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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Dienstag, 1. Mai 2018

(Rezension) "Drei Schwestern am Meer" ~ Anne Barns

Gelesen4/2018
Anne Barns
Drei Schwestern am Meer
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (5. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956497929
ISBN-13: 978-3956497926
€ 9,99




 Eine Insel, drei Frauen,
ein altes Familiengeheimnis


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Buchanfang
 Ich schließe die Augen, lausche dem sanften Rauschen der Wellen und atme die würzige, salzhaltige Luft ein. ... Irgendwo in der Ferne kreischen ein paar Möwen.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
In ihrem Buch "Drei Schwestern am Meer" beschreibt die Autorin  wie drei Schwestern auf der Insel Rügen, wo sie bei den Großeltern nach dem Tod der Eltern aufwuchsen, zueinander finden, zusammenhalten und ein altes Familiengeheimnis entdecken. Das Leben der drei scheint zufriedenstellend zu sein, doch war es das wirklich?
Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive von Rina. Für zwei Wochen ist sie zu Besuch bei ihrer Oma und wartet am Strand auf Daniel ihren Verlobten. Dieser wollte übers Wochenende von Berlin nach Rügen kommen. Beide waren beruflich als Ärzte in einer Klinik sehr angespannt. Dort am Strand stellt Daniel ihr die Frage aller Fragen. Ziemlich überraschend. Doch Katharina, kurz Rina genannt, ist noch nicht soweit. Es war gerade mal ein Jahr her, dass Daniel sie betrogen hatte. Verzeihen ja, aber so schnell vergessen konnte sie das nicht. Und Heirat? … Ihre Beziehung hatte sich nach dem Desaster nicht verändert. Lief wieder nach dem gleichen Schema ab wie zuvor. Kurzum, es kommt zum Streit und Daniel reist ab. Nur gut, dass Oma da ist. Pia und Jana, ihre Schwestern, waren zum Teil auf dem Weg nach Rügen. In direkter Nachbarschaft wohnte Omas Freundin Thea mit ihrem Mann Ludwig. Dass Oma gesundheitliche Probleme hatte, wusste Rina von ihrer Schwester. Durch einen Notfall muss die Großmutter ins Krankenhaus. Nur gut, dass Rina Ärztin und vor Ort war. So langsam bringt die Autorin die Vergangenheit der Großmutter ans Licht. Diese Vergangenheit offenbart sich nur häppchenweise und berührt schon.
Die Protaginisten wirken sehr lebendig. Vor allem hat man immer die Orte vor Augen. Es ist die Faszination Rügen, der Landschaft, die dem Leser gut beschrieben werden, so dass man es bildlich vor Augen hat. Man hat den Geruch von Meerwasser in der Nase, un das Rauschen der Wellen im Ohr. Irgendwie spürt man von Anfang bis Ende, dass die Autorin die Insel liebt. Sie schildert dies sehr gelungen. Die Handlungen der Gegenwart als auch Vergangenheit sind gut konstruiert, atmosphärisch und interessant. Die Charaktere sind gut beschrieben, menschlich, sympathisch. Es sind ganz normale Menschen, wie sie hier und dort halt leben. Anne Barns  hat den Charaktere viel Platz in der Handlung geschaffen. Ihr Schreibstil, ihre Ausdrucksweise gaben einem immer das Gefühl, sich mitten drin zu befinden.

Das locker, leicht romantische Cover passt wunderbar zum Buch, eben harmonisch. Man wird förmlich „gezwungen“, das Buch in die Hand zu nehmen. ☺
Es war eine runde, abgeschlossene Geschichte, die mich mit einem positiven Gefühl zurückgelassen hat. Für alle, die Familiengeschichten und ihre Geheimnisse mögen, auf jeden Fall die richtige Lektüre.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5  Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei.

Das Weiß der Kreidefelsen und das Grün der Bäume spiegeln sich türkis im Meer – Rügen! Für Katharina verheißt die Insel Geborgenheit und Zuhause, seit sie nach dem Tod der Eltern gemeinsam mit ihren beiden Schwestern zu Oma Marianne gezogen ist. Inzwischen lebt Katharina als erfolgreiche Ärztin in Berlin. Viel zu lange hat sie ihre Oma nicht mehr besucht. Jetzt liegt diese im Krankenhaus. Plötzlich warten auf Katharina und ihre Schwestern eine Ladung frischer Heringe, die zu Omas leckeren Pfefferlingen verarbeitet werden müssen, jede Menge zuckersüßes Karamell und ein Familiengeheimnis, das ihrer aller Leben auf den Kopf zu stellen droht.

Stimmungsvolle, berührende Geschichte über das Leben und die Liebe
Glück auf Rügen
Wenn die Liebe das Leben prägt …

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
© Cover - Info - VERLAG

Donnerstag, 13. Juli 2017

Rezension || Apfelkuchen am Meer ~ Anne Barns

Anne Barns
Apfelkuchen am Meer  
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (8. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956497104
ISBN-13: 978-3956497100
€ 9,99

© Cover - Info -

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension





Eine Geschichte von unerschütterlicher
Freundschaft und dem Heilen
alter Wunden



Der Roman "Apfelkuchen am Meer" bringt den Leser auf die Insel Juist. Von dort stammt Merles Mutter, bevor sie schließlich nach München zog. Nachdem die Bäckerei von Merles Vater im vergangenen Jahr Konkurs gemacht hatte, wurde das Obergeschoß des Hauses sein neues "Backrevier". Mit sechzig Jahren zum alten Eisen? Nun, das ging gar nicht. Schon sehr früh stand für Merle fest, sie würde die Bäckerei übernehmen. Als gelernte Konditorin, sie liebte einfach ihren Beruf. Dazu hatte sie extra noch ein BWL-Studium angefangen und stand dicht vor dem Abschluss. Für die Ferienzeit hatte sie einen sechswöchigen Job auf der Insel Juist in einem Cafe angenommen. Hintergrund war, dass ihre Freundin dort die Apfelrosentorte gegessen hatte, ein gut gehütetes Familienrezept. Wie konnte das sein?  Es war Tradition in der Familie, zu Geburtstagen diese Apfelrosentorte zu backen, und immer blieben zwei Stellen frei zum Gedenken an liebe Verstorbene. Vor vierzig Jahren war Undine, die ältere Schwester von Merles Mutter, beim Schwimmen in der Nordsee spurlos verschwunden. Man vermutete, sie war ertrunken. Obwohl sie eine sehr gute Schwimmerin war. Doch ihren Leichnam hatte man nie gefunden. Nur gut, Oma Enna war vor einem Monat nach dem Tod ihres zweiten Mannes aus den USA zurück auf ihre Heimatinsel gekehrt. So war ein Stück Familie für Merle da
Über Undines Tod, das Nichtauffinden der Leichte, schwebte immer noch ein großes Fragezeichen. Aber man sprach nicht mehr darüber.
Merle liebt ihren ob. Ihre Beziehung zu Oma Enna, die Verbindung zum Meer und dieser wunderschönen Insel, all dies hat die Autorin wunderbar beschrieben. Man fühlt und riecht das Meer, die Stimmung und die Gefühle der Protagonisten nachvollziehbar. Lang ist es her, dass ich Urlaub auf der Insel Juist gemacht habe. Aber durch diesen Roman wurden alte Erinnerungen wach. Einfach nur schön.
Was Merle und ihren Job betrifft in der "Strandrose - Pension & Café", war es anfangs merkwürdig zu erfahren, dass eine Amerikanerin die Besitzerin war. Aber da ist Agata als auch Lara, so fasst Merle schnell Fuß. Und durch Zufall rutscht sie in die Konditorei rein. She love it ♥ Dabei verliert Merle nicht aus den Augen, dass sie herausfinden will, wer hinter der Apfelrosentorte steckt. Ebenso nachdenklich macht sie, dass jeder Alteingesessene sie auf der Insel anspricht, sie hätte so sehr viel Ähnlichkeit mit Undine.
Die wichtigsten Rollen in dem Buch spielen Merle und Undine. Aber auch die Nebencharaktere werden wunderbar beschrieben. Alle eben sehr menschlich,. Das Flair der Insel gestaltet das Buch zu einer lesenswerten Sommerlektüre. Man bekommt schon Lust auf Urlaub, Sonne und das Meer.
Das Cover ist ansprechend, vor allem die warme Farbgestaltung. Und ein großes Lob an diejenigen, die dafür gesorgt haben, dass auf dem Bild Apfelrosen-Muffins zu sehen sind. Denn es ist ja die Apfelrosentorte, um die sich alles dreht bzw. maßgeblich den Weg an die Nordsee leitete. Und vielleicht auch der Schlüssel zum Rätsel um Undine? Flüssig und locker geschrieben, gut gemischt Humor und auch die Liebe darf nicht fehlen, sympathische Protagonisten, eine unterhaltsame Lektüre.
Am Ende bekommt der Leser noch das Rezept für die Apfelbutter sowie zur Apfelrosentorte.
Ob mir die Apfelbutter gelungen ist, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall schmeckt sie lecker! Also ausprobieren.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei.

Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.



Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Luftig - leichter schöner Sommerroman