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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Samstag, 30. Oktober 2021

Die Winterfrauen ~ Tracy Buchanan

 


Eine Familie, die eine Lüge verbirgt. 

Und eine Liebe, die nur mit der Wahrheit leben kann.


Von verschneiten Bergen über mystische Unterwasserwälder und spektakuläre Küstenlandschaften auf der ganzen Welt: Entdecken Sie auch die anderen Romane von Tracy Buchanan, in denen sie uns immer wieder zu den schönsten Orten der Welt mitnimmt!



M̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅ ̲̲̅̅L̲̲̅̅e̲̲̅̅s̲̲̅̅e̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅d̲̲̅̅r̲̲̅̅u̲̲̅̅c̲̲̅̅k̲̲̅̅

Buchanfang

Sie tastet nach dem gebrochenen Eis um sich herum und versucht, sich aus dem eisigen Wasser zu ziehen. Doch ihre Finger sind wie gefrorenes Holz, und das Eis zerbröselt ihr unter den Fingern, sobald sie danach greift.

Der Roman "Die Winterfrauen" wird im Zeitwechsel von Amber - 2009 - und Gwyneth - 1989 - erzählt. Zu Beginn ist der Handlungsort in Winterton Chine beginnend im kalten Monat Dezember. Dort wo der eisige Ostwind über den Ärmelkanal fällt hat Amber die Souvenirläden. Doch im Winter verirren sich kaum Touristen hierher. "Geschenke Caulfield" so steht es auf dem Schild. Insgesamt sind es drei Hütten, die hierzu gehören. Und sie fallen auf durch die gewählte Farbwahl. Amber hat das Geschäft von ihrer Mutter und dessen Schwester Viv übernommen, die ihren Ruhestand genießen wollten. Es war kalt an diesem Tag als Amber ein junges Mädchen am Strand findet. Leicht bekleidet, ohne jedwede Erinnerung. Sie wird ins Krankenhaus gebracht. Dort, wo Ambers Ex-Mann Jasper arbeitet. Für Amber problematisch, denn mit Krankenhaus verbindet sie schlechte Erinnerungen. Hatte sie doch vor zehn Jahren ihr Kind verloren. Vorweg gesagt, Amber wird Lumin helfen.
Die vergangene Geschichte erzählt von Gwyneth. Als Dokumentarfilmerin ist sie viel unterwegs. Im schottischen Hochland kommt sie fast ums Leben, wird gerettet und verbleibt bei der Familie. Was keiner ahnt, sie trägt ein belastendes Geheimnis mit sich. Aber auch die Familie ist nicht frei von Problemen.
Die beiden Geschichten verbinden sich problemlos miteinander. Die Protagonisten sind authentisch gezeichnet. Amber, die sich mit ihrer Vergangenheit herumschlägt, wird es ihr helfen, indem sie Lumin, dem Teenager, hilft?

"Die Winterfrauen" hat mich schon durch das Cover als auch den Text interessiert. Allerdings habe ich von der Autorin auch schon Romane gelesen. Ich war von Beginn an schon durch den Prolog ruckzuck in die Geschichte eingetaucht.
"Die Winterfrauen", ein Roman, der von Liebe, Schuld und Verlust handelt. Mag sein, das manche Stellen ein bisschen mehr als vorhersehbar waren, aber es gibt sie halt diese vielen Zufälle☺
Im Endeffekt zählt doch nur, ob es eine gut erzählte Geschichte ist. So liest sich der Roman leicht und ist unterhaltsam.

📖 📖 📖  📖  Lesegenuss Bücher

Herzlichen Dank an den Verlag  und Bloggerportal für das  Rezensionsexemplars
Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag

Meine gelesenen Romane der Autorin verlinkt zur Rezension:

Die Mitternachtsschwestern
Die Meerestochter
Sternenwandler
 

Ein Familiendrama, gut geschrieben und unterhaltsam

Sonntag, 1. April 2018

|| Rezension || "Die Mitternachtsschwestern" ~ Tracy Buchanan

Tracy Buchanan
Die Mitternachtsschwestern
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (19. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373410422X
ISBN-13: 978-3734104220
Originaltitel: My Sister's Secret
Hanne Hammer (Übersetzer) 
€ 9,99

 Cover - Info - VERLAG






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension




Ein Geheimnis, so tief und dunkel wie das Meer.
Eine Liebe, die nicht sein durfte.
Eine Tochter, die nach ihren Wurzeln sucht …


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Buchanfang
März 1977
Faith lag ganz still; der Regen benetzte ihr Gesicht und fiel auf die Weiche Haut ihrer ausgestreckten Handflächen. Sie hörte Stimmen und Schritte, aber sie konnte sich nicht bewegen, konnte nicht rufen. Sie blickte zu den triefenden Ästen hoch.


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

"Die Mitternachtsschwestern" eine Familiensaga über die drei Schwestern Hope, Faith und Charity. Die Handlung spielt zum einen im Jahr 2016, und in dem Zeitraum um 1976 bis 1996. Die Autorin arbeitet wechselweise mit den Zeitebenen. Vor den Kapiteln steht jeweils Name, Ort und Jahresangabe. Willow ist die Tochter von Charity, leidenschaftliche Taucherin und sie hofft, nunmehr im Ägäischen Meer vor Griechenland im Schiffswrack Antworten zu finden. Das Schiff hatte ihrem Vater gehört. Ihre Eltern waren hier ums Leben gekommen.

Bei der Bergungsaktion findet sich eine kleine Tasche. Für Willow von großer persönlicher Bedeutung. In ihr findet sie in einem Seitenfach eine Halskette mit Anhänger, ein Halbkreis wie ein Symbol. Es sah aus wie zwei Buchstaben, ein C und ein N. C für Charity, so dachte sie, aber N? Ihr Vater hieß doch Dan. Von den drei Schwestern lebte nur noch Hope. Sie hatte Willow nach dem Tod der Eltern groß gezogen. Willow versucht nunmehr Licht in die Vergangenheit zu bringen. Auf Hilfe ihrer Tante kann sie nicht rechnen. Sie hatten sich nie besonders gut verstanden. Doch eine Einladung zu einer Fotoausstellung ist der Auslöser, wie eine Art Dominosteinreihe. Einmal den ersten Stein berührt, kommt er ins Rollen.
Geschickt spinnt die Autorin hier ihre Geschichte der Vergangenheit, deren Auswirkungen sich bis hin in die Gegenwart ziehen. Zum einen erfährt der Leser die Geschichte der Schwestern, und dann wiederum Willow, die das Geheimnis - nicht nur der Kette, lösen will.
Zuviel möchte ich nun aus der Geschichte nicht erzählen, kan aber sagen, dass sich Willow und Hope näher kommen, zusammenrücken. Erst zum Ende hin wird das Geheimnis um alles völlig gelüftet.
Die Autorin versteht es mit den Worten zu spielen. Ein interessanter Prolog und die Autorin konnte mich bereits ab der ersten Seite an das Buch fesseln. Spannende Fragen, die sich im Laufe der Handlung aufbauen. Die Lösung ergibt sich Stück für Stück.
Die Protagonisten haben ihre Schwächen und Stärken. Sie sind gut charakterisiert. Dadurch, dass die Autorin ihre Szenenwechsel passend platziert, werden immer neue Informationen preisgegeben. Der harmonische, fließend und bildhafte Schreibstil trägt zum weiteren Lesegenuss bei.
Die Geschichte ist am Ende rundum abgeschlossen. Die Aufmachung des Buches ist wunderschön und wirkt schon geheimnisvoll. Das Haus auf den Klippen, das Meer, der Strand und vorn die Blüten - gesamt ein Hingucker - und passend zum Buch.
"Die Mitternachtsschwestern" - eine außergewöhnliche, spannende aber auch gefühlvolle Familiensaga.
Ein Familienschicksal - geprägt von Schmerz und Verlust.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Tracy Buchanan lebt als Schriftstellerin in England. Wenn sie nicht gerade schreibt, liebt sie es, durch Wälder zu streifen, einsame Strände zu erkunden und mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Hund Brontë auf Städtetrips zu gehen.

Willows Kindheit war unbeschwert – bis zu dem Tag, an dem ihre geliebten Eltern bei einem Schiffsunglück starben. Als sie Jahre später eine Einladung zu einer Ausstellung erhält, auf der Fotografien von wunderschönen Unterwasserwäldern gezeigt werden, bekommt sie Zweifel an ihrer Version der Vergangenheit. Denn der Fotograf hat Willows Mutter Charity geliebt. War die Ehe ihrer Eltern nicht so perfekt wie gedacht? Und warum erfuhr sie nie von dem tragischen Verlust, der Charitys Leben vor Jahrzehnten zerriss? Um Antworten zu finden, muss Willow den Spuren ihrer Mutter folgen – und die führen sie um die ganze Welt und tief unter die Oberfläche des Wassers …


Das Geheimnis der Vergangenheit

Samstag, 9. Juli 2011

Rezension (59) Sternenwandler



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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Tracy Buchanan
Sternenwandler
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783492259453
ISBN-13: 978-3492259453
Übersetzerin: Vanessa Lamatsch

Kurzinfo-Klappentext:
Ihren sechzehnten Geburtstag hat sich Tori wirklich anders vorgestellt: Erst gerät sie nachts an eine Gruppe gewalttätiger Jugendlicher, dann wird sie heldenhaft gerettet – aber nicht vom Ritter ihrer Träume, sondern lediglich von seinem Pferd! Doch plötzlich beginnt der Hengst zu schimmern, und vor sich sieht sie einen jungen Mann, sein Körper funkelt wie ein Sternenmeer. Es ist Cam Chase, dessen tiefgrüne Augen Tori vom ersten Augenblick an in ihren Bann ziehen. Dass ihr neuer Freund ein ungewöhnliches Geheimnis hütet, ist klar. Und auch, dass sie sich unsterblich in ihn verliebt hat. Für Cam setzt sich Tori zahlreichen Gefahren aus und begleitet ihn auf eine riskante Mission. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er das Leben seines verschwundenen Zwillingsbruders retten – und außerdem viele andere Menschen vor dem sicheren Tod bewahren.
Statement:
Schon die ersten Sätze in Tracy Buchanans Debütroman „Sternenwandler“ machten mich neugierig und je intensiver ich in die Handlung einstieg, umso mehr erhöhte sich der Spannungsbogen.
Erneuerbare Energien, derzeit das Thema der Politiker, Ausstieg aus der Atomenergie und was kommt dann? Nanomagnetismus, ich gestehe, hier musste ich mich erst einmal schlau lesen. Allerdings kann man sich das ersparen, denn die Autorin hat durch ihre Recherche sehr verständliche Erklärungen mit in die Handlung eingebaut. Wissenschaftliche Experimente, Korruptionen, die Gier nach Macht, Geld, dies alles gehört doch mit zu unserem heutigen Lebensraum. Machtgierige Unternehmen, die gern die Welt beherrschen möchten, es findet sich sehr viel Realitätsnahes in „Sternenwandler“ wieder. Ausgestattet mit einem gut fundierten Gerüst hat die Autorin hierin ihre Handlung platziert.
Mit ihrer neuen Version von Gestaltwandlern schildert die Autorin Probleme, die sehr realistisch und glaubwürdig erscheinen. Sie greift alltägliche Probleme auf, baut sie ebenfalls logisch und verständlich mit ein und gibt dem Leser das Gefühl, mit „Sternenwandler“ ein Buch zu lesen, welches nicht zu hundert Prozent in das Klischee der Fantasie passt. Genmanipulation, das war eines der ersten Begriffe, die mir zu den Gestaltwandlern einfiel.
In der Nacht zu ihrem 16. Geburtstag flieht Tori aus dem Elternhaus. Der Streit ihrer Eltern, die anschließende eheliche Gewalt ihres jähzornigen Vaters treiben sie hinaus zu dem Feld, dort wo sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen kann. Es ist ihr persönlicher Zufluchtsort. Doch heute Nacht ist sie nicht allein dort und wird von einigen Jungen aus der Schule belästigt. Man ahnt schon, jetzt muss er kommen, der Retter, ihr Retter, um sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien, Tori zu beschützen. Wie aus dem Nichts taucht ER dann auf, aber es ist ein Pferd. Heftige Attacken schlagen letztendlich die Jungen in die Flucht, doch das Pferd wurde verletzt und liegt bewusstlos am Boden. Doch mit einem Mal verwandelt es sich. Wie Millionen schimmernder Sterne am Himmel, so scheint es Tori. Nicht mehr das Pferd liegt am Boden, sondern ein nackter Junge.
Nach und nach kommt Tori hinter sein Geheimnis, ein gefährliches Wissen, wie sich im Laufe der Handlung noch herausstellen wird. Geschrieben in der Erzählperspektive von Tori ist der Autorin, abgesehen von kleinen Stoppern in ihrem Schreibfluss, ihr Debütroman gut gelungen.
Sie schreibt ohne großartige Schnörkeleien und selbst die Sprache der Jugendlichen entspricht dem heutigen Stand, glaubhaft. Wer ebenfalls erwartet, dass die Entwicklung zwischen Tori und Cam zu einer schmachtenden Liebesromanze ausufert, irrt. Ich denke, Tracy Buchanan lag wohl viel daran, klar zu machen, dass auch die Jugendlichen Romanzen Höhen und Tiefen haben.
Meine Rezension geht nicht tiefer auf die Handlung ein, da schon etliche vor mir ein klares Bild hiervon abgegeben haben. So spiegelt sich hier nur meine Meinung wieder.
Fazit:
„Sternenwandler“, ein Buch, welches Emotionen, Gefühle weckt, aber auch nachdenklich macht. Mit einem Touch Fantasie versehen, einem guten Mix von Romantik mit Höhen und Tiefen einer jungen Liebe, traumatisierende Probleme und Gewalt in der Familie, menschliche Schwächen, viele Themen wurden von der Autorin angefasst, berührt und (fast) gut gelungen in ihrem Debütroman verarbeitet.
Tracy Buchanan hat mit Tori und Cam zwei besondere Charaktere beschrieben. Man muss sie einfach gern haben, man leidet mit ihnen und doch sind sie beide jeder für sich eigenwillig und stark.
Alles in allem eine wunderbare Geschichte. Nicht unerwähnt lassen möchte ich das Cover mit dem Hingucker der roten Orchidee auf dem zersplitterten eisblauen Hintergrund.
Glück und Glas, wie leicht bricht das.

Ich vergebe 4 Bucheulen.

Dieses war kein Rezensionsexemplar, selbst gekauft :-)