Ich vergebe 5 Bucheulen.
Vielen Dank an den Sutton-Verlag für ein weiteres Leseexemplar.
 

Montag, 2. Mai 2011

Rezension (33) Scherben des Glücks



Cornelia Naumann

Scherben des Glücks

Broschiert: 430 Seiten
Verlag: Sutton Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783866804609
ISBN-13: 978-3866804609
14,90 €



Wilhelmine wächst als Tochter des strengen "Soldatenkönigs" am Hof in Berlin auf, hin und her gerissen zwischen den widerstreitenden Interessen ihrer Eltern. Die Mutter drängt auf eine Heirat mit dem englischen Kronprinzen, der Vater hat Wilhelmine dem Erbprinzen von Bayreuth versprochen. Als sich die beiden kennen lernen, verliebt sich die junge preußische Prinzessin Hals über Kopf in den charmanten Bayreuther. Zugleich hofft Wilhelmine, durch diese Heirat dem von Intrigen geprägten Berliner Hof entfliehen zu können. Die einzigen Lichtblicke in ihrem bisherigen Leben sind ihr Bruder Friedrich, mit dem die leidenschaftliche Komponistin die Liebe zu Musik und Philosophie teilt, und ihre Hofmeisterin Fräulein von Sonsfeld, genannt Sonsine. Voller Hoffnung machen sich die jungen Frauen auf den Weg ins ferne Bayreuth. In der markgräflichen Residenzstadt feiert das junge Paar rauschende Feste und lässt das Markgräfliche Opernhaus erbauen. Doch schon kurze Zeit später ziehen dunkle Wolken auf: Auch der Bayreuther Hof ist nicht frei von Intrigen...

Statement:

Der Roman „Scherben des Glücks“ von Cornelia Naumann ist die historische Geschichte der Wilhelmine von Preußen, angereichert durch Ergänzungen der Autorin. In mehrere Kapitel aufgeteilt, liest es sich, durch den klaren Schreibstil der Autorin, sehr gut. Der Leser begibt sich hier auf eine Zeitreise in die Vergangenheit, in die Zeit des Rokoko. Durch jahrelange, sorgfältig geführte  Recherchen von Claudia Naumann schildert sie klar und deutlich das Leben am Hofe des Soldatenkönigs in Berlin / Potsdam sowie in Bayreuth, der künftigen Heimat von Wilhelmine. Ihr Bruder Friedrich wird später als „Friedrich der Große“ in die Geschichte eingehen. Aufgewachsen in einer gefühlslosen Umgebung, dem strengen Regiment des Vaters ausgesetzt, durchlebt sie eine harte Kindheit. Ihr musikalisches Interesse verbindet sie innig mit ihrem Bruder, der ebenfalls sehr der Kunst angetan ist. Wilhelmine war sehr talentiert. Für die damaligen Verhältnisse hätte sie schon längst verheiratet sein müssen. Doch ihre Eltern stritten sich um die jeweiligen Ehekandidaten. Die Mutter wollte sie mit dem englischen Kronprinzen vermählen, der Vater hatte sie dem Erbprinzen von Bayreuth versprochen. Wilhelmines Umzug in das ländliche Bayreuth ist für sie ein Schock, auch in kultureller Hinsicht. Doch sie handelt und aus dem unscheinbaren Hof wird eine Hochburg der Künste. Sie selbst komponiert und musiziert weiterhin. Zum Bruder hält sie engen Briefkontakt. Ihre Pflichtheirat entwickelt sich positiv, denn Wilhelmine liebt ihren Mann. Trotz allem geht aus der Ehe nur eine Tochter hervor, Friederike. Jeder einzelner Charakter nimmt einen besonderen Stellenwert im Buch ein, sind sehr gut beschrieben und man kann sie sich förmlich bildlich vorstellen.

„Wir geben zuviel Geld für Kriege aus. Es wäre besser, wenn wir mehr Opern aufführen würden.“ Luciano Pavarotti (1935-2007) Buchinnenseite

Fazit:

Der warme Grünton des Covers umhüllt das Ganze warm und weich, vorn sieht man ein Gemälde von Liotard, bearbeitet und mit Scherben zersetzt. Auf S. 173 spricht Wilhelmine selbst …. vom harmlosen Sprung bis zu zerbrochenem Glas“… oder man könnte auch sagen „am falschen Ort zur falschen Zeit“. Eine empfehlenswerte Lektüre, gestützt durch Wilhelmines Memoiren, ein gelungener Roman.
Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen

Samstag, 16. April 2011

Rezension (27) Das Bouquet der Leidenschaft

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


Uwe Schreiber
Das Bouquet der Leidenschaft
Broschiert: 377 Seiten
Verlag: Sutton Verlag;
Auflage: 1. Aufl.  (19. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783866804395
ISBN-13: 978-3866804395 
14,90 €
Vielen Dank an den Sutton Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Text
Der Komet von 1811 verheißt Großartiges. Nicht nur ein fantastischer Wein wird im Jahr seines Erscheinens in der Pfalz gekeltert, sondern auch ein ungewöhnlich talentierter Winzer erblickt das Licht der Welt. Emil Jordan hat ein gutes Händchen und eine ausgezeichnete Nase für Wein. Ihm gelingt die Kreation der viel gefeierten Spätlese, doch den Ruhm erntet Carl Bassermann, der missgünstige Sohn des Weingutbesitzers. Als sich auch noch seine große Liebe Josefine aus unerklärlichen Gründen von ihm abwendet, bricht für Emil eine Welt zusammen. Er wandert nach Amerika aus und verwirklicht in Kalifornien seinen Traum vom eigenen Weingut. Seine Weine erlangen Weltruhm, doch schon bald rafft die Reblaus alles dahin. Wieder steht Emil vor den Trümmern seines Lebens. Ein letztes Mal bricht er auf, um in der pfälzischen Heimat sein Glück zu suchen. Dort trifft er Josefine wieder und deckt ein Netz aus Lügen und Intrigen auf, die sein Lebensglück zerstört haben. Wird er schließlich doch noch den ihm zustehenden Ruhm ernten und seine große Liebe zurückgewinnen können? Und wird sich sein Traum von einem wahrhaft großen Wein, einem Jahrhundertwein, erfüllen?
Statement:
„Das Bouquet der Leidenschaft“ ist Uwe Schreibers Debütroman. Im Jahr 1811 beginnt die Lebensgeschichte des Emil Jordan. Das Auftauchen eines Kometen in diesem Jahr verspricht etwas Besonderes.
Emil Jordan wächst heran und entwickelt sich zu einem außergewöhnlich talentierten Winzer. Louis Bouché nimmt den Waisen Emil zu sich. Er ist Vorarbeiter auf dem Weingut des Pfälzers Heinrich Bassermann. Die Mutter von Emil ist bei seiner Geburt verstorben, der Vater gilt als vermisst. Louis, der Vorarbeiter, lehrt den jungen Emil sehr viel, was den Weinanbau betrifft. Schon bald zeigt sich das Außergewöhnliche an Emil: seine feine Nase, sein ausgeprägter Geruchssinne, er hat das besondere Gespür für den Wein.
Der Weingutbesitzer Carl Bassermann zieht Emil dem eigenen Sohn vor. Emil verliebt sich in die Tochter des Weingutbesitzers und kreiert eine Spätlese, doch der Ruhm wird ihm missgönnt. Mutter und Sohn des Herrn Bassermann integrieren gegen ihn und der Sohn erntet den Lohn für Emils Mühe. Auch seine Liebe wendet sich von ihm ab. Emil bricht nun seine Zelte in der Pfalz ab und wandert nach Amerika aus.
Auf der Suche nach sich selbst spricht ein Junge zu ihm diesen denkwürdigen Satz:
„Mein Papa sagt, wenn man einmal Winzer war, dann ist man das sein ganzes Leben lang.“ (S. 148)
Er, der immer von seinem eigenen Weingut geträumt hatte, von Weinen, die an sich nur für die Engel im Himmel bestimmt seien (S. 149) verwirklicht in Kalifornien seinen Lebenstraum. Seine Weine sind in aller Welt Munde. Doch, wie so oft im Leben, wenn man sich ganz oben auf der Treppe meint, kann nur eine Winzigkeit alles zerstören. Bei unserem Hauptprotagonisten ist es die Reblaus, die seine Existenz vernichtet.
Am Ende verlässt Emil Amerika und kehrt nach Deutschland zurück. Nach all den Jahren erfährt er nun die Unwahrheiten, die sein Lebensglück damals zerstört hatten. Ob sich nach den vielen Jahren sein Traum von einem Jahrhundertwein erfüllt und er seine große Liebe Josefine zurückgewinnen kann?
Fazit:
Das Cover zeigt ein Gemälde von Johann Jakob Serr „Herbstfest bei Rhodt“. Meiner Meinung nach sehr passend zum Gesamtinhalt und Hintergrund dieses historischen Romans. Uwe Schreiber ist es gelungen, in wechselvoller Weise den Leser in die damalige Zeit  zu entführen. Das Buch liest sich flüssig und ist sehr interessant geschrieben. Eine nicht so oft beschriebene Lebensart der Weinbauer, des Weinanbaus, umhüllt von Liebe, Leidenschaft, aber auch Tragik. Träume, die ein jeder von uns hat, oft platzen sie wie Seifenblasen. Uwe Schreiber aber kann man zu diesem gelungenen Buch nur gratulieren.

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen


Rezension (26) Der Ritter

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


Der Ritter
Ralph Keim
Sutton Verlag
336 Seiten
Broschiert
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86680-082-3
Erstveröffentlichung 28.11.2006
Unveränderte Ausgabe 01.06.2010
€ 12,90

Text:
Pfingsten 1184: Von seiner Burg bei Trechtingshausen am Mittelrhein zieht der junge Ritter Wolfram von Rheinbod nach Mainz, wo Kaiser Friedrich Barbarossa auf der Maaraue seinen Hoftag abhält. Das glanzvolle Ritterfest wird zu einem schicksalhaften Ereignis für Wolfram: Er rettet das Leben von König Heinrich, einem der Söhne Barbarossas. Zum Dank nimmt der Stauferkaiser den jungen Ritter in sein Gefolge auf.
Wolfram von Rheinbod führt fortan das abenteuerliche Leben eines kaiserlichen Ritters. Er nimmt an Barbarossas Kreuzzug teil und erlebt in Rom die Kaiserkrönung Heinrichs VI. Er wird Augenzeuge der Geburt Friedrichs von Hohenstaufen, der als der schillerndste Stauferkaiser in die Geschichte eingehen wird. Während der turbulenten Jahre des Thronstreits mit den Welfen ist Wolfram ebenso an der Seite Friedrichs II. wie auf dessen Zügen durch Deutschland und Italien. Als Friedrich II. 1235 in Mainz Hoftag hält, ist Wolfram von Rheinbod ebenfalls dabei.
Statement:
Auf über 300 Seiten erlebt der Leser eine spannende, aufschlussreiche Reise in die Geschichtswelt. Der Autor Ralph Keim hat mit diesem Buch eine gelungene Mischung historischem Hintergrund und anschauendes Geschichtslehrmaterial geschrieben. Ich fühlte mich beim Lesen etwas zurückversetzt in meine Schulzeit und erinnerte mich an die trocken gehaltene Unterrichtsweise. Umso mehr habe ich das Buch genossen. Vielleicht liegt es auch daran, dass seit der Schulzeit etliche Jahre ins Land gegangen sind, das Lesen historischer Romane unter anderem mit zu meinen Favoriten gehört.
Der Autor schreibt in „Der Ritter“ vom Leben des Wolfgang von Rheinbod, in der Zeit Kaiser Friedrich Barbarossa bis hin seinem Tod im Jahre 1235 unter dem Kaiser Friedrich II.
Ritter Wolfram von Rheinbrod diente unter drei Kaisern. Staufenkaiser Friedrich selbst schloss dem toten Ritter die Augen (S. 329). Das Geschlecht der Staufer selbst erlischt im Jahre 1268.
Mit dem guten Erzählstil bringt der Autor, dank seiner Recherchen, eine Geschichte zu Papier, die lesenswert, empfehlenswert ist.
Als der junge Ritter Wolfram 1184 mit seinem Mentor, Gunther von Katzenelnbogen, an einem Ritterturnier teilnimmt, rettet er das Leben von Heinrich, einem der Söhne von Kaiser Friedrich Barbarossa. Vor Tagen war er mit Gunther auf die Reise gegangen. Dieser hoffte, dass sein Schützling Wolfram dieses Turnier zu einem Mann reifen ließe. Durch seine Tat wird Wolfram in das Gefolge des Kaisers aufgenommen. Viele geschichtlich niedergeschriebene Ereignisse durchlaufen sein Leben. Erwähnt seien hier der Kreuzzug Barbarossa und die Kaiserkrönung Heinrich VI. in Rom. Sicher sind einige geschichtliche Unklarheiten durch die Interpretation des Autors ersetzt, aber das nahm der Handlung nicht die Spannung.
Fazit:
Das Cover hätte ich mir etwas anspruchsvoller vorgestellt. Obwohl der Hintergrund, die Idee mit dem zur Ehrerbietung Ritter und dem Pferd sicher zu den Vorstellungen aus Geschichtsbüchern passt, es fehlte mir ein bisschen der Hingucker. Mit dem Inhalt und seiner Kunst, im Erzählstil aus der Sichtweise, des Lebens, von Wolfram von Rheinbod den Leser in die mittelalterliche Geschichte, dem Leben der Stauferkaiser zu führen, ist Ralph Keim mit „Der Ritter“ klassisch gut gelungen. Für mich war es das erste Buch von Ralph Keim. Überlegenswert auf jeden Fall, seine beiden vorherigen zu lesen. Alles in allem: Für den Leser, der historische Romane, vor allem mit geschichtlichem Hintergrund mag, empfehlenswert! Denn: Wer erinnert sich nicht an Kaiser Barbarossa?!

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen

Samstag, 26. Februar 2011

Rezension (09) Die Druidenkrieger

Rezension # 09

Die Druidenkrieger:
Ein Keltenroman aus dem
Rhein-Mosel-Raum
Autor Josef Sax





379 Seiten
Verlag Sutton-Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 38666804148
ISBN-13: 978-3866804142
Herzlichen Dank an den Verlag   für das Leseexemplar.

Zum Inhalt - Kurzbeschreibung:
Das Land der Kelten um Rhein und Mosel im 6. Jahrhundert vor Christus: Gerade von einer langen Reise zurückgekehrt, muss der junge druidensohn Erborix einen blutigen Überfall auf seine Heimatsiedlung miterleben. Angeführt von dem aus der Gemeinschaft der keltigen Krieger ausgestoßenen Benro, entführen Sklavenhändler unter anderem Erboix's Schwester Tari.
Auf der Suche nach Tari besteht Erborix zahlreiche Gefährten und Abenteuer, findet unerwartet Verbündete im Stammesland der Germanen und muss das Rätsel um ein mysteriöses assyrisches Schwert lösen, das er von einem Sterbenden erhält. Nahe dem keltischen Heiligtum seiner Heimatsiedlung kommt derweil die streitbare Druidenkriegerin Berana auf die Spur eines geheimnisvollen Goldschatzes.
Als Erborix' Widersacher Benro schließlich mit einer Söldnerarmee gegen die Siedlung zieht, um Rache zu üben und den Schatz der Druiden zu erobern, geht es um mehr als nur das Schicksal des kleinen Dorfes.
Quelle: Sutton-Verlag

Statement:
Das ist die Handlung in wenigen Sätzen geschildert.

Es ist ein interessanter historischer Roman, der uns das Leben vor der Zeitenwende vermitteln möchte. Der Leser geht auf eine Reise in die Fantasie, in das Leben, durchstreift mit den Protagonisten die Wälder, erlebt Kriege, Schlachten, die Romantik und Liebe ...
Durch seinen flüssigen Schreibstil ist es dem Autor gelungen, dem Leser ein Bild der damaligen Zeit zu schildern. In der Gesamtheit der Handlung spiegelt sich die gute Recherche des Autors wieder. Die fremden Namen, Begriffe waren Anfangs erst schwer einzuordnen, von daher das Glossar am Schluß eine große Hilfe.
Josef Sax weist ausdrücklich in seinem Vorwort noch darauf hin, dass gebräuchliche Begriffe wie "Kelten", "Germanen"... überwiegend aus dem Bereich der römischen Geschichtsschreibung stammen.
Wie aus dem Geschichtsunterricht bekannt, waren zur damaligen Zeit Kriege an der Tagesordnung. Und doch gab es damals auch schon eine gewiße Gleichberechtigung, nämlich dass nicht nur Männer zum Kriegsvolk und Anführern gehörten, sondern auch Frauen. So ist Erborix, die Hauptperson - der Einzelkämpfer -  im Buch, nicht der einzige, Protagonist, der hervorzuheben ist. Die Druidenkriegerin Berana und auch sein Widersacher Benro spielen eine wichtige Rolle. In den zahlreich geschilderten Kämpfen fand ich es gut, dass die blutigen Szenen - Kämpfe nicht im endlosen Text endeten. Man kann nur vermuten, wie zu der damaligen Zeit die Kämpfe geführt wurden.
Die Figuren sind glaubhaft beschrieben, jeder von ihnen besitzt eine eigene Persönlichkeit.
Ich verband irrtümlich mit dem Begriff "Kelten" gedanklich hauptsächlich nur mit England. Mit dem Buch wurde ich eines Besseren belehrt und in die Gegend an den Rhein und die Mosel entführt. Aber es gab ja nicht nur die Kelten und Germanen zu der damaligen Zeit. So war es eine interessante Reise quer durch das heutige Europa, für die Leute zu der damaligen Zeit eben ein Abenteuer. Obwohl das Gesamte in mehrere Handlungen aufgeteilt ist, bleibt es bis zum Ende interessant, wenn alles wieder im Finale zusammenläuft.
Die Sprache von Josef Sax in seinem Debütroman ist klar und so bildlich, dass man als Leser die Dinge vor sich sehen konnte. Es hat mich beeindruckt und ich wünsche mir mehr von diesem Autor.

Das Taschenbuch hat ein ansprechendes Cover, der Himmel im Hintergrund zeigt uns die Weite der Zeitreise.
Lobenwert ist die außerordentlich gute Papierqualität, welches ich mir bei anderen Taschenbüchern wünschen würde. Dafür vergebe ich allein schon einen Punkt mehr.
Die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite ist aussagekräftig genug, um das Buch zu kaufen.
Doch während des Lesens hätte ich mir gewünscht, dass noch ein bißchen mehr Raffinesse und Spannung eingesetzt worden wäre.
Doch das Endergebnis lautet: man legt das Buch ungern aus der Hand.
Da ich sehr viele historische Romane lese, gehört dieses Buch zu der Kategorie:
Ein lesenswerter historischer Roman und ich wünsche mir mehr von diesem Autor.

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Buchzuwachs (14) Schattenfehde

Montag, 31. Januar 2011

Buchzuwachs # 14 Schattenfehde
Verschwörung gegen Hessen und Kurmainz
Alf Leue 



Hier nun das letzte  Buch von insgesamt sechs.



378 Seiten 
Sutton Verlag
Deutsch 
ISBN-10: 3866804261
ISBN-13: 978-3866804265 








Hessen im Jahre 1461: Der 16-jährige Berthold Graychen, Hübnersohn aus dem Wildbann Dreieich, muss hilflos die Verbrennung seines Freundes Franz als Hexer mit ansehen. Als ihn dabei wieder die Vorahnungen und Visionen heimsuchen, die ihn schon seit einem Reitunfall in der Kindheit begleiten, gerät auch er ins Visier des machthungrigen Vogtes Wolfram Etzelroth, der Franz unschuldig hinrichten ließ. Hals über Kopf muss Berthold fliehen und dabei alles zurücklassen, was ihm lieb und teuer ist.


Buchzuwachs (13) Der Ruf der Walküren

Montag, 31. Januar 2011

Buchzuwachs # 13 Der Ruf der Walküren
Ein Nibelungenroman

Gunnar Kunz

Hier nun das fünte  Buch von insgesamt sechs.



380 Seiten  
Verlag: Sutton Verlag  
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866806779
ISBN-13: 978-3866806771


Fünf Menschen. Grimhild, die aus Liebe eine Katastrophe heraufbeschwört. Sigfrid, der plötzlich versteht, als es zu spät ist. Hagen, dessen eiserne Selbstbeherrschung von einem Lächeln bis auf den Grund zerschlagen wird. Brünhild, die ihre Seele verschenkt und der Macht gebrochener Versprechen erliegt. Gunter, der zum ersten Mal etwas für sich will und sich nicht damit abfinden kann, dass es unerreichbar sein soll. Fünf Menschen, die in unauflösbaren Leidenschaften miteinander verstrickt sind. Fünf Menschen, die ihrem Schicksal nicht entfliehen können. Denn Wodan, der Gott der Ekstase, liebt es, Lust und Leid gleichermaßen bis zum Äußersten auszuloten. 


Buchzuwachs (12) Der Ritter

Montag, 31. Januar 2011
Buchzuwachs # 12 Der Ritter

Ralph Keim

Hier nun das vierte Buch von insgesamt sechs.


336 Seiten 
Verlag: Sutton Verlag
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3866800827 
ISBN-13: 978-3866800823







Pfingsten 1184: Von seiner Burg bei Trechtingshausen am Mittelrhein zieht der junge Ritter Wolfram von Rheinbod nach Mainz, wo Kaiser Friedrich Barbarossa auf der Maaraue seinen Hoftag abhält. Das glanzvolle Ritterfest wird zu einem schicksalhaften Ereignis für Wolfram: Er rettet das Leben von König Heinrich, einem der Söhne Barbarossas. Zum Dank nimmt der Stauferkaiser den jungen Ritter in sein Gefolge auf.
Wolfram von Rheinbod führt fortan das abenteuerliche Leben eines kaiserlichen Ritters. Er nimmt an Barbarossas Kreuzzug teil und erlebt in Rom die Kaiserkrönung Heinrichs VI. Er wird Augenzeuge der Geburt Friedrichs von Hohenstaufen, der als der schillerndste Stauferkaiser in die Geschichte eingehen wird.