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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Montag, 28. Juli 2014

(Rezension) Der Garten über dem Meer - Jane Corry



Jane Corry
Der Garten über dem Meer
Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (26. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764504939
Originaltitel: The Ruby Ring
€ 19,99

© Rechte: Cover / Info - Blanvalet Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar!



 
Buchinfo:
Ein alter Garten. Ein verwunschener Ring. Ein dunkles Geheimnis ...
Südengland am Meer. Die Londonerin Laura Marchmont und ihr frisch angetrauter Ehemann Charles ziehen in ein restauriertes Haus mit einem alten Garten direkt über den Klippen. Als Laura auf einem Sticktuch ihrer Großmutter ein ähnliches Haus und einen geheimnisvollen Schriftzug entdeckt, macht sie sich auf die Spuren der Vergangenheit …
Devon, 1866. Die junge Mary Rose erbt von ihrer Mutter einen Rubinring. Er soll sie beschützen, doch fällt er in die falschen Hände, wird er Unglück über die ganze Familie bringen ...
Eine spannende, atmosphärische Familiensaga vor der malerischen Küste Südenglands.

Meine Meinung:
„Vergiß nie, dass ich dich liebe, meine Tochter.“ Im Zeichen des Todes vermacht die Mutter der jungen Mary Rose Marchmont im Jahre 1866 einen kostbaren Ring mit funkelnden Steinen. Er war schon im Besitz ihrer Mutter und deren Mutter gewesen. Ein ganz besonderer Ring war es und sie sollte ihn hüten wie einen kostbaren Schatz. Denn wenn er in fremde Hände gerät, würde großes Unheil über die Familie kommen.
Doch wie kann sich eine Tochter gegen den Vater wehren, der schon bald nach dem Tod seiner Frau die junge Gouvernante Veronique heiratet und ihr den Ring schenkt.
Von nun an scheint das Unglück wirklich seinen Lauf zu nehmen.
Als die neue Frau niederkommt und bald darauf das Baby mit zertrümmerten Schädel aufgefunden wird, verdächtigt man Mary Rose. Sie wird verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. 20 lange Jahre verbringt sie dort.

140 Jahre später finde Laura Marchmont ein wunderbares Haus in einer malerisch gelegenenen Ecke Südengland. Auch ihr Ehemann Charles Hay findet es toll. Er war schon einmal verheiratet und hat zwei Töchter aus dieser Verbindung. Doch diese beiden stellen sich total gegen ihre Stiefmutter Laura.
Nach dem Tod  ihrer Großmutter erhält Laura ein Sticktuch, auf dem sie irgendwie ihr jetziges Haus erkennt. Aber da ist noch  mehr drauf zu lesen und so beginnt sie zu recherchieren.

„Der Garten über dem Meer“, ist eine Familiengeschichte, die auf zwei Zeitebenen geschildert wird.
Mary Rose Marchmont und Laura Marchmont, die eine lebte im 19. Jahrhundert und die andere in der heutigen Zeit. Beide sind sehr verschieden, aber doch so manche charakterliche Eigenschaft findet sich bei beiden. In dieser Geschichte ist Mary Rose als Hauptcharaktere sehr stark präsent. Laura, obwohl sie ja das Geheimnis um ihre Familie lüften will, kommt nicht so präsent herüber.
  
Durch ihr Buch „Perlentöchter“ machte ich das erste Mal Bekanntschaft mit der Autorin und das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Aber ich muss ehrlich sagen, dieses Buch ist gut!
Ach was heißt gut und was ist schlecht.  
Auf gut über 600 Seiten hat Jane Corry eine wunderbare, aber auch zum Nachdenken anregende Familiengeschichte geschrieben. Wieder einmal ein Roman, der keinem Klischee entspricht, sondern hier u. a. die nackte Wahrheit der damaligen Zeit aufzeigt.
Liebe, Emotionen, Tragödien, dunkle Familiengeheimnisse, dieses und anderes mehr sind oft sehr eng miteinander verbunden.

„Der Garten über dem Meer“ erhält meine Leseempfehlung. Das Buch hat mich „abgeholt“,  und in seinen Lesebann gezogen. Für alle, die Familiengeschichten und ihre Geheimnisse mögen, auf jeden Fall die richtige Lektüre.
Erwähnen möchte ich auch noch das Lesebändchen im Buch!

Samstag, 17. November 2012

Rezension (230) Perlentöchter

:: Jane Corry Perlentöchter ::

Jane Corry
Perlentöchter
Gebundene Ausgabe
544 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
(27. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764504335
Originaltitel:
The Pearls
€ 19,99




Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Info Verlag:
Auch die schönsten Perlen bergen ein dunkles Geheimnis ... Sie waren Mütter und Töchter. Sie fanden die große Liebe. Und teilten ein Schicksal ... London, 1918. Die junge Rose verliebt sich in den charmanten, weltgewandten Kriegsheimkehrer Charles. Nach einer Blitzhochzeit reist sie mit ihm nach Borneo, wo er eine Plantage leitet. Doch Roses anfängliche Euphorie über ihr neues Leben legt sich schnell: Sie muss Verrat und Enttäuschungen überwinden und um ihr Glück kämpfen. Nur die Perlenkette ihrer Großmutter spendet ihr immer wieder Kraft und Trost. Jahrzehnte später erbt Roses Enkelin Caroline die Perlen – und mit ihnen ein dunkles Geheimnis …
Eine große Familiensaga vor der Steilküste Südenglands.
Autoreninfo: 
Nach ihrem Englischstudium arbeitete Jane Corry für Medien wie The Times, The Daily Telegraph, The Daily Mail und Woman. Sie ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrem Mann an der Küste im englischen Devon. Perlentöchter beruht zum Teil auf den wahren Geschichten ihrer Ahninnen, die in Borneo eine Kautschuk-Plantage besaßen. Von ihrer Großtante erbte sie eine Perlenkette, die sie niemals ablegt.


Statement:
Aus “Epilog”: 
Um die Vergangenheit zu weinen, ist nutzlos.
Um die Gegenwart zu weinen, trübt nur den Blick,
und man sieht weniger klar in die Zukunft.“

„Perlentöchter" ist eine Familiensaga, die über mehrere Generationen erzählt. 
Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Einstieg zu Louisa in der Zeit von 1897 – 1898. Die weiteren Protagonistinnen sind Caroline, Helen und Rose. „Perlentöchter“ erzählt die Geschichte dieser drei Frauen, die etwas miteinander verbindet, zum einen die Liebe zur Malerei und dann die Perlenkette.
Ihre Geschichte, ihr Leben wird jeweils aus der Sicht der Frauen erzählt.
 Als Carolines Tante Phoebe stirbt, ist sie es, die die Perlenkette erbt. Grace, ihre Schwester, erhält Wilfried, ein Labradorhund. Alles andere, das Haus und Inventar, muss verkauft werden, um Phoebe Isobel Wrights Schulden zu tilgen.
Es kommt dann so, wie Caroline es geahnt hatte. Natürlich wollte Grace die Kette und sie, Caroline, sollte den Hund nehmen. Doch das kam nicht in Frage. Unterstützt durch Simon, Carolines Mann, nehmen sie also auch noch Wilfried mit zu sich. Im Laufe der weiteren Handlung stellt sich heraus, dass Simon eine Geliebte hat.
Im Nachlass ihrer Tante flüchtet Caroline in eine andere Welt. In den Briefen und Tagebüchern zeigt sich, dass es bereits schon in der Vergangenheit Affären gab.
Und so liest Caroline über das Schicksal von Rose, die Tochter von Louisa, mit der „Perlentöchter“ beginnt. Rose, die mit ihrem Mann England verlässt und einen neuen Lebensabschnitt auf Borneo beginnt. Charles leitet dort eine Plantage. Doch Rose’s Leben ist nicht einfach. Sie wurde nicht auf das Leben vorbereitet, auf das was sie erwartet, zum einen als Frau, Ehefrau und auch als Mutter. Rose’ Tochter Helen wird ebenfalls keinen einfachen Weg gehen.
Und auf aller drei Frauen Weg wird die Perlenkette weitergerecht, die Kette von Louisa.
Carolines Mutter Helen, welches Glück findet sie?
Welche Auswirkungen haben diese alten Briefe von Tante Phoebe auf das weitere Leben von Caroline?
Welchen Weg wird sie gehen?
Mit oder ohne Simon?
Jane Corry hat mit „Perlentöchter“ eine eindrucksvolle Geschichte geschrieben, wobei die von ihr geschaffenen Charaktere gut dargestellt wurden.
Das Cover passt ausgezeichnet, man kann sich sehr gut vorstellen, wie sehnsüchtig die Frau in die Ferne schaut und zeigt trotzdem eine Ausstrahlungskraft, Würde und Stolz.
Fazit:
„Perlentöchter“ schildert eine Familiensaga mit dem Hintergrund, welche Rolle nimmt die Frau in der Gesellschaft ein, zum einen vor über hundert Jahren bis hin zur heutigen Zeit. Welchen Status hat die Frau und welche Entwicklung nimmt sie.
„Perlentöchter lässt sich gut lesen, trotz der enormen Seitenzahl. Aber das kenne ich ja bereits schon von anderen Familiensagen.
Das Buch hat mich „abgeholt“, um es mal mit den Worten einer bekannten Musikerin zu beschreiben, und in seinen Lesebann gezogen. Man wird intensiv in den das Leben dieser Frauen mit hineingezogen.
„Perlentöchter“ erhält meine Leseempfehlung.